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Sonntag, 26. März 2017
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Hormonelle Verhütung

Hormonspirale

Hormonspirale
Die Hormonspirale kann etwa fünf Jahre verwendet werden und eignet sich deshalb für die Langzeit-Verhütung
(c) iStockphoto

Die Hormonspirale ist eine hormonelle Verhütungsmethode, deren Vorteil vor allem in ihrer Langzeitwirkung besteht: Erst nach fünf Jahren muss sie ausgetauscht werden.

In Deutschland verwenden etwa eine Million Frauen zur Verhütung eine Hormonspirale. Diese hormonelle Verhütungsmethode hat eine Depotwirkung von etwa sieben Jahren, muss jedoch zulassungsbedingt nach fünf Jahren erneuert werden. Sie gibt über diesen Zeitraum hinweg kontinuierlich das Hormon Gestagen direkt in die Gebärmutter ab. Die Hormonspirale wird durch den Frauenarzt in einem kleinen Eingriff eingesetzt. Die Hormonspirale besteht aus einem T-förmigen Kunststoff und einem Zylinder, der den Wirkstoff enthält. In Deutschland erhältlich sind derzeit die Hormonspiralen Mirena (Liegezeit 5 Jahre) und Jaydess (Liegezeit 3 Jahre).

Vorteile der Hormonspirale

Durch die gezielte Abgabe von Gestagen in die Gebärmutter ist die Hormonmenge, die täglich abgegeben wird, deutlich niedriger als bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln. Auch die Hormonmenge, die sich im Blutkreislauf befindet, ist niedriger. Die Hormonspirale ist für stillende Mütter geeignet. Durch die lange Wirkdauer kommt es nicht zu Verhütungspannen, wie bei beispielsweise oraler Einnahme hormoneller Verhütungsmittel. Durch die Wirkungsweise wird der Zervixschleim verdickt, dies kann zusätzlich vor Infektionen der Gebärmutter schützen.

Nachteile und Nebenwirkungen der Hormonspirale

Das Einsetzen der Hormonspirale erfolgt beim Frauenarzt durch einen Eingriff, der schmerzhaft sein kann und manchmal nicht komplikationslos verläuft. Der richtige Sitz der Hormonspirale sollte alle sechs Monate überprüft werden. Nebenwirkungen wie Akne, Kopfschmerzen oder Depressionen sind möglich. Desweiteren sind insbesondere in den ersten sechs Monaten Zwischenblutungen möglich. Für eine Hormonspirale muss man einige hundert Euro bezahlen, daher lohnt sich das Einsetzen nur für Frauen, die wirklich über einen längeren Zeitraum verhüten möchten.

Vor dem Einsetzen der Hormonspirale wird beim Frauenarzt idealerweise ein Abstrich gemacht. Hierbei wird nach Krankheitserregern gesucht. Diese dürfen vor dem Einsetzen der Hormonspirale nicht vorhanden sein, da sie sonst beim Eingriff in die Gebärmutter gelangen können. Anschließend wird mittels Ultraschall der Sitz der Hormonspirale überprüft. Dies erfolgt noch einmal nach wenigen Wochen, ab dann wird der Sitz der Hormonspirale alle sechs Monate beim Arzt kontrolliert.

Hormonelle Verhütungsmethoden: Welche Möglichkeiten gibt es?

Autor:
Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2017
Quellen: Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: http://www.dggg.de (Stand: Oktober 2016); Hoffmann, S.: Verhütung, Zyklus, Kinderwunsch. Knaur Verlag, München 2007

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