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Montag, 28. Mai 2018
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Halsschmerzen in der Schwangerschaft: Das hilft und schont

Durch Infektionen, Allergien, chemische Reize oder Entzündungen können Halsschmerzen in der Schwangerschaft auftreten. Schwangere Frauen müssen sehr sparsam mit Medikamenten umgehen. Jetzt lautet das Motto: Abwarten und Tee trinken.

Halsschmerzen in der Schwangerschaft: Das hilft und schont
"Heiße Zitrone" ist ein gutes Hausmittel bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft
(c) iStockphoto/kupicoo

Allgemeine Ursachen für Halsschmerzen

Die Auslöser für Halsschmerzen können vielfältig sein. Die Schleimhautentzündungen im Mund- oder Rachenraum werden durch virale Erreger verursacht. Sie gehören zu den typischen Erkältungssymptomen. Als Auslöser für das lästige Kratzen im Hals kommen aber auch bakterielle Infektionen (z. B. eine Mandelentzündung) oder Reaktionen auf Staub und Rauch infrage.

Behandlung von Halsschmerzen in der Schwangerschaft: Welche Medikamente sind erlaubt?

Wer nicht schwanger ist, greift bei Halsschmerzen häufig zu rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke. Allerdings sind viele Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen) und Halstabletten für schwangere Frauen nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Nehmen Sie bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft daher nicht einfach Ihre gewohnten Medikamente. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, welche Mittel nun für Sie geeignet und unbedenklich sind. Möglicherweise wird er Ihnen zum Beispiel die Einname von Paracetamol erlauben. Teilen Sie auch bei einem Besuch in der Apotheke unbedingt mit, dass Sie schwanger sind. Bei schweren, lang anhaltenden Halsschmerzen, die ggf. mit Fieber verbunden sind, sollten Sie direkt Ihren Arzt aufsuchen. Ist eine bakterielle Infektionen mit Eiterbildung die Ursache für Ihre Halsschmerzen, müssen Sie eventuell mit Antibiotika behandelt werden.

Die besten Hausmittel bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Hausmittel bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Um Ihre Halsschmerzen in der Schwangerschaft zu lindern, können verschiedene Hausmittel helfen. Trinken Sie viel Wasser, um Ihre Schleimhäute feucht zu halten. Lutschen Sie Pastillen aus der Apotheke – vorzugsweise zuckerfrei, um Karies vorzubeugen. Außerdem sind folgende Hausmittel hilfreich:

  • Heiße Zitrone trinken: Pressen Sie den Saft einer Zitrone aus und übergießen Sie diesen mit heißem Wasser. Fügen Sie zum Süßen einen Teelöffel Honig hinzu.
  • Mit Salbeitee gurgeln: Salbei beruhigt die Schleimhäute, lindert Schmerzen und bekämpft Bakterien. Zerkleinern Sie acht frische Salbeiblätter, gießen Sie diese mit 200 Milliliter Wasser auf und lassen Sie die Mischung 15 Minuten lang ziehen. Benutzen Sie den Salbeitee alle ein bis zwei Stunden zum Gurgeln.
  • Mit Salzwasser gurgeln: Geben Sie einen halben Teelöffel grobes Meersalz in ein Glas und übergießen Sie es mit lauwarmem Wasser und gurgeln Sie dann öfters damit. Das desinfiziert und lindert Schmerzen.
  • Zitronenhalswickel: Pressen Sie den Saft einer Zitrone aus und mischen Sie ihn mit einer Tasse warmen Wasser in einer Schüssel. Tränken Sie ein dünnes Baumwolltuch darin, wringen Sie es aus und legen Sie es sich um den Hals, darüber wickeln Sie einen Schal. Nehmen Sie den Wickel nach 30 bis 60 Minuten ab und halten Sie Ihren Hals weiterhin mit einem Schal warm.

Halsschmerzen in der Schwangerschaft: Homöopathie bei Halsweh

Auch der Einsatz von homöopathischen Mitteln ist bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft möglich. Die Präparate können sich nach den verschiedenen Ausprägungen der Halsschmerzen richten: Sind die Beschwerden zum Beispiel plötzlich nach kaltem oder trockenem Wind aufgetreten? Fühlt sich der Hals trocken an? Wie ist er gerötet und haben Sie Schluckbeschwerden? Da Homöopathie in der Schwangerschaft vorsichtig angewandt werden sollte, sprechen Sie hier zur Sicherheit mit einem Experten über Ihre Möglichkeiten. Auch Apotheker und Hebammen können Ihnen weiterhelfen.

Sind Halsschmerzen in der Schwangerschaft gefährlich?

Viele Frauen sorgen sich bei eigenen Beschwerden automatisch um die Gesundheit Ihres Babys. Halsschmerzen in der Schwangerschaft haben in der Regel aber keine negativen Auswirkungen auf das Ungeborene. Um die Beschwerden der Mutter in den Griff zu bekommen und ihren Körper nicht zusätzlich zu belasten, sollten die Halsschmerzen in der Schwangerschaft aber gut beobachtet und gelindert werden. Handelt es sich um eine normale Erkältung und ein leichtes Kratzen im Hals, ist das nach einiger Zeit wieder ausgestanden. Halten die Beschwerden an oder werden sogar schlimmer, sollten Sie nicht zögern zum Arzt zu gehen. Einige Schwangere haben Angst, dass die Halsschmerzen in der Schwangerschaft ein Anzeichen für eine Toxoplasmose sein könnten. Lymphknotenschwellungen gehören neben Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen – also den typischen Grippebeschwerden – zu den Symptomen dieser Infektion. Sollten Sie hier tatsächlich Bedenken haben und diesen Verdacht hegen, kontaktieren Sie Ihren Arzt.

Halsschmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen

Werdende Mütter sind häufig besonders anfällig für Erkältungskrankheiten. Schnupfen, Husten und Halsschmerzen in der Schwangerschaft halten sich oft sehr hartnäckig. Ihr Immunsystem ist in dieser Zeit nämlich vor allem damit beschäftigt, Ihr Baby zu schützen. Einer Erkältung kann man leider nicht immer aus dem Weg gehen, aber mit ein paar Tricks halten Sie Ihr Immunsystem auf Trab und beugen Halsschmerzen in der Schwangerschaft vor.

  • Viel trinken: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit Wasser, Früchte- und Kräutertees.
  • Nicht stressen lassen: Stress ist schlecht fürs Immunsystem und macht Ihren Körper angreifbar und anfällig für Krankheiten. Gönnen Sie sich genügend Pausen.
  • Sportlich sein: Sport ist gut für die Abwehrkräfte. Bewegen Sie sich also – am besten an der frischen Luft. Das macht zusätzlich auch noch gute Laune und vertreibt die Müdigkeit in der Schwangerschaft.
  • Gesund und ausgewogen ernähren: Obst und Gemüse sollte jetzt besonders oft auf Ihrem Speiseplan stehen. Auch Vollkornprodukte sind sehr gesund – sie enthalten viele Ballaststoffe.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 23. August 2017
Quellen: Dr. med. Naik, P.: Homöopathie-Ratgeber für Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit: Schnelle und sichere Orientierung bei typischen Beschwerden. Schlütersche, Hannover 2014; Höfer, S., Scholz, A.: Meine Schwangerschaft. Gräfe und Unzer Verlag, München 2014; Smollich, M., Jansen, A. C.: Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit: Schnell und sicher beraten. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2011

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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