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Wachstumsschmerzen

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2017

Unter Wachstumsschmerzen versteht man im Volksmund unklare, nicht bösartige Beschwerden mit Schmerzen, die vorwiegend bei Kleinkindern oder Grundschulkindern auftreten. Manche Kinder haben die Symptomatik der Wachstumsschmerzen überwiegend nachts und klagen meist über Schmerzen in den Beinen.

Wachstumsschmerzen
Bei Wachstumsschmerzen über längere Zeit sollte ein Arzt aufgesucht werden
© iStock.com/robertprzybysz

Wachstumsschmerzen – ein unglücklicher Begriff

Da die sogenannten Wachstumsschmerzen vorwiegend in einer Lebensphase auftreten, in der Kinder nicht besonders stark wachsen, ist die Bezeichnung leider etwas irreführend. Beschrieben wird lediglich eine Symptomatik, bei der die Kinder über längeren Zeitraum hinweg wiederholt nachts Schmerzen verspüren. Ob diese tatsächlich mit dem Wachstum zu tun haben, ist nicht bewiesen.

Meist schmerzen Muskeln und Knochen der Beine, Gelenke wie Sprunggelenk oder Knie sind nicht betroffen. Bei Erwachsenen oder Jugendlichen nach der Pubertät sind diese Art von Schmerzen nicht bekannt.

Wachstumsschmerzen – erster Ansprechpartner ist der Kinderarzt

Hat ein Kind regelmäßig Wachstumsschmerzen über längeren Zeitraum, sollte der Kinderarzt konsultiert werden. Er wird nach eingehendem Vorgespräch und Untersuchung versuchen, ernstere Erkrankungen auszuschließen. Hierzu gehören:

Tipps zur Behandlung der Wachstumsschmerzen bei Kindern

Handelt es sich bei den Wachstumsschmerzen um harmlose, nächtliche Schmerzen unklarer Herkunft, kann man die Beinmuskeln des Kindes beispielsweise mit Wärme behandeln. Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernsäckchen können für das Kind wohltuend sein.

Angenehm für die Kinderbeine sind oft auch leichte Beinmassagen oder Dehnungen der Wadenmuskulatur. In Verbindung mit positivem Zuspruch und Zuwendung der Eltern können die Wachstumsschmerzen oftmals gelindert werden.

Wachstumsschmerzen – Vorsicht bei sichtbaren Zeichen

Bei allen Beschwerden eines Kindes heißt es für die Eltern genau hinsehen. Stehen Wachstumsschmerzen in Verbindung mit geschwollenem Gewebe oder Gelenken oder zeigt die betroffene Partie Rötungsanzeichen, sollte unbedingt ein Termin beim Kinderarzt vereinbart werden.

Schwellungen und Rötungen sollten auch nicht mit Wärme behandelt oder massiert werden. Auch wenn die Beschwerden tagsüber auftreten, ist Vorsicht geboten.

In den meisten Fällen sind Wachstumsschmerzen harmlos. Auch wenn die Beschwerden für Eltern und Kind manchmal sehr belastend sein können, vergehen sie mit der Zeit.

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2017
Quellen
Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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