Ein Angebot von Lifeline
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Menu

Immunologische Probleme der Frau

Immunologische Probleme der Frau
Immunologische Probleme können den Kinderwunsch erschweren und eine Reihe von Untersuchungen und Behandlungen nötig machen
iStock/sturti

Immunologische Reaktionen der Frau können eine Befruchtung verhindern, weil Antikörper des Immunsystems entweder die Spermien oder die eigenen Eizellen bekämpfen.

Man spricht von Immunologischen Problemen der Frau, wenn im Zervixschleim Antikörper gegen Spermien enthalten sind oder die eigenen Eizellen nicht erkannt werden.

In beiden Fällen greifen Zellen des Immunsystems die Spermien oder Eizellen an, lassen sie dadurch verenden oder schränken zumindest die Beweglichkeit der Spermien erheblich ein.

Dadurch bleibt die Befruchtung (Konzeption) aus.

Wenn das Immunsystem "entgleist"

Antikörper sind Stoffe, mit denen sich der Organismus gegen körperfremde Substanzen wie Bakterien oder Viren wehrt. Diese sinnvolle Reaktion des Immunsystems führt, wenn Sie entgleist, zur Unfruchtbarkeit. Warum sich manchmal Abwehrkörper gegen Spermien bilden, ist noch nicht bekannt.

Möglicherweise begünstigen aber Infektionen, Operationen, Medikamente oder auch psychische Krisen diese Entgleisungen. Um die Spermiendurchlässigkeit des Zervixschleims zu prüfen, wird ein Postkoitaltest durchgeführt.

Der eigene Körper als Feind

In seltenen Fällen erkennt der Körper seine eigenen Eizellen nicht. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen die eigenen Eizellen und zerstört diese. Wenn sich das Immunsystem gegen eigene Körperzellen richtet, spricht man von einer Autoimmunreaktion. Die Ursachen von Autoimmunreaktionen sind nicht bekannt.

Bei Kinderwunsch kann gegebenenfalls kann eine Eizellspende zur Schwangerschaft führen - allerdings sind in Deutschland Eizellspenden nicht erlaubt.

Therapie

Die Ärztin oder der Arzt wird bei Vorliegen einer autoimmunologischen Sterilität versuchen, die Antikörperbildung zu verringern. Beide Partner müssen dann ein Kortisonpräparat einnehmen, das die Abwehrreaktion des Körpers unterdrückt.

Eine weitere Alternative bei Antikörpern im Zervixschleim der Frau  ist die Insemination (Samenübertragung). Bei der Insemination werden die Samenzellen direkt in die Gebärmutter übertragen, sodass die Spermien die Schleimbarriere umgehen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2017

Beiträge im Forum "Kinderwunsch: Ich will schwanger werden - wer noch?"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Unerfüllter Kinderwunsch

Bei unerfülltem Kinderwunsch ist eine einfache Untersuchung die Erstellung eines Spermiogramms. Viele Männer scheuen sich anfangs davor, dafür gibt es jedoch keinen Grund. Wir haben die häufigsten Fragen zum... Mehr...

Unerfüllter Kinderwunsch

Die Gelbkörperschwäche, die auch Corpus-Luteum-Insuffizienz genannt wird, beschreibt eine Funktionsschwäche des Gelbkörpers und somit einen Mangel an Progesteron (Gelbkörperhormon). Eine Gelbkörperschwäche ist... Mehr...

Unerfüllter Kinderwunsch

Falls Sie seit über einem Jahr vergeblich versuchen, schwanger zu werden, wird Ihnen Ihre Gynäkologin oder Ihr Gynäkologe empfehlen, der Ursache der Sterilität auf die Spur zu kommen. Mehr...

Nutze unsere Zyklus-App inklusive Eisprungkalender und Temperaturkurve (Android & iOS) bei Kinderwunsch.

Mehr zur App > Alle Tools & Services
Weitere interessante Themen
  • Spermienprobleme

    Spermienprobleme, wie das OAT-Syndrom, sind häufig Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit. Spätestens, wenn bei der Frau keine Ursache für eine Unfruchtbarkeit gefunden wurde,... Mehr...

  • Zyklusmonitoring

    Bei unerfülltem Kinderwunsch kann der Frauenarzt ein Zyklusmonitoring durchführen. Dabei findet eine Kontrolle eines Zyklus der Frau statt, um zu schauen, ob es Probleme gibt, die... Mehr...

  • OAT-Syndrom

    OAT-Syndrom ist die Kurzform von Oligo-Astheno-Teratozoospermie-Syndrom. Hierbei handelt es sich um die häufigste Fruchtbarkeitsstörung bei Männern, die für ungewollte... Mehr...

Zum Seitenanfang