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Stillen(de) mit Untergewicht

Hallo,
hier waren mal welche, die Erfahrungen, Tipps haben wollten zum
Thema Stillen und geringem Gewicht der Stillenden bzw. zu große
Gewichtsabnahme durchs Stillen: Wenn ihr das hier lest, bitte mal
melden!
Ich suche etwas zum Weiterschicken an eine voll Stillende (Kind 5
Monate alt), die in der Ss nur das "nötigste" zugenommen und jetzt in
den letzten drei Monaten noch mal sechs Kilo abgenommen hat. Bei
einer Größe von 1,66m wiegt sie jetzt noch etwa 49kg. Bei 55kg (zwei
Monate nach der Geburt) hatte sie einen ungefähren Fettanteil von 20%
also ca. 11kg KF - davon sind dann vielleicht noch 5kg übrig (entspr.
10% Fettanteil). Nicht besonders viel...
Wie war das bei euch? Habt ihr was unternommen, wenn ja was und was
hat´s gebracht? Wie lange habt ihr insgesamt gestillt?
Danke und Gruß,
Sonne
Bisherige Antworten

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

HI Sonne,
ich glaube nicht, das man Übergewicht - sag ich mal - haben muss, um zu Stillen. Dann gings ja völlig an der Evolution vorbei...
Die Frage ist eher, warum sie unbedingt Untergewicht haben will und weiter Stillen will - wenn ich voll Stillen will esse ich halt einfach mehr. Beziehungsweise wüßte ich genau, was ich futtern muss um ein *bisschen* Speck zu behalten ( wir reden nicht von Über- sondern Normalgewicht).
Und eine Frau, die ihren Körperfettanteil so genau kennt, hat denke ich auch Ahnung von Lebensmitteln.
" Wie war das bei euch? Habt ihr was unternommen, wenn ja was und was hat´s gebracht?"
Ich habe mich gut ernährt. Warum soll das nichts bringen?
" Wie lange habt ihr insgesamt gestillt?"
Lange genug sag ich mal ;-)
Gruss Gala

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Huhu Gala,
meine Freundin war immer sehr schlank und hat sich eigentlich schon "kurz gehalten" beim Essen. Als sie schwanger wurde hat sie in meinen Augen endlich vernünftig gegessen und auch mal geschlemmt - da machten die gemeinsamen Abende gleich mehr Spass ;o))
Jetzt stillt sie ihr Kind noch fast voll (8Monate) und ist auch erschreckend dünn, obwohl sie immer noch total viel und bewusst isst.
Sie hat jedenfalls keine Ahnung, wie sie (ausser sich mti Süssem vollstopfen) mehr Gewicht auf die Waage bringen könnte...
LG Claudia

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

.. ich kenne niemanden, der total viel isst und zaudürr ist *staun*
Gruss Gala
( ich empfehle:
*morgens Eier & Speck mit dem Butterbrot ausstippen
*dazwischen Avocado-Mousse& oder ein Sahneschnittchen
*Mittags Spaghetti mit Gorgonzola oder Sahnesosse.
*Als Snack am Nachmittag viele Nüsse und leckeren Käse in Fettvollstufe.
*Abends als amuse-geule ein paar Pralinen und dann einen Salat mit in Butter gedünstetem Weissbrot... bon appetit ;-)

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hi Gala,
ich kann eigentlich essen was ich will und ich esse wirklich viel und nehme GsD nicht zu dabei - allerdings nehme ich auch nicht bedeutend ab, wenn ich mal eine Zeitlang weniger bzw. bewusster esse (zB Diabetes-Diät während SS)
LG Tina

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Diabetes-Diät ist ja auch zunächst mal nicht zum Abnehmen gedacht.
Viele Grüße,
Christine

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hi Christine,
so, wie sie uns/mir damals beigebracht wurde, war's aber fast so - bei der Insulin-Einstellung im KH hatte ich ständig Hunger ich wurde einfach nicht satt von den Portionen, war ich doch bei Weitem mehr an Essen gewohnt ;-)
LG Tina

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hallo Tina!
Essensmengen haben nur sehr begrenzt etwas damit zu tun, ob man ab- oder zunimmt. Das hängt sehr viel mehr mit der Nährstoffdichte zusammen, vorallem mit dem Fettgehalt des Essens.
Eine "klassische" Diabetes-Diät beschränkt einen sehr stark in der Kohlenhydrate-Menge, deswegen werden die Portionen sehr klein. Der Eiweiss- und Fettgehalt der Mahlzeiten wird in Diabetes-Diäten aber nur sehr selten eingeschränkt, oft ist der Fettgehalt sogar höher als er in einer gesunden Mischkost sein sollte.
Deswegen nimmt man mit einer Diabetes-Diät in den seltensten Fällen ab und Diabetiker haben dadurch auch oft noch zusätzlich immense Probleme mit dem Abnehmen.
Mein Vater bekommt oft spezielle Diabetiker-Produkte geschenkt, von Leuten die es gut meinen. Vergleicht man diese mit "normalen" Produkten, haben die "Diät"-Produkte oft einen 10-15% höheren Fettgehalt.
Da nimmt dann garantiert kein Mensch mehr mit ab.
LG,
Darla

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hi Darla,
das ist ein Irrtum, denn auch der Fettgehalt geht in gewissen Maßen in den Insulinhaushalt ein und vor allem Reduktion des Salz- und Fettgehalt (fettarmer Käse, wenig Butter, Öl, fettarmes Fleisch) ist hier Bestandteil einer Diabetikerdiät. Habe mich einerseits viel informiert und anderseits mit dem Onkel meines Mannes (seit dreißig Jahren Typ I Diabetiker unterhalten)
Von Diabetiker-Produkten (Süßigkeiten) wurde uns - eben aus diesen Gründen - total abgeraten.
Wobei es ja durchaus ein Unterschied ist, ob Typ I oder Typ II-Diabetiker, weil Zweitere ja eher übergewichtig sind und vielfach über eine Gewichtsreduktion versucht wird, den Insulinhaushalt zu stabilisieren.
LG Tina

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Aber es gibt doch auch Lebensmittel, von denen Du (fast) beliebig viel essen darfst? Ok, für den Körper ist es sicher eine Umstellung, nicht mehr ständig Kohlehydrate in Mengen zur Verfügung zu haben, und wenig Kohlehydrate im Blut lösen ja glaube ich das Hungergefühl zumindest mit aus. Aber mal abgesehen von der praktischen Erwägung, daß du nicht zunehmen sollst wirken sich Eiweiß und Fett ja nicht auf den Blutzuckerspiegel aus.
Viele Grüße,
Christine

Hochkalorische Kost

.. unter dem Stichwort gibt es am Apothekentresen und auch im Internet Pulver zu kaufen, die man sich in den "Brei" oder übers Essen streut wenn man nicht abnehmen möchte.
Einen Versuch wäre es vielleicht wert ?
Gruss Gala

Re: Hochkalorische Kost

Ich glaube davon ist genauso viel zu halten, wie von Pulvern, die das Gegenteil versprechen ;-)
LG tina

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hi Christine,
doch zumindest Fett wirkt sich auf den Blutzuckerspiegel aus, wusste ich zuerst auch nicht, ist aber so. Ich habe dann begonnen, mich halt über Gemüse und Salat satt zu essen. Davon gab es halt im KH auch nicht genügend ;-)
Gesunde Kohlenhydrate und ein gleichmäßiger Blutzuckerspiegel lassen dafür den Heißhunger auf Süßes dahinschwinden - auch ein Vorteil.
LG Tina

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Das hilft aber nicht unbedingt. Ich kenne eine Frau (nicht stillend) die Untergewicht hat und das auch weiß, und so gut es geht dagegen anißt, allerdings mehr oder weniger erfolglos. Jeder Streß schlägt bei ihr sofort aufs Gewicht. Als ihr Sohn wegen ND stationär in die Klinik mußte, hat sie 3kg zugenommen, weil sie sich nicht mehr um alles kümmern mußte (sie war mit). Fazit: am besten wäre wohl eine Mutter-kind-Kur.
Viele Grüße,
Christine

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Na, so einfach ist das manchmal nicht. :o)
Besagte hat normal gegessen, in der Ss aber eben nicht viel
zugenommen. Erstmal nicht das Problem, aber durchs Stillen hat sie
dann doch mehr Gewicht verloren als "erwartet".
Gewicht und KFA kennt sie, nachdem sie sich im Mai und letzte Woche
hier bei mir auf die Waage gestellt hat. Zu Hause hat sie keine Waage.
Mir war aufgefallen, dass sie abgenommen hatte. Sie war selbst
erschrocken, dass es so viel war bzw. wie wenig sie noch wiegt.
Mittlerweile fühlt sie sich mit dem Gewicht auch nicht mehr ganz wohl
(Kreislaufprobleme, Schwächeanfälle). Das hatte sie aber erstmal nicht
auf ihr Gewicht geschoben, das tut sie erst jetzt.
Ich denke, dass sie sich schon "bemüht" hat, vernünftig zu essen. Stillen
ist ihr sehr wichtig. Hat halt nur nichts gebracht bisher.
Ich hatte nach der Geburt mehr als zehn Kilo Fett als zusaätzliche
Reserve. Die hatte ich aber auch schnell weggestillt - und ich hab dazu
gefressen wie ein Scheunendrescher, mehr als in der Zeit, in der ich
800-1000 km im Monat mit dem Rad gefahren bin. Ohne die Reserven
wäre es bei mir auch sehr schnell unter das Vor-Ss-Gewicht gegangen.
LG, Sonne

als "betroffene" kann ich dazu sagen

dass "wenn ich voll Stillen will esse ich halt einfach mehr" gar nicht so leicht ist. ich weiss nicht, wodurch ich soviel abgenommen habe (174 cm und 58 kg), aber selbst wenn ich massen esse und sahne statt milch ins muesli tue, schaff ich die 60 kg einfach nicht. in der SShab ich 10 kg zugenommen (auch nicht ueberragend viel), und seitdem esse un esse un esse ich, und meine kinder stillen und stillen und stillen, und trotzdem bin ICH zu duenn. naja. gruss, lucia, chipsmampfend am morgen

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hi Sonne,
ich denke, man muss unterscheiden, ob man untergewichtig oder unterernährt ist. Ich bin - offiziell - auch untergewichtig (45 kg auf 1,60m), ernähre mich aber normal und esse ausreichend. Ich habe während der Vollstillzeit darauf geachtet, ausgewogen (viele Vollkornprodukte und gesunde Kohlenhydrate) zu essen; hatte während der SS etwa 6 kg zugenommen, die waren schnell weg, dann noch mal kurzfristig so 1-2 kg; speziell unternommen habe ich nichts, ich fühle/fühlte mich wohl mit meinem Gewicht.
Unterernährt wäre wohl schon schlechter, da sollte sie dann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, weil es sonst an ihre Muskel- (auch Herzmuskel) reserven gehen kann.
LG Tina

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hmmm
also ich bin eigentlich auch immer *zu leicht*. (Schon seit meiner Kindheit)
Vor der SS wog ich so ca. 51-52 kg auf 1,68m. Anfang der SS hab ich dann wegen Übelkeit ein bischen abgenommen. Insgesamt hab ich dann so (weiss nicht mehr genau) vielleicht 8 kg zugenommen. (War auch ein Monat kürzer meine SS)
Ging dann während der Stillzeit so auf 48-49 kg runter und jetzt nach so ca. 19-20 Monaten hab ich wieder das Gewicht wie vor der SS.
Gegessen hab ich einfach viel mehr von dem was ich sonst gegessen hab. Den letzten Kick bei der Gewichtszunahme bekam ich als ich wieder Vollzeit arbeiten anfing. Erstens weniger stillen, zweitens in der Arbeit in Ruhe Brotzeit machen und drittens abends vom Mann lecker bekocht werden.
Achja stille immer noch ;-)
LG Alex
hoffe das wars was du wissen wolltest

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hallo Sonne,
ich hatte in der Vollstillzeit Heißhunger auf Fettes (Nusscreme) und Süßes (Kuchen) und habe leider zu spät das Angebot dem Bedarf angepasst. *seuz*
LG Uta

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

ne hab bis jetzt nix unternommen. find mein gewicht aber auch nicht schlimm, bzw. hab ich jetzt so mit 50kg mein ausgangsgewicht, das ich eigentilch immer schon hatte. (so 1,64). (ach ja, so nach der geburt hatte ich mal ca. 60kg).
hab bis jetzt 1 jahr gestillt und bin jetzt wieder schwanger, mach mir eher deswegen sorgen, weil wenns mir wieder schlecht wird, ich paar monate kaum was essen kann. weit unter die 50kg will ich dann auch nicht aber abstillen auch nicht.
lg Julia

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

fett macht mich übrigens gar nicht fett, sondern nur sehr lange satt, also im ergebnis dann eher sogar dünn.
was bei mir pfunde ansetzt ist z.b. haferflockenmüsli in größeren mengen. ganz viele nudeln. also kohlehydrate in größeren mengen.
lg Julia

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Mmmmmmmm ich habe schon immer sehr Untergewicht. Wiege gerade 42kg bei 1,60m.
Konnte aber noch nie irgendwelche Auswirkungen aufs Stillen festellen. Nein im Gegenteil, mittlerweile stille ich die Große (3 Jahre) und die Kleine( 5 Monate) tandem :-))
LG Jessi

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hallo Sonne,
ich hab am Anfang beim Stillen auch super viel abgenommen, obwohl ich echt viel gegessen hab. Allerdings hatte ich auch Reserven von der Schwangerschaft :-). Ich nehm allerdings auch nicht so leicht zu. Nur in der Schwangerschaft, aus welchen Gründen auch immer, gings rapide bergauf. Normalerweise hab ich so 60 kg bei 1,74 und als ich nach der Schwangerschaft bei 57 kg angelangt war, hab ich noch mehr sahniges gegessen, Obst mit mehr Kalorien und auch noch öfters Süßes und dann gings schon schnell mit dem aufnehmen :-)
Ganz liebe Grüße
Iris

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Hallo,
hab zwar selber kein Untergewicht, aber mir mal am Anfang der Stillzeit die Stillkugeln aus dem Buch "Das Stillbuch" von Hannah Lotrop (oder so) gemacht und gemerkt, dass ich von denen total zugenommen hab. Bestehen aus Vollkornschrot, Honig und Zucker und können an Stelle z.B. von Frühstück gegessen werden, ich hab sie aber oft als Nachtisch oder zwischendurch gegessen, weil sie so lecker sind, mmh. Hat sich dann gleich in zwei bis drei Kilo mehr bemerkbar gemacht, so dass ich das wieder sein lassen musste. Die könntest du deiner Freundin ja mal machen!
Wenn du das Rezept brauchst, mail mich an oder frag hier im Forum, die kennen viele (bin nämlich aber übermorgen im Urlaub).
LG, Daniela

Re: Stillen(de) mit Untergewicht

Das Rezept hatte ich ihr in der Ss schon mal gegeben, vielleicht hat sie
es noch, sonst muss ich mal die verstaubte Lothrop aus dem Regal
ziehen. :o)
Danke und Gruß,
Sonne

Danke euch allen!

Ich habe weitergeleitet. :o)
Ich hatte ihr auch noch einen exemplarischen Tagesplan für Stillende
mitgeschickt - nach ihren Aussagen isst sie in etwa so viel, wie
empfohlen. Das wird jetzt "überprüft" (Ernährungstagebuch, ggf.
Ernährungsberatung), wenn es stimmt, geht es ab zum Arzt (Schilddrüse
etc. mal checken lassen).
War beruhigend für sie, dass es andere "Betroffene" gibt (v.a. welche die
lange oder tandem stillen :o) ).
Vielen Dank nochmal,
Sonne
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