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Sonntag, 18. Februar 2018
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Übelkeit und Erbrechen können sich positiv auf die Schwangerschaft auswirken

Viele Schwangere kennen sie, die sogenannte Morgenübelkeit. Betroffene Frauen können sich nun freuen: Eine Auswertung von zehn Studien zum Thema ergab Hinweise darauf, dass diese Beschwerden mit einer positiven Entwicklung des Babys und verminderten Schwangerschaftskomplikationen zusammenhängen.

Übelkeit und Erbrechen können sich positiv auf die Schwangerschaft auswirken
Von Übelkeit und Erbrechen geplagte Schwangere können sich freuen: Es gibt Hinweise auf einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft
(c) Piotr Marcinski/Fotolia.com

Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft oder Morgenübelkeit kennen viele Frauen - vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. Die Beschwerden sind dabei unterschiedlich stark: Von leichter Übelkeit bis hin zu häufigem oder täglichem Erbrechen reicht das Spektrum.

Wie Sie sich bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft sanft selbst helfen

 

Für alle Frauen, die darunter leiden, gibt es jetzt positive Nachrichten:

Eine aktuelle Studienauswertung hat ergeben, dass sich Morgenübelkeit beziehungsweise Übelkeit und/oder Erbrechen positiv auf die Schwangerschaft und die Entwicklung des Babys auswirken kann. Die Forscher am Kinderkrankenhaus der Universität Toronto (Kanada) werteten zehn Studien aus. Zusammengefasst lassen sich folgende positive Zusammenhänge feststellen:

  • seltener Fehlbildungen
  • seltener Fehlgeburten
  • seltener Frühgeburt
  • positiver Einfluss auf die Entwicklung im Mutterleib
  • positiver Einfluss auf die geistige Entwicklung des Kindes

Über die Gründe für diesen Zusammenhang gibt es bislang noch keine sicheren Forschungsergebnisse. Man vermutet einen stark erhöhten Hormonspiegel in der Schwangerschaft als Ursache. Dieser wirke sich positiv auf das Baby aus, führe aber bei Müttern zu den bekannten Beschwerden.

Es wurde zwar eine vergleichsweise geringe Zahl von Studien ausgewertet, trotzdem lässt sich feststellen, dass Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft sich eher positiv als negativ auf den Verlauf der Schwangerschaft und die Gesundheit des Babys auswirken. Gleichzeitig wurden keine Hinweise darauf geliefert, dass ein Fehlen dieser Symptome negative Konsequenzen hat.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2017
Quellen: Koren, G., Madjunkova, S., Maltepe, C.:The protective effects of nausea and vomiting of pregnancy against adverse fetal outcome – A systematic review. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24893173 (Stand: Mai 2014)

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