Luteinisierendes Hormon (LH)
Das luteinisierende Hormon (LH) ist ein nicht-geschlechtsspezifisches Hormon der Hinrnanhangsdrüse (Hypophyse), das bei Mann und Frau vorhanden ist, aber jeweils unterschiedliche Funktionen hat.
Bei Männern regt LH die Bildung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron an.
Bei Frauen löst LH den Eisprung aus. Die Hirnanhangdrüse schüttet große Mengen des luteinisierenden Hormons aus, wenn die Östrogenproduktion des heranreifenden Leitfollikels in der Mitte des Zyklus ihr Maximum erreicht hat und anzeigt, dass die Eizelle bald zur Befruchtung reif ist. Ungefähr 28 bis 32 Stunden nach der LH-Schwemme platzt das Eibläschen auf und setzt die Eizelle frei. Nach dem Eisprung regt das LH die Zellen des geplatzten Follikels zur Bildung von Progesteron an.
Ein krankhaft erhöhter Prolaktinspiegel hemmt die Freigabe von LH und follikelstimulierendem Hormon (FSH).
Referenzwerte nach Labor Prof. Leidenberger, Hamburg.
3. Zyklustag (Follikelphase) | (1,6 - 13 U/l) |
LH-Peak (Mittzyklusgipfel) | > 25 mIE/ml (11,3 - 111 U/l) |
Lutealphase | (1,6 - 13 U/l) |
Postmenopause | 25 - 60 mIE/ml |
Männer | 2 - 10 mIE/ml (1,9 - 7,4 U/l) |
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