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Praktische Anleitung

Baby baden: Das müssen Sie beachten

Sie sind sich unsicher, wie Sie Ihr Baby richtig baden? Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung klappt es problemlos. Wir beantworten die wichtigsten Fragen: Wann, wie oft und wie lange Sie Ihr Baby baden sollten.

Baby baden: Das müssen Sie beachten
© GettyImages/LSOphoto

Wenn Sie Ihr Baby baden, ist dies oft eine große Freude für die ganze Familie. Das Planschen im warmen Wasser und der Körperkontakt zu Mutter oder Vater gefallen vielen Babys. Damit das Baden für alle Beteiligten ein entspanntes Erlebnis wird, gibt es ein paar einfache Dinge zu beachten.

In diesem Artikel lesen Sie:

Das Baby baden: Eine Hebamme zeigt, wie es richtig geht!

Ab wann das Baby baden?

Säuglinge werden nicht schmutzig und brauchen daher nicht zwingend ein Bad. Was jedoch passieren kann: Fussel der Kleidung verstecken sich in Körperfalten und rufen so Hautirritationen hervor. Besonders in den Kniekehlen, hinter den Ohren, im Nacken und den Achseln können sich Fasern der Kleidung befinden. Diese können ganz einfach mit einem Waschlappen entfernt werden.

Das erste Bad dürfen Sie Ihrem Baby dann einlassen, wenn der Nabelrest abgefallen und verheilt ist. Die Hebamme kontrolliert die Nabelheilung bei ihren Besuchen und sagt Ihnen Bescheid, wenn es so weit ist. Außerdem gibt sie Ihnen Tipps zur Nabelpflege und dazu, wie Sie das Baby richtig baden oder sie badet das Neugeborene beim ersten Mal sogar mit Ihnen gemeinsam.

Die wichtigsten Grundregeln fürs Babybad

Ist die Zeit für das erste Bad gekommen, stellen sich frisch gebackene Eltern meist die typischen Fragen. Hier finden Sie die Antworten:

Wie oft das Baby baden? Ein einmaliges Bad pro Woche reicht aus. Alternativ kann das Baby durch eine Ganzkörperwäsche mit dem Waschlappen gereinigt werden. Zu häufiges Baden ist nicht gut für die empfindliche Haut.

Wie lange das Baby baden? Kleine Babys sollten noch nicht länger als fünf Minuten baden, bei älteren Babys kann die Badezeit dann schon zehn Minuten betragen.

Wann das Baby baden? Manche Babys schlafen nach dem Baden besonders gut, andere sind danach wacher und lebhafter. Es gibt daher keine empfehlenswerte Tageszeit fürs Babybad – die Zeit ist eher abhängig von dem individuellen Charakter Ihres Kindes. Merken Sie sich: Der richtige Zeitpunkt zum Baden ist dann, wenn Ihr Baby munter ist. Es sollte nicht ungeduldig sein, weil es gerade eigentlich Hunger hat. Baden Sie Ihr Kind also, nachdem Sie es gestillt oder gefüttert haben – aber nicht unmittelbar danach. Am besten baden Sie Ihr Baby immer zu festen Zeiten im Alltag, um dadurch bereits eine Routine einzuführen.

Babyshampoo fürs Baden? Badezusätze oder Lotionen sind nicht erforderlich, da die Babyhaut hierfür noch zu sensibel ist. Auch Shampoo für die Haare ist die ersten Monate noch nicht notwendig. Eltern, die bei ihrem Baby nicht auf Badezusätze verzichten wollen, können das Badewasser mit einem Esslöffel Olivenöl oder einem Babyöl ergänzen.

Schreien beim Baden – und jetzt? Macht das Baby mit lautem Geschrei deutlich, dass es das Baden nicht mag, sollten Eltern darauf hören und ihr Kind lieber von Kopf bis Fuß mit dem Waschlappen waschen. Babys sollten nicht zum Baden gezwungen werden.

Wie das Baby beim Baden halten? Halten Sie das Baby in der Badewanne auf Ihrem Unterarm. In Rückenlage schieben Sie diesen dazu unter den Nacken des Babys. Ihre Hand hält den Oberarm Ihres Babys auf Höhe der Achselhöhle fest. In Bauchlage stützen Sie Ihr Baby mit Ihrem Unterarm so, dass es Hals und Kinn darauf ablegen kann. Ihre Hand hält auch hier den Oberarm fest. In beiden Positionen haben Sie auf diese Weise die andere Hand frei, um das Baby zu waschen. Achtung beim Umdrehen: Verwenden Sie dazu stets beide Hände und halten Sie es sicher am Brustkorb.

Dürfen die Ohren unter Wasser? Generell halten Sie Ihr Baby beim Baden in einer Position, in der sich die Ohren über der Wasseroberfläche befinden. Natürlich lässt es sich trotzdem nicht vermeiden, dass die Ohren mal unter Wasser kommen. Trocknen Sie die Ohren danach gut ab und sorgen Sie dafür, dass sie durch eine Kopfbedeckung vor Zugluft geschützt sind. Die Reinigung der Ohren darf nicht bis in den Gehörgang reichen, Wattestäbchen sind tabu. Mit ihnen kann der Gehörgang des Babys verletzt werden.

Babys niemals alleine lassen! Das Baby sollte keinesfalls auch nur einige Sekunden im Badewasser allein gelassen werden. Es droht die Gefahr des Ertrinkens!

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Checkliste fürs Baby baden: Das brauchen Sie

Bevor Sie Ihr Baby baden, sollten Sie ein paar Vorbereitungen treffen und sich die wichtigsten Utensilien bereitlegen.

  • Badewanne, Babywanne, Waschschüssel oder Badeeimer: Normale Badewannen eignen sich anfangs weniger als Babywannen, denn in ihnen ist das Baden von Babys oft recht unhandlich. In großen Badewannen ist es meist einfacher, wenn Sie selbst mit in die Wanne steigen und das andere Elternteil von außen hilft. In kleinen Babybadewannen liegen die Babys, während sie vom badenden Elternteil gehalten werden müssen. Im sogenannten Badeeimer sitzt das Baby aufrecht, so hat Vater oder Mutter beide Hände frei. Das Baby muss hierfür allerdings schon eigenständig sitzen können. Zur Not kann auch mit einer großen Schüssel oder gar mit einem Bad in der Spüle improvisiert werden. Kann das Kind schon eigenständig stehen und wird die Babywanne zu klein, sollten Sie eine rutschfeste Matte in die große Badewanne legen, um Unfälle zu vermeiden.

  • Waschlappen: Idealerweise stehen zwei Waschlappen zur Verfügung, einer für Po und Genitalbereich, der andere für den Rest.

  • Badethermometer: Mit dem Badethermometer können Sie prüfen, ob das Wasser die ideale Temperatur hat.

  • Handtücher: Weiche Frotteehandtücher eignen sich zum Abtrocknen besonders gut. Handtücher mit integrierter Kaputze sind ideal, um das Köpfchen gleich nach dem Baden warm zu halten.

  • Frische Kleidung: Nach dem Baden sollte das Baby eine neue Windel bekommen und frische Kleidung tragen.

  • Wärmelampe: Eine Wärmelampe, unter der das Baby anschließend abgetrocknet und angezogen werden kann, ohne dass es frieren muss, kann hilfreich sein, ist aber kein Muss. Ob eine Wärmelampe sinnvoll ist, hängt zum Beispiel von der Jahreszeit ab und von den Temperaturen, die in Ihrem Bade- oder Kinderzimmer herrschen.

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Baby baden: Anleitung – so funktioniert es

Sie haben alle Utensilien für das Baden zusammen? Dann kann es jetzt losgehen. Halten Sie sich einfach an die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Raumtemperatur checken: Die Raumtemperatur sollte bei mindestens 23° C liegen und im Badezimmer sollte Zugluft vermieden werden. Diese Voraussetzungen gelten ebenso für Winter wie für Sommer.

  2. Wasser einlassen: Das Badewasser für Babys sollte etwa 36 bis 37° C betragen. Lassen Sie das Wasser erst komplett einlaufen und überprüfen Sie die Temperatur dann mit dem Thermometer. Aufgrund der Verbrühungsgefahr sollten Sie kein Wasser nachlaufen lassen, wenn das Baby in der Wanne ist.

  3. Baby waschen: Ein Baby sollte von oben nach unten gewaschen werden: zuerst Gesicht, dann die Arme und den Oberkörper, später die Beine und zuletzt Genitalbereich und Po. Bei Mädchen werden im Genitalbereich nur die äußeren Schamlippen gereinigt, und zwar von Genital in Richtung Po, damit keine Keime in den Genitalbereich gelangen können. Bei Jungen darf beim Reinigen des Genitalbereichs nicht die Vorhaut zurückgezogen werden, diese löst sich erst zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr. Waschen Sie das Haar als Letztes, damit Ihr Baby am Kopf nicht auskühlt.

  4. Abtrocknen: Nach dem Baden sollten der Nabel und die Nabelgegend gut trocken getupft werden, ebenso alle Hautfalten. Haut und Haar sollten außerdem nicht mit dem Handtuch trocken gerieben, sondern sanft abgetupft werden.

  5. Baby eincremen: Nach dem Bad können eventuell trockene Körperstellen des Babys mit Creme versorgt werden. Auch eine Massage mit Babyöl ist an einem warmen Ort möglich.

Entwicklung Baby: Das passiert Monat für Monat
Hautpflege fürs Baby: Worauf beim Waschen, Pflegen, Cremen achten?
Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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