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Blähungen bei Babys in den ersten Monaten

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 01. Juni 2017

Blähungen können bei Babys sind oft schmerzhaft oder lösen zumindest Unwohlsein und damit Weinen aus. Durch Luft und Gase im Verdauungstrakt wird dieser aufgebläht und der Säugling kann Bauchschmerzen bekommen.

Blähungen bei Babys in den ersten Monaten
In den ersten Lebensmonaten muss sich Babys Darmflora erst noch entwickelt, daher kommt es häufig zu Blähungen.
iStock/morrowlight

Weil sich die Darmflora erst noch entwickeln muss und Babys beim Trinken auch Luft schlucken, kommt es zu Blähungen.

Ursache von Blähungen

Als Ursache für Blähungen werden Luft- und Gasansammlungen im Darm verantwortlich gemacht. Beim Trinken kann ein Säugling zusätzlich Luft verschlucken. Dies kann bewirken, dass das Baby noch gar nicht satt ist, der Magen-Darm-Trakt jedoch schon „voll“ ist. Das Kind hat eigentlich nicht genug getrunken, um satt zu sein, und dann kommen noch Blähungen hinzu.

Darüber hinaus werden im Darm durch Stoffwechselprozesse zusätzlich Gase gebildet, die auch Platz im Darmtrakt einnehmen. Können diese nicht beim Aufstoßen oder als Winde abgehen, kann das Baby Bauchschmerzen bekommen und sehr unruhig werden. Blähungen kommen in den ersten sechs Lebensmonaten des Babys am häufigsten vor.

Blähungen beim Baby erkennen

Anzeichen für Blähungen können sein:

  • wenn ein Baby unruhig ist und sich der Bauch fest und gespannt anfühlt
  • wenn der Säugling weint und die Beinchen anzieht

Wenn Babys pupsen, ist das ganz normal, dadurch entweicht die Luft aus dem Darm und der Druck im Bauch geht zurück. Hört das Baby beim Trinken vorzeitig auf und wird unruhig, kann es sein, dass es zu viel Luft verschluckt hat. Säuglinge, die mit der Flasche gefüttert werden, haben häufiger Blähungen als Babys, die gestillt werden.

Was tun bei Blähungen bei Babys?

Säuglinge, die dazu neigen Luft zu verschlucken, können beim Stillen zwischendurch aufrecht auf den Arm genommen werden, um ihnen die Möglichkeit zum Aufstoßen zu geben. Manchmal hilft es, wenn das Baby etwas mehr aufgerichtet gefüttert wird. Nach einem Bäuerchen kann es dann weitergehen. Die Zeit zwischen den Mahlzeiten sollte ausreichend sein, um den Darm nicht zu sehr zu fordern. Der sogenannte Fliegergriff, bei dem das Baby bäuchlings mit gestütztem Kopf auf dem Unterarm der Mutter liegt, hilft oftmals beim Pupsen. Bei Säuglingen, die mit der Flasche gefüttert werden, sollte der Sauger möglichst die beste Form für den jeweiligen Kindermund haben, damit nicht zu viel Luft verschluckt wird. Während dem Füttern sollte sich keine Luft innerhalb des Saugers befinden. 

Leichte Bauchmassagen mit Babyöl können auch dabei helfen, Luft aus dem Babydarm entweichen zu lassen. Außerdem können die Beinchen Richtung Bauch gebeugt werden, um die Luft leichter entweichen zu lassen. Zum Kinderarzt sollten Eltern in folgenden Fällen:

  • Schreiattacken nach jeder Mahlzeit
  • extrem fester oder flüssiger Stuhlgang
  • das Baby nimmt nicht zu
  • das Baby trinkt nicht

Tipps, Hausmittel & Homöopathie bei Blähungen

  • Bäuerchen nach jeder Mahlzeit

  • Fliegergriff

  • Kirschkernkissen auf den Bauch legen

  • Pucken

  • leichte Bauchmassagen im Uhrzeigersinn

  • Kümmeltee oder Kümmelzäpfchen

Es ist in der Regel nicht notwenig, dem Baby Medikamente bei Blähungen zu geben. Homöopathische Mittel sind mit dem Arzt, der Hebamme oder dem Heilpraktiker abzusprechen, da diese sich individuell nach dem Zustand des Babys richten sollten.

Homöopathisches Mittel Symptome beim Baby
Belladonna Schreien, hochrotes Gesicht, kommt nicht zur Ruhe, Schluckauf, aufgeblähter, warmer Bauch, grüner Windelinhalt, es mag nicht liegen und am Bauch berührt werden
Chamomilla gereiztes, zorniges Baby, schreit im Schlaf, Besserung beim Herumtragen, lehnt spielen oder Ablenkung ab
Colocynthis Baby weint, wirkt ärgerlich und entrüstet, krümmt sich und zieht die Beine an den Bauch, Bauchlage und Tragen lindern die Beschwerden
Nux vomica zorniges, ungeduldiges Schreiben, Baby ist geräuschempfindlich und schreckhaft, Blähungen und Geräusche im Bauch nach dem Trinken, Baby pupst
Lycopodium Schreianfälle zwischen 16 und 20 Uhr oder nach dem Trinken, geblähter Bauch, aber kein Pupsen, Baby trinkt nur kleine Mengen, dafür öfter

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 01. Juni 2017
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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