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Freitag, 21. Juli 2017
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Immunologische Probleme der Frau

Immunologische Probleme der Frau
Immunologische Probleme können den Kinderwunsch erschweren und eine Reihe von Untersuchungen und Behandlungen nötig machen
iStock/sturti

Immunologische Reaktionen der Frau können eine Befruchtung verhindern, weil Antikörper des Immunsystems entweder die Spermien oder die eigenen Eizellen bekämpfen.

Man spricht von Immunologischen Problemen der Frau, wenn im Zervixschleim Antikörper gegen Spermien enthalten sind oder die eigenen Eizellen nicht erkannt werden.

In beiden Fällen greifen Zellen des Immunsystems die Spermien oder Eizellen an, lassen sie dadurch verenden oder schränken zumindest die Beweglichkeit der Spermien erheblich ein.

Dadurch bleibt die Befruchtung (Konzeption) aus.

Wenn das Immunsystem "entgleist"

Antikörper sind Stoffe, mit denen sich der Organismus gegen körperfremde Substanzen wie Bakterien oder Viren wehrt. Diese sinnvolle Reaktion des Immunsystems führt, wenn Sie entgleist, zur Unfruchtbarkeit. Warum sich manchmal Abwehrkörper gegen Spermien bilden, ist noch nicht bekannt.

Möglicherweise begünstigen aber Infektionen, Operationen, Medikamente oder auch psychische Krisen diese Entgleisungen. Um die Spermiendurchlässigkeit des Zervixschleims zu prüfen, wird ein Postkoitaltest durchgeführt.

Der eigene Körper als Feind

In seltenen Fällen erkennt der Körper seine eigenen Eizellen nicht. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen die eigenen Eizellen und zerstört diese. Wenn sich das Immunsystem gegen eigene Körperzellen richtet, spricht man von einer Autoimmunreaktion. Die Ursachen von Autoimmunreaktionen sind nicht bekannt.

Bei Kinderwunsch kann gegebenenfalls kann eine Eizellspende zur Schwangerschaft führen - allerdings sind in Deutschland Eizellspenden nicht erlaubt.

Therapie

Die Ärztin oder der Arzt wird bei Vorliegen einer autoimmunologischen Sterilität versuchen, die Antikörperbildung zu verringern. Beide Partner müssen dann ein Kortisonpräparat einnehmen, das die Abwehrreaktion des Körpers unterdrückt.

Eine weitere Alternative bei Antikörpern im Zervixschleim der Frau  ist die Insemination (Samenübertragung). Bei der Insemination werden die Samenzellen direkt in die Gebärmutter übertragen, sodass die Spermien die Schleimbarriere umgehen.

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Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2017

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