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HPV (Humane Papilloma-Viren)

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 23. März 2015

HPV ist die Abkürzung für humane Papilloma-Viren. Dies sind Warzenviren, von denen heute über 100 unterschiedliche Formen bekannt sind. Sie alle sind übertragbar und Experten gehen davon aus, dass die meisten Erwachsenen in ihrem Leben in Kontakt mit einer der HPV-Formen kommen. Einige Viren der HPV-Familie stehen im Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen.

HPV (Humane Papilloma-Viren)
Der Frauenarzt kann HPV bei Beschwerden nachweisen
(c) BananaStock

HPV – meist harmlos, manchmal gefährlich

Das HPV befällt ausschließlich so genannte Epithelzellen. Dies können verschiedene Gewebezellen der Haut oder der Schleimhäute sein. Die meisten humanen Papilloma-Viren sind harmlos und werden vom körpereigenen Immunsystem erfolgreich bekämpft. Vereinzelt treten Formen des HPV ausschließlich im Genitalbereich auf. Man geht davon aus, dass die Ansteckung in erster Linie durch Geschlechtsverkehr erfolgt. Es besteht außerdem die Vermutung, dass auch eine so genannte Schmierinfektion als Übertragungsweg infrage kommen könnte. Mikroskopisch kleine Verletzungen im Gewebe können die Übertragung begünstigen.

Welche Symptome verursacht das HPV?

Oftmals treten Feigwarzen als Symptom einer HPV-Infektion auf. Diese sind etwa stecknadelkopfgroß und spitz zulaufend. Sie treten vereinzelt oder gehäuft auf. Die Feigwarzen selbst bleiben oft unbemerkt, manchmal jedoch ist das umliegende Gewebe durch entzündliche Prozesse beeinträchtigt. Das kann zu Juckreiz führen. Manchmal treten an betroffenen Hautpartien auch Gewebewucherungen auf.

HPV als Ursache für Krebserkrankungen

Einige wenige Formen des HPV stehen im Verdacht, Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane auszulösen. Bei den meisten Krebserkrankungen von Scheide, Gebärmutterhals, Gebärmutter und After kann Papilloma-Virus-DNA nachgewiesen werden. Das gleiche gilt auch für das Peniskarzinom beim Mann. Es besteht der Verdacht, das Genmutationen in tieferliegenden Gewebezellen hierfür verantwortlich sein können.

Wie lässt sich das HPV sicher nachweisen?

Einen sicheren Beweis für eine HPV-Infektion liefert nur ein gynäkologischer Abstrich oder sogar eine Gewebeprobe (Biopsie), beispielsweise des Muttermunds (Zervix). Diese klassifiziert die Viren auch gleich danach, ob ein niedriges oder hohes Krebsrisiko von ihnen ausgeht. Verdachtsmomente ergeben sich auch durch die Untersuchung beim Arzt und mögliche Symptome. Da HPV nur lokal nachgewiesen werden kann, ist eine Blutuntersuchung nicht sinnvoll.

Wie sieht die Behandlung eines HPV aus?

Ein Befall durch HPV ist durch eine ärztliche Behandlung nicht heilbar. Das Immunsystem des Betroffenen kann es jedoch eliminieren. Die einzelnen Symptome sind aber behandelbar. So können die entstandenen Warzen mit verschiedenen Mitteln behandelt oder sogar operiert werden. Wichtig ist bei betroffenen Patienten, dass wegen den potenziellen Übertragungswegen auch der Partner untersucht wird.

HPV-Impfung – möglich aber nicht unumstritten

Eine Impfung gegen HPV ist derzeit möglich und wird zunächst jungen Mädchen empfohlen, die zwischen 9 und 17 Jahre alt sind und noch keinen Sexualkontakt hatten. Studien aus den USA zeigen, dass beispielsweise bei dem Impfmedikament Gardasil nach 23 Millionen Anwendungen lediglich etwas über 700 schwere Zwischenfälle einschließlich 32 Todesfälle aufgetreten sind. Diese seien laut Studien jedoch nicht direkt mit der Impfung in Verbindung zu bringen. Die einzige Symptomatik einer Nebenwirkung, die direkt auf die Impfung zurückzuführen ist, waren Ohnmachtsanfälle. Die ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt die Impfung gegen HPV.

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 23. März 2015
Quellen

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