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Röntgendarstellung der Eileiter (Hysterosalpingographie)

Autor: Antje Fischer
Letzte Aktualisierung: 28. Juni 2017

Die Röntgendarstellung der Eileiter ist eine gynäkologische Untersuchungsmethode, die durchgeführt wird, wenn ein Verdacht auf Unfruchtbarkeit der Frau besteht. Mittels eines Kontrastmittels werden die Gebärmutterhöhle und die Eileiter röntgenologisch dargestellt. Mit diesem Verfahren werden die Durchgängigkeit der Eileiter sowie Fehlbildungen der Gebärmutter untersucht.

Röntgendarstellung der Eileiter (Hysterosalpingographie)
Eine Röntgendarstellung der Eileiter kann der behandelnde Frauenarzt bei unerfülltem Kinderwunsch anordnen
© iStock.com/YakobchukOlena

Die Eileiter ragen mit ihren trichterförmigen Öffnungen in die freie Bauchhöhle, um nach dem Eisprung das Ei aufzufangen und es zum anderen Ende in die Gebärmutter zu befördern. Treten auf diesem Weg Verschlüsse auf, kann das ein Grund für die Unfruchtbarkeit einer Frau und somit für unerfüllten Kinderwunsch sein.

Vorbereitung zu einer Hysterosalpingographie

Um Unsicherheiten und Ängste zu vermeiden, sollte vor der Behandlung eine genaue Aufklärung über Indikation und Ablauf der Untersuchung stattfinden. Eine Hysterosalpingographie wird in der Mitte des Zyklus durchgeführt. Vor der Untersuchung wird ein Reinigungseinlauf empfohlen um unnötige Überlagerungen im Röntgenbild zu vermeiden. Zur Untersuchung sollten Frauen nüchtern erscheinen und vorher noch einmal die Harnblase entleeren. Häufig wird zur Beruhigung ein schmerzstillendes und krampflösendes Medikament gespritzt.

Ablauf und Verfahren einer Hysterosalpingographie

Die Untersuchung wird an einem Röntgendurchleuchtungsgerät durchgeführt, an dem sich Beinstützen befestigen lassen. Die Frau befindet sich also bei dieser Untersuchung in der gleichen Sitzposition wie auf einem gynäkologischen Untersuchungsstuhl. Ein Instrument mit stumpfer Kanüle wird über die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt.

Unter Durchleuchtungskontrolle wird in die Gebärmutter das Kontrastmittel injiziert. Dieses breitet sich in der Gebärmutterhöhle und in den Eileitern aus. Sind die Eileiter durchlässig, fließt das Kontrastmittel am Ende der Eileiter in die Bauchhöhle ab. Das Einströmen und die Verteilung des Kontrastmittels werden mit einer Serie von Röntgenbildern dokumentiert.

Tritt das Kontrastmittel nicht in die Bauchhöhle aus, besteht der Verdacht auf einen Eileiterverschluss. Dieser Befund wird abschließend mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) abgeklärt. Das Kontrastmittel im Bauchraum wird nach und nach über die Nieren ausgeschieden. Die Untersuchungsdauer einer Hysterosalpingographie dauert ungefähr zehn bis 15 Minuten. Nach der Untersuchung wird 24-stündige Bettruhe empfohlen.

Einsatzgebiete der Hysterosalpingographie

Zu den häufigsten Sterilitätsfaktoren bei Frauen zählt die Störung der Eileiterfunktion. Mittels der Hysterosalpingographie soll untersucht werden, ob die Durchgängigkeit der Eileiter normal, erschwert oder gar nicht vorhanden ist. Sind die Eileiter verschlossen, lassen sich die Verschlüsse durch das Kontrastmittel genau lokalisieren. Des Weiteren lassen sich Veränderungen und Fehlbildungen in der Gebärmutterhöhle, beispielsweise Polypen oder gutartige Myome mit diesem Verfahren nachweisen.

Welche Probleme oder Risiken können bei einer Hysterosalpingographie auftreten?

Als wichtiger Kritikpunkt der Hysterosalpingographie wird die Belastung des Körpers durch Röntgenstrahlen gesehen. Aus diesem Grund wird häufig auf alternative Untersuchungsmethoden wie Ultraschall oder Bauchspiegelung zurückgegriffen. Bei Frauen mit zu engen oder teilweise verschlossenen Eileitern, kann die Injektion des Kontrastmittels Schmerzen verursachen.

Ebenso kann es nach der Untersuchung zu leichten Blutungen kommen, die durch kleine Verletzungen der Instrumente hervorgerufen wurden.

Gibt es Alternativen zur Hysterosalpingographie?

Aufgrund der Strahlenbelastung werden in der Praxis eher alternative Methoden zur Untersuchung der Gebärmutter und ihrer anhängenden Gebilde eingesetzt. Neben der Ultraschalluntersuchung mit Kontrastmittel gilt die Bauchspiegelung als Verfahren der ersten Wahl. Damit können entzündliche Veränderungen, Verwachsungen und Beschaffenheit besser beurteilt werden.

Autor: Antje Fischer
Letzte Aktualisierung: 28. Juni 2017
Quellen
Beiträge im Forum "Frauengesundheit"
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