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Beziehungskrise nach MA

Hallo ihr alle, 

wie hat den eure Beziehung das ganze Drama überstanden? Ich bin so frustriert und sauer auf meinen Mann, dass ich gerade ernsthafte Zweifel hege, ob das jemals wieder gut wird. Wir sind seit 14 Jahren zusammen und hatten natürlich unsere Höhen und Tiefen, aber so unverstanden hab ich mich noch nie gefühlt. Wir haben einen dreijährigen Sohn,  im Januar hatte ich eine missed abortion in der 10.Woche mit Krümel zwei. Natürlich war das für uns erst mal ein Schock, auch für meinen Mann. 

Ich war mir mit der Ausschabung super unsicher und wollte eigentlich abwarten,  Aber mein Mann hat sehr auf die Ausschabung gedrängt. Im Krankenhaus hatte ich einen schlimmen Arzt,  der auf meine Frage,  was denn mit dem Kind passieren würde nur gesagt hat,  dass das noch kein Kind,  sondern Gewebematerial sei und in die Histologie gehen müsse. Mein Mann fand den Arzt super da er "total vernünftig war und nur nicht das gesagt hat,  was ich hören wollte " und hat mich in der Situation nicht unterstützt,  obwohl er wusste dass ich Krümelchen gern beerdigen wollte.  Am Tag der Ausschabung war mein Mann super fürsorglich und hat sich wirklich lieb um mich gekümmert. Aber für ihn war die Sache damit halt erledigt. Als ich zwei Tage später  nachts heulend im Bett lag, hat er gesagt,  Ich würde überemotionieren und sollte es endlich gut sein lassen. Ich habe noch einmal circa eine Woche nach der Ausschabung versucht, mit ihm über meine Gefühle zu sprechen und er hat mir sehr deutlich klargemacht,  dass er nicht mehr über das Thema reden will,  hat mich regelrecht zusammengestaucht. Also hab ich mir nichts mehr anmerken lassen,  wenn es mir schlecht ging. Gestern habe ich erfahren,  dass eine gute Freundin Zwillinge bekommt. Ich habe mich riesig für sie gefreut, weil ich weiß, was für eine furchtbare Odyssee sie mit Kiwu-Klinikum und künstlicher Befruchtung hinter sich haben. Trotzdem war ich traurig und neidisch und hab mich furchtbar gefühlt deswegen. Das habe ich meinem Mann gesagt. Er ist völlig ausgerastet wie gemein ich sei und dass ich jetzt endlich mal aufhören soll, Trübsal zu blasen, das brächte uns auch nicht weiter. 

Eigentlich wollten wir es so schnell wie möglich wieder versuchen, und ich will unbedingt noch ein zweites Kind, aber...ich merke ,dass es mich zunehmend Kraft kostet, mir nichts anmerken zu lassen. Ich habe auch keine Lust mehr, mich anschreien zu lassen,  wenn ich weine. Ich komme mir so verraten und alleingelassen vor. Ja,  es ist schon drei Monate her und ich sollte endlich aufhören, mich mit Dingen zu quälen, die ich nicht ändern kann... Aber ich schaffe es nicht, loszulassen(was mit Sicherheit auch daran liegt, dass ich weiß,  das mein Baby "entsorgt" würde und ich mir Vorwürfe mache,  Warum ich nicht die Kraft hatte,  eine Bestattung einzufordern).. . 

Wie war das bei euch? Wie seid ihr in der Partnerschaft mit dem Verlust umgegangen? Wo es lange hat es gedauert,  bis ihr es ad acta legen konntet? 

Sorry für den langen Text,  Ich habe erst beim Schreiben gemerkt, was sa alles in mir gärt .. 

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