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Schilddrüsenunterfunktion in der Schwangerschaft

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) beschreibt eine Unterversorgung der Körperzellen mit Schilddrüsenhormonen. Diese ist in der Schwangerschaft unbedingt zu behandeln und sollte regelmäßig kontrolliert werden.

Schilddrüsenunterfunktion in der Schwangerschaft
Eine Schilddrüsenunterfunktion sollte in der Schwangerschaft regelmäßig kontrolliert werden
Getty Images/iStockphoto

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) beschreibt eine Unterversorgung der Körperzellen mit Schilddrüsenhormonen. Hiervon gibt es unterschiedliche Formen verschiedener Herkunft. In der Schwangerschaft verändert sich eine gesunde Schilddrüse normalerweise. Durch vermehrte Durchblutung und Zellteilung im Schilddrüsengewebe vergrößert sich das Organ und es kommt zu einer natürlichen Schilddrüsenüberfunktion in der Frühschwangerschaft. Ist die Funktion der Schilddrüse der Schwangeren vermindert, kann dies Folgen für das Ungeborene haben. Die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes kann dann stark gefährdet sein.

Unterversorgung kann zu Fehlgeburt führen

Das Ungeborene wird von der Mutter über eine Art Blutaustausch mit allen lebens wichtigen Stoffen versorgt. Bei der Versorgung von beispielsweise Hormonen oder Jod spielt die Schilddrüse eine wichtige Rolle. Ist die Versorgung des Ungeborenen mit diesen Stoffen unzureichend, kommt es zu Mangelerscheinungen, die im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt führen können.

Schilddrüse bereits bei Kinderwunsch untersuchen lassen

Idealerweise ist die Schilddrüse bereits vor einer Schwangerschaft schon einmal untersucht worden. Falls hier eine Schilddrüsenunterfunktion oder Jodmangel festgestellt wurde, sollte dies mit entsprechenden Medikamenten reguliert werden. Während einer Schwangerschaft sollten die Werte regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden, da der Bedarf an Jod und Hormonen während der Schwangerschaft ansteigt. Frauen mit Kinderwunsch sollten, falls sie dahingehend noch nie untersucht wurden, den Arzt auf eine Untersuchung der Schilddrüse ansprechen, um die Gefahr einer Schilddrüsenunterfunktion während der Schwangerschaft zu vermeiden, denn selbst ein geringer Jodmangel kann später beim Kind zu Intelligenzminderung oder Lernschwierigkeiten führen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2016
Quellen: Pschyrembel, de Gruyter Verlag, Berlin 2007; Göretzlehner, G. Lauritzen, Ch. Göretzlehner, U. Praktische Hormontherapie in der Gynäkologie. de Gruyter Verlag, Berlin 2007; Keck, C. Neulen, J. Behre, H. Breckwoldt, M.: Endokrinologie, Reproduktionsmedizin, Andrologie. Thieme Verlag, Stuttgart 2002

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