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Beckenboden

Der Beckenboden ist bei der Stressinkontinenz, einer Form der Blasenschwäche, ursächlich mitbeteiligt, da der Verlust seiner Festigkeit zu einer Lageveränderung der Organe im kleinen Becken führt.

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Der Beckenboden wird den meisten Menschen erst bewusst, wenn sie dringend zur Toilette müssen
© iStock.com/Doucefleur

Die Muskeln des Beckenbodens sind nicht sichtbar und sie sind von außen nur am Damm (Perineum), die Region zwischen After und Scheide bei der Frau beziehungweise zwischen After und Hodensack beim Mann, zu tasten und zu fühlen.

Anatomie des Beckenbodens

Der Beckenboden ist ein etwa ein bis zwei Zentimeter dicker, mehrschichtiger, muskulär-bindegewebiger Abschluss des kleinen Beckens nach unten. Er spannt sich schalenförmig wie ein flacher Trichter zwischen Steißbein, Sitzbeinen und Schambeinen aus. Der Beckenboden wird vom After und der Harnröhre durchbrochen. Da bei Frauen auch die Scheide den Beckenboden unterbricht, schwächt das die Gesamtfestigkeit zusätzlich.

Funktion des Beckenbodens

Der Beckenboden ist der Abschluss des kleinen Beckens nach außen. Er stützt Blase, Gebärmutter und Mastdarm von unten und hält die inneren Organe des kleinen Beckens sicher an ihrem anatomischen Platz. Die Muskeln des Beckenbodens haben durch schlingenförmig angeordnete Muskelzüge einen wesentlichen Anteil am aktiven, willentlichen Verschluss von After und Harnröhre, in geminderte Form auch der Scheide.

Durch die Veränderung der Körperhaltung in den aufrechten Gang hat die Belastung auf den Beckenboden erheblich zugenommen, da sich der im Bauchraum herrschende Druck zusätzlich auf den Beckenboden überträgt. Ein Teil der Muskulatur besteht aus glatten Fasern, die wir nicht beeinflussen können.

Die restliche Muskulatur lässt sich anspannen und kann wie jeder andere Skelettmuskel trainiert werden. Bewusst wird uns das nur, wenn wir vor einer besetzten Toilette stehen und einkneifen müssen.

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