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Ursachen und Therapie

Gelbkörperschwäche: Was tun bei Progesteronmangel?

Eine Gelbkörperschwäche ist einer der häufigsten Gründe für unerfüllten Kinderwunsch. Der daraus folgende Progesteronmangel kann hormonell behandelt werden.

Frau guckt enttäuscht auf Test
© GettyImages/VioletaStoimenova

Die Gelbkörperschwäche, die auch Corpus-Luteum-Insuffizienz genannt wird, beschreibt eine Funktionsschwäche des Gelbkörpers und somit einen Mangel an Progesteron (Gelbkörperhormon).

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Was genau ist eine Gelbkörperschwäche?

Nach dem Eisprung bildet der jeweilige Eierstock der Frau den sogenannten Gelbkörper. Dieser produziert normalerweise das Gelbkörperhormon (Progesteron), das wichtigste Sexualhormon der Frau. Nach dem Eisprung wird bei einer Gelbkörperschwäche der Gelbkörper nicht vollständig ausgebildet.

Die Wirkungen und Aufgaben des Gelbkörperhormons im Körper der Frau sind sehr umfangreich, daher kann eine unzureichende Produktion weitreichende Folgen haben und etwa das Eintreten einer erfolgreichen Schwangerschaft hemmen.

Der Gelbkörper, der die Gebärmutterschleimhaut auf eine bevorstehende Einnistung des Embryos vorbereiten soll, muss in vollem Umfang produziert werden, um diese Vorgänge zu gewährleisten. Hormone, insbesondere Progesteron, unterstützen die Hirnreifung des Ungeborenen und wirken sich förderlich auf die Gebärmutter aus. Eine unvollständige Gelbkörperproduktion und somit ein Progesteronmangel wirken sich negativ auf diese Vorgänge aus und führt daher häufig zu Fehlgeburten.

Welche Ursachen können zu einer Gelbkörperschwäche führen?

Ursächlich für eine Gelbkörperschwäche ist in erster Linie eine unzureichende Follikelreifung. Das bedeutet, dass eine Eizelle nicht unzureichend gebildet werden kann. Daher kann in der Folge kein vollständiger Gelbkörper gebildet werden, Progesteronmangel tritt auf.

Symptome von Gelbkörperschwäche und Progesteronmangel

Als Symptom einer Gelbkörperschwäche können häufige Fehlgeburten auftreten. Auch eine verkürzte zweite Zyklushälfte, die weniger als zwölf Tage andauert, kann auf eine Gelbkörperschwäche hindeuten. Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte können ebenfalls auf den Progesteronmangel zurückgehen.

Darüber hinaus gibt es noch eine Menge körperlicher oder psychischer Symptome, die zusätzlich auftreten können. Von Muskelschmerzen über Depressionen bis hin zu Wassereinlagerungen im Körper existieren etwa zwanzig weitere Symptome, die begleitend bei einer Gelbkörperschwäche auftreten können.

Wie wird eine Gelbkörperschwäche diagnostiziert?

Früher wurde die Diagnose nur über den Spiegel des Gelbkörperhormons im Blut der Frau gestellt. Inzwischen ist bekannt, dass dies nicht aussagekräftig ist, da der Progesteronspiegel stark schwankt. Gynäkolog*innen arbeiten hier eher mit einer klinischen Diagnose anhand von beispielsweise Zyklusstörungen. Dies kann vor allem bei Kinderwunsch wichtig werden, wenn auch nach einiger Zeit keine Schwangerschaft eintritt.

Hinweise auf einen Progesteronmangel können beispielsweise eine verkürzte zweite Zyklushälfte und/oder Schmierblutungen vor der eigentlichen Menstruation sein.

Ist der Progesteronwert in der zweiten Zyklushälfte zu niedrig, kann sich der Embryo nicht in der Gebärmutter einnisten. Hilfreich kann es sein, eine Basaltemperaturkurve anzulegen. Dies ist zwar nicht die genaueste Methode, doch kann damit eine grobe Einschätzung vor der eigentlichen Diagnostik erfolgen. Zusätzlich muss eine Nebennierenschwäche ärztlich ausgeschlossen werden, um eine sichere Diagnose stellen zu können.

Was tun? Gelbkörperschwäche behandeln

Grundsätzlich sollte bei einer Gelbkörperschwäche eher eine Therapie der ersten Zyklushälfte erfolgen, um die Eizellreifung zu verbessern. Ist diese gut, bildet sich im Anschluss auch ein qualitativ hochwertiger Gelbkörper. Bei der Therapie des Progesteronmangels steht oft die Gabe von Progesteron und ähnlichen Hormonen im Vordergrund.

Häufig werden zur Therapie bei Kinderwunsch hormonelle Medikamente wie Clomifen, Utrogest oder Duphaston verwendet, um eine mögliche Schwangerschaft zu stabilisieren.

Es gibt einige Ansätze, eine Gelbkörperschwäche zu behandeln. Idealerweise hilft eine Therapie bereits bei der Follikelreifung, denn hier liegt die Ursache einer Gelbkörperschwäche. Zusätzlich werden manchmal Östrogene verabreicht. Auch das Schwangerschaftshormon hCG wird mitunter gegeben, um die Gelbkörperschwäche zu behandeln.

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