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Geburtsbericht Niklas und Bo + Saugverwirrung - Achtung lang!

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Re: Geburtsbericht Niklas und Bo + Saugverwirrung - Achtung lang!

hmmm, copy paste funktioniert nicht..

Re: Geburtsbericht Niklas und Bo + Saugverwirrung - Achtung lang!

Geburtsbericht Niklas und Bo Es ging alles damit los, dass ich bei 37+4 noch immer schwanger war. Im Albertinen Krankenhaus wurde mir daher eine Einleitung bei 38+0 empfohlen. Ich war mit dem Gedanken nicht ganz so glücklich, weil ich lieber eine natürlich beginnende Geburt gehabt hätte. Mein Körper fühlte sich noch nicht geburtsreif an. Aber ich ließ mich darauf ein und so fuhren wir am Donnerstag 23.4. ins Krankenhaus. Ich muss sagen, ich fühlte mich auch nicht mehr so toll in meinem Körper, auf den letzten Metern bekam ich noch Wasser in den Beinen und der Bauch war auch sehr sehr schwer. Ich wurde zunächst untersucht, der Muttermund war noch sehr weit hinten, der Gebärmutterhals noch nicht verstrichen. Die Ärztin hat eine Eipollösung versucht, aber es war noch nicht viel zu machen. Die erste Methode zur Einleitung war der Wehentropf, den sie unter Überwachung der Herztöne für 4 Stunden langsam hochgefahren haben. 4 Stunden im Kreißsaal, Wehen setzten auch ein, nach den 4 Stunden blieben die auch noch für eine halbe Stunde und ebbten dann ab. Also erste Nacht im KH, zum Glück mit sehr friedlichem Zimmernachbarn, der kleinen Frieda, die sehr entspannt war und kaum quäkte. Tag 2 der Einleitung dann also mit Cytotec. Morgens bekam ich die erste halbe Dosis, CTG, dann 4 Stunden Pause, mittags die zweite Dosis, diesmal eine ganze und abends nochmal. Abends gab es sogar ein paar Wehen zum Veratmen, aber auch diesmal ebbte alles wieder ab. Mein rechtes Bein war inzwischen so sehr angeschwollen, dass ich mir habe Blut abnehmen lassen. Eine Thrombose konnte ich nun nicht auch noch gebrauchen. Werte waren zwar ok, aber an Tag 3 wurde ich nochmal runter zur Beinvenensono geschickt, die aber unauffällig war, Babies drückten mir einfach auf die Versorgung. Tag 3 war frustrierend, ich machte mich darauf gefasst, dass es entweder nicht oder noch lange nicht klappen würde. Nichts fühlte sich nach Geburt an. Nur mein Körper wurde mir immer lästiger. Krankenhaus macht einfach auch keinen Spaß. Man trifft so seine Leidensgenossinnen beim CTG und auf dem Flur, erfährt, dass alle die gestern noch schwanger waren, nun schon kuschelten. Abends nach dem vorletzten CTG habe ich dann mit einer super netten Hebamme gesprochen, die mich nochmal untersucht und wieder eine Eipollösung versucht hat. Diesmal ging es. Abends beim letzten CTG merkte ich dann schon regelmäßige Wehen, die auch weh taten. Die Hebamme schickte mich ins Bett und meinte, ich solle unbedingt noch versuchen zu schlafen. Ich war in der Nach auch alleine auf dem Zimmer. Aber an Schlaf war nicht mehr zu denken. Alle 5 Minuten tat es dann doch so weh, dass ich mich um 1.45 Uhr auf die Socken in den Kreißsaal gemacht habe. Muttermund war dann 2 Finger durchlässig. Auch nicht gerade berauschend, Gebärmutterhals fast verstrichen. Also ans CTG im Kreißsaal, Mann anrufen. Schauen wir mal. Die Hebamme meinte dann, dass es gut wäre, einen Einlauf zu machen und anschließend in die Wann zu gehen, um zu sehen, ob es nun wirklich Richtung Geburt geht. Wehen hatte ich im Abstand von 8 Minuten, das blieb zwar so, wurde aber nicht mehr. So verging die Nacht, gegen die Schmerzen bekam ich Buscopan als Infusion. Morgens war ich noch immer bei maximal 2-3 cm Öffnung. Gegen Mittag kam der leitende Oberarzt also zu uns und sagte: Wir raten Ihnen jetzt zu folgendem: Wehentropf und eine PDA, und dann schlafen Sie nochmal ein paar Stunden, sonst machen Sie mir hier schlapp. Es geht zu langsam voran. Wir haben nach einigem Überlegen zugestimmt und so also wieder an den Tropf, ans CTG und schließlich dann die PDA (was ich als sehr gruselig empfand). Mein Mann bekam mein Bett in den Kreißsaal geschoben. Dienstwechsel bei den Hebammen. Die nette Hebamme vom Tag zuvor war wieder da, was mich sehr gefreut hat, weil sie klare Worte gesprochen hat und trotzdem sehr ermutigend und einfühlsam war. Sie sagte dann, dass sie jetzt noch die Fruchtblase vom ersten Zwilling öffnen würden, damit mehr Druck auf dem Muttermund ist. Ich hatte mich zu dem Zeitpunkt komplett in die Hände des Teams begeben. Alles andere machte jetzt auch keinen Sinn. Wir haben dann im Anschluss tatsächlich noch 2 Stunden geschlafen. Muttermund war dann bereits 7-8 cm offen. Durch die PDA hatte ich von den ganzen Wehen gar nichts mehr gemerkt. Etwas erholter versuchten wir dann, den Druck von Zwilling eins durch ein wenig Druck von mir zu erhöhen. Knien und sogar am Bett stehen ging auch noch, zum Glück, so musste ich nicht die ganze Zeit liegen. Tja, irgendwann waren wir dann bei 10 cm. Um 18 Uhr hieß es: in zwei Stunden ungefähr sind sie da. Als es dann in die Austreibungsphase kam, war das für mich alles ziemlich surreal, weil ich ja die Wehen nicht gut spüren konnte. Ich lag auf dem Rücken, später mal in der Hocke, aber da konnte ich gar keinen Druck aufbauen, also blieb es dabei. Die Wehen kamen in relativ großen Abständen, das Pressen schien mir jedes Mal kurz erfolgreich, aber er rutschte immer wieder zurück, ich dachte, mein Kopf platzt mir gleich. Gefühlte 15 Wehen später nahm das ganze dann etwas Gestalt an. Dammschnitt, den ich nicht mitbekam, Köpfchen war zu ertasten, ich spürte seine Haare. Dann noch ein paar Presswehen und ich spürte wie sie ihn aus mir rauswanden. Da war der erste kleine Mann. Was für ein Gefühl. Ich war mehr verwundert, dass er jetzt schon da war. Mein Mann hat geweint, es war surreal, mein Baby. Er lag mir auf der Brust und war so schön. Weil ich ja noch mal ran musste, hat meine Mann den ersten Zwilling auf die Brust bekommen. Und wie prophezeit kam der zweite kleine Mann so hinterher geflutscht. Mit der Nabelschnur um den Hals, was aber zum Glück nicht so schlimm war, da er ja einen leichten Weg durch den schon geweiteten Geburtskanal hatte. Da war also der Kleine. Beide hatten gute Werte bei erster Begutachtung und so durften wir erstmal schön kuscheln. Und auch die Namen konnten wir nach kurzem Kennenlernen gut zuordnen. Der große sollte Niklas sein, der kleine Bo.

Zur Saugverwirrung, im Grunde dann gleichzeitig mein Baby-Piep

Meine Zwillinge wurden vor 11 Tagen nach einem Einleitungsmarathon und komplett "gesteuerter" Geburt spontan geboren. Ich war fix und alle danach und bin nur langsam wieder auf die Beine gekommen. Aus diesem Grund wurde uns zum Zufüttern mit pre milch geraten, damit der papa mir was abnehmen kann und ich mich erhole. Und wir haben es gemacht und sind seither davon abhängig. Meine Milch fließt einigermaßen seit Tag 5, jedoch können die beiden nicht gut bzw.gar nicht an der Brust saugen. Wir nutzen zum Zufüttern den medela Calma sauger, der den Aufwand an der Brust und die benötigte Technik für die Brust am besten nachahmt.

Der kleinere Zwilling bekommt es vor allem am Anfang des Stillens hin, ein paar kräftige Züge zu nehmen, so dass ich glaube, er bekommt wenigstens etwas MuMi. Aber der große nuckelt maximal. Er wirkt, als könne er rein gar nichts damit anfangen. Er schläft ein, alle Tricks probiert, nichts hilft. Er protestiert nicht einmal. Für ihn scheint die Brust nicht der Ernährung zu dienen. Stillhütchen hab ich heute probiert.er saugt nicht, er nuckelt.

Ich pumpe nach jedem Stillen nach. Meist kommt wenig, so um die 20ml pro Seite. Nachts mache ich Pause. Weil alles immer so lange dauert, haben wir max. 5 Mahlzeiten am Tag.

Ich bin verzweifelt, schäme mich und habe Angst, bald nur Flaschenkinder zu haben.es nimmt mir viel Freude...

So ist es bei uns...

LG Nina

Re: Geburtsbericht Niklas und Bo + Saugverwirrung - Achtung lang!

Ach liebe Nina,

bitte schäme dich nicht. Es gibt einfach Umstände, die das Stillen schwierig machen und dann ist das eben so. Gerade bei Zwillis ist es sicher besonders schwierig. Wenn dir danach ist, probiere es weiter, wenn es zu stressig ist, lass es sein, denn deine Mäuse brauchen vor allem eine glückliche Mutter, das ist wichtiger als MuMi...

LG Jay

Re: Geburtsbericht Niklas und Bo + Saugverwirrung - Achtung lang!

Ja, ich bin deswegen so unglücklich, dass es mich selbst erschreckt. Ich mag nicht mal Besuch empfangen.

Niklas hat abgenommen und nimmt mir so die Entscheidung ab. Er bekommt jetzt 2 Tage erstmal nur die Flasche mit dem leichteren Sauger. Vielleicht nimmt das etwas Druck raus und ich kann mich ein wenig intensiver mit Bo an der Brust beschäftigen und ihm mehr Brust anbieten.

Ich will meine Babies genießen.

LG Nina 

Re: Geburtsbericht Niklas und Bo + Saugverwirrung - Achtung lang!

Liebe Nina, nicht schämen. Ich find es toll das du trotz des harten startes stillst.
Mein Tipp wäre eine gute Stillberaterin die sich auch mit Zwilis auskennt.
Alles liebe für euch!!!

Achja, irgendwo weiter unten hat eine datson bez zwilli stillen was geschrieben. Die hatte zweimal zwillis und kann evtl noch tipps geben....

Re: Geburtsbericht Niklas und Bo + Saugverwirrung - Achtung lang!

Zunaechst einmal: Du machst das prima! Nachdem ich jetzt ein Kind bekommen habe, kann ich mir im Leben nicht vorstellen wie ich mit Zwillingen auch nur einen Tag hinbekommen wuerde!

Sei stolz auf dich!

Und dann: Ich wuensche dir sehr, dass das mit dem Stillen noch klappt. Vielleicht kannst du dir bei La Leche Liga noch Extra-Hilfe holen?

Ganz liebe Gruesse,

Violetta

Re: Geburtsbericht Niklas und Bo + Saugverwirrung - Achtung lang!

Liebe Nina,
Ich schließe mich da zu 100% den andern an! Bitte schäme dich nicht dafür!!!
Du gibst dein bestes, das merkt man. Und wenn es mit dem stillen nicht klappt, dann klappt es eben nicht. So ist das manchmal im Leben. Aber du hast es versucht und das ist doch eigentlich schon alles! Ich drücke dich ganz feste. Du machst das super :-*

Re: Geburtsbericht Niklas und Bo + Saugverwirrung - Achtung lang!

Danke :ROSE:

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