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Tee für Babys: Welcher Babytee ist empfehlenswert?

Autor: Karin Wunder, Medizinautorin
Letzte Aktualisierung: 05. Dezember 2019

Abwechslungsreiche Durstlöscher für die Kleinen: Das Angebot an Babytees ist groß. Doch nicht alle Sorten und Teezubereitungen eignen sich für Babys.

Tee für Babys: Welcher Babytee ist empfehlenswert?
Darf es zur Abwechslung mal Babytee sein? Nicht alle Teesorten eignen sich für Babys, dennoch ist die Auswahl groß.
© iStock.com/CentralITAlliance

Spätestens mit Einführung der Beikost stellen sich viele Eltern die Frage, ob sie auch im Trinkbecher ihres Babys für Abwechslung sorgen sollten. Es gibt viele Babytees, doch nicht alle Sorten sind empfehlenswert. Auch bei der Zubereitung sollte man einiges beachten.

In diesem Artikel lesen Sie:

Ab wann dürfen Babys Tee trinken?

Voll gestillte oder flaschenernährte Babys brauchen bis zur Einführung der Beikost überhaupt keine zusätzliche Flüssigkeit. Im Gegenteil: Die Nieren von Säuglingen befinden sich noch in der Entwicklung und können zu große Mengen Flüssigkeit noch gar nicht verarbeiten.

Erst mit Einführung der dritten Brei-Mahlzeit (etwa zu Beginn des siebten Lebensmonats) benötigt ein Baby zusätzliche Flüssigkeit. Zum Trinken eignet sich normales, kohlensäurefreies Trinkwasser oder ungesüßter und verdünnter Kräutertee/Babytee. Der Babytee sollte immer lauwarm sein oder Raumtemperatur haben. Idealerweise führen Sie mit dem Trinken den Becher ein und gewöhnen Ihrem Baby nach und nach die Babyflasche ab, damit es nicht zum "Dauernuckler" wird.

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Welcher Babytee ist empfehlenswert?

Kräuter geben dem Tee nicht nur einen leckeren Geschmack, sie stecken auch voller Wirkstoffe. Deshalb empfiehlt es sich, gut auszuwählen, welche Sorte Sie Ihrem Baby zu trinken geben. Auch sollte der Babytee nicht das "Hauptgetränk" für Ihr Baby sein. Geben Sie Kräutertees als Abwechslung zum Wasser oder bei medizinischer Indikation.

Für Babys besonders geeignete Sorten sind:

  • Kamille: Kamille wirkt beruhigend – nicht nur auf das Verdauungssystem. Ihre entzündungshemmende Wirkung entfaltet die Kamille nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich. Als Korbblütler-Gewächs sollte sie von Korbblütler-Allergikern aber nicht verwendet werden.
  • Fenchel: Nicht nur wegen seines von Natur aus leicht süßlichen Geschmacks wird Fenchel geschätzt, er ist auch ein altbewährtes Hausmittel gegen Blähungen. Kein Wunder, dass Fencheltee zu den beliebtesten Babytees gehört.
  • Kümmel und Anis: Das Powerduo gegen Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden ist in der Regel als Teemischung erhältlich, oft zusammen mit Fenchel. Auch als Babytee ist die Mischung überaus beliebt.
  • Früchte: Nur in Maßen sollte Früchtetee Babys zum Trinken gegeben werden. Spezielle Babytees mit Früchten enthalten häufig Zucker, weil viele Babys den säuerlichen Geschmack nicht wirklich mögen. Zucker und Süßstoffe wiederum disqualifizieren einen Tee als Babytee.

Grüner Tee gilt zwar als gesund, ist aber aufgrund seines Teein-/Koffeingehaltes für Babys und Kinder nicht geeignet. Das gilt auch für schwarzen und weißen Tee. Da Pfefferminzöl bei Babys einen Stimmritzenkrampf bis hin zum Atemstillstand verursachen kann, sollten Babys besser keinen Pfefferminztee zu trinken bekommen.

Verwenden Sie nach Möglichkeit nur Babytee aus Bio-Anbau, um die Menge potentiell enthaltener Pestizide und anderer schädlicher Stoffe möglichst gering zu halten.

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Tipps für die Zubereitung

Gießen Sie Babytee immer mit sprudelnd kochendem Wasser auf. Dadurch haben eventuell im Tee vorhandene Keime keine Chance. Lassen Sie den Tee gut auf Zimmertemperatur abkühlen beziehungsweise geben Sie Ihrem Baby maximal lauwarmen Tee zum Trinken. Lassen sie Babytees nicht zu stark ziehen. Verdünnen Sie nach Bedarf lieber noch etwas und geben Sie keinen Zucker oder Süßstoffe hinzu. Dazu gehört auch die sogenannte natürliche Süße in Form von Sirup. Honig und Ahornsirup sind für Kinder bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr sogar gefährlich, da er Clostridien-Sporen enthalten kann, die im noch unreifen Darm des Kindes zu schweren Verdauungsstörungen führen können. Zudem produzieren die Keime Giftstoffe, die für Babys lebensgefährlich werden können.

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Babytee bitte nur ohne Zucker

Zuckerhaltige Getränke sollten generell für Babys tabu sein, denn sie "umspülen" die Zähnchen und können daher besonders schnell Karies verursachen. Das gilt auch für Babytee mit Zucker. Vor allem in fertig angerührten Babytees findet sich immer wieder Zucker auf der Zutatenliste. Wir empfehlen: Brühen Sie den Tee für Ihr Baby lieber selbst auf. So wissen Sie genau, was drin steckt. Süße Getränke sind auch aus anderem Grund nicht ratsam: Babys gewöhnen sich so schon früh an häufig übersüßte Lebensmittel und verlangen verstärkt danach.

Der neueste Babytee-Test: Fencheltee ist meist empfehlenswert

Erst vergangenes Jahr testete ÖKO-TEST Fencheltee, der zu den beliebtesten Babytees gehört. Getestet wurden 15 Produkte speziell für Babys, die meisten davon in Bio-Qualität. Neben herkömmlichen Teemischungen waren auch Instanttees unter den Produkten. Elf Tees erhielten die Bewertungen "sehr gut" und "gut", ein Babytee überstieg den vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR) festgelegten Grenzwert für Pyrrolizidinalkaloide (PA). Das sind natürliche Stoffe, die von Pflanzen zur Abwehr von Fraßfeinden gebildet werden. Es empfiehlt sich grundsätzlich, Teesorten und -anbieter wegen der schwankenden PA-Gehalte in Tee- und Kräuterprodukten immer mal zu wechseln.

Ein Instanttee enthielt die Mineralölbestandteile MOSH und POSH, die sich im Fettgewebe und in der Leber anreichern können. In Tierversuchen führten diese Stoffe zu Schäden an der Leber und den Lymphknoten. In einigen der getesteten Biotees wiesen die Tester außerdem Pestizide nach.

Den vollständigen Test können Sie online hier auf der Website von ÖKO-TEST abrufen (kostenpflichtig).

Baby-Ernährung: Die besten Ernährungstipps für Säuglinge
Autor: Karin Wunder, Medizinautorin
Letzte Aktualisierung: 05. Dezember 2019
Quellen

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