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Dienstag, 17. Oktober 2017
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NFP: Natürliche Familienplanung

Natürliche Familienplanung (NFP)
Bei der natürlichen Familienplanung dokumentiert die Frau ihren Zyklus
(c) iStockphoto/Ever

Bei der natürlichen Familienplanung (NFP) werden die Vorgänge des weiblichen Körpers beobachtet und fruchtbare und unfruchtbare Tage ermittelt.

Um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern, verzichtet das Paar an den fruchtbaren Tagen auf Geschlechtsverkehr. Bei bestehendem Kinderwunsch kann der Sexualverkehr gezielt an den fruchtbaren Tagen beziehungsweise zum Zeitpunkt des Eisprungs stattfinden.

NFP - wie funktioniert das?

Beim NFP geht es darum, auf natürliche Weise die Zeichen des Körpers zu verstehen, indem verschiedenen Methoden wie beispielsweise die Temperaturmessung und die Billingsmethode  zu kombinieren. Die Daten werden in einen Zykluskalender eingetragen. Frauen lernen beim NFP so die Zeichen ihres Körpers verstehen und zu deuten.

Einmal pro Zyklus reift im weiblichen Körper eine Eizelle heran und kann zum Zeitpunkt des Eisprungs befruchtet werden. Der Zeitpunkt der höchsten Fruchtbarkeit kann berechnet oder durch gezieltes Beobachten der eigenen Körperfunktionen ermittelt werden. Während dieser sogenannten fruchtbaren Tage kann eine Frau schwanger werden. Nutzt sie NPFP zur Verhütung, sollte an diesen Tagen anderweitig verhüten oder auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.

Nutzen Sie auch unseren interaktiven Eisprungkalender.

Die Basaltemperaturmethode

Verschiedene Methoden der natürlichen Familienplanung sind dazu geeignet, den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage zu bestimmen. Gängig ist beispielsweise die Basaltemperaturmethode oder die Temperaturmethode, deren wesentlicher Bestandteil das Messen der morgendlichen Körpertemperatur ist. Entscheidend ist dabei das Hormon Gestagen: Es wird nach dem Eisprung ausgeschüttet und bewirkt einen Anstieg der Temperatur. Zum Ende des Zyklus, kurz vor der nächsten Periode, singt die Körpertemperatur wieder. Mit der Dauer der Anwendung steigt die Sicherheit der Methode, da zuverlässigere Aussagen getroffen werden können.

Die Billingsmethode

Bei der Billingsmethode untersucht die Frau über einen längeren Zeitraum die Schleimabsonderungen, die aus ihrer Scheide austreten (Zervixschleim). Der Zervixschleim verändert sich im Verlauf des weiblichen Zyklus, sodass die Frau nach einiger Zeit das Zyklus-Stadium bestimmen kann. Anders als bei der Messung der Basaltemperatur ist die Billingsmethode dazu geeignet, auch den Beginn der fruchtbaren Tage zu bestimmen.

Die Symptothermale Methode

Eine Kombination aus den Beobachtungen und Messungen der Billingsmethode und der Basaltemperaturmethode stellt die Symptothermale Methode dar. Bei der Symptothermalen Methode können sowohl die fruchtbaren als auch die unfruchtbaren Tage bestimmt werden. Die Methode eignet sich daher für Frauen, die schwanger werden wollen und Frauen, die natürlich verhüten möchten.

Bestimmen der Fruchtbarkeit

Verschiedene Tests und Geräte können Frauen bei der Bestimmung ihrer fruchtbaren und unfruchtbaren Tage unterstützen.

Zykluscomputer sind Geräte, die beispielsweise auf Grundlage der Symptothermalen Methode eingesetzt werden. Hierbei werden anhand der morgendlichen Urinwerte die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage angezeigt. Mit weiteren Tests für den Speichel und Zervixschleim lassen sich Veränderungen der beiden Körperflüssigkeiten im Hinblick auf die Fruchtbarkeit analysieren. Im Handel sind außerdem LH-Ovulationstests (Eisprungtests) erhältlich, die mittels eines Urinmessstäbchens vorhersagen, ob der Eisprung bevorsteht.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2017
Quellen: Holzgreve Jonat, Diedrich et al.: Gynäkologie & Geburtshilfe. Springer, Heidelberg 2007; Raizh-Paula E. et al.: Natürliche Familienplanung heute. Heidelberg, Springer 2008

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