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Hypermenorrhoe - starke Menstruationsblutung

Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin
Letzte Aktualisierung: 25. April 2016

Die Hypermenorrhoe ist eine verstärkte Periodenblutung, bei der mehr als 150 Milliliter Blut ausgeschieden werden.

Hypermenorrhoe
Die Ursache einer zu starken Blutung sollte gefunden werden, da es die Lebensqualität der Frau deutlich beeinträchtigt
© iStock.com/Wavebreak Media

Werden mehr als fünf Binden pro Tag benötigt oder muss der Tampon bereits nach zwei Stunden gewechselt werden, da er sich bereits vollgesogen hat, so spricht der Arzt von Hypermenorrhoe. Zusätzlich werden dabei viele Blutklumpen (Koagel) ausgeschieden.

Ursache einer Hypermenorrhoe

Zu einer Hypermenorrhoe kommt es in 80 Prozent der Fälle durch eine organische Ursache der Gebärmutter. Als Ursachen kommen in Frage:

  • Myome
  • Endometriose
  • Polypen
  • Gebärmutterentzündung oder Eileiterentzündung
  • in sehr seltenen Fällen Gebärmutterkrebs
  • Spirale

Auch andere Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Gerinnungsstörungen können der Grund für eine Hypermenorrhoe sein. Eine Hormonstörung, wie etwa ein Gestagenmangel, kann ebenfalls die Ursache für eine zu starke Blutung sein.

Diagnose durch den Frauenarzt

Die Diagnose ergibt sich aus den Schilderungen der Frau, wie viele Binden beziehungsweise Tampons benötigt werden. Mithilfe der Ultraschalluntersuchung kann der Arzt eine organische Ursache in der Gebärmutter feststellen. Auch eine Hormonuntersuchung im Blut kann Aufschluss über eine vorliegende Hormonstörung geben. In extremen oder auffälligen Fällen kann eine diagnostische Ausschabung zum Ausschluss von Polypen oder Tumoren durchgeführt werden.

Behandlung der Hypermenorrhoe

Die Therapie der Hypermenorrhoe richtet sich nach der Ursache. Myome, Polypen und Endometriose können operativ entfernt und so behandelt werden. Die Gebärmutterschleimhaut kann auch mit Laser oder Hitze abgetragen werden. Da diese Behandlung jedoch Risiken birgt, ist sie nur für Frauen mit abgeschlossenem Kinderwunsch geeignet und sollte nur von erfahrenen Experten durchgeführt werden. Früher wurde Frauen mit dauerhafter Hypermenorrhoe oft die Gebärmutter entfernt (Hysterektomie). Das wird heute nur noch in Betracht gezogen, wenn andere Behandlungsmaßnahmen nicht helfen und der Leidensdruck extrem hoch ist.

Sind die Beschwerden sehr stark, kann eine Ausschabungdie Stärke der Blutung verringern. Manchen Frauen kann auch eine Östrogen-Gestagen-Kombination ("die Pille") oder eine hochdosierte Gestagentherapie helfen, die Stärke der Blutung zu reduzieren. Besteht aktuell kein Kinderwunsch, kann auch die Hormonspirale die Beschwerden lindern, da die Periode dann meist ausbleibt.

Welche Komplikation kann die Hypermenorrhoe mit sich bringen?

Durch den starken Blutverlust bei einer Hypermenorrhoe kann es bei der Frau zu Eisenmangel beziehungsweise einer Blutarmut (sekundäre Anämie) kommen. Außerdem beeinträchtigt eine starke Blutung die Lebensqualität der Frau

Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin
Letzte Aktualisierung: 25. April 2016
ICD-Codes für diese Krankheit: N92.1 | N92.2
Quellen
Beiträge im Forum "Frauengesundheit"
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