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Freitag, 21. September 2018
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Hallo Mandy!
Das "Schlimme" des An-die-Wand-Stellens oder In-das-Zimmer-Schickens ist die soziale Isolation. Nach dem Motto: "Wenn du dich so benimmst, mag ich dich nicht mehr sehen" - gleichbedeutend für das Kind: "...dann hab ich dich nicht mehr lieb."
Ich zitiere mal aus dem Buch "Smart Love", es geht hier um die Beispielsituation, dass das Kind an den Herdknöpfen dreht (S. 170f).
"Vielleicht lässt ihr Kind trotz Ihrer Warnung nicht locker. Dann können sie z.B. einfach sagen: "Ich glaube, wir müssen jetzt in ein anderes Zimmer zum Spielen gehen." Falls das Kind daraufhin protestiert und zu weinen anfängt, können Sie es aus der Küche tragen und es liebevoll dazu anregen, sich mit etwas anderem zu beschäftigen. Smart Love bedeutet hier, das schreiende oder weinende Kind nicht etwa auf sein Zimmer zu schicken, sondern BEI IHM ZU BLEIBEN UND IHM ZU HELFEN, DASS ES SICH BESSER FÜHLT. Auf diese Weise lernt es zu unterscheiden zwischen der Enttäuschund darüber, dass es nicht bekommt, was es will, und dem beständigen Wohlgefühl, das Ihr Engagement ihm vermittelt.
Wenn Sie ihr Kind statt dessen eine Zeitlang auf sein Zimmer verbannen, zeigen Sie ihm damit, dass die Enttäuschungen seines Alltags doppelt kränkend sind. Denn erstens wird ihm ein Wunsch verwehrt (...) und zweitens wird es durch das erzwungene und ohnehin schon schmerzliche Alleinsein dazu angeregt, sich selbst nachzuahmen und sich selbst ebenso negativ zu sehen, wie Sie das anscheinend tun. Time-outs untergraben das innere Wohlbefinden des Kindes, so dass es abhängiger von äußeren Befriedigungen wird und folglich Enttäuschungen schechter verkraften kann."
Zum Thema Auszeit schick ich dir noch nen Link übers Profil.
Und noch etwas ist mir aufgefallen. Du schreibst:
"Er soll merken das er nicht alles machen kann was er möchte und vorallem soll er lernen, dass er zu hören hat wenn man es ihm sagt...ist doch auch wichtig für das Leben."
Ich zitier dir dazu noch meine Lieblingsstelle aus "Smart Love":
"Wir zeigen auf, warum Sie sich, wenn das Verhalten Ihres Kindes ein lenkendes Eingreifen notwendig macht, nicht so sehr fragen sollten: "Wie bringe ich Julia dazu, dass sie sich jetzt zusammennimmt?", sondern eher: "Wie kann ich Julia dabei unterstützen, zu einer Frau heranzuwachsen, die auf ihr eigenes Wohl achten und Rücksicht auf andere nehmen kann und will, auch wenn ich nicht dabei bin."
Gerade den letzten kleinen Nebensatz finde ich von elementarer Bedeutung...
LG Janet
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