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Milchstau - was tun?

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2017

Beim Milchstau kann die Milch einer stillenden Frau nicht aus den Brüsten oder aus einzelnen Milchgängen abfließen. Dadurch können sich die Brüste verhärten, spannen und sehr druckempfindlich werden.

Milchstau
Stillen trotz Milchstau: Häufiges Anlegen hilft
© iStock/AlexRaths

Anzeichen für einen Michstau

Außer den spannenden, festen und druckempfindlichen Brüsten, bilden sich zum Teil rote Flecken über gestauten Milchgängen und es treten grippeähnliche Symptome, wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder allgemeine Abgeschlagenheit, auf. Die Anzeichen für den Milchstau sollten ernst genommen werden und bei Verdacht Hausmittel angewendet werden. Ein Milchstau, der länger als ein bis zwei Tage anhält, kann zu einer Brustentzündung (Mastitis) und Abszessen führen.

Ursachen eines Milchstaus

Oft entsteht ein Milchstau durch Stress, Ängste oder Anspannung, die bewirken, dass der sogenannte Milchspendereflex gestört ist. Aber auch ein zu eng sitzender BH, eine ungünstige Stillposition oder eine längere Stillpause, beispielsweise bei den ersten Durchschlafversuchen des Kindes, können verstopfte Milchkanäle verursachen.

Stillen mit sogenannten Stillhütchen begünstigt ebenfalls einen Milchstau. Stillhütchen sind Silikonaufsätze, die oft benutzt werden, um dem Baby bei bestimmten Problemen den Stillvorgang zu erleichtern. Häufig entsteht ein Milchstau auch durch unzureichende Entleerung der Brust beim Stillen. Nur in seltenen Fällen wird er durch eine Überproduktion von Milch verursacht. Zu jedem Zeitpunkt in der Stillperiode kann ein Milchstau auftreten. Dem Michstau vorbeugen ist nur möglich, indem mögliche Stressfaktoren beseitigt werden, was aber im Alltag nicht immer einfach ist.

Was tun bei Milchstau?

Um den Milchstau zu lösen, hilft es bereits häufig die Brust oder einzelne Milchgänge beim Stillen mit der Hand vorsichtig auszustreichen. Eine Milchpumpe ist nur eingeschränkt geeignet, da der Milchfluss durch häufiges Abpumpen zusätzlich angeregt wird. Als nützlich gelten außerdem Kühlakkus (nicht direkt auf die Haut legen!I),  feuchtwarme Wickel, sanfte Massagen und Quarkpackungen. Schmerzen beim Anlegen lassen sich nach dem Stillen durch kühle Wickel lindern.

Um einem Milchstau nach dem Einschießen der Milch vorzubeugen, sollte das Baby in dieser Zeit häufig angelegt werden. Regelmäßige Brustentleerung kann der Symptomatik entgegenwirken. Im Handel gibt es auch Brustwarzenschoner, die ein Scheuern der Brustwarzen an der Kleidung verhindern und so eine zusätzliche Reizung vermeiden sollen. Stilleinlagen sollten aus atmungsaktiven Materialien sein. Hierzu eignet sich Baumwolle, Wolle oder Seide. Wird die Brust vor dem Stillen etwas erwärmt, läuft die Milch leichter und das Baby muss nicht so stark saugen.

Wie lange dauert ein Milchstau?

Normalerweise sollte ein Milchstau in ein bis zwei Tagen ausgestanden sein. dauert er länger als drei Tage an, sollte unbedingt die Hebamme oder der Arzt kontaktiert werden, um eine ernsthafte Brustentzündung zu vermeiden. Allerdings kann ein Milchstau auch mehrfach hintereinander auftreten und es sollte immer direkt nach der Entleerung der Brust gekühlt werden, um ein weiteres Auftreten des Milchstaus zu verhindern.

Mastitis durch Milchstau?

Ein Milchstau kann unter Umständen zu einer Mastitis führen. Als Mastitis wird eine Entzündung der Brustdrüse bezeichnet, die entweder durch eine Infektion oder eben durch einen Milchstau entstehen kann. Hier sind bei der Stillenden oft Entzündungszeichen im Blut nachweisbar. Auch die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich, was sich auch in einer Geschmacksveränderung der Milch auswirkt. Häufig steigt die Körpertemperatur der Betroffenen auf 38° C oder höher an.

Um die Ursache herauszufinden, müssen Blutuntersuchungen erfolgen, da die klinischen Symptome hierzu nicht ausreichen. Nur mit einer Laboruntersuchung lässt sich feststellen, ob eine bakterielle Infektion oder ein Milchstau die Ursache für eine Mastitis sein kann.

Tipps gegen wunde Brustwarzen

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2017
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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