Ein Angebot von Lifeline
Donnerstag, 18. Oktober 2018
Menu

Wachstumsschmerzen

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2017

Unter Wachstumsschmerzen versteht man im Volksmund unklare, nicht bösartige Beschwerden mit Schmerzen, die vorwiegend bei Kleinkindern oder Grundschulkindern auftreten. Manche Kinder haben die Symptomatik der Wachstumsschmerzen überwiegend nachts und klagen meist über Schmerzen in den Beinen.

Wachstumsschmerzen
Bei Wachstumsschmerzen über längere Zeit sollte ein Arzt aufgesucht werden
(c) Getty Images/Wavebreak Media

Wachstumsschmerzen – ein unglücklicher Begriff

Da die sogenannten Wachstumsschmerzen vorwiegend in einer Lebensphase auftreten, in der Kinder nicht besonders stark wachsen, ist die Bezeichnung leider etwas irreführend. Beschrieben wird lediglich eine Symptomatik, bei der die Kinder über längeren Zeitraum hinweg wiederholt nachts Schmerzen verspüren. Ob diese tatsächlich mit dem Wachstum zu tun haben, ist nicht bewiesen.

Meist schmerzen Muskeln und Knochen der Beine, Gelenke wie Sprunggelenk oder Knie sind nicht betroffen. Bei Erwachsenen oder Jugendlichen nach der Pubertät sind diese Art von Schmerzen nicht bekannt.

Wachstumsschmerzen – erster Ansprechpartner ist der Kinderarzt

Hat ein Kind regelmäßig Wachstumsschmerzen über längeren Zeitraum, sollte der Kinderarzt konsultiert werden. Er wird nach eingehendem Vorgespräch und Untersuchung versuchen, ernstere Erkrankungen auszuschließen. Hierzu gehören:

Tipps zur Behandlung der Wachstumsschmerzen bei Kindern

Handelt es sich bei den Wachstumsschmerzen um harmlose, nächtliche Schmerzen unklarer Herkunft, kann man die Beinmuskeln des Kindes beispielsweise mit Wärme behandeln. Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernsäckchen können für das Kind wohltuend sein.

Angenehm für die Kinderbeine sind oft auch leichte Beinmassagen oder Dehnungen der Wadenmuskulatur. In Verbindung mit positivem Zuspruch und Zuwendung der Eltern können die Wachstumsschmerzen oftmals gelindert werden.

Wachstumsschmerzen – Vorsicht bei sichtbaren Zeichen

Bei allen Beschwerden eines Kindes heißt es für die Eltern genau hinsehen. Stehen Wachstumsschmerzen in Verbindung mit geschwollenem Gewebe oder Gelenken oder zeigt die betroffene Partie Rötungsanzeichen, sollte unbedingt ein Termin beim Kinderarzt vereinbart werden.

Schwellungen und Rötungen sollten auch nicht mit Wärme behandelt oder massiert werden. Auch wenn die Beschwerden tagsüber auftreten, ist Vorsicht geboten.

In den meisten Fällen sind Wachstumsschmerzen harmlos. Auch wenn die Beschwerden für Eltern und Kind manchmal sehr belastend sein können, vergehen sie mit der Zeit.

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2017
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Kinderkrankheiten

Wenn Babys in ihren ersten Lebenswochen zu viel Talg produzieren, kann sich dieser in Form von Schuppen auf der Kopfhaut ablagern. Aus medizinischer Sicht ist Kopfgneis unbedenklich. Wird die Schicht aber zu... Mehr...

Gesundheit & Entwicklung

Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter erforscht und beschreibt die Entwicklungs- und Denkprozesse, die ein Kind von der Geburt bis ins Erwachsenenalter durchschreitet. Mehr...

Gesundheit & Entwicklung

Osteopathie bei Babys und Kindern wird als Therapie bei verschiedenen Problemen immer beliebter. Bei der Osteopathie werden Dysfunktionen mit den Händen ertastet und behandelt. Mehr...

9monate Top-Service

Gestalte jetzt deine individuelle Einladung oder Dankeskarte zu Geburt, Taufe, Geburtstag oder Hochzeit.

Zum Kartenshop > Alle Tools & Services
Weitere interessante Themen
  • Stottern bei Kindern

    Bei 5 bis 8,5 Prozent aller Kinder tritt Stottern auf, meist plötzlich und typischerweise zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr. Etwa 75 Prozent der betroffenen Kinder überwinden ihr... Mehr...

  • Phimose (Vorhautverengung)

    Unter einer Phimose versteht man eine Verengung des vordersten Teils der Penisvorhaut (Praeputium), die die Eichel bedeckt. Bei Kindern bis etwa zum dritten Lebensjahr sind Vorhaut... Mehr...

Zum Seitenanfang