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Hälfte der Kariesschäden entsteht in ersten drei Lebensjahren

Hälfte der Kariesschäden entsteht in ersten drei Lebensjahren
Frühes und regelmäßiges Zähneputzen schützt am besten vor Karies
iStock/CaseyHillPhoto

Da ist Motivation gefragt: Schon im ersten Lebensjahr soll die Zahnpflege beginnen. Im Kindergarten geht es weiter und dann fällt die Bilanz in der Grundschule gut aus: dort heben sich geübte Zähneputzer positiv hervor.

Schätzungsweise die Hälfte aller Kariesschäden an den Zähnen von Erstklässlern entsteht bereits in den ersten drei Lebensjahren. Darauf weist Prof. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, hin. Eine Ursache sieht der Mediziner darin, dass Kinder bislang erst vom dritten bis fünften Lebensjahr Anspruch auf drei jährliche Vorsorgeuntersuchungen haben. In Fachkreisen bestehe jedoch ein breiter Konsens, dass die zahnmedizinische Betreuung bereits im ersten Lebensjahr einsetzen sollte.

Karies an Milchzähnen nimmt zu

Anders als die Zahl der Kariesschäden an bleibenden Zähnen habe die Häufigkeit von Karies an Milchzähnen in den vergangenen Jahren zugenommen. Diese früh auftretende Erkrankung werde auch als Nuckel- oder Saugerflaschenkaries bezeichnet. Ohne gesunde Milchzähne lerne ein Kind nicht richtig sprechen, lege nicht altersentsprechend an Gewicht zu und laufe Gefahr, sozial ausgegrenzt zu werden, warnte Oesterreich.

Zahnpflege schon früh notwendig

Nur wenigen Eltern sei klar, dass Zahnpflege schon bei den Jüngsten erforderlich ist. Im Alter von null bis drei Jahren bestehe sowohl eine Informations- wie Versorgungslücke. Dabei ließen sich Zahnschäden in diesem Alter gut vermeiden, wenn Eltern rechtzeitig vor dem Durchbruch der ersten Milchzähne systematisch aufgeklärt würden. Am besten informieren sie sich schon während der Schwangerschaft.

Frühes Putzen schützt vor Karies bei Kindern

Nach Angaben von Pantelis Petrakakis vom Bundesverband der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes haben Grundschüler, die im Kindergarten täglich die Zähne putzen konnten, deutlich gesündere bleibende Zähne als Kinder, die diese Möglichkeit nicht hatten. Etliche Studien hätten zudem gezeigt, dass das regelmäßige Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta in der Schule positiv auf die bleibenden Zähne auswirkt.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 08. September 2016
Quellen: dpa-Newskanal

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