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Relaktation Adoptivstillen

Hallo,
Anfang August kann ich mit der Adoption eines neugeborenen Jungen rechnen. Da ich diesen gerne Stillen möchte (bzw.Teilstillen), habe ich mir eine Doppelbrustpumpe besorgt und pumpe bereits seit ca 2 Wochen alle 2-4 Stunden ohne jeglichen Erfolg. Da ich weiß das man Geduld haben muß, wollte ich mal Fragen, mit was für Medikamenten man die ganze Sache noch unterstützen könne. Ich habe bereits von Domperidon und Homoöpatischen Mittel gehört und wollte nun wissen, was Sie mir raten können. Das ich nicht vollstillen und ernähren kann ist mir bereits bewußt, darum habe ich mir auch schon ein Ernährungsset bestellt. Da ich auch weiß, das alles seine Zeit braucht, ich aber leider nur noch ca 4 Wochen Zeit habe, hoffe ich dass Sie mir weiterhelfen können. Wenn ja, wie sind die Erfolgschancen mit Domperidon? Hat man dann auch einen Milcheinschuß?
Vielen Dank für eine schnelle Nachricht
Michaela
Bisherige Antworten

Re: Relaktation Adoptivstillen

Hallo Michaela,
ich kann leider zum Thema Adoptivstillen nichts sagen, aber zum Thema Milcheinschuß und Anregung der Milchproduktion. Bei mir war es so das der Milcheinschuß kam als ich meinen Sohn bei mir hatte ( 3 Tage nach KS )
Vorher kam beim Pumpen auch nicht viel. Babygeschrei, Babybilder usw. haben etwas geholfen.
Ich denke deine Milchproduktion wird erst richtig in Gang kommen wenn das Baby bei dir ist. Es gibt aber wohl auch ein Spray das den Milchspendereflex auslösen hilft, ich hoffe jemand anders hier weiß wie es heißt.
LG Anja

Re: Relaktation Adoptivstillen

Ich habe leider keine Erfahrung mit diesem Mittel.
Die Chancen, dass sich etwas tut, werden meist größer, wenn das Kind da ist. Aleine schon seine Anwesenheit und dann natürlich auch das Saugen sind Anregung. Nicht aufgeben!! Und viel Glück!

Re: Relaktation Adoptivstillen

Wende dich doch mal an eine Stillberaterin, wenn du das noch nicht
getan hast. Die kann dir jetzt im Vorfeld schon zur Seite stehen und vor
allem dann, wenn dein Adoptivkind bei dir ist. Denn wenn er im KH nach
der Entbindung erstmal die Flasche bekommt, könnte es evtl. schwer
sein, ihn auf die Brust umzustellen. Da ist Hilfe sehr sinnvoll.
Und: Vollstillen kann möglich sein. Das Stillen ist ja aber weit mehr als
Ernährung, eben ein wichtiger Bindungsfaktor, Trost, Einschlafhilfe,
Beruhigung uvm.
Ach so, ehrenamtliche Stillberaterinnen findest du bei lalecheliga.de und
bei afs-stillen.de. Bei lalecheliga kannst du auch per E-Mail anfragen.
Aber persönlicher Kontakt ist sicher besser.
LG, Sonne
Noch ein paar Tipps:
Besorg dir ein Tragetuch. Tragen fördert die Bindung und ist dem Kind
ein wichtiges Bedürfnis. Lass dein Kind bei dir schlafen, fördert ebenfalls
die Bindung und auch die Milchbildung. Verbring die ersten Tage mit
ihm am besten mit nacktem Oberkörper und mit ihm (auch nackt) in
direktem Körperkontakt. Der kleine Mann hat die Trennung von seiner
Mutter zu verarbeiten, da ist es sehr wichtig, dass er in dir einen vollen
Mutterersatz finden kann. Stetiger Körperkontakt bietet Geborgenheit,
erleichtert euch beiden das Eingewöhnen und Kennenlernen.
Zu gemeinsamem Schlafen findest du unter den Schlaf-Adressen in
meinem Profil etwas, zum Tragen bei didymos.de unter Meinungen-
Experten.

Re: Relaktation Adoptivstillen

Hallo Michaela,
erst einmal Hut ab, daß Du Stillen möchtest. Eine sehr mutige Entscheidung - aber es wird bestimmt klappen!!! Ich möchte Dir unbedingt eine "professionelle" Stillberaterin ans Herz legen. Ich hatte bei Stillproblemen mit meiner Großen Kontakt zu den AFS-Frauen aufgenommen, die mich quasi sofort zurückrief und zur nächsten Stillmahlzeit bei mir zu Hause auf dem Sofa saß (nachdem die Hebamme zum Abstillen geraten hatte...). Die Dame hat uns zurück zum Stillen gebracht. Ganz sicher ist die la leche Liga auch genauso gut ausgebildet. Du solltest ein wenig rumtelefonieren, so oft kommt das Stillen bei Adopitvkindern sicher nicht vor - aber möglicherweise gibt es innerhalb der genannten Organisationen Spezialisten in Deiner Nähe. AFS ist übigens kostenpflichtig - war aber das (fast) am besten angelegte Geld meines Lebens (hat mir jedenfalls den Seelenfrieden beschert, den ich brauchte...) - und die Betreuung wirklich hochprofessionell!
Was die Hormone angeht - konnte Dein FA irgendwie helfen oder Dich weitervermitteln? Du hast recht, viele Prozesse bei der Milchbildung und beim Stillen sind hormonell gesteuert - da kann man bestimmt rein technisch was machen... Vielleicht helfen die Ärzte einer Neugeborenenstation im KH weiter. Die haben doch mit Frühchen zu tun und ich könnte mir vorstellen, daß es da öfter Stillprobleme gibt...
LG, Meiki

Re: Relaktation Adoptivstillen

AFS kostet etwas? *wunder* Die arbeiten doch ehrenamtlich? Was zahlt
man denn da, wenn ich fragen darf?
Ich dachte, nur bei BDL-Stillen.de findet man berufliche
Stillberaterinnen, die Geld verlangen (was dann ggf. von der
Krankenkasse übernommen wird)...
Etwas verwirrt,
Sonne

Re: Relaktation Adoptivstillen

AFS-Stillberaterinnen dürfen kein Geld für die Stillberatung nehmen. Hattest Du vielleicht eine IBCLC-Beraterin?
Viele Grüße,
Christine

Re: Relaktation Adoptivstillen

Kennst Du den artikel von Dr. Jack Newman?
http://www.uebersstillen.org/jnadoptd.htm
Wenn du englisch kannst findest Du hier noch mehr:
http://www.kellymom.com/newman/
Viele Grüße,
Christine
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