Ein Angebot von Lifeline
Dienstag, 21. August 2018
Menu

Tipps bei Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Die Ernährung spielt bei Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) eine wichtige Rolle. Oft kann durch eine Anpassung des Essverhaltens sogar das Spritzen von Insulin umgangen werden kann. Dabei handelte es sich nicht um eine besondere Diät, sondern eine ausgewogene Ernährungsweise.

Tipps bei Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
Eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist bei Schwangerschaftsdiabetes sehr wichtig
Getty Images/iStockphoto

Welche Ernährung ist bei Schwangerschaftsdiabetes die richtige?

Um einen erhöhten Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft in den Griff zu bekommen, sollten folgende Tipps zur Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes beachtet werden:

  1. Essen Sie kleinere, dafür aber mehrere Mahlzeiten am Tag.
  2. Nehmen Sie viele Ballaststoffe aus Vollkornprodukten zu sich.
  3. Vermeiden Sie die Verwendung von Haushaltszucker und verzichten Sie auf Süßigkeiten.
  4. Schreiben Sie sich viel Gemüse auf den Speiseplan.
  5. Bewegen Sie sich - das hält den Blutzuckerspiegel stabil.
  6. Verzehren Sie weniger und wenn dann nur gutes Fett.
  7. Trinken Sie viel Wasser.
  8. Streben Sie idealerweise schon vor der Schwangerschaft Normalgewicht an.

Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) ist keine spezielle Diät

Diabetikern wird im Prinzip keine andere Ernährung empfohlen als die, die allen Menschen angeraten wird. Die Auswahl der Nahrungsmittel müsste sich bei Schwangerschaftsdiabetes also nicht von der der Familie und des Freundeskreises unterscheiden, wenn Sie diese zehn Regeln für eine gesunde Ernährung befolgen.

Insbesondere sollten Sie auf folgende Punkte achten, wenn bei Ihnen Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wurde:

1. Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten am Tag.

Wer über den Tag verteilt immer wieder einen kleinen Snack (ein Vollkornbrötchen, ein Stück rohes Gemüse, etwas Obst) zu sich nimmt, kann seinen Blutzuckerspiegel gut konstant und auf niedrigem Niveau halten. Nach einer großen, üppigen Mahlzeit dagegen schnellt der Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe.

2. Essen Sie reichlich Vollkorn.

Brot, Nudeln, Reis und Getreideflocken aus Vollkorn enthalten reichlich Ballaststoffe, komplexe Kohlenhydrate und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Nahrungsbestandteile sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu hoch steigt und sich in einem engen Rahmen bewegt.

3. Essen Sie wenig Zucker.

Mit Zucker sind so genannte kurzkettige Kohlenhydrate gemeint. Dazu gehören unter anderem der Kristallzucker (unser Haushaltszucker) und der Fruchtzucker. Sie lassen den Blutzuckerspiegel anders als die komplexen Kohlenhydrate schnell auf einen hohen Wert ansteigen. Essen Sie deshalb wenig gezuckerte Speisen. Auch das Zuckern mit Fruchtzucker ist keine gute Alternative. Die Menge Fruchtzucker, die Sie verzehren, sollte aus frischem Obst stammen.

4. Essen Sie mehr Gemüse als Obst.

Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag gehören zu einer gesunden Ernährung. Obst enthält allerdings viel Zucker (Fruktose = Fruchtzucker). Deshalb sollten Sie, wenn bei Ihnen Gestationsdiabetes festgestellt wurde, Gemüse in allen Variationen bevorzugen: roh, gekocht, als Salat, zum Knabbern zwischendurch oder als Saft. Ganz auf Obst verzichten sollten Sie natürlich nicht.

5. Treiben Sie Sport und bewegen Sie sich viel.

Durch regelmäßige Bewegung wird der Blutzuckerspiegel auf konstant niedrigen Niveau gehalten. Übertreiben Sie es aber nicht und gehen Sie nicht über Ihre Grenzen hinaus. Nicht alle Sportarten sind für Schwangere geeignet. Eine gute Möglichkeit, um in der Schwangerschaft sportlich aktiv zu sein, ist die Schwangerschaftsgymnastik - auch und gerade für ansonsten eher unsportliche Frauen.

6. Reduzieren Sie das Fett und achten Sie darauf, welches Fett Sie verwenden.

70-90 g Fett am Tag liefern ausreichend lebensnotwendige (essentielle) Fettsäuren und fettlösliche Vitamine und sorgen als Geschmacksträger für einen guten Geschmack. 70-90 g Fett sind ungefähr ein Drittel weniger als das, was die meisten Menschen in Deutschland zu sich nehmen. Vermeiden Sie die versteckten Fette in Wurst, Fertiggerichten, Süßigkeiten und Gebäck. Wenn Sie Fett zum Kochen verwenden, dann am besten pflanzliches Fett.

7. Trinken Sie viel.

Damit der Stoffwechsel einwandfrei arbeitet, ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr nötig. Selbst wenn Sie zu Wassereinlagerungen neigen, sollten Sie die Flüssigkeitszufuhr nicht einschränken.

8. Achten Sie im Idealfall schon vor der Schwangerschaft auf ein normales Körpergewicht.

Übergewichtige Frauen neigen eher zu Gestationsdiabetes als normalgewichtige Frauen. Achten Sie also am besten schon vor Beginn einer Schwangerschaft darauf, ein Gewicht zu haben, welches sich im akzeptablen Bereich bewegt. Diesen Bereich können Sie mit dem Body Mass Index feststellen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 03. November 2017

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Beschwerden & Erkrankungen

In der Schwangerschaft sollten Sie nur dann zu Schmerzmitteln greifen, wenn es wirklich nötig ist, und die Einnahme immer mit dem Arzt abstimmen. Denn die einzelnen Wirkstoffe, auch in frei verkäuflichen... Mehr...

Beschwerden & Erkrankungen

Beim Schwangerschaftsschnupfen ist die Nasenatmung erschwert. Verursacht wird das durch die stärker durchblutete und dadurch angeschwollene Nasenschleimhaut in der Schwangerschaft. Nach der Geburt verschwindet... Mehr...

Beschwerden & Erkrankungen

Das Zika-Virus verläuft normalerweise harmlos, kann aber in der Schwangerschaft zu schweren Fehlbildungen beim Baby führen. Wie kann man sich am besten davor schützen? Mehr...

Weitere interessante Themen
  • Hämatom in der Gebärmutter

    Ein Hämatom in der Gebärmutter tritt bei manchen Frauen in der Frühschwangerschaft auf. Meist entsteht es während der Einnistung und wird später vom Körper resorbiert. Mehr...

  • Toxoplasmose

    Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den einzelligen Parasiten Toxoplasma gondii ausgelöst wird. Sie gehört zu den Zoonosen und ist besonders gefährlich für... Mehr...

Zum Seitenanfang