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Totgeburt unseres Sohnes

Hallo Ihr lieben,
uns ist das schlimmste passiert was eltern nur passieren kann. in der 40+6 SSW woche stelle man fest das, dass kleine Herz unseres Sohnes aufgehört hat zu schlagen?? wie kann denn sowas passieren, 2 Tage vorher war noch alles in Ordnung???
Diese Frage beschäftigt mich so sehr......
Ich habe den kleinen noch am selben tag innerhalb von 3 stunden zur Welt gebracht, durfte ihn dann auch gleich auf den arm nehmen er so so süß aus als wenn er schläft.
Ich kann einach nicht begreifen warum uns soetwas passiert, es war doch ein wunschkind.
Jannik war 55 cm groß und wog 4210g ein richtig strammer bursche.
wie werden den andere betroffene mit dem schmerz fertig?? ich gehe jeden Tag zum Friedhof und in das Zimmer des kleinen, schaue mir die Bilder an....
ich möchte ja sehr gern wieder schwanger werden aber meine angst ist zu groß das wieder etwas passiert, nocheinmal würde ich sowas nicht durchstehen...
wäre schön wenn sich ein paar betroffene melden, dann weiß ich das ich nicht ganz allein bin
Bisherige Antworten

Totgeburt unseres Sohnes

Hallo Mandy!
Du bist nicht allein!!!
Es tut mir so schrecklich leid, was Euch wiederfahren mußte, mir fehlen wirklich die Worte!
Ich drücke Dich und Dein Sternchen erstmal ganz fest!!!
Auch unsere Tochter wurde im Juli still geboren (Bericht Triploidie vom 24.8.07)!
Es war und ist furchtbar und der Schmerz und die Trauer sind manchmal kaum auszuhalten, aber laß den Schmerz zu, er wird ganz langsam leiser, aber vergehen wird er wohl nie!
Ich gehe auch oft zum Grab und habe unserer Kleinen eine Gedenkecke zuhause hergerichtet!
Ich rede jeden Tag mit ihr und es gibt immer wieder Tage, wo es leichter zu ertragen ist und dann wieder, Tage, wo einem nur nach Heulen zumute ist.
ich möchte Dir auf diesem Wege noch ein Gedicht schicken und wünsche Dir alles, alles Liebe und ganz viel Mut und Kraft!!!
Sill, still seid leise,
es war ein Engel auf der Reise;
Er wollte nur kurz bei euch sein,
warum er ging, weiß Gott allein!
Er kam von Gott, dort ist er wieder,
wollt nicht auf diese Erde nieder;
Er wird nun immer bei euch sein,
vergeßt ihn nicht, er war so klein;
Er kann jetzt bunte Farben sehen
und barfuß über Wolken gehen;
Und wenn ihr ihn auch sehr vermißt
und weint, weil er nicht bei euch ist,
so denkt daran im Himmel, wo es ihn nun gibt,
erzählt er stolz:"ich werd geliebt!"
Lg Martina

Totgeburt unseres Sohnes

Danke für eure lieben Worte...... es ist schön zu wissen das es leute gibt die einem zuhören.
ich hab zwar noch meinen mann aber ich hab das gefühl das er die trauer mit sich selber ausmachen will.
wisst ihr warum eure kleinen von euch gehen mussten? wenn ich wenigstens einen grund wüsste könnte ich versuchen etwas besser damit umzugehen.
was habt ihr die wochen danach denn gemacht? ich sitze nur rum und star die wand an, hab zu nix lust.
Wenn ich mal rausgehe sehe ich nur Eltern mit Kinderwagen, das tut mir so weh deshalb geh ich kaum noch raus.
danke fürs zuhören
Liebe Grüße Mandy

Totgeburt unseres Sohnes

Liebe Mandy,
ja, ich weiß warum mein Mädchen sterben musste. Sie war sehr krank. Du kannst es, wenn Du möchtest, in meinem Profil nachlesen.
Dass Du und Dein Mann unterschiedlich trauert ist normal. Da braucht jeder seinen eigenen "Rhythmus", das läuft niemals synchron. Auch hat jeder seine eigene Art damit umzugehen. Männer versuchen es eher zu verdrängen, Frauen neigen dazu darüber zu reden.
Verstehen wird man das nie! Ehrlichgesagt will ich es auch nicht verstehen, warum soetwas passieren musste. Unser Arzt, der Genetiker sagte damals: "Das ist die Schattenseite der Evolution."
Dass es für Dich um so schwerer ist, weil Du keinen Grund kennst kann ich mir gut vorstellen. Lasst Ihr Euer Kind untersuchen?
Schwangere und Kinder zu sehen schmerzt enorm. Mir ging es ganz genau so. Ich konnte einfach nicht mehr vor die Türe. Man hat eine ganz "selektive" Wahrnehmung und glaubt alle Welt ist mit gesunden Kindern und glücklich schwanger.
Hast Du die Möglickeit zu verreisen? Vielleicht irgendwohin wo es nicht nur von Schwangeren und Babys wimmelt?
Kennst Du das Buch von Hannah Lothrop: "Gute Hoffnung - jähes Ende?" Ich habe mir das damals gekauft und es hat auch ein winziges bißchen geholfen.
Hast Du die Möglichkeit eine psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen?
Schau doch mal auch nach. In fast jeder Stadt gibt es Selbsthilfegruppen für verwaiste Eltern. Dort kannst Du DIch mit Menschen treffen die Deine Trauer und Deinen Schmerz verstehen können. Viele Menschen, die sowas noch nie erlebt haben können damit nicht umgehen. Man erlebt leider ganz seltsame Dinge.
Ich werde heute abend eine Kerze für Jannik zu den Füßchen meiner Soraya stellen.
Ich habe von meiner Hebamme damals eine Karte mit den Fußabdrücken der Kleinen bekommen. Diese habe ich Rahmen lassen und im Wohnzimmer an einen schönen Platz aufgestellt. Sie bekommt immer frische Blumen und eine Kerze. Außerdem haben wir zum errechneten Entbindungstermin einen Baum gepflanzt. Solche Rituale haben uns beiden sehr geholfen.
Alles Liebe weiterhin
Cornelia

Totgeburt unseres Sohnes

Das ist lieb von dir das du eine Kerze für unseren kleinen zu deiner Maus stellst.
ich habe das ritual jeden Tag in das Kinderzimmer des kleinen zu gehen, dort habe ich eine box mit den errinnerungen, bilder, fußabdrücke und eine kleine locke. dann rede ich mit dem kleinen.
ja wir haben den kleinen untersuchen lassen warten jeden tag auf das ergebniss aber die hebammen bzw der arzt meinte das er denkt das die plazenta schlagartig aufgehört hat mit arbeiten. ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen sowas hätte man doch 2 tage vorher bei der untersuchung feststellen müssen, oder?
Im Moment versuche ich für das geschehene einen schuldigen zu finden, ich weiß das das nicht richtig ist und keiner schuld hat aber irgendwie lässt es mich nicht los.
das buch kenne ich nicht aber werde mir es bei gelegenheit mal besorgen.
über weihnachten silvester haben wir eine reise gebucht, eher geh es leider nicht, da mein freund sein arbeitgeber ihm kein frei gibt.
habe mir schon adressen gesucht werde auch bald gemeinsam mit meinen freund an einer selbsthilfegruppe teilnehmen.
wann kommt denn die phase das ich begreife was passiert ist? ich denke immernoch das alles ein schlechter traum ist. auch träume ich nachts das ich noch schwanger bin, dann wach ich auf will den bauch streicheln und merke das da nix mehr ist. ich habe mich mit der situation noch nicht abgefunden.
heute ist es genau 3 wochen her als ich es erfahren habe und den kleinen mann geboren habe. aber es tat gut den kleinen natürlich zu gebären. durfte ihn dann gleich in den arm nehmen, er sah so friedlich aus. danach haben sie ihn in ein körbchen gelegt und wir konnten in ruhe abschied nehmen. ich denke das ist ganz wichtig um irgendwie damit umgehen zu können.
wann habt ihr denn wieder mit arbeiten angefangen? hab ja noch mutterschutz aber fühl mich noch gar nicht in der lage mich irgendwo zu bewerben.
danke für eure lieben worte, darüber mit anderen betroffenen zu reden bzw schreiben hilft mir ein stück

Totgeburt unseres Sohnes

Liebe Mandy,
Rituale helfen mir bei der Verarbeitung des Erlebnisses. Dass Du Schuldige suchst ist normal, aber wie Du auch schon selbst sagst. Es gibt keinen Schuldigen und ob es hätte auffallen müssen, dass die Plazenta aufhört zu arbeiten weiß ich nicht, glaube ich aber ehrlich gesagt auch nicht. Wie denn? Sowas sieht man sicherlich nicht mit dem "bloßen" Auge.
Wie lange Deine Träume noch andauern, wie lange s tatsächlich dauert bis Du begreifst kann Dir keiner sagen, denn es ist bei jedem unterschiedlich. Wichtig ist einzig, dass Du Dir die Zeit nimmst die Du brauchst, alles andere hat Zeit und ist unwichtig.
Wichtig ist lediglich, dass Du und Dein Mann wieder auf die Beine kommt.
Alles Leibe
Cornelia

Totgeburt unseres Sohnes

Liebe Mandy,
es macht mich traurig wenn ich solche Geschichten lese. Es ist schrecklich sein Bby beerdigen zu müssen bevor man überhaupt die Chance bekommen hat es richtig kennen zu lernen.
Du bist nicht alleine. Vielen hier ist ähnliches passiert. Lass die Trauer, aber auch die Wur zu. Tu was Dir gut tut und nimm so von Deinem Kind Abschied wie es für Dich richtig und wichtig ist.
Es wird viel Zeitbrauchen bis Du das verarbeitet hast, vergessen wirst Du es nie.
Ich finde es schön, dass Du wieder schwanger werden möchtest und Deine Angst kann ich sehr gut verstehen.
Ich musste meine Tochter im Januar in der 23 Woche gehen lassen, mittlerweile bin ich wieder in der 16ten Woche schwanger. Es ist sicherlich nicht einfach, aber es ist - so muss ich feststellen - das beste was mir passiert ist.
Ich wünsche Dir alles Liebe und vor allem viel KRaft die nächste Zeit zu überstehen. Versuche Dir etwas schönes zu gönnen. Etwas das Dir zeigt, dass es trotz allem noch schöne Dinge im Leben gibt an die man glauben kann.
Alles Liebe Cornelia

Totgeburt unseres Sohnes

Liebe Mandy,
es tut mir sehr leid, dass Euer Jannik nicht leben durfte. Es ist schlimm, und es gibt nichts, dass Dir den Schmerz nehmen kann.
Meine Melanie habe ich auch anfangs jeden Tag auf dem Friedhof besucht, Ihr eine neue Kerze angezündet, oder Blumen mitgebracht, eine Windmühle oder eine andere Kleinigkeit. Als ich nach dreieinhalb Monaten wieder langsam zu arbeiten anfing war ich dann nicht mehr jeden Tag dort, aber noch mindestens drei Mal die Woche. Mein Mann und ich sind gleich früh zu den Verwaisten Eltern gegangen, einer Selbsthilfegruppe, die von einer Psychologin geleitet wird. Das hat mir und vor allem meinem Mann sehr geholfen, der dort einfach mal nicht "stark sein" musste (ich glaube, dass wollte er für mich, aber seine Tränen haben mir oft mehr geholfen als seine starke Schulter) und einfach weinen konnte. Wir sind dann ein paar Wochen später in den "Urlaub" gefahren. Es war Weihnachtszeit, und ich konnte die fröhliche Stimmung und die traurigen Blicke der anderen einfach nicht mehr ertragen. Der Urlaub hat uns sehr gut getan, und wir haben es geschafft, den Blick wieder nach vorne zu wenden. Ende März bin ich dann wieder Schwanger geworden, und die Schwangerschaft war natürlich mit viel Angst belastet, vor allem am Anfang, aber es war auch einfach schön zu spüren, dass da wieder etwas neues entsteht. Miriam ist dann ein Jahr und zwei Monate nach Melanies Tod zur Welt gekommen und heute unser Sonnenschein. Ich denke immer noch jeden Tag an meine erste Kleine, meine Melanie, aber die Gedanken sind nicht immer traurig. Manchmal denke ich z. B. dass es schön ist, dass sie uns einen Sonnenstrahl geschickt hat, oder ich schimpfe mit ihr, wenn sie es mal wieder regnen lässt, obwohl sie doch weiss, dass ich den Regenschirm vergessen habe. An manchen Tagen oder in bestimmten Situationen könnte ich von jetzt auf gleich nur noch heulen, aber mittlerweile überwiegen die fröhlichen Tage die traurigen .
Liebe Mandy, ich wünsche Euch viel Kraft auf Eurem Weg durch die Trauer. Ihr werdet sie brauchen. Ich wünsche Euch alle Tränen die ihr braucht. Es sind mindestens 10.000. Ich wünsche Euch Mut für die Zukunft. Es wird sich lohnen.
Viele liebe Grüsse
Tanja mit Sternchen Melanie im Herzen und Sternschnuppe Miriam an der Hand

Totgeburt unseres Sohnes

Hallo Mandy!
Zuerst mal tut es mir sehr leid dass Ihr Euren Jannik nicht bei Euch haben könnt /dürft.
Ich habe keine stille Geburt erleben müssen also kann ich mir die psychische Belastung nicht vorstellen. Unsere Tochter ist mit 16 Tagen eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Ein plötzlicher Kindstod wie es heisst. In der ganzen Zeit danach (sie ist am 13.11.04 gestorben) hat mir nur eines wirklich geholfen. Und das ist einfach die Zeit die vergeht. Ich weiss wie wütend ich oft war wenn mir jemand kurz nach Ihrem Tod sagte dass ich schon sehen werde dass es mit der Zeit besser wird. Ich war nicht dazu bereit es besser werden zu lassen, es waren die falschen Ratschläge zur denkbar schlechtesten Zeit.
Irgendwann wurde der Schmerz erträglich, irgendwann konnte ich auch wieder ein bisschen lächeln. Zu unserem Glück hatten wir schon einen 3jährigen Sohn der auch geholfen hat, alleine durch seine Anwesenheit. Ich möchte gar nicht daran denken was mit mir gewesen wäre hätte es ihn nicht gegeben.........
Jetzt bald 3 Jahre nach dem schrecklichen Tod Saras tut es noch immer weh. Ich vermisse sie so sehr dass ich manchmal schreien könnte, oft weine ich, immer denke ich an sie....Aber es ist berechenbarer geworden. Ich spüre über Tage wie die Traurigkeit in mir hochsteigt. Und wenn die Zeit gekommen ist zu weinen dann weine ich und das tut gut.
Im Jänner nach Saras Tod wurde ich wieder schwanger und hatte eine FG in der 7SSW. Gleich danach wurde ich wieder schwanger und brachte am 11.11.05, also nicht ganz ein Jahr nach Saras Tod, unseren zweiten Sohn zur Welt. Ich kenne die Angst die Du beschreibst sie verfolgt mich teilweise noch immer aber die Freude über meinen Sohn ist grösser.
Ich wünsche Euch alles erdenklich gute für die Zukunft!!!!!!!!!!
LG Michaela mit Tobias und Niclas an der Hand; Sara (geb 29.10.05, gest. 13.11.04) und 3 Sternchen ganz fest im Herzen

Totgeburt unseres Sohnes

Hallo Mandy,
ich kann mich nur den anderen anschließen, du bis nicht allein. Es tut mir unendlich leid, dass ihr euren Sohn hergeben musstet.
Dein Schicksal erinnert mich sehr an unseren Schicksalsschlag vor fast 4 Jahren. Damals mussten wir unsere Tochter 5 Tage vor dem Entbindungstermin gehen lassen. Sie hatte sich die Nabelschnur um den Hals gewickelt und zugezogen. Ich habe sie damals auch auf natürlichem Weg zur Welt bringen müssen, was sicher richtig ist aber nur schwer einsehbar ist.
Die Trauer die wir damals empfunden haben, lässt nach und nach etwas nach, wir haben den Weg zurück zum Leben gefunden. In der ersten Zeit bin ich täglich mit einer Kerze zum Grab meiner Großeltern gegangen (wir wollten kein eigenes Grab, fanden es so besser) und habe sie besucht. Heute gehe ich zwar regelmäßig zum Grab, muss mich aber um dieses nicht kümmern und kann im privaten Umfeld mit ihr sprechen, was mir das Leben doch etwas erleichtert.
Es war für uns damals besonders schlimm, dass fast alle Bekannten zu dieser Zeit Nachwuchs bekommen haben, überall waren kleine Kinder. Es hat sehr gut getan, offen mit den Freunden über das Erlebte zu sprechen und auch heute gehört unsere Tochter noch des Öfteren in Gesprächen mit Freundinnen. Sie wurde nicht vergessen und das tut mir besonders gut. Das offene Gespräch mit den Freunden über diese Situation ist allerdings nicht für jeden etwas, ich kann nur aus meiner Sicht sagen es hilft bei der Bewältigung der Trauer.
Ich war zum damaligen Zeitpunkt etwa 3 Monate nicht zur Arbeit (Mutterschutz und Urlaub) und habe in dieser Zeit probiert und es auch einigermaßen geschafft mit meiner Trauer klarzukommen (viele Besuche am Grab, lange Spaziergänge).
Aus heutiger Sich kann ich nur sagen, dass die Trauer nie ganz verschwinden wird aber ich mit ihr recht gut leben kann. Ich kann mich heute mit Bekannten über deren Schwangerschaft freuen ohne selber traurig zu werden.
Der Wunsch nach einem weiteren Kind wird für uns unverfüllt bleiben, da wir nicht mehr die Kraft für eine weitere künstliche Befruchtung haben (können leider nur auf diese Weise ein Kind bekommen).
Lass dich ganz lieb gedrückt sein und lass die Trauer zu
Christiane

Totgeburt unseres Sohnes

Liebe Mandy,
mir laufen die Tränen über das Gesicht, weil ich erahnen kann, wie groß Dein Schmerz sein muss. Es tut mir so unendlich leid, dass ihr euren kleinen Jannik hergeben mußtet ohne vorher die Chance zu bekommen, ihn kennenzulernen. Wir haben im März diesen Jahren unseren Sohn Julian mit nur 15 Monaten verloren. Wir mußten ihn nach zwei schweren Herzoperationen gehen lassen. Die ersten Wochen konnte ich seinen Tod gar nicht realisieren, ich stand unter Schock und habe nur irgendwie funktioniert. Mittlerweile habe ich zumindest begriffen, dass mein geliebter Schatz tot ist und nie wieder zu uns zurückkommen wird. Ich kann auch das ganze Geschehene besser einordnen und gebe mir nicht mehr so viel Schuld an seinem Tod wie am Anfang. Es gibt Phasen, in denen ich wieder Freude am Leben verspüre und dann aber auch wieder viele Momente der tiefen Trauer. Ich bin fast jeden Tag an seinem Grab und rede viel mit ihm. Unsere 4-jährige Tochter hilft uns viel über den großen Schmerz hinweg. Dennoch möchte ich nichts lieber als ein weiteres Baby und hoffe inständig, dass ich bald wieder schwanger werde. Auch wenn ich jetzt bereits große Angst vor der SS habe (meine Plazenta hat auch nicht richtig gearbeitet). Wenn Du magst, kannst Du Dir mein Profil anschauen. Du bist mit Deinem Schmerz nicht alleine!
Ich wünsche Dir sehr viel Kraft und sehr viel Unterstützung von Deiner Familie und von Deinen Freunden!
GLG Isabel mit Julian im Herzen und Emily fest an der Hand

Totgeburt unseres Sohnes

Hallo Mandy,

unfassbar, was Dir passiert ist.

Ich bin nicht betroffen, habe aber dieses Schicksal zweimal hier im Familien u. Bekanntenkreis miterlebt und war lange Zeit so geschockt und tieftraurig.

Die Cousine meines Mannes ist wieder schwanger, nachdem sie im September (also vor einem Jahr genau) ihren so ersehnten Sohn in der 40. SSW einfach so verloren und totgeboren hat, er war vollkommen gesund.

Sie ist erneut schwanger und wird im Dezember hoffentlich ihr zweites Kind empfangen dürfen, es wird eingeleitet, damit sowas nie wieder im kritischen Zeitraum passieren kann.

Sie wohnt in England u. dort wird norm. nur zweimal US gemacht, jetzt aber monatlich, damit der Arzt sofort handeln kann, sollte was nicht stimmen.

Meiner Freundin ist es im April geschehen, drei Wochen vorm Termin, die Kleine starb an Unterversorgung, weil die Nabelschnur zweigeteilt war und sie zwei ungleichgrosse Plazentas hatte, es kam zum Plazenta-Infarkt. Auch die Kleine wurde totgeboren, die Mutter hat sie gesehen und Fotos mitbekommen.

Sie ist nicht wieder schwanger, der Schock u. Schmerz sitzt noch zu tief, ich habe sie danach gesehen und sie sah nicht mehr menschlich aus, der tiefe Verlust aufs Gesicht geschrieben, sie war ein Wrack.

Hört sich nicht gut an, aber man kann so einen Verlust einer Frau ansehen und mir zerriss es das Herz, weil man nicht weiss, wie man helfen kann oder helfen darf.

Die Frage nach dem unendlichen WARUM????

das begleitet einen das ganze Leben,

Du bist nicht alleine, weine, wenn es so sein soll, schreie, wenn Dir danach ist.

Fühl Dich gedrückt, ich wünsche Dir, dass Ihr diesen Verlust irgendwie übersteht und eine Zukunft machbar ist.

Deine Anita

Totgeburt unseres Sohnes

Hallo liebe Mandy
Ich weiss wie du dich fühlst und auch wie deine gedanken sind. uns ist dies 5 tage vor dem errechneten et passiert.unser max war gesund und wir können das bis heut nicht verstehn.wenn du mit mir in kontakt treten willst schreibe mir eine mail und wir können drüber schreiben.

Totgeburt unseres Sohnes

Hallo Mandy,

ich kann sehr gut nachfühlen wie es dir geht meinen sohn kilian tobias hab ich am 05.06.07 in der 34 SSW tod geboren, ich hatte das gefühl betäubt zu sein hab alles wie durch Watte erlebt. So richtig begriffen das mein kleiner Engel nicht mehr da ist hab ich als die Beerdigung war. Ich habe viel geweint ohne ende, aber ich hab mich meiner Ängste gestellt, weil das vergraben bringt dir nichts. Mein Mann macht es auch mit sich selber aus und meine Therapeutin sagte das es typisch Mann ist das sie den Schmerz nicht so zeigen. Vor ein paar Tagen hatte ich einen Nerven zusammenbruch ohne Vorwarnung, mein Arzt sagte das er das erwartet hatte, es hat sich vorher nichts angekündigt.

Ich stell mir auch jetzt noch immer die Frage WARUM?? aber eine Antwort werd ich nie bekommen den auch die Patologische Untersuchung hat kein Ergebnis gebracht, der kleine war Kerngesund.

Red viel über deinen kleinen Schatz schweig ihn nicht tod, das hat mir geholfen.

Ich musste auch wenn ich rausging zum Einkaufen oder einfach nur um frische Luft zu schnappen , damit zurecht kommen das da Mütter sind die mehr Glück hatten. Aber ich bin meinem Nachbarn sehr dankbar, er hat mir einfach seine kleine Tochter Feyda in den Arm gelegt. Ich war zwar geschockt aber es war ein positiver schock der mir sehr geholfen hat.

Was ich damit sagen will lebe deinen Schmerz lass deine Tränen deine Wut deine Angst raus , denn wenn du sie nicht raus lässt macht dich das kaputt.

Das sagt dir auch jeder Psychologe.

Ich werde es auf jedenfall wieder probieren ein baby zu bekommen, auch wenn ich Angst hab, aber mein FA und der Professor des KH haben schon gesagt das wenn ich wieder Schwanger werde, Sie besonders acht geben werden auf mich und mein baby.

Erkundige dich mal ob es bei dir in der Stadt auch eine Trauerbegleiterin gibt wie hier bei uns in Aachen. Das reden mit Ihr hat mich stark gemacht sodas ich mit einem lächeln an meinen kleinen Stern Kilian denken kann.

Ich wünsche dir von ganzen Herzen viel Kraft.

Einen lieben Gruß von mir (mit meinem Stern Kilian Tobias im Herzen)

Totgeburt unseres Sohnes

Hallo Mandy!

zunächst möchte ich dir sagen,dass es mir unendlich leid tut und ich dir und deinem Mann alles erdenklich gute wünsche.

Meine Freundin hat vor kurzem ebenfalls ihr Baby tot geboren.Leider weiss bis heute keiner, wieso.

Sie hätten das baby gern untersuchen lassen, doch die sehr freundliche Krankenschwester erklärte ihr ca 2 Std nach der Geburt, dass sie "es jetzt mitnimmt,damit man es aufschneiden kann um nach dem Grund zu suchen".

Das hat meine Freundin so schockiert und sie lehnte es ab.

Klar, im Nachhinein fragt sie sich stündlich Warum der Kleine es nicht geschafft hat, sie hätte 2 Wochen später ET gehabt, bei den Untersuchungen war alles O.K.Aber sie konnte den gedanken nicht ertragen, das man so mit ihrem Sohn umgeht und vor allem konnte sie ihn noch nicht loslassen.

Man hat zu Ihr auch gesagt, die Plazenta hätte nichtmehr richtig gearbeitet, verkalkt o.ä. war sie aber nicht und es war eigentlich auch alles bestens bei der gesamten ss, deshalb können wir uns das nicht vorstellen, hatten es bis zu deinem Beitrag auch noch nicht gehört.

Weisst du mittlerweile den Grund?

Ich möchte nicht neugierig oder aufdringlich sein oder so, aber meine Freundin leidet sehr darunter, dass sie das gefühl hat, angelogen zu werden,weil den Ärzten nix besseres einfällt.Ich finde, das der verlust allein schon schlimm genug ist und möchte ihr wenigstens dieses Gefühl versuchen zu nehmen!

Vielen Dank,dass du meinen Beitrag gelesen hast!

Totgeburt unseres Sohnes

Hallo,

tut mir auch sehr leid für deine Freundin, wichtig ist jetzt das du für sie da bist...

wir wissen leider immer noch nicht woran es gelegen hat. der befund von der plazenta hat nichts ergeben warten jetzt noch auf den befund von unserem kleinen aber das kann sich hinziehen.

die ärzte sagten aber gleich von vorneweg das sie mit sicherheit nichts finden bei dem kleinen sondern es mit sicherheit eine plazentainfuziens ( oder so ähnlich) ist.

werde aber mit den beiden ergebnissen noch einen weiteren arzt aufsuchen um eine 2te meinung zu hören.

habe vorher auch nicht gewusst das soetwas noch kurz vor bzw nach dem ET passieren kann. die frage nach dem warum wird uns aber nie jemand beantworten können, leider...

liebe Grüße mandy

Totgeburt unseres Sohnes

Vielen Dank für deine rasche Antwort.

Ich versuche, für meine Freundin da zu sein,wenn sie es braucht und suche auch gerade nach einer selbsthilfegruppe hier in der Nähe.

Auch auf meiner Homepage www.aaliyah-maus.de.tl habe ich ein Forum eingerichtet in dem sich auch Sterneneltern austauschen können.

Ich glaube, als nicht direktbetroffener kann man sich den Schmerz nicht annähernd vorstellen,klar weine ich auch ständig um den kleinen und leide sehr darunter,wie sehr muss dann meine Freundin leiden?!

Ich weiss auch immer nicht, ob ich sie ansprechen soll darauf oder lieber warte, bis sie es tut, obwohl wir uns schon so viele jahre kennen.

Ich hoffe du,Sie und alle anderen Sterneneltern können irgendwann mit dem Verlust fertig werden und das grosse glück finden!!!

Ich wünsche dir von Herzen alles gute!

Totgeburt unseres Sohnes

also bei mir ist es so: ich möchte von den leuten angesprochen werden wenn ich in dem moment keine lust habe darüber zu sprechen signalisire ich das dem anderen. sicherlich ist es auch für die angehörigen schwer aber ich versuche den kontakt so gut wie möglich zu erhalten und über das geschehene zu sprechen das hilft mir ganz gut. auch werde ich jetzt anfangen alles aufzuschreiben, so eine art trauerarbeit.

manchmal weiß ich nicht wie mein leben weitergehen soll, aber irgendwie muss es ja. und irgendwann ist hoffentlich auch mal das glück auf meiner seite

liebe grüße

Totgeburt unseres Sohnes

Liebe Mandy,

ich denke und hoffe, dass Du irgendwann mal wieder lächeln wirst, nach dem Regen folgt der Sonnenschein.

Ich hab mir auch lange gedacht, wie man nach so einem Schicksalschlag jemals wieder lächeln kann, aber die Bekannten/Verwandten (sind 5 insgesamt, die Kinder in der SS (späte Totgeburten) oder nach der Geburt verloren) können das mittlerweile wieder tun.

Sicherlich verdrängen sie auch zum Teil, denn man möchte sicherlich nicht sein ganzes, weiteres Leben nur noch traurig sein und daran denken müssen.

Ich wünsche Dir aus tiefstem Herzen, dass Du mit der Trauer zurecht kommst, einen guten Weg findest, zu verarbeiten und irgendwann einmal das Glück hast, ein gesundes Baby im Arm zu halten, Dein Engel ist im Himmel und wächst dort bei Gott auf und es geht ihm gut, so wie all den Sternenkindern.

Da bin ich mir zu 100% sicher.

Fühl Dich gedrückt, Deine Anita

Totgeburt unseres Sohnes

Danke! Und ich hoffe sehr für dich, dass du glücklich wirst!!!

Vielleicht traust du dich, es nochmal zu probieren und dein kleiner Sohn wacht über diese Schwangerschaft.

Ich würde es dir und allen anderen Sterneneltern von ganzem Herzen wünschen!!!

Totgeburt unseres Sohnes

Hallo Mandy,
mein Beileid und tiefes Mitgefühl! Wie furchtbar!
Ich kann Dir nur den Tip geben Dich vor einer 2. SS gut durchchecken zu lassen.
Ich selber habe eine Neigung zur Unterversorgung der Kinder und Schwangerschaftsdiabetes. Dies zusammen ist eine üble Kombination und der erfahrene Doc der Uniklinik, wo ich in der 2. SS betreut wurde, erzählte, dass dabei schonmal Kinder kurz vor der Geburt sterben könnten.Mein Frauenarzt bei SS Nr.1 hatte erst gar nicht auf Diabetes getestet, weil er das alles für harmlos hielt. Diabetes und Retardierung meines 1. Kindes wurden nur durch Zufall entdeckt und sehr spät behandelt. Mein Baby hätte eine normale Geburt nicht überlegt und musste geholt werden.
Ich will damit sagen, dass es viele Gründe geben kann und es wichtig ist gründlich untersucht und betreut zu werden. Beim 2. kind war ich dann als Risikofall direkt in der uni-Klinik und wurde sehr aufmerksam und genau beraten.
Alles alles Liebe!
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