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Optimale Vorbereitung auf eine Schwangerschaft

Autor: Miriam Funk / 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 17. Mai 2018

Wer schwanger werden möchte, sollte schon vorab einige Tipps beachten. Warum ein Besuch beim Frauenarzt zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft sinnvoll ist, welche Impfungen Sie benötigen und wieso Frauen mit Kinderwunsch schon frühzeitig an die Einnahme von Folsäure denken sollten.

Medizinische Vorbereitung auf die Schwangerschaft
Zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft können Frauen schon vorab einige Tipps beachten
(c) drubig-photo/Fotolia.com

Frauen mit Kinderwunsch sollten zu einem präkonzeptionellen Beratungsgespräch zum Frauenarzt gehen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen. Die Ärztin wird einen Bluttest machen, um herauszubekommen, ob Sie gegen Röteln und Windpocken immun sind, denn eine Rötelnerkrankung in der Frühschwangerschaft ist für den Embryo lebensgefährlich. Sie wird Sie über die Bedeutung von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen für die Schwangerschaft aufklären und dabei besonders auf Folsäure eingehen.

Medizinische Vorbereitung auf eine Schwangerschaft

Hier stellen wir Ihnen die medizinische Vorbereitung auf eine Schwangerschaft vor. Dazu können folgende Untersuchungen gehören:

  • Check des Röteln- und Windpockenschutzes
  • Zahnarztbesuch
  • Diagnose sexuell übertragbarer Krankheiten
  • Behandlung von Gerinnungsstörungen
  • Überprüfung der Schilddrüsenfunktion
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Impfschutz zur Schwangerschaftsvorbereitung

Röteln und Windpocken sind weitverbreitete Virusinfektionen, die meistens in der Kindheit durchgemacht werden. Die Rötelnerkrankung verläuft im allgemeinen harmlos und oft sogar unbemerkt. Infiziert sich aber eine werdende Mutter in der Frühschwangerschaft mit Röteln, dann kann das schwerwiegende Folgen für das Ungeborene haben. Das Risiko einer Fruchtschädigung ist groß!

Windpocken sind für das Baby lebensgefährlich, wenn sie innerhalb von vier Tagen um den Geburtstermin auftreten.

Der zuverlässigste Schutz, in gebärfähigem Alter nicht an Röteln oder Windpocken zu erkranken, ist die bereits erworbene Immunität nach einer durchgemachten Röteln- bzw. Windpockeninfektion oder aber eine Röteln- bzw. Windpockenimpfung.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie in Ihrer Kindheit eine Röteln- bzw. Windpockeninfektion durchgemacht haben oder bei Schulabgang geimpft wurden, dann sollten Sie sich am besten noch vor einer geplanten Schwangerschaft testen und nötigenfalls impfen lassen. Ob Sie bereits eine der beiden Erkrankungen durchgemacht haben (und jetzt also immun dagegen sind) wird ein Bluttest sicher zeigen.

Eine Schwangerschaft sollte bis 28 Tage nach einer Röteln-Impfung oder einer frischen Infektion vermieden werden.

Zahnpflege zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft

Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Es ist daher ratsam, dass Sie vor einer Schwangerschaft noch einmal zu Ihrem Zahnarzt gehen und eventuell eine Zahnreinigung durchführen lassen. Auch während der Schwangerschaft ist eine gute Zahnpflege wichtig, da die Zähne und das Zahnfleisch etwas anfälliger für Bakterien sind.

Sexuell übertragbare Krankheiten frühzeitig erkennen

Sexuell übertragbare Krankheiten sind Infektionskrankheiten, die hauptsächlich durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Meist bezeichnet man die meldepflichtigen Formen der sexuell übertragbaren Krankheiten als Geschlechtskrankheiten.

Zwar beginnen die sexuell übertragbaren Krankheiten manchmal harmlos oder mit kaum merklichen Anzeichen, doch können sie schwerwiegende Folgen haben. Fast alle sexuell übertragbaren Krankheiten sind im Anfangsstadium mit Aussicht auf Erfolg zu behandeln.

Eine der möglichen Folgen von Geschlechtskrankheiten ist die Unfruchtbarkeit der Frau und Sterilität des Mannes. Andere Symptome sind lebensbedrohlich wie Erkrankungen des Nervensystems oder die Immunschwäche HIV (AIDS) in der Schwangerschaft.

Sexuell übertragbare Krankheiten wie Hepatitis, eine Chlamydien- oder Streptokokkeninfektion, Syphilis und Tripper (Gonorrhoe) können auf das ungeborene Kind übertragen werden. Als Folge davon kann es zu Fehlgeburten, Totgeburten oder zur Geburt eines schwer geschädigten Kindes kommen.

Um eine Gefährdung für das Kind auszuschließen, sollte eine Frau mit Kinderwunsch rechtzeitig einen Aidstest machen lassen, sich auf Geschlechtskrankheiten untersuchen und sich gegebenenfalls impfen lassen.

Vor sexuell übertragbaren Krankheiten kann man sich durch Kondome schützen.

Gerinnungsstörungen bei Kinderwunsch

Frauen, die unter Gerinnungsstörungen wie Thrombophilie oder Faktor-V-Leiden-Mutation leiden, sollten frühzeitig ihren Arzt oder ihre Ärztin konsultieren. Gerinnungsstörungen und Kinderwunsch müssen sich nicht ausschließen, denn in der Schwangerschaft können Medikamente wie etwa Heparin eingenommen werden. Unbehandelt kann eine Gerinnungsstörung während der Schwangerschaft zu Fehlgeburten und anderen Problemen führen.

Tipps zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft im Überblick

1. Ärztliche Beratung. Klären Sie mit Ihrem Arzt, ob Ihre körperlichen Voraussetzungen für eine gesunde Schwangerschaft optimal sind und lassen Sie sich über Ihr Genetische Beratung bei Kinderwunsch aufklären.

2. Immunität gegen Röteln? Falls Sie nicht gegen Röteln immun sind, müssen Sie sich vor Eintritt einer Schwangerschaft gegen Röteln impfen lassen. Eine Rötelnerkrankung in der Schwangerschaft ist für den Fötus sehr gefährlich.

3. Idealgewicht. Gewicht von einem BMI unter 30: Auch für Männer verbessert dies die Fruchtbarkeit deutlich.

4. Gesund ernähren. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt in Kombination mit Sport dazu bei, dass Sie Übergewicht verlieren und ein Normalgewicht anstreben. Außerdem versorgen Sie Ihren Körper mit wichtigen Nährstoffen.

5. Bluttests. Lassen Sie sich auf HIV (AIDS) in der Schwangerschaft und Infektionskrankheiten untersuchen und Ihre Vererbung der Blutgruppe bestimmen.

6. Genügend Folsäure? Die tägliche Einnahme von 400 Mikrogramm Folsäure wird bereits vier Wochen vor der Empfängnis und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels zusätzlich zur normalen folsäurereichen Ernährung empfohlen.

7. Nicht rauchen. Nikotin schränkt die Fruchtbarkeit bei Mann und Frau ein.

8. Chronisch krank? Nehmen Sie Medikamente gegen Bluthochdruck, Diabetes oder andere Krankheiten ein? Wenn ja, lassen Sie diese auf die Schwangerschaft abstimmen, damit sie nicht die Gesundheit und Entwicklung des Fötus beeinträchtigen.

9. Schilddrüse checken. Lassen Sie Ihre Schilddrüse untersuchen. Nach Schätzungen von Experten wird ein Viertel aller Frauen nicht schwanger aufgrund von Problemen mit der Schilddrüse.

10. Kennen Sie Ihr Diabetesrisiko? Falls Sie übergewichtig sind und in Ihrer Familie Diabetes vorkommt, oder falls Sie in vorherigen Schwangerschaften Diabetes hatten, ist Ihr Risiko, bei der nächsten Schwangerschaft (wieder) an Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) zu erkranken, stark erhöht. Lassen Sie sich rechtzeitig von Ihrem Arzt aufklären.

Fruchtbare Tage zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft bestimmen

Theoretisch können Sie nach dem Absetzen des Verhütungsmittels im ersten Zyklus schwanger werden. Manchmal dauert es allerdings noch einige Monate, bis sich Ihr Hormonhaushalt umgestellt hat und Ihr Körper empfängnisbereit ist. Errechnen Sie Ihre negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken: Wenn Sie in der angegebenen Zeitspanne ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, können Sie schwanger werden. Setzten Sie sich aber zeitlich nicht unter Druck - bei den wenigsten Paaren klappt das Schwanger werden direkt auf Anhieb. Je stärker Sie unter Stress stehen, desto weiter sinkt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden. Psychische Belastungen wirken sich auf die Fruchtbarkeit ungünstig aus.

Falls bei Ihnen das Risiko bestehen könnte, ein chromosomengeschädigtes Kind zu bekommen, sollten Sie frühzeitig zu einem genetischen Beratungsgespräch gehen. Dort erfahren Sie alles wichtige über Vererbung und Erbkrankheiten.

Autor: Miriam Funk / 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 17. Mai 2018
Quellen

Beiträge im Forum "Kinderwunsch: Ich will schwanger werden - wer noch?"
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