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Probleme beim Stillen

Guten Abend Frau Sampaolo,

ich habe im Dezember eine gesunde und wunderbare Tochter bekommen. Leider hat es mit dem Stillen nicht geklappt, obwohl ich es mir sehr gewünscht habe.

Zur Vorgeschichte:
Ich bin jetzt 33 und habe mir 2005 meine Brüste aus ästhetischen Gründen angleichen lassen. Dabei wurden die Brustwarzen versetzt und aus einer Brust wurde Gewebe entfernt.

Die Vormilch kam erst am zweiten Tag nach der Geburt und einen richtigen Milcheinschuss hatte ich nicht. Im Krankenhaus wurde mir etwas Panik gemacht, dass ich nun zufüttern solle. Also hab ich die Milch, die ich hatte abgepumpt und Pre Milch gegeben. Das waren mit Abpumpen aus beiden Brüsten zusammen am Tag allerdings nur 20ml. Das Abpumpen hat mich sehr frustriert und traurig gemacht. Nach drei Wochen habe ich abgebrochen.

Wir planen nun unser 2. Kind und auch hier habe ich noch etwas Hoffnung, dass es vllt doch mit dem Stillen klappen könnte?!
Meine damalige Hebamme war mir leider keine Hilfe. An wen kann ich mich wenden? Vllt gibt es noch ein paar Tricks oder Möglichkeiten, dass ich doch etwas mehr Milch haben kann.

Liebe Grüße, Kathrin
Bisherige Antworten
Expertin-Sampaolo
Expertin-Sampaolo | 25.07.2017, 10:52 Uhr
453 Beiträge seit 19.12.2012

Re: Probleme beim Stillen

 

Hallo Kathrin,

AnsprechpartnerIn wäre z.B. eine Laktationsberaterin. Sie hat eine medizinische Ausbildung und eine umfrangreiche Fortbildung, sollte auch in "Spezialfällen" Rat wissen.

Und der OP-Bericht wäre interessant. Dort sollte vermerkt sein, ob oder wie weit die Milchgänge und das Drüsengewebe intakt gelassen wurden. Normalerweise wird bei Frauen, die noch Kinder bekommen könnten, schonend operiert, sodass Stillen noch möglich ist. Gewissheit bringt der Bericht.

Da ja Milch kam, sieht es schon mal gut aus. ;o)

Wieviel Milch man abpumpen kann, sagt nicht viel über die tatsächliche Milchbildung aus - ein Kind kann oft sehr viel effektiver den Milchspenderefex auslösen und Milch bekommen.

Häufig bremst der ganze Stress ums Stillen den Milchfluss. Ruhe und Zuversicht, viel Hautkontakt mit dem Baby und ein ungestörter Stillstart sind daher wichtig. Und natürlich muss das Baby gut andocken können - manchmal kommen viele Probleme zusammen, da braucht es jemanden, der den Überblick behält und auf die Details achtet. ;o) Da kommt die Laktationsberaterin wieder ins Spiel.

Ansonsten: Vorbereitend kann man gar nicht viel machen. Einfach dem Stillen eine neue Chance geben, und schauen, dass gleich Hilfe da ist, wenn es nicht von allein rund läuft!

 

Herzliche Grüße,

 

Sonia Sampaolo

 

 

Re: Probleme beim Stillen

Danke für die schnelle Antwort.

Leider ist der OP Bericht sehr kurz und wenig informativ.

In der Nähe gibt es anscheinend eine Laktationsberaterin, die ich wohl mal kontaktieren werde. Es wäre so schön, wenn es beim nächsten Kind klappt.
Meine Josefine hat sogar ganz gut angedockt, trotz kurzem Zungenbändchen und Stillhütchen, nur eben die Milch kam nicht sofort und das hat mich sehr verunsichert. Sie war sowieso schon recht klein und leicht und ich hatte Angst, dass sie zu viel Gewicht verliert.

Danke für die Informationen.
Liebe Grüße, Kathrin
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