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Embryotox - Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit

Autor: Karin Wunder
Letzte Aktualisierung: 19. März 2018

Embryotox ist eine Website, die Informationen über die Verträglichkeit von Medikamenten während Schwangerschaft und Stillzeit liefert. Hier kann man konkret nach Wirkstoffen oder Handelsnamen suchen und erhält Informationen darüber, inwiefern diese schon in Schwangerschaft und Stillzeit erprobt sind, ob sie empfehlenswert sind und welche alternativen Wirkstoffe es gibt.

Embryotox - Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit
Für Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht alle Arzneimittel geeignet - Embryotox klärt auf und bietet Informationen über viele Medikamente
iStock/Halfpoint

Wer während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit Arzneimittel einnimmt, hat vielleicht schon einmal von Embryotox gehört. Bei Embryotox handelt es sich um eine Informationsseite für Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Hinter Embryotox steht das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité Berlin. Es erforscht die Auswirkungen von Medikamenten auf Schwangere und Stillende und stellt diese Ergebnisse auf der Webseite Embryotox kostenfrei zur Verfügung. Bereits seit 1988 gibt es das Projekt, seit 2008 auch online auf www.embryotox.de. Aktuell sind über 430 Arzneimittel in der Datenbank von Embryotox vorhanden. Alle Informationen sind unabhängig und wissenschaftlich bestätigt.

Informationen über Medikamente und Wirkstoffe auf Embryotox

Nicht nur Ärzte und Apotheker, auch immer mehr schwangere und stillende Frauen informieren sich auf Embryotox über Wirkstoffe in Medikamenten. Auf der Webseite kann gezielt nach Medikamenten und/oder Wirkstoffen gesucht werden. Außerdem bietet Embryotox ausführliche Informationen über Arzneimittel zur Behandlung häufig vorkommender Krankheiten während Schwangerschaft und Stillzeit.

Interessierte sollen sich anhand der Informationen ein Bild darüber machen können, ob ein Medikament einer Schwangeren oder Stillenden verordnet werden kann. Sie erfahren außerdem, was zu tun ist, wenn die Schwangere bereits ein – möglicherweise ungeeignetes – Medikament eingenommen hat.

Zusätzlich zu den Informationen über ein bestimmtes Medikament wird auf Embryotox angegeben, wie hoch der Erfahrungsumfang zu den Angaben ist und ob es eventuell Unterschiede bei den Verträglichkeiten in den jeweiligen Schwangerschaftsstadien gibt. Außerdem werden alternative Arzneimittel genannt, die sich besser zur Einnahme während der Schwangerschaft oder Stillzeit eignen.

Embryotox bietet persönliche Beratung für Schwangere

Neben den online abrufbaren Informationen bietet Embryotox eine persönliche Beratung an. Diese erfolgt entweder nach Einsendung eines Online-Fragebogens oder telefonisch zu bestimmten Sprechzeiten:

Montag bis Freitag 9:00 bis 12:30 Uhr

nachmittags (außer Mittwoch) 13:30 bis 16:00 Uhr

Telefon: 030 – 450 – 52 57 00

Die persönliche Beratung von Embryotox richtet sich nur an Schwangere. Anfragen bezüglich Stillen werden nicht beantwortet.

Da sich die Informationen zur Arzneimittelsicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit auf Embryotox in erster Linie an Ärzte, Apotheker oder andere im gesundheitlichen Sektor tätigen Fachleute richten, sollten Sie sich auf Embryotox lediglich einen Überblick verschaffen. Wenn Sie während der Schwangerschaft oder Stillzeit Medikamente einnehmen möchten oder Fragen zu Medikamenten haben, sprechen Sie bitte immer mit Ihrem Arzt.

Embryotox als App

Embryotox ist auch als kostenlose App für Android und iOS erhältlich:

Embryotox und Ibuprofen

Ibuprofen gehört wohl zu den am häufigsten eingenommenen, bis zu einer Dosis von 400mg frei verkäuflichen Schmerzmitteln. Damit gibt es bei Embryotox auch zahlreiche Erfahrungsberichte zur Einnahme dieses Medikaments in der Schwangerschaft. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einnahme von Ibuprofen im dritten Trimenon möglichst zu meiden ist, da es sich auf die Nierenfunktion auswirken sowie zum vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus, der Gefäßverbindung zwischen Hauptschlagader und Lungenarterie beim Fötus, führen kann. Der Ductus arteriosus verschließt sich normalerweise erst in den ersten Tagen nach der Geburt.

Auch im ersten und zweiten Trimenon sollte Ibuprofen laut Aussage der Experten von Embryotox nur mit absoluter Notwendigkeit (diese klärt im Idealfall der Arzt) eingenommen werden. Zwar zeigen Untersuchungen keinen Zusammenhang zwischen Ibuprofen und einem erhöhten Risiko für Fehlbildungen. Möglicherweise besteht ein leicht erhöhtes Risiko für Fehlgeburten und Herzdefekte sowie dem Auftreten von Hodenhochständen.

Wichtig: Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein Medikament einnehmen. Auch frei verkäufliche Wirkstoffe können Auswirkungen auf Ihr Baby und Ihre Schwangerschaft haben.

Autor: Karin Wunder
Letzte Aktualisierung: 19. März 2018
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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