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Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Baby- und Kinderbetten: Darauf solltest du beim Kauf achten

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 26. September 2018

Und das ist eine ganz zentrale Frage, denn im Bettchen wird das Kind eine Menge Zeit verbringen: Neugeborene schlafen pro Tag zwischen 14 und 17 Stunden, Babys ab vier Monaten zwischen 12 und 15 Stunden. Nachfolgend findest du die wichtigsten Tipps, auf was du beim Kauf von Baby- und Kinderbetten achten solltest, von den Maßen bis zum Prüfsiegel.

Diese Arten von Baby- und Kinderbetten gibt es

Grundsätzlich lassen sich Baby- und Kinderbetten in vier verschiedene Kategorien einteilen:

Stubenwagen

Ein Stubenwagen (auch: Stubenbett) ist ein kleines Bettchen, das du dank der angebrachten Rollen bequem von einem Raum zum anderen schieben kannst. So bleibt das Baby nie allein und man selbst mobil. Ein Stubenwagen eignet sich für Neugeborene und Babys von bis zu sechs Monaten.

Kinderwiege

Kinderwiegen oder auch Babywiegen sehen ähnlich aus wie Stubenwagen, statt Rollen verfügen sie aber über Kufen. So kann das Baby hin und her gewiegt werden, was beruhigt und das Einschlafen fördert. Wer auf die Mobilität eines Stubenwagens nicht verzichten, aber die Wiegefunktion trotzdem nutzen möchte, kann nach einem Modell Ausschau halten, das Stubenwagen und Kinderwiege kombiniert. Auch die Kinderwiege ist bis zu einem Alter von etwa sechs Monaten nutzbar.

Babybett, Gitterbett

Für etwas ältere Kinder ist ein Babybett (auch: Gitterbett) gut geeignet. Hier umgibt ein Gitter das gesamte Bettchen und sorgt so dafür, dass das Kind nicht herausfallen oder herausklettern kann. Diese Gitter sind oft auch abnehmbar, sodass das Bett im Handumdrehen vom Baby- zum Juniorbett wird. Allerdings sollten die Gitter erst entfernt werden, wenn feststeht, dass das Kind auch wirklich ohne Gitter schlafen kann. Das ist meist ab dem 18. Lebensmonat der Fall. Standardmäßig hat ein Babybett die Maße 140 x 70 Zentimeter, selbstverständlich gibt es aber auch Modelle, die kleiner oder größer ausfallen. Hier sollten immer die Herstellerangaben zu Alter und Größe beachtet werden. Babybetten sind passend für Kinder von etwa zwei bis vier Jahren.

Beistellbett

Das Beistellbett ist der Klassiker für Babys. Es ist auf einer Längsseite offen, sodass es am Elternbett anliegen kann. Die meisten Modelle lassen sich deshalb in der Höhe verstellen, um auch wirklich zur Höhe des elterlichen Betts zu passen. Der Vorteil am Beistellbett ist, dass du auch nachts das Baby sehen kannst und nicht extra aufstehen musst, wenn es weint oder Hunger hat. Außerdem fühlt sich das Baby in der Nähe seiner Eltern natürlich besonders wohl. Beistellbetten haben in der Regel Maße von 90 x 40 Zentimeter und eignen sich daher für Neugeborene und Babys von bis zu sechs Monaten.

Welchen Abstand sollten die Gitterstäbe im Babybett haben? Der Abstand der einzelnen Gitterstäbe sollte zwischen 4,5 Zentimeter und 6,5 Zentimeter betragen. Nur so wird vermieden, dass sich das Baby einklemmt oder gar mit dem Kopf zwischen den Stäben stecken bleibt. Der Spalt zwischen Boden und Gestell sollte kleiner als 2,5 Zentimeter sein.

Kaufkriterien für Baby- und Kinderbetten

Ist erst einmal entschieden, welche Art von Babybett es werden soll, gibt es einige Kriterien, die in jedem Fall erfüllt werden sollten:

● Da Babys ganz besonders empfindlich sind, sollte das Babybett aus schadstofffreien Materialien gefertigt und, wenn überhaupt, nur mit gesundheitlich unbedenklichen Lacken lackiert sein.

 

● Es dürfen keine scharfen Ecken und Kanten bzw. raue Oberflächen vorhanden sein, an denen sich das Baby verletzen könnte, ebenso wenig Kleinteile, die sich abnehmen lassen – Verschluckungsgefahr!

 

● Eine solide Verarbeitung ist äußerst wichtig. Es darf nichts wackeln, wenn man daran ruckelt.

 

● Hat das Babybett Rollen, so müssen mindestens zwei von vier Rollen festgestellt werden können.

 

● Das GS-Siegel steht für “geprüfte Sicherheit” und garantiert, dass das Babybett unter den Bedingungen des Produktionssicherheitsgesetzes hergestellt wurde. Es ist daher ein guter Indikator für qualitativ hochwertige Baby- und Kinderbetten. Außerdem sollte man beim Kauf auf den Hinweis “Entspricht DIN EN 716 ½” achten, denn diese Norm ist ein Qualitätsmerkmal für die Sicherheit des Babybetts und beinhaltet beispielsweise, dass der Abstand zwischen den Gitterstäben nicht zu klein oder zu groß ist.

Wo sollte das Babybett stehen? Sollte ein Kind von Anfang an im eigenen Zimmer schlafen oder doch erst einige Zeit lang im Elternschlafzimmer? Hier gibt es eine eindeutige Antwort: In den ersten sechs bis 12 Lebensmonaten des Babys ist es für Kind und Eltern von Vorteil, wenn das Babybett in Mamas und Papas Schlafzimmer steht. Denn so hört man sofort, ob das Baby ruhig atmet, der Weg zum Stillen ist nicht weit und die Nähe zu den Eltern beruhigt das Kind. Bitte beachten: Direkt neben der Heizung oder unter einem Fenster sollte das Babybett nicht stehen.

Lattenrost und Matratze für Baby- und Kinderbetten

Selbstverständlich bringt das schönste Babybett nichts, wenn Lattenrost oder Matratze fehlen. Viele Eltern fragen sich, ob sich ein Lattenrost im Babybett überhaupt lohnt. Hier muss man klar sagen: Ja! Denn so kann die Luft besser zirkulieren, als wenn die Matratze direkt aufliegt. Teilweise werden Baby- und Kinderbetten ohnehin mit einem Lattenrost geliefert. Gute Matratzen für Baby- und Kinderbetten gibt es bereits für relativ wenig Geld. Sie bestehen in der Regel aus Materialien wie Schaumstoff, Naturfasern und Kaltschaum und sollten vor dem ersten Gebrauch gut ausgelüftet werden. Empfohlen wird außerdem eine Matratzenstärke von zehn Zentimetern. Die Matratze muss so im Bettrahmen platziert werden, dass sie sich nicht verschieben lässt. Der Körper des Babys sollte beim Liegen nicht mehr als zwei Zentimeter einsinken. Die Matratze selbst sollte, wie auch das Bettchen, frei von Schadstoffen sein. Außerdem muss sie atmungsaktiv und eher fest sein, um den Baby einen gesunden Schlaf zu ermöglichen. Hilfreich ist es natürlich auch, wenn der Bezug abnehmbar und waschbar ist.

Tipp: Die Testergebnisse von Stiftung Warentest oder Öko-Test können bei der Auswahl einer passenden Babymatratze hilfreich sein.

Checkliste: Die richtige Matratze für Baby- und Kinderbetten

❏ nur zu schadstofffreien und atmungsaktiven Materialien greifen

❏ abnehm- und waschbare Bezüge sind von Vorteil

 

❏ Matratzenstärke von ca. zehn Zentimetern beachten

 

❏ vor dem ersten Gebrauch gut auslüften

 

❏ so im Bett platzieren, dass sich die Matratze nicht verschieben lässt

Sollten Kissen oder Decke ins Babybett?

Als Erwachsener kann man sich eine gute Nacht ohne Kopfkissen und Decke wohl nur schwer vorstellen. Das gilt nicht für Babys: Im Bett sollte auf Decke und Kissen verzichtet werden. Andernfalls kann es zur Überwärmung oder unter Umständen auch zu einer Rückatmung kommen. Die bessere Alternative sind Babyschlafsäcke, denn diese lassen sich nicht über den Kopf ziehen oder wegstrampeln. Die passende Größe für einen Babyschlafsack ermittelst du so: Körpergröße – Kopflänge + zehn Zentimeter Luft zum Wachsen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Babyschlafsack nicht zu breit ist, weil sich das Kind ansonsten darin verwickeln kann.

Baby- und Kinderbetten: Besser schadstofffreie Materialien wählen

Wie für die meisten Gegenstände, mit denen Babys in Berührung kommen, gilt auch für Baby- und Kinderbetten: Schadstofffreie Modelle sind eindeutig die beste Wahl. Bei der Matratze sollte zudem darauf geachtet werden, dass diese atmungsaktiv und nicht zu weich ist. Bevor das Kind groß genug für eine Decke ist, sollten Eltern den Kauf eines Babyschlafsacks in Erwägung ziehen. So fühlt sich der kleine Liebling rundum pudelwohl und Mama und Papa können ruhig schlafen.  

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 26. September 2018

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