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Ab wann lächeln und lachen Babys?

Wenn ein Baby seinen Eltern zum ersten Mal ein Lächeln schenkt, ist das ein magischer Moment. Ab jetzt eröffnet sich eine neue Möglichkeit der Kommunikation. Doch ab wann lächeln Babys eigentlich und wann kommt das erste Lachen mit Stimme heraus? Wir verraten dir alles Wichtige über diesen niedlichen Meilenstein.

Ab wann lächeln Babys?
© Getty Images/ideabug

Kurzübersicht: Ab wann lächeln Babys?

Entwicklung: Babys üben schon im Mutterleib verschiedene Gesichtsausdrücke. In den ersten Wochen nach der Geburt zeigen sie ein reflexartiges Engelslächeln. Erst später folgt das erste bewusste Lächeln als Zeichen der sozialen Interaktion.

Alter: Etwa im zweiten Lebensmonat lächeln Babys das erste Mal bewusst. Um den vierten Lebensmonat herum beginnen sie mit dem Lachen.

Förderung: Das Lächeln oder Lachen lässt sich nicht beibringen, aber du kannst dein Baby durch liebevolles Ansprechen und Anlächeln in seiner Entwicklung unterstützen. Hat es den Meilenstein in seiner Entwicklung einmal gemeistert, wird es individuell auf unterschiedliche Dinge mit einem Lächeln oder Lachen reagieren. Dies kann zum Beispiel ein Lied oder ein lustiges Spiel sein.

Artikelinhalte im Überblick:

Entwicklung Baby: Das passiert Monat für Monat

Wie entwickelt sich das Lächeln beim Baby?

Erstaunlich, aber wahr: Babys lächeln bereits im Mutterleib. Denn schon in den Monaten der Schwangerschaft fangen sie an, verschiedene Gesichtsausdrücke zu „üben“. Manchmal lassen sich die hochgezogenen Mundwinkel sogar im Ultraschall erkennen. Ein bewusstes Lächeln ist dies aber noch nicht.

Engelslächeln tritt vor allem bei schlafenden Babys auf

In den ersten Wochen nach der Geburt kann der Gesichtsausdruck des Neugeborenen ebenfalls nach einem Lächeln aussehen. Auch hierbei handelt es sich aber noch nicht um eine bewusste Reaktion. Vielmehr ist dieser Gesichtsausdruck ein Reflex, der unbewusst auftritt und nicht willentlich vom Säugling gesteuert ist. Dieses Lächeln wird als Engelslächeln bezeichnet.

Das Engelslächeln lässt sich vor allem beobachten, während dein Kind schläft. Möglicherweise kannst du es auch durch leichtes Pusten auf die Wange oder durch zartes Streicheln auslösen – ungefähr ab der zweiten Lebenswoche.

Bewusstes Lächeln als Reaktion auf Mitmenschen

Erst später lächeln Babys bewusst und nutzen das Lächeln als Mittel der sozialen Interaktion. Für die Eltern beginnt damit ein neues Kapitel: Ab jetzt bekommen Mütter und Väter auf diese Weise eine Reaktion auf ihre Handlungen – zum Beispiel auf das Erklingen ihrer Stimme.

Wieder einige Zeit später beginnen Babys damit, als Ausdruck ihrer Freude lauthals zu lachen. Lacht dein Baby, macht es anfangs eher juchzende und quietschende Geräusche.

Forschung: Zunächst lachen kleine Menschen wie Affenbabys

Forscherinnen in den Niederlanden fanden sogar heraus, dass Babys etwa ab dem dritten bis zum 18. Monat lachen wie Schimpansen. Im Gegensatz zu Erwachsenen lachen sie nämlich auch beim Einatmen und nicht nur beim Ausatmen. Danach ähnelt ihr Lachen zunehmend dem einer erwachsenen Person.

Ab wann lächeln Babys und ab wann lachen sie?

Das erste bewusste Lächeln im Gesicht zeigen Babys etwa im zweiten Lebensmonat – ungefähr mit sechs bis acht Lebenswochen. Bis auch das laute Lachen hinzukommt, vergehen in der Regel noch ein paar Wochen, etwa im vierten Lebensmonat ist es so weit.

Ungefähr bis zum Ende des sechsten Lebensmonats lächeln Babys besonders oft. Es handelt sich dabei um ein „allgemeines“ Lächeln, das auch Fremden geschenkt wird.

In der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres wird das Lächeln differenzierter: Ihr „spezifisches“ Lächeln schenken Babys manchmal nur noch ihren Bezugspersonen. Dieses Verhalten stimmt meist mit dem Beginn der Fremdelphase überein.

Generell lachen Kinder aber durchaus häufig: Einer Untersuchung zufolge bis zu 400-mal am Tag, während Erwachsene lediglich rund 15-mal täglich lachen.

Warum lachen Babys?

Wozu wir Menschen überhaupt das Lachen beherrschen? Hierzu gibt es verschiedene Erklärungsversuche. Dass sich das Lachen evolutionär durchgesetzt hat, scheint jedoch vor allem daran zu liegen, dass es ein wichtiges Instrument der sozialen Gemeinschaft ist und in Gruppen benötigt wird. Ein Lachen kann einen Konflikt entschärfen, die Zustimmung und Zuneigung zeigen. Es heißt sogar, Babys würden als eine Art Überlebensstrategie lachen, denn alleine dadurch fördern sie die Bindung zu ihren Eltern.

Übrigens: Wenn Babys lachen, sorgt das nicht nur für Glücksgefühle bei Müttern und Vätern. Auch für das lachende Kind gibt es viele Vorteile. Denn Lachen ist gesund: Es lockert die Muskulatur, entspannt, schüttet Glückshormone aus und stärkt das Immunsystem. Studien zeigen sogar, dass Lachen zukünftig als Therapie in der Medizin eingesetzt werden könnte.

Wie lässt sich ein Baby zum Lächeln und Lachen bringen?

Eltern können ihrem Baby das Lächeln nicht beibringen oder den Prozess beschleunigen. Aber du kannst dein Baby durch liebevolle Ansprache, Augenkontakt und Anlächeln in seiner Entwicklung unterstützen.

Wenn dein Liebling den wichtigen Entwicklungsschritt gemeistert hat und das erste Mal lächelt, lässt es sich auch in Zukunft dazu anregen. Hier empfiehlt sich herauszufinden, was deinem Baby gefällt. Zum Beispiel:

  • Lieder vorsingen
  • lustige Reime
  • Kuckuck-Spiel
  • Küsschen geben (zum Beispiel auf den Bauch oder die Füßchen)
  • sanft am Bauch kitzeln
  • Quatsch machen (zum Beispiel Grimassen schneiden)
  • ein Spielzeug mit Geräuschen
  • Kuscheltier

Ganz ohne Zwang und Stress kannst du ruhig versuchen, dein Baby öfter am Tag zum Lachen zu bringen. Es entscheidet ohnehin selbst, ob und wann es etwas lustig findet. Mache alles immer nur so lange, wie dein Kind Spaß daran hat.

Baby lächelt nicht oder auffallend viel: Was bedeutet das?

Besonders wichtig zu wissen: Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Die Altersangaben, ab wann ein Baby lächelt oder lacht, sind daher stets als Durchschnittswerte zu betrachten. Manche Babys sind früher dran, andere später.

Auch die Häufigkeit, wie oft ein Baby lächelt, kann individuell sehr unterschiedlich sein. In der Regel besteht kein Grund zur Besorgnis. Die altersgerechte Entwicklung wird bei den Vorsorgeuntersuchungen überprüft. Ob ein Baby lächeln kann, finden Kinderärzt*innen bei der U4 zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat heraus.

Lediglich in sehr seltenen Fällen deuten Auffälligkeiten beim Lächeln oder Lachen auf Störungen hin:

  • Autismus: Ein Kind, das nicht lächelt, könnte an Autismus leiden. Das fehlende Lächeln ist in solch seltenen Fällen aber in der Regel nicht das einzige Symptom der Erkrankung. Autismus-Spektrum-Störungen werden meist erst in einem späteren Alter diagnostiziert und äußern sich dann durch eine gestörte soziale Interaktion, Beeinträchtigungen bei Sprache und Kommunikation sowie stereotypische Verhaltensweisen.

  • Angelman-Syndrom: Eine ausgesprochen seltene neurologische Störung ist das Angelman-Syndrom. Eines der Symptome: ein sehr auffälliges Lachen. Das Lachen tritt häufig und grundlos auf, manchmal ist es anfallartig und begleitet von einer herausgestreckten Zunge. Außerdem machen sich hierbei motorische und sprachliche Entwicklungsverzögerungen bemerkbar.

Solltest du dir Sorgen machen, bitte jederzeit in deiner kinderärztlichen Praxis um Rat, damit du hierzu eine fachkundige Einschätzung erhältst.

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