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Milchpumpen Vergleich & Ratgeber

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2018

Die besten Milchpumpen im Vergleich

Eine Milchpumpe ermöglicht durch vorsorgliches Abpumpen nicht nur maximale zeitliche Flexibilität, sondern erleichtert gerade frischen Müttern das Leben. Doch zwischen den vielen verschiedenen Angeboten den Überblick zu behalten ist nicht immer leicht. Deshalb wurden hier die 5 besten Produkte in einer Übersicht zusammengestellt und drängende Fragen beantwortet.

1. Elektrische Komfort-Einzelmilchpumpe Avent SCF332/31 von Philips

Diese Pumpe ist darauf angelegt, das Abpumpen für die Mutter so angenehm wie möglich zu gestalten: Ein Massagekissen mit weicher Oberfläche schont entzündliche Stellen und sorgt für ein angenehmes Gefühl auf der Haut, stimuliert sanft (und sorgt somit für einen gleichmäßigen Milchfluss) und vor allem: Die Pumpe arbeitet, auch wenn sie elektrisch ist, extrem leise. So kann die Mutter beim Abpumpen entspannen und ein schlafendes Baby wird nicht geweckt. Außerdem kann man beim Abpumpen aufrecht sitzen und muss sich nicht wie bei anderen Modellen, wenn die Pumpe arbeitet, nach vorne beugen.

Neben dem Stimulationsmodus kann man außerdem zwischen drei verschiedenen Intensitätsstufen der Saugleistung wählen und somit individuell auf das Befinden der Mutter eingehen. Die elektrische Pumpe arbeitet entweder ans Netz angeschlossen oder kabelfrei mit Batterien (4 AA-Batterien) – besonders praktisch für unterwegs.

Die Pumpe lässt sich zum Reinigen sehr einfach auseinander- und wieder zusammenbauen, allerdings muss man hier aufpassen, dass man die Teile hinterher auch wirklich luftdicht miteinander verbindet: Sonst kann nicht die volle Saugleistung gewährt werden. 

Mit fast 100€ gehört dieses die Avent-Milchpumpe von Philips zu den teureren Modellen, dafür ist sie jedoch auch sehr hochwertig verarbeitet und überzeugt durch maximale Qualität. Mitgeliefert werden neben der Pumpe mit Massagekissen außerdem ein Naturnah-Fläschchen und -Sauger.

Flashcheck:

  •   Wodurch zeichnet sich die Avent-Milchpumpe von Philips aus? Angenehme und schonend, leise, individuell anpassbar

  •   Was ist das größte Manko? Schwächere Saugleistung bei falschem Zusammenbauen

 

2. Elektrische Milchpumpe mit LCD-Display von NeKan

Topmodern kommt diese Milchpumpe daher: Ein LCD-Display mit Hintergrundbeleuchtung zeigt alle Bedienfunktionen an und sorgt auch nachts für optimalen Durchblick.

Der clevere Schutzmodus sorgt dafür, dass sich das Gerät nach 30 Minuten automatisch abschaltet – so wird die Batterie nicht unnötig beansprucht und vor allem darfst du als stillende Mutter nach einer halben Stunde eine Pause machen. Für ein angenehmes Pumpen und Stillen sorgt die Milchpumpe von Nekan außerdem durch 3 Betriebsmodi und ganze 9 verschiedene Leistungsstärken, die jeweilige Saugleistung kann also ganz auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden.

Auch diese Pumpe lässt sich in ihre Einzelteile zerlegen und einfach reinigen, sie ist außerdem recht klein und praktisch mitzunehmen. Wenn sie nicht mit dem Ladekabel ans Stromnetz angeschlossen ist, kann die Pumpe auch mit Batterien verwendet werden (1 Lithium-Ionen-Batterie) – der Akku soll anfangs bis zu zwei Stunden halten, allerdings verringert sich die Akkuleistung erfahrungsgemäß mit der Zeit, sodass sich nicht allzu lange auf eine kabellose Verwendung verlassen werden sollte, gerade wenn viel mit den höheren Leistungsstufen gearbeitet wird. Der Preis von unter 50€ macht die leistungsstarke und in der Handhabung sehr angenehme Milchpumpe jedoch zu einem unschlagbaren Angebot.

Flashcheck:

  •   Wodurch zeichnet sich die Milchpumpe von NeKan aus? Schnell und besonders effizient durch 9 Stufenstärken

  •   Was ist das größte Manko? geringe Akkuleistung

 

3. Milchpumpe SwingFlex von Medela

Medela gilt als Spitzenreiter bei den Milchpumpen. Die sogenannte Flex-Technologie macht dieses Modell zu einem besonders angenehmen Abpumperlebnis: Sie passt sich den Bedürfnissen der Mutter durch individuell einstellbare Abpumpstärken ideal an und imitiert sanft den Saugrhythmus des Babys. Flexible, ovale Brusthauben mit Gummirand verringern den Druck auf die Brust und regulieren und unterstützen sogar den Milchfluss. Ein 360°-Winkel der drehbaren Brusthauben ermöglichen dir, aus jeder erdenklichen Position abzupumpen – vorbei mit dem starren, vornüber gebeugten Ausharren auf dem Sofa oder Stuhl!

Die Milchpumpe lässt sich sehr einfach und durch die leuchtenden Tasten auch nachts problemlos bedienen. Außerdem arbeitet auch sie sehr leise und kann sowohl am Netz als auch per Batterie (4 AA-Batterien) betrieben werden. Auch die Größe spricht für die SwingFlex-Pumpe: Sie passt in jede Hand- oder zumindest Wickeltasche und eignet sich gut fürs Abpumpen unterwegs.

Preislich gesehen kommt dieses Produkt zwar auf stolze 130€ – den meisten begeisterten Kundinnen ist die angenehme und flexible Handhabung das jedoch allemal wert.

Flashcheck:

  •   Wodurch zeichnet sich die SwingFlex-Milchpumpe von Medela aus? Angenehme Handhabung durch drehbare Brusthauben und Flex-Technologie

  •   Was ist das größte Manko? höherer Preis

 

4. NUK Jolie Handmilchpumpe

Anders als die bisher vorgestellten Produkte handelt es sich bei dieser Milchpumpe von NUK um ein manuelles Modell. Das heißt, das Abpumpen geschieht per Hand – das dauert zwar etwas länger, dafür kann die Mutter garantiert selbst Rhythmus und Intensität bestimmen. Auch diese Milchpumpe bemüht sich um ein extraschonendes Abpumpen: ein weiches Silikonkissen passt sich der Brust optimal an, der Pumphebel ist ergonomisch geformt und liegt gut in der Hand; damit lässt sich außerdem die Saugstärke regulieren – ganz nach Bedarf und nach Empfinden. Je stärker der Hebel gedrückt wird, desto stärker wird gepumpt. Spezielle Noppen am Silikonkissen fördern den außerdem den Milchfluss. Dadurch, dass es eine manuelle Milchpumpe ist, braucht es eventuell ein paar Anläufe, bis man den richtigen Rhythmus gefunden hat, der sich angenehm anfühlt und eine beständige Saugleistung gewährleistet – bei zu wenig Druck kann die Milch unten herauslaufen, zu hoher Druck dagegen wird schnell schmerzhaft.

Die abgepumpte Milch läuft direkt in den mitgelieferten NUK-Muttermilchbehälter aus kälte- und hitzebeständigem Polypropylen, der sich also prima fürs Einfrieren oder Aufwärmen sowie fürs Aufbewahren der Milch eignet – kein umständliches Umfüllen nötig! Außerdem sind ein Standfuß sowie ein Schraubring für den Behälter im Zubehör inbegriffen. 

Flashcheck:

  •   Wodurch zeichnet sich die Jolie-Handmilchpumpe von NUK aus? Müheloses und sanftes Abpumpen mit der Hand

  •   Was ist das größte Manko? anfangs gegebenenfalls schwierige Anwendung

 

5. Komfort-Handmilchpumpe Avent SCF330/20 von Philips

Das Avent-Modell von Philips gibt es auch in manueller Ausführung. Hier verbindet sich der Leistungsstandard der Avent-Produkte mit den Vorzügen des manuellen Abpumpens: Dank Massagekissen aus Gel und starker Saugleistung wird ebenso sanft wie effizient abgepumpt und gleichzeitig der Milchfluss unterstützt, ohne den pumpenden Arm zu stark zu belasten. Auch mit dieser Pumpe kann man, wie schon beim elektrischen Avent-Modell, entspannt in aufrechter Position im Sitzen abpumpen.

Besonders praktisch für Mütter, die zwischen manuellem und elektrischem Abpumpen oder zwischen Stillen und Flaschenernährung hin und her wechseln: Alle Avent-Produkte sind nämlich mit den im Set mitgelieferten Flaschen und Mehrwegbechern sowie mit anderen Produkten aus dem Avent-Sortiment kombinierbar und müssen somit nicht doppelt gekauft werden.

Wenige, zusammenschraubbare Einzelteile sorgen zudem für eine kinderleichte Reinigung. Einige Kundinnen berichten jedoch von nervigen Quietschtönen der Pumpe nach nur wenigen Anwendungen, was die Saugleistung allerdings nicht mindert; außerdem kann es am Anfang ein wenig dauern, bis man den richtigen Rhythmus gefunden hat und die Pumpe wirklich kräftig saugt. 

Flashcheck:

  •   Wodurch zeichnet sich die Avent-Handmilchpumpe von Philips aus? Einfaches Abpumpen, für Kombinierfreudige: Kompatibilität mit anderen Avent-Produkten

  •   Was ist das größte Manko? teilweise Quietschen der Pumpe

 

Noch Fragen? Die Kaufberatung zum Schluss

Im Vergleich hat sich gezeigt: Alle 5 Produkte haben ihre Vor- und Nachteile. Welches Modell das richtige für dich ist, kommt letztlich auf die eigenen, ganz persönlichen Anforderungen an – deshalb sollte man sich vorab, aber auch abschließend ein paar grundlegende Fragen stellen: Sollte die Milchpumpe möglichst schnell und kräftig arbeiten oder lieber sanft und schonend? Brauche ich Zubehör? Und vor allem: Möchte ich eine elektrisch oder manuell abpumpen?

Die wichtigsten Fragen werden hier deshalb nochmal auf einen Blick beantwortet:

Lieber elektrisch oder manuell abpumpen?

Beides hat natürlich seine Vor- und Nachteile: Das manuelle Abpumpen ist logischerweise sehr viel leiser und auch preiswerter, kann in Rhythmus und Intensität selbst gesteuert werden und schont empfindlich-entzündliche Brustwarzen, das Abpumpen mit der elektrischen Milchpumpe ist dagegen erheblich schneller und ermöglicht sogar beidseitiges Abpumpen. Die Verwendung einer manuellen Milchpumpe empfiehlt sich besonders für Mütter, die nur gelegentlich abpumpen.

Wie werden Milchpumpen gereinigt?

Milchpumpen sollten nach jedem Gebrauch gereinigt werden! Alle hier vorgestellten Produkte, ob elektrisch oder manuell, lassen sich deshalb ganz einfach auseinandernehmen: Die Einzelteile kann man daraufhin mit lauwarmen Wasser und etwas Spülmittel reinigen, die meisten Teile halten auch der Spülmaschine stand, allerdings ist die Reinigung von Hand gründlicher, da man besser in die Ecken kommt. Das Gehäuse befreit man mit einem feuchten Tuch von Staub oder Spritzern.

Sind die Milchpumpen auch garantiert frei von schädlichen Stoffen?

Alle 5 Produkte sind gemäß der EU-Verordnung 10/2011 BPA-frei: Das heißt, sie kommen ohne die Chemikalie Bisphenol-A aus, die in vielen Plastikprodukten als Hart- oder Weichmacher verwendet wird und gesundheitsschädigend ist. BPA-freie Produkte wie die vorgestellten Milchpumpen führen ein Abzeichen, wenn dies nirgends angegeben ist, kann man davon ausgehen, dass das Produkt BPA enthält. Die meisten Milchpumpen sind aus Materialien wie Silikon und Polypropylen.

Die richtige Brustpumpe finden: Ein Kaufratgeber

Ob aus medizinischen Gründen, aus Zeitmangel oder einfach nur, um ein bisschen mehr Individualität und Freiraum zu schaffen – mit einer Milchpumpe respektive Brustpumpe kann das Abpumpen der Muttermilch flexibler und komfortabler gestaltet werden. Aber Pumpe ist in diesem Fall nicht gleich Pumpe. Die einzelnen Arten und Modelle weisen nämlich unterschiedliche Stärken bzw. Vorteile auf und lassen sich nicht bei jeder Gelegenheit gleich gut einsetzen. Fakt ist allerdings: Immer mehr Mütter greifen auf diese moderne Stillmethode zurück.

Wann ist eine Milchpumpe empfehlenswert?

Eine Milchpumpe erleichtert einer Mutter dabei die Stillzeit, beugt Milchstau vor und regt die Milchbildung an. Besonders empfehlenswert sind Milchpumpen, wenn beim Stillen mit der Brust Probleme auftauchen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Mutter das Stillen Schmerzen bereitet oder wenn die Brustwarzen entzündet sind. Aber auch für das Familienleben und für die zeitliche Flexibilität bringt das Nutzen einer Milch- bzw. Brustpumpe Vorteile. So kannst du zuvor abgepumpte Milch jederzeit in einem Baby-Fläschchen aufbewahren; sogar das Einfrieren der abgepumpten Milch ist möglich. Dies verhilft gerade Berufstätigen zu einem besseren Zeitmanagement. Zudem kann das Füttern dann auch ohne Probleme vom Papa oder der Oma übernommen werden. Das eröffnet einer Mutter ganz neue Möglichkeiten im Hinblick auf die Freizeitgestaltung.

Auch das Stadium der Stillzeit muss beachtet werden

Welche Milchpumpe für welche Situation und für welche Gegebenheiten am besten geeignet ist, hängt zuallererst von zwei Faktoren ab. Zum einen ist hier das jeweilige Stadium der Stillzeit entscheidend. Diesbezüglich unterscheidet man die Stillzeit und die Milchbildung in insgesamt drei Abschnitte:

  • 1. Phase: Anregung – betrifft die ersten vier bis sechs Tage.

  • 2. Phase: Aufbau – relevant sind hier die ersten 30 Tage.

  • 3. Phase: Aufrechterhaltung – im Fokus steht hier das Stillen nach den ersten 30 Tagen.

Diese Entscheidungskriterien stehen im Fokus

Zum anderen geht es dabei um die Frage, wie häufig abgepumpt werden soll. Außerdem fungieren natürlich die individuellen Bedürfnisse des Babys, die persönlichen Umstände und auch die generelle Einstellung zum Stillen als weitere Entscheidungskriterien. Manche Babys können zudem erst gar nicht mit der Brust gestillt werden. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen. So ist das Stillen zum Beispiel bei zu früh geborenen Babys oftmals nicht möglich, während einige Babys nicht richtig an der Brustwarze saugen können. Auch wenn es Babys gesundheitlich nicht gut geht, klappt es häufig mit dem Stillen nicht. Es kommt aber auch vor, dass die Muttermilchproduktion nicht sofort auf Touren kommen will.

Auf einen Blick: Wann ist eine Milchpumpe ratsam?

- Bei Stillproblemen

- Bei entzündeten Brustwarzen

- Bei Milchstau

- Zur Anregung der Milchproduktion

- Zur Regulierung der Milchbildung

- Zur Regulierung der produzierten Milchmenge

- Zur Steigerung der Milchproduktion

- Zum Abpumpen der Muttermilch auf Vorrat

- Bei Frühchen

 

Die Funktionsweise von Milchpumpen

Ob manuelle Variante oder elektrische Milchpumpe – die Funktionsweise ist relativ simpel. Beim Abpumpen umschließt ein Aufsatz die weibliche Brust. Anschließend wird im Rahmen des Pump-Prozesses ein Unterdruck erzeugt, der dafür sorgt, dass die Muttermilch aus der Brust gesaugt wird. Unterscheiden musst du dabei allerdings zwischen der so bezeichneten Stimulierungsphase und der eigentlichen Pumpphase. Während in der Stimulierungsphase der Milchfluss durch den Milchspendereflex aktiviert und der Saugvorgang ausgelöst wird, kommt es in der Pumpphase zum tatsächlichen Abpumpen der Muttermilch. Diese Vorgänge können sowohl elektrisch als auch manuell ausgelöst werden.

Die unterschiedlichen Arten von Milchpumpen im Überblick

Es gibt diesbezüglich grundsätzlich dann auch zwei verschiedene Milchpumpenarten: Unterschieden wird hierbei zwischen manuellen und elektrischen Modellen. Von der Funktion her sind beide Arten nahezu identisch; die Unterschiede liegen vielmehr im Detail.

Die manuelle Milchpumpe

Wie es der Name bereits ausdrückt, muss eine Pumpe dieser Art von Hand bedient werden. Dies bedeutet gleichzeitig, dass der Abpump-Rhythmus sowie die -Intensität flexibel gehalten werden kann. Die Mutter entscheidet ganz nach ihren eigenen individuellen Bedürfnissen und Vorlieben. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Laut den Erfahrungen vieler Mütter erweisen sich die manuellen Modelle als die bessere Variante, wenn es um das Auslösen des Milchreflexes oder um das Verhindern eines Milchstaus geht. Zudem wird das Aufsetzen der Pumpe gerade dann als angenehm empfunden, wenn die Brustwarzen der Mutter schmerzen. Ein ganz wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang auch der Preis: Handmilchpumpen sind in der Regel deutlich günstiger als die elektrischen Varianten.

Auf einen Blick: Die Vorteile von manuellen Milchpumpen

  • Leiser als elektrische Modelle.

  • Deutlich preisgünstiger als elektrische Milchpumpen.

  • Praktisch für gelegentliches Absaugen.

  • Besonders empfehlenswert bei schmerzenden Brustwarzen.

  • Löst den Milchreflex schnell aus.

  • Rhythmus und Intensität beim Abpumpen kann von der Mutter an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

  • Gut bei Milchstau.

  • Optimale Anpassung an individuelle Bedürfnisse von Mutter und Kind.

 

Die elektrische Milchpumpe

Demgegenüber setzt eine elektrische Pumpe auf verbesserten Komfort und ist auch für das regelmäßige Abpumpen in kurzen Abständen geeignet. Der Pumpvorgang wird in diesem Fall von einem elektrischen, batterie- oder netzbetriebenen Motor übernommen. Dabei stellen die elektrischen Modelle eine wesentliche körperliche Entlastung dar und geben der Mutter die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit die Muttermilch abzupumpen. Mit der elektrischen Doppel-Milchpumpe gibt es zudem noch eine ganz spezielle Version der elektrischen Brustpumpe. Bei dieser Variante wird die Milch gleichzeitig aus beiden Brustwarzen gesaugt und entsprechend abgepumpt. Dies bringt Müttern einen deutlichen Zeitvorteil gegenüber der elektrischen Pumpe mit lediglich einem Aufsatz. In der identischen Zeitspanne lassen sich hierbei bis zu 25 Prozent mehr Muttermilch abpumpen.

Auf einen Blick: Die Vorteile von elektrischen Milchpumpen

  • Komfortabler als manuelle Brustpumpen.

  • Das Abpumpen der Milch geht viel schneller.

  • Ein beidseitiges Abpumpen ist jederzeit möglich.

  • Der Saugrhythmus ist dem eines Babys angeglichen.

  • Verletzungen an den Brustwarzen sind weitaus weniger wahrscheinlich.

  • Elektrische Milchpumpen können auch geliehen werden; dies ist bei manuellen Brustpumpen aus Hygienegründen nicht möglich.

 

Weitere Entscheidungskriterien für die Wahl der richtigen Brustpumpe

  • Größe: Die richtige Brusthaubengröße ist ein wesentlicher Faktor für den optimalen Milchfluss beim Prozess des Abpumpens. Am gängigsten sind Größen von etwa 20 bis 36 Millimeter.

  • Gewicht: Ein geringes Eigengewicht ist für ein komfortables Handling zwar vorteilhaft, ist funktionell aber nicht immer möglich. Die Bandbreite reicht hier von 0,220 Kilogramm bis hin zu einem Artikelgewicht von rund 3,5 Kilogramm.

  • Design und Farbe: Hier zählen die individuellen Vorlieben. Es gibt kompakte Modelle, aber auch Varianten mit einem regelrecht futuristischem Design.

  • Batterie- und Netzbetrieb: Bestenfalls sollten beide Betriebsarten bei einer Brustpumpe möglich sein.

  • Individuelle Einstellung: Wichtigste Faktoren sind diesbezüglich das Vakuum und der Zyklus; beide sollten bei elektrischen Milchpumpen grundsätzlich regelbar sein. Bei Handbrustpumpen kannst du den jeweiligen Rhythmus selbst bestimmen.

  • 2-Phasen-Expression: Eine Brustpumpe mit dieser speziellen Technologie bietet einen ganz besonderen Vorteil. Denn durch die 2-Phasen-Expression wird der natürliche Saugrhythmus von Babys gezielt imitiert. Das Stillen per Flasche erfährt dadurch eine vergleichbare Qualität wie das Stillen per Brust.

  • Material: Bei Billigprodukten besteht die Gefahr, dass Materialien verwendet wurden, in denen sich Schadstoffe finden lassen. Wichtig ist aber, dass Materialien wie Silikon oder Latex verwendet werden und grundsätzlich BPA-frei sind.

  • Extras & Ausstattung: Eine inkludierte Milchflasche sowie eine Brusthaube sollten immer standardmäßig im Lieferumfang enthalten sein. Vorteilhaft ist es, wenn unterschiedliche Brustglockengrößen im Lieferpaket enthalten sind. Auch Calma-Sauger, ein Gürtelclip für den flexiblen Gürteleinsatz oder Brustpflegeprodukte sind nette Extras.

Auch wichtig: Die richtige Reinigung und Pflege von Milchpumpen

Ganz gleich, ob du dich für eine elektrische oder eine manuelle Milchpumpe entscheidest – jedes Modell sollte grundsätzlich nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Folgende Vorgehensweise ist dabei empfehlenswert:

  1. Die Brustpumpe gemäß der Anleitung auseinandernehmen. Gereinigt werden zum einen die Teile, welche mit der Milch oder der Brust in Berührung kommen. Zum anderen braucht aber auch das Gehäuse ein wenig Pflege.

  2. Die einzelnen Teile anschließend mit warmen Wasser und etwas Spülmittel auswaschen. Es kann natürlich auch die Spülmaschine genutzt werden. Allerdings kommt das Wasser hier häufig nicht wirklich überall hin. Es können also Rückstände bleiben.

  3. Dann mit klarem Wasser nachspülen.

  4. Abgetrocknet wird mit einem fusselfreien, natürlich sauberen Tuch. Alternativ kannst du die Brustpumpe auch in ein sauberes Tuch legen und trocknen lassen.

  5. Der Schlauch wird mit warmen Wasser und Spülmittel ausgespült. Anschließend einfach mit klarem Wasser nachspülen und an die angeschaltete Milchpumpe zum Trocknen hängen.

  6. Das Gehäuse kann mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Das reicht in der Regel, um Milchspritzer und Staub zu entfernen.