Übelkeit und Erbrechen
Auch wenn die schwangerschaftsbedingte Übelkeit gemeinhin als "morgendliche Übelkeit" bezeichnet wird, kann sie zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten. Meist wird es Schwangeren zwar direkt nach dem Aufstehen übel, doch bei manchen Frauen hält der Brechreiz den ganzen Tag über an. Die schwere Form, das unstillbare Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum), muss behandelt werden; die leichteren Symptome klingen meist am Ende des vierten Monats von allein ab.
Ungefähr ein Drittel der Schwangeren ist von Beginn der Schwangerschaft> an von Übelkeit und Erbrechen betroffen. Ursache kann ein niedriger Blutzuckergehalt sein.
Was Sie selbst tun können:
-
Nehmen Sie häufiger kleine Mahlzeiten ein.
-
Essen Sie schon morgens im Bett ein paar Kekse oder Zwieback mit (Kräuter-)Tee.
-
Kauen Sie immer wieder Mandeln, Sonnenblumenkerne und Nüsse, bis ein geschmackloser Brei im Mund entsteht, dies bindet die Säure im Magen.
-
Kauen Sie rohe Haferflocken - das hat einen ähnlichen Effekt und bindet die Säure im Magen.
-
Probieren Sie Lavendelwickel auf den Magen (12 Tropfen Lavendelöl auf 1 l Wasser).
-
Trinken Sie Tee aus geriebener Ingwerwurzel.
-
Die Ingwerwurzel hilft generell, in beliebiger Forum zubereitet.
Frauen, die schon zu Beginn der Schwangerschaft Sport treiben, haben weniger mit der Schwangerschaftsübelkeit zu kämpfen als andere. Mediziner vermuten, dass Bewegung die Stoffwechselprozesse im Körper beschleunigt und dadurch die Hormonumstellungen erleichtert.
Historisches
über die Übelkeit am Morgen
Geburtsvorbereitende
Akupunktur
Bei Übelkeit: Ingwertee
Ingwer-Tee
Als Mittel gegen die unangenehme Übelkeit, die manche Frauen während
der ersten oder auch der gesamten Zeit der Schwangerschaft plagt,
können Sie Ingwertee trinken.
Hier das Rezept:
Ein daumengroßes Stück Ingwer
- schälen,
- klein schneiden und
- mindestens zehn Minuten kochen (für einen intensiveren
Geschmack bis 30 Minuten),
- evtl. mit Honig süßen.
Mehrmals täglich eine Tasse trinken.
Übrigens auch sehr angenehm bei Erkältungen und Kratzen im Hals!
Historisches über Übelkeit
Schon immer gab es auf der ganzen Welt Schwangere, die in den ersten Monaten der Schwangerschaft unter Übelkeit litten. In den verschiedenen Kulturen gab es unterschiedliche Hilfs- und Heilmittelchen dagegen:
Im alten Rom wurde der Saft aus Limonensaft und Zimtwasser empfohlen.
Die Engländer empfahlen
im 17.
Jahrhundert einen Sirup aus
Granatäpfeln, Muskat, Aloe, Zimt, Sauerampfer und
Wasser.
im 18.
Jahrhundert einen Aufguss aus
Pfefferminze und in schweren Fällen eine Tinktur aus Opium
in Minze und Rosen- oder Zimtwasser.
Europa und USA
der 60er Jahre: Contergan, ein Schlafmittel, dessen schwer
entwicklungsschädigende Wirkung sich erst später
herausstellte.
der 90er Jahre: Natron,
Ingwer, Vitamin B6,
trockene Kekse und Nüsse vor dem Aufstehen.
Hawaii
Ingwertee
Jamaika
Fiebergras und Rum
Japan
Umeboshi-Pflaumen
Autor: Qualimedic.com AG
Letzte Änderung am: 13.04.2008
