Zahnpflege bei Babys und Kindern

Obwohl die Milchzähne keine bleibenden Zähne sind, ist eine sorgfältige Zahnpflege bereits vor dem ersten Durchbruch der Zähne wichtig, denn kariöse Milchzähne bereiten Babys Schmerzen. Zudem können die Kariesbakterien später auf die bleibenden Zähne übertragen werden. Ein vorzeitiges Fehlen der Milchzähne kann die Ausbildung des Kiefers beeinträchtigen.

Kinder ahmen Erwachsene gerne nach: Lassen Sie Ihr Kind also beim Zähne putzen zuschauen
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Zum Schutz der Milchzähne kann schon vor dem ersten Durchbruch eines Zahns begonnen werden. So müssen genügend Mineralien aufgenommen werden, damit sich eine widerstandsfähige Zahnstruktur entwickeln kann. Kindern sollten regelmäßig kombinierte Vitamin D- und Fluorid-Tabletten einnehmen. Fluorid benötigt der Körper zur Knochen- und Zahnbildung und es verhindert Kariesbildung.

Karies früh genug vorbeugen

Zur Vorbeugung von Karies ist die tägliche Zahnpflege unumgänglich. Bereits mit dem Durchbruch der ersten Zähne sollte die Zahnreinigung beispielsweise durch Abtupfen mit einem Wattestäbchen oder Mull-Läppchen beginnen. Auch Fingerzahnbürsten eignen sich hierfür. Mit dem Durchbrechen der Backenzähne etwa im 16. bis 18. Lebensmonat ist es ratsam, die Zähne zweimal täglich mit einem speziellen Putztrainer zu reinigen. Sie haben statt Borsten bissfeste Lamellen und das Kind wird so bereits früh an das Ritual des Zähneputzens gewöhnt. Es empfiehlt sich, dass Eltern ihre Kinder auch möglichst häufig beim eigenen Zähne putzen zuschauen lassen, da Kinder Erwachsene sehr gerne nachahmen.

Ab einem Alter von etwa zwei Jahren kann Zahnpasta und eine spezielle Kinderzahnbürste mit weichen Borsten genutzt werden - vorher können die Kinder die Zahnpasta nicht zuverlässig ausspucken und verschlucken sie stattdessen. Bis zum Schulalter ist eine spezielle Kinderzahnpasta sinnvoll, die einen reduzierten Fluoridgehalt hat.

Zahnpflege durch zuckerarme Ernährung

Für gesunde Zähne spielen neben der richtigen Zahnpflege auch eine ausgewogene und zuckerarme Ernährung, der Verzicht auf gesüßte Getränke und eine dauerhafte Nuckelflasche sowie die Anwendung von Fluoriden zur Härtung des Zahnschmelzes eine wichtige Rolle. In den ersten drei Lebensjahren ist es daher üblich, dass Kinder in niedriger Dosis täglich Fluorid in Form von Tabletten oder Tropfen, eventuell in Kombination mit Vitamin D, verabreicht bekommen. Fluorid beschleunigt die Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz und verbessert die Säureresistenz des Zahnschmelzes - beides beugt Karies vor. Nuckel wie Schnuller und Fläschen sollten nicht von den Eltern abgelutscht werden, da sie so Kariesbakterien auf das Kind übertragen können - auch dies ist wichtiger Teil der Zahnpflege bei Babys.

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Letzte Aktualisierung: 05. August 2016
Quellen: Gebauer-Sesterhenn, B., Pulkinnen, A., Edelmann, K.: Die ersten 3 Jahre meines Kindes. Gräfe und Unzer, München 2011; Online-Informationen des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.V.: www.kinderaerzte-im-netz.de (Stand: März 2013)