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Dienstag, 22. Januar 2019
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Milchpumpen Vergleich

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2018

 

Die richtige Brustpumpe finden: Ein Kaufratgeber

Ob aus medizinischen Gründen, aus Zeitmangel oder einfach nur, um ein bisschen mehr Individualität und Freiraum zu schaffen – mit einer Milchpumpe respektive Brustpumpe kann das Abpumpen der Muttermilch flexibler und komfortabler gestaltet werden. Aber Pumpe ist in diesem Fall nicht gleich Pumpe. Die einzelnen Arten und Modelle weisen nämlich unterschiedliche Stärken bzw. Vorteile auf und lassen sich nicht bei jeder Gelegenheit gleich gut einsetzen. Fakt ist allerdings: Immer mehr Mütter greifen auf diese moderne Stillmethode zurück.

Wann ist eine Milchpumpe empfehlenswert?

Eine Milchpumpe erleichtert einer Mutter dabei die Stillzeit, beugt Milchstau vor und regt die Milchbildung an. Besonders empfehlenswert sind Milchpumpen, wenn beim Stillen mit der Brust Probleme auftauchen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Mutter das Stillen Schmerzen bereitet oder wenn die Brustwarzen entzündet sind. Aber auch für das Familienleben und für die zeitliche Flexibilität bringt das Nutzen einer Milch- bzw. Brustpumpe Vorteile. So kannst du zuvor abgepumpte Milch jederzeit in einem Baby-Fläschchen aufbewahren; sogar das Einfrieren der abgepumpten Milch ist möglich. Dies verhilft gerade Berufstätigen zu einem besseren Zeitmanagement. Zudem kann das Füttern dann auch ohne Probleme vom Papa oder der Oma übernommen werden. Das eröffnet einer Mutter ganz neue Möglichkeiten im Hinblick auf die Freizeitgestaltung.

Auch das Stadium der Stillzeit muss beachtet werden

Welche Milchpumpe für welche Situation und für welche Gegebenheiten am besten geeignet ist, hängt zuallererst von zwei Faktoren ab. Zum einen ist hier das jeweilige Stadium der Stillzeit entscheidend. Diesbezüglich unterscheidet man die Stillzeit und die Milchbildung in insgesamt drei Abschnitte:

  • 1. Phase: Anregung – betrifft die ersten vier bis sechs Tage.

  • 2. Phase: Aufbau – relevant sind hier die ersten 30 Tage.

  • 3. Phase: Aufrechterhaltung – im Fokus steht hier das Stillen nach den ersten 30 Tagen.

Diese Entscheidungskriterien stehen im Fokus

Zum anderen geht es dabei um die Frage, wie häufig abgepumpt werden soll. Außerdem fungieren natürlich die individuellen Bedürfnisse des Babys, die persönlichen Umstände und auch die generelle Einstellung zum Stillen als weitere Entscheidungskriterien. Manche Babys können zudem erst gar nicht mit der Brust gestillt werden. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen. So ist das Stillen zum Beispiel bei zu früh geborenen Babys oftmals nicht möglich, während einige Babys nicht richtig an der Brustwarze saugen können. Auch wenn es Babys gesundheitlich nicht gut geht, klappt es häufig mit dem Stillen nicht. Es kommt aber auch vor, dass die Muttermilchproduktion nicht sofort auf Touren kommen will.

Auf einen Blick: Wann ist eine Milchpumpe ratsam?

- Bei Stillproblemen

- Bei entzündeten Brustwarzen

- Bei Milchstau

- Zur Anregung der Milchproduktion

- Zur Regulierung der Milchbildung

- Zur Regulierung der produzierten Milchmenge

- Zur Steigerung der Milchproduktion

- Zum Abpumpen der Muttermilch auf Vorrat

- Bei Frühchen

 

Die Funktionsweise von Milchpumpen

Ob manuelle Variante oder elektrische Milchpumpe – die Funktionsweise ist relativ simpel. Beim Abpumpen umschließt ein Aufsatz die weibliche Brust. Anschließend wird im Rahmen des Pump-Prozesses ein Unterdruck erzeugt, der dafür sorgt, dass die Muttermilch aus der Brust gesaugt wird. Unterscheiden musst du dabei allerdings zwischen der so bezeichneten Stimulierungsphase und der eigentlichen Pumpphase. Während in der Stimulierungsphase der Milchfluss durch den Milchspendereflex aktiviert und der Saugvorgang ausgelöst wird, kommt es in der Pumpphase zum tatsächlichen Abpumpen der Muttermilch. Diese Vorgänge können sowohl elektrisch als auch manuell ausgelöst werden.

Die unterschiedlichen Arten von Milchpumpen im Überblick

Es gibt diesbezüglich grundsätzlich dann auch zwei verschiedene Milchpumpenarten: Unterschieden wird hierbei zwischen manuellen und elektrischen Modellen. Von der Funktion her sind beide Arten nahezu identisch; die Unterschiede liegen vielmehr im Detail.

Die manuelle Milchpumpe

Wie es der Name bereits ausdrückt, muss eine Pumpe dieser Art von Hand bedient werden. Dies bedeutet gleichzeitig, dass der Abpump-Rhythmus sowie die -Intensität flexibel gehalten werden kann. Die Mutter entscheidet ganz nach ihren eigenen individuellen Bedürfnissen und Vorlieben. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Laut den Erfahrungen vieler Mütter erweisen sich die manuellen Modelle als die bessere Variante, wenn es um das Auslösen des Milchreflexes oder um das Verhindern eines Milchstaus geht. Zudem wird das Aufsetzen der Pumpe gerade dann als angenehm empfunden, wenn die Brustwarzen der Mutter schmerzen. Ein ganz wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang auch der Preis: Handmilchpumpen sind in der Regel deutlich günstiger als die elektrischen Varianten.

Auf einen Blick: Die Vorteile von manuellen Milchpumpen

  • Leiser als elektrische Modelle.

  • Deutlich preisgünstiger als elektrische Milchpumpen.

  • Praktisch für gelegentliches Absaugen.

  • Besonders empfehlenswert bei schmerzenden Brustwarzen.

  • Löst den Milchreflex schnell aus.

  • Rhythmus und Intensität beim Abpumpen kann von der Mutter an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

  • Gut bei Milchstau.

  • Optimale Anpassung an individuelle Bedürfnisse von Mutter und Kind.

 

Die elektrische Milchpumpe

Demgegenüber setzt eine elektrische Pumpe auf verbesserten Komfort und ist auch für das regelmäßige Abpumpen in kurzen Abständen geeignet. Der Pumpvorgang wird in diesem Fall von einem elektrischen, batterie- oder netzbetriebenen Motor übernommen. Dabei stellen die elektrischen Modelle eine wesentliche körperliche Entlastung dar und geben der Mutter die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit die Muttermilch abzupumpen. Mit der elektrischen Doppel-Milchpumpe gibt es zudem noch eine ganz spezielle Version der elektrischen Brustpumpe. Bei dieser Variante wird die Milch gleichzeitig aus beiden Brustwarzen gesaugt und entsprechend abgepumpt. Dies bringt Müttern einen deutlichen Zeitvorteil gegenüber der elektrischen Pumpe mit lediglich einem Aufsatz. In der identischen Zeitspanne lassen sich hierbei bis zu 25 Prozent mehr Muttermilch abpumpen.

Auf einen Blick: Die Vorteile von elektrischen Milchpumpen

  • Komfortabler als manuelle Brustpumpen.

  • Das Abpumpen der Milch geht viel schneller.

  • Ein beidseitiges Abpumpen ist jederzeit möglich.

  • Der Saugrhythmus ist dem eines Babys angeglichen.

  • Verletzungen an den Brustwarzen sind weitaus weniger wahrscheinlich.

  • Elektrische Milchpumpen können auch geliehen werden; dies ist bei manuellen Brustpumpen aus Hygienegründen nicht möglich.

 

Weitere Entscheidungskriterien für die Wahl der richtigen Brustpumpe

  • Größe: Die richtige Brusthaubengröße ist ein wesentlicher Faktor für den optimalen Milchfluss beim Prozess des Abpumpens. Am gängigsten sind Größen von etwa 20 bis 36 Millimeter.

  • Gewicht: Ein geringes Eigengewicht ist für ein komfortables Handling zwar vorteilhaft, ist funktionell aber nicht immer möglich. Die Bandbreite reicht hier von 0,220 Kilogramm bis hin zu einem Artikelgewicht von rund 3,5 Kilogramm.

  • Design und Farbe: Hier zählen die individuellen Vorlieben. Es gibt kompakte Modelle, aber auch Varianten mit einem regelrecht futuristischem Design.

  • Batterie- und Netzbetrieb: Bestenfalls sollten beide Betriebsarten bei einer Brustpumpe möglich sein.

  • Individuelle Einstellung: Wichtigste Faktoren sind diesbezüglich das Vakuum und der Zyklus; beide sollten bei elektrischen Milchpumpen grundsätzlich regelbar sein. Bei Handbrustpumpen kannst du den jeweiligen Rhythmus selbst bestimmen.

  • 2-Phasen-Expression: Eine Brustpumpe mit dieser speziellen Technologie bietet einen ganz besonderen Vorteil. Denn durch die 2-Phasen-Expression wird der natürliche Saugrhythmus von Babys gezielt imitiert. Das Stillen per Flasche erfährt dadurch eine vergleichbare Qualität wie das Stillen per Brust.

  • Material: Bei Billigprodukten besteht die Gefahr, dass Materialien verwendet wurden, in denen sich Schadstoffe finden lassen. Wichtig ist aber, dass Materialien wie Silikon oder Latex verwendet werden und grundsätzlich BPA-frei sind.

  • Extras & Ausstattung: Eine inkludierte Milchflasche sowie eine Brusthaube sollten immer standardmäßig im Lieferumfang enthalten sein. Vorteilhaft ist es, wenn unterschiedliche Brustglockengrößen im Lieferpaket enthalten sind. Auch Calma-Sauger, ein Gürtelclip für den flexiblen Gürteleinsatz oder Brustpflegeprodukte sind nette Extras.

Auch wichtig: Die richtige Reinigung und Pflege von Milchpumpen

Ganz gleich, ob du dich für eine elektrische oder eine manuelle Milchpumpe entscheidest – jedes Modell sollte grundsätzlich nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Folgende Vorgehensweise ist dabei empfehlenswert:

  1. Die Brustpumpe gemäß der Anleitung auseinandernehmen. Gereinigt werden zum einen die Teile, welche mit der Milch oder der Brust in Berührung kommen. Zum anderen braucht aber auch das Gehäuse ein wenig Pflege.

  2. Die einzelnen Teile anschließend mit warmen Wasser und etwas Spülmittel auswaschen. Es kann natürlich auch die Spülmaschine genutzt werden. Allerdings kommt das Wasser hier häufig nicht wirklich überall hin. Es können also Rückstände bleiben.

  3. Dann mit klarem Wasser nachspülen.

  4. Abgetrocknet wird mit einem fusselfreien, natürlich sauberen Tuch. Alternativ kannst du die Brustpumpe auch in ein sauberes Tuch legen und trocknen lassen.

  5. Der Schlauch wird mit warmen Wasser und Spülmittel ausgespült. Anschließend einfach mit klarem Wasser nachspülen und an die angeschaltete Milchpumpe zum Trocknen hängen.

  6. Das Gehäuse kann mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Das reicht in der Regel, um Milchspritzer und Staub zu entfernen.

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2018

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