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Montag, 27. Februar 2017
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Ernährung und Fruchtbarkeit

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Eine ausgewogene und reichhaltige Ernährung kann die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen
(c) iStockphoto

Ernährung und Fruchtbarkeit hängen eng zusammen. Ebenso wie die gesamte Lebensführung hat die Ernährung eine große Bedeutung. Ist der weibliche Körper nicht optimal mit Nährstoffen versorgt, stellt er als erstes die Fortpflanzungsfunktion ein, da er den Organismus nicht noch mit einer Schwangerschaft zusätzlich belasten will.

Zum einen spielt dabei die Versorgung mit lebenswichtigen Stoffen, wie Vitaminen und Mineralstoffen eine große Rolle, zum anderen auch das Körpergewicht. Gesundes Essen ist für den reibungslosen Ablauf aller Körperfunktionen wichtig - also auch für die Fruchtbarkeit. Sowohl Unter-, als auch Übergewicht sind hinderlich und können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken.

Ausgewogene Ernährung für die Fruchtbarkeit

Eine ausgewogene Ernährung sollte selbstverständlich sein, da eine einseitige Ernährung die Fruchtbarkeit herabsetzen kann. Aus Sicht der Naturheilkunde wird bei Kinderwunsch besonders die Vollwerternährung empfohlen, da sie den Körper optimal mit allen lebensnotwendigen Stoffen versorgt. Bevorzugt werden sollten dabei pflanzliche Lebensmittel, die möglichst frisch und natürlich sind. Mindestens ein Drittel der Nahrung sollte aus pflanzlicher Frischkost wie Obst, Salat und Nüssen bestehen.

Der Verzehr von tierischen Lebensmitteln sollte reduziert werden und Vollkornprodukte sollten gegenüber Weißmehlprodukten bevorzugt werden. Es wird empfohlen, maximal zweimal in der Woche Fleisch zu essen und mindestens zweimal pro Woche Fisch. Lebensnotwendiges Eiweiß sollte zu zwei Dritteln aus Pflanzen und Getreide und zu einem Drittel aus Milchprodukten, Eiern, Nüssen, Hefeprodukten und Fleisch aufgenommen werden. Zusätzlich ist es empfehlenswert, reichlich zu trinken, beispielsweise Wasser und Kräutertees. Von Kaffee und schwarzem Tee sollten nicht mehr als zwei Tassen täglich getrunken werden.

Folsäure und weitere wichtige Vitamine

Um follikelstimulierende Hormone (FSH) und die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron produzieren zu können, benötigt der Körper Vitamine des B-Komplexes, insbesondere Folsäure, Pantothensäure (B5), Niacin (B3) und Vitamin E. Vitamin B6 wird benötigt, um ein Gleichgewicht zwischen Östrogen und Gestagen herzustellen. Zur Eireifung werden die Vitamine des B-Komplexes, Vitamin C und E sowie Beta-Carotin benötigt. Vitamin E ist zusätzlich nötig, da sich bei einem Mangel die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter einnisten kann und abgestoßen wird. Allerdings sollte Vitamin E auch nicht überdosiert werden, da es nicht wasserlöslich ist und sich bei Überdosierung in der Leber anreichern kann. Folsäure sollte im Idealfall bereits drei Monate vor Eintreten einer Schwangerschaft eingenommen werden, da es Missbildungen beim Kind, wie dem offenen Rücken (Spina bifida) vorbeugt.

Damit die männlichen Hoden Testosteron produzieren und Samenzellen bilden können, müssen genügend Vitamin C, E, Beta-Carotin, Folsäure, Vitamin B12 sowie Selen und Zink aufgenommen werden. Bei einer Unterversorgung mit diesen Stoffen kann eine verminderte Spermienqualität die Folge sein.

Körpergewicht

Das ideale Körpergewicht (Body-Mass-Index zwischen 20 und 26) spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf die Fruchtbarkeit. Bei magersüchtigen Frauen kommt es häufig zu sogenannten anovulatorischen Zyklen, das heißt, es findet kein Eisprung statt. Ein übermäßiger Anteil an Körperfett hingegen kann Funktionsstörungen der Eierstöcke und somit Zyklusstörungen auslösen, wie beispielsweise das PCO-Syndrom. 29 Prozent Fettanteil bei Frauen gilt als ideal in Bezug auf die Fruchtbarkeit. Übergewichtige Männer leiden unter deutlich schlechterer Spermienqualität.

Genussgifte meiden

Genussgifte wie Alkohol und Nikotin haben einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, da sie den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Alkohol sollte bei Kinderwunsch nur zwei bis dreimal pro Woche konsumiert werden, um die Fruchtbarkeit zu erhalten. Koffein in größeren Mengen wirkt bei Männern und Frauen, ebenso wie Nikotin, mindernd auf ihre Fruchtbarkeit. Sonstige Drogen sollten selbstverständlich im Rahmen der gesunden Lebensführung tabu sein.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2017
Quellen: Sautter, Dr. med. T.: Wirksame Hilfen bei unerfülltem Kinderwunsch. Thieme, Stuttgart 2000, Teut, M. et al.: Das Kinderwunsch-Buch. Essen, KVC, 2008

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