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Donnerstag, 20. September 2018
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Re: Warum will sie nicht mehr an der Brust trinken?

Liebe Daniela,
das hört sich ganz nach Saugverwirrung an. An Brust und Flasche trinken, sind zwei verschiedene Techniken. Da kommen so kleine Babys schnell durcheinander und nehmen dann eher Flasche, weil es leichter zu trinken ist.
Ich empfehle Dir, eine Stillberaterin in Deiner Nähe zu suchen. Guck mal bei lalecheliga mit dem üblichen davor und danach. Bei einer Saugverwirrung ist es schwer, ohne fachliche Hilfe das Baby wieder ganz an die Brust zurück zu kriegen.
Zufüttern verringert die Milch noch mehr, weil der Körper der Mutter ja "denkt", daß genügend Milch gebildet wird, wenn das Kind nicht so oft an der Brust saugt. Häufiges Saugen steigert die Milchmenge.
Du kannst bestimmt genug Milch bilden, wenn Du die Kleine nach Bedarf immer wieder anlegst.
Hier noch etwas zur Milchbildung:
"Die Milchbildung wird durch den Saugreiz angeregt, deshalb können auch Frauen, die nicht geboren haben, ein Adoptivkind stillen.
Die Milchmenge regelt sich nach Angebot-Nachfrage. Wird mind. 2 Tage lang die 20%-Reserve der Brust abgerufen, produziert sie mehr Milch.
Zu viel trinken hemmt die Milchbildung. Einfach erklärt "schwemmt" es die Milchbildungshormone aus.
Tee ist ein Arzneimittel, kein Getränk. daher nicht mehr als 2-3 Tassen davon täglich trinken.
Milchbildend ist:
sehr häufig stillen, Stillöl von Weleda, Ruhe, Wärme, Kartoffelsuppe, ausreichend essen und trinken, mit Müttern reden, die selber erfolgreich gestillt haben, eine Stillberaterin kommen lassen, eine Stillgruppe besuchen...
Milchhemmend sind:
Streß, nach der Uhr stillen, mit der Waage stillen, Kälte, Salbei, Pfefferminze, Kohlensäure, zufüttern...
Wichtig ist eigentlich nicht, wieviel Milch da ist, sondern daß man sie zum "Laufen" bringt. Dazu gehört Vertrauen, Ruhe, Loslassen können. Die Milch kommt aus dem Kopf."
Wenn sie zahnt, hilft vielleicht Osanit oder ein kühler Beissring (in den Kühlschrank, nicht ins Kühlfach legen).
Bei meiner Kleinen hat Stillen auch gegen Zahnungsschmerzen geholfen.
Es ist schade, daß Dir im Krankenhaus nicht besser beim Stillanfang geholfen werden konnte als Zufütterung zu empfehlen. Das ist ja gerade falsch, weil Zufütterung die Milchmenge verringert. Aber für das KH-Personal ist es einfacher als eine stillende Mutter optimal zu betreuen.
Viele Mütter werden auch nicht bestärkt, daß sie genug Milch bilden können, wenn sie das Baby nach Bedarf stillen. Auch Verwandte und Bekannte sind da wenig hilfreich mit ihren Bemerkungen.
Ich möchte Dich ermuntern, Dir in Deiner Nähe eine Beraterin zu suchen, die Dir helfen kann.
LG von Jana mit Stillkind Jana-Marie 3 Jahre
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