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was tun ?

Hi Ihr,
ich hab folgendes Problem:
Mein Freund ist noch verheiratet, hat sich aber vor einigen Monaten getrennt, ich war der Grund, lebt zZ zur Untermiete und wir suchen eine Wohnung. Seine Kinder (8/11) darf er nur sehen, wenn seine Frau es will, meistens nur ein paar Std am Wochenende, Übernachtungen hat sie genauso verboten wie Unternehmungen, bei denen ich dabei bin.
Mir ist schon klar, dass es gesetzliche Richtlinien gibt, die das Umgangsrecht regeln, zB alle 14 Tage plus die Hälfte der Ferien, und das gilt ja sicher nicht nur für geschiedene Paare, sondern wohl auch für getrennt Lebende. Was aber, wenn die Mutter den Kontakt der Kinder zu mir kategorisch ablehnt ?? Kann man den Kontakt quasi übers JA erzwingen ?? Ich hab keine Ahnung, was werden soll, wenn wir eine gemeinsame Wohnung haben, ich kann ja schliesslich nicht alle 14 Tage ins Hotel ziehen ;-) und mein Freund denkt schon darüber nach, dann doch lieber allein zu wohnen, den Kindern alle Möglichkeiten offen zu halten, und den Traum auf ein 'richtiges' gemeinsames Leben für die nächsten 10 Jahre ad akta zu legen. Aber das ist natürlich gar keine Lösung - auf der anderen Seite würde ich mir schwere Vorwürfe machen, wenn er den Kontakt zu seinen Kindern verliert, weil er mit mir zusammen wohnt.
Sorry für den langen Text, vielleicht ist hier ja jemand, der mir helfen kann ??
Liebe Grüße, Nilaa2707
Bisherige Antworten

was tun ?

Hallo Nilaa,
das ist ja wirklich ein blöde Situation. Ich kann Deinem Freund nur dringend raten, sich mit seiner Frau zusammen zu setzen und das weitere zu besprechen. Dass seine Frau ziemlich verletzt und gekränkt ist, kann ich gut verstehen, ich war auch mal in Deiner Situation und habe ähnliches mitgemacht wie Du. Da die Mutter der Kinder sich wahrscheinlich nicht wirklich auf ein ruhiges und sachliches Gespräch einlassen kann, wäre ein Treffen beim JA bzw. einer Beratungsstelle (dann ist es weniger offiziell) sinnvoll. Dort können Lösungen ausgehandelt werden, und weil eine Fachperson da ist, kann es auch nicht eskalieren. Auf jeden Fall sollte Dein Freund dieses 'Spiel' nicht länger mitmachen. Sind sie verheiratet? Dann hat er ja auch das Sorgerecht und kann genauso bestimmen, seine Kinder zu sehen. Aber das ist natürlich graue Theorie... Je länger Dein Freund mitmacht, desto eher sieht es so aus, als sei er mit dieser Regelung einverstanden. Ausserdem brauchen ja auch die Kinder feste Zeiten, auf die sie sich freuen können. Den Umgang zu verbieten, wenn Du dabei bist, das geht nicht. Dein Freund wird trotz schlechtem Gewissen um seine Kinder kämpfen müssen. Und wenn das nicht ohne Unterstützung des JA geht, dann eben mit. Vielleicht kann man sich da auch beraten lassen? Die Mutter hat jedenfalls kein Recht, den Umgang derart zu begrenzen und zu reglementieren. Wenn die Kinder beim Vater sind, bestimmt er. Ein Anwalt wäre sicher die letzte Lösung, weil es ab dann nur noch Gegner gibt, und da Dein Freund die Mutter noch eine Weile braucht für seine Kinder, und ein Anwalt vertieft häufig nur noch die Gräben. Aber wenn sie sich gar nicht einsichtig zeigt, dann geht natürlich auch das. Versucht, dass sie sich mit Deinem Freund an einen Tisch setzt, in einer Beratungsstelle oder wo auch immer.
Viel Glück!
LG
Regine

was tun ?

Hi Regine,
lieben Dank für deine Tipps, jetzt muss ich sie nur noch an den Mann bringen ;-)
Ich sehe es genauso wie du, es ist ein Spiel, das leider auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird....und je länger es dauert, desto schwieriger wird es vermutlich auch nachher für mich, weil es für die Kinder so aussieht, als wolle ich ihnen den Vater wegnehmen, was definitiv überhaupt nicht stimmt.
Bin auch ein Scheidungskind, aber bei uns lief das damals alles ganz anders ab, ruhig und sachlich und zum Wohle der Kinder.
GLG Nilaa

was tun ?

Hallo Nilaa,
ich denke, Dein Freund muss begreifen, dass es hier nicht um seine Gefühle geht, sondern dass er verpflichtet ist, dafür zu sorgen, dass seine Kinder regelmässigen Kontakt zu ihrem Vater haben. Die Mutter ist das auch, aber sie will das im Moment nicht sehen oder verwirklichen. Wie gesagt, es ist die Pflicht Deines Freundes als Vater, Kontakt mit seinen Kindern zu haben - ihretwegen. Die Kinder werden es ihm später vorhalten, Du hast uns hängenlassen. Die Begründung, die Mutter hätte ihn nicht gelassen, werden sie überhaupt nicht akzeptieren. Er ist erwachsen, er kann Rechte durchsetzen.
Das grösste Problem sehe ich allerdings darin, dass Du Dich um diese Dinge kümmerst, Dein Freund hingegen eher die Situation nimmt, wie sie im Moment ist. Zu sehr solltest Du Dich auch nicht reinhängen (sage ich aus eigener Erfahrung...), denn schlussendlich ist es seine Sache. So schwer es als Zuschauer auch fällt....... Nur er kann etwas ändern!
Alles Gute für Euch!
Regine

was tun ?

Hi nochmal,
ja, stimmt, das Zuschauen fällt mir unendlich schwer, denn ich hab das Gefühl, die Kinder leiden, daran fühle ich mich als Auslöder schuldig und kann es dennoch im Moment nicht ändern. Seine Frau sagt ihm immer, dass die Kinder
weniger traurig sind, wenn sie nicht ständig durch Anrufe und Besuche daran erinnert werden, das er ja nun weg ist....völlig ätzend, diese Sichtweise, die die Kinder so ganz sicher nicht äußern. Mein Freund gibt sich jetzt mit einmal sehen pro Woche für 3-4 Std zufrieden, meistens auch nur ein Kind, denn er will ihnen ja nicht schaden .... Ich werde versuchen, ihn vom Gang zum JA zu überzeugen, und ansonsten nehme ich mir jetzt deinen Ratschlag zu Herzen, mich da nicht mehr so reinzuhängen !!
Dir auch alles Gute, Nilaa

was tun ?

Hallo,
habe gerade diesen Beitrag gelesen und möchte Dir auch nochmal sagen, dass Dein freund ein recht darauf hat seine Kinder regelmässig zu sehen. Das was die Mutter da macht ist nicht ok, auch wenn ich ihre verletztheit verstehen kann, darf sie das nicht auf die Kinder übertragen. Bei uns lief die Scheidung damals zum Glück so ab dass Besuchs- und Umgangsrecht ganz aussergerichtlich festgelegt wurde.
Und was das einmischen angeht, ich bin ja sozsagen die "andere" Seite es sind meine Kinder um die es geht, ich kann auch nur empfehlen erstmal raushalten. Mein jetziger Mann hat sich ganz lange rausgehlaten aus der Erziehung und was das ausmachen der besuche angeht hält er sich heute noch raus. Wir sind der meinung, dass ist eine Sach zwischen mir und meinem Ex, leider sieht die neue Frau von meinem Ex (er ist jetzt 2 Jahre mit ihr zusammen und 1 Jahr verheiratet)
das ganz anders versucht die kinder die bei meinem Ex wohnen (sind jetzt 14 und 16) zu erziehen, was natürlich nicht funktioniert und nicht auf gegenliebe stösst und will auch immer die Besuche regeln was schon zu mancherlei Unstimmigkeit geführt hat (vorher gab es die nie und alles war schön flexibel für beide seiten).
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Ich denke nicht dass sich die "Neue" oder der "Neue" sich alles gefallen lassen sollte, aber es ist besser Dinge die man ändern möchte mit dem Vater oder der Mutter zu sprechen und diese führen dann neue Regeln oder so ein. Auch die Besuchstermin sollten zwischen den Leiblichen Eltern vereinbart werden, dadurch entstehen weniger Missverständnisse. Ich kenne also beide Seiten ich hatte fast 11 Jahre sowohl Besuchskinder (meine 2 großen die seit der Trennung beim Vater leben) als auch 1 Kind das bei seinem Vater Besuchskind war (er hat fast 11 Jahre bei mir gelebt).
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Ich wünsche Euch und vorallen den Kindern, dass sich bals eine vernünftige Regelung findet
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Liebe Grüße
Nicole mit 4 Kindern (Ana & Samu 3 1/2 Jahre, Vicky & Juli 3 1/2 Monate) und
3 Besuchskindern (Janosch 16 J.; Nina 14 J. und Hannes 12 J.)

was tun ?

Hi Nicole,
lieben Dank für deine Antwort - wow, du hast 2 Zwillingspärchen ? Das ist ja cool !! und ja jede Menge Erfahrung mit Besuchskindern ;-)
Weisst du, ich will mich ja gar nicht einmischen, ich kenne die Kinder nicht und werde sie, davon ist jetzt auszugehen, auch niemals kennenlernen. Das Problem ist, das mein Freund - wohl aus Schuldgefühlen hinaus, er ist schliesslich gegangen - macht, was seine Frau sagt, mal will sie, das er die Kinder sieht, dann wieder nicht, mal darf er in 'ihre' Wohnung, mal nicht, mal will sie, dass er die Kinder zu gemeinsamen Unternehmungen abholt, dann will sie, dass er den Tag mit ihnen in 'ihrer' Wohnung bleibt (was für mich wieder schwer ist, denn sie ist ja auch dabei)....usw usfort. Also, nichts, worauf sich die Kinder verlassen können, sich freuen können, alles spontan aus der Laune der Mutter heraus, was es für die Kinder - und für mich auch - sehr schwer macht.
Gemeinsame Unternehmungen am Wochenende gibt es nicht, da ist er bei den Kindern und da die mich nicht kennenlernen dürfen - und mein Freund sich gegenüber seiner Ex nicht durchsetzen kann oder mag - ist auch eine Änderung leider nicht in Sicht.
Ich hatte ihm all die Vorschläge/Hinweise gegeben, die in den anderen Emails drin waren, aber er will oder kann nicht aktiv werden und ich habe echt Angst, das es irgendwann darauf hinausläuft, dass er seine Kinder nur noch ganz wenig sieht und so den Kontakt allmählich verliert, oder ganz oft sieht und dann unsere Liebe auf der Strecke bleibt....wir arbeiten beide viel und wenn man die wenige Freizeit dann immer getrennt verbringen muss, ist das schon arg. Und in den Sommerferien ...Urlaub mit mir geht ja nicht, also sieht es im Moment nach mehrwöchigem Urlaub mit kiddies und ohne mich aus....ist schon alles arg belastend... (und ich befürchte, das ist genau das, was seine Ex anstrebt).
Hoffentlich gibt es für alle Beteiligten irgendwann ein Licht am Ende des Tunnels, ich wünsche es mir sehr !!!
Dir und all deinen Kiddies alles Liebe,
Nilaa

was tun ?

Hallo Nilaa,
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ich denke (ohne Dir Schuld zu zusprechen) dass es tatsächlich Eure Beziehung die ja wohl der Grund für die Trennung war ist die die Probleme verursachen.
Das war bei uns halt nie der Fall, ich habe mich so getrennt, ohne neue Beziehung, meinen jetzigen Mann habe ich erst nach der Trennung kennengelernt.
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Die Ex versucht vielleicht tatsächlich Euch auseinander zubringen in der Hoffnung dass er dann zu ihr zurück kommt. Ihr wechselndes Verhalten zeigt ihre Unsicherheit, ihre Verzweiflung, so denke ich mal. Irgendwo kann ich sie ja auch verstehen (so blöd die Situation auch ist für Euch), da kommt ne andere Frau schnappt mir den Mann weg und jetzt will die auch noch meine Kinder. Und vermutlich wird sie immer noch im Hinterkopf die Hoffnung haben dass er zurück kommt, sie will ihn zurück erobern, weiss aber nicht wie. Solange Dein Freund da nicht eingreift wird das vermutlich nicht besser werden. Es ist Schade dass eine Trennung mal wieder auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird.
Ich hab damals sogar freiwillig meine 2 Ältesten beim Vater gelassen um genau das zu vermeiden. Viele können es nicht verstehen, das eine Mutter so was "schlimmes" tut, aber mein Ex-Mann wäre aus Rache und Enttäuschung vor Gericht gezogen und hätte (auch mit vielen Unwahrheiten) versucht mir alle Kinder weg zu nehmen, so hatte ich wenigstens noch 1 Kind und die 2 Besuchskinder die ich regelmässig sehen konnte und auch noch kann. Den Kindern ging es bis zur wiederheirat meines Ex vor einem Jahr gut, jetzt ist leider sehr viel Streit in der neuen Familie, weil die Kinder nicht so funktionieren wie die "Neue" es will. Naja mal abwarten was da noch so kommt ....
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Liebe Grüße
Nicole

was tun ?

Hi again,
ja, in allem hast du völlig Recht ! Ich bin übrigens auch ein Scheidungskind, meine Mom hatte nen Neuen und wir sind bei meinem Dad geblieben, völlig ohne Krach, ganz freundschaftlich und fair geregelt. Also kenne ich auch beide Seiten, und bin deshalb wohl auch so enttäuscht, das es bei uns im Moment nicht besser geht.
Nein, ich will echt niemandem die Kinder wegnehmen, im Moment kämpfe ich eher für die Kinder, dass sie regelmässig ihren Dad sehen dürfen, mit ihm telefonieren dürfen, wir wohnen ja noch nicht mal zusammen, weil die Ex gleich klargemacht hat, dass seine Kinder dann niemals bei ihm übernachten dürfen...selbst den Urlaub planen wir alleine, damit seine Kinder bei ihm bleiben können ...schon arg, denn dann sehen wir, mein Freund und ich, uns halt etliche Wochen gar nicht. Ja, Ziel von der Ex ist sicher, uns auseinander zu bringen, um ihn dann wieder zurückzubekommen....aber wenn ich versuche, mich gegen diese Strategie 'zur Wehr zu setzen', dann geht das nur zu Lasten der Kinder, und deshalb lasse ich es und hoffe, dass mein Freund irgendwann im Sinne aller die Notbremse zieht.
Ich freue mich für dich, dass es bei dir alles so gut ausgegangen ist, und das das Arrangement, das ihr gefunden habt, am Ende für alle gut war !!
Liebe Grüße, Nilaa

was tun ?

Hi Nila!
Dein Freund muss zum JA und sich dort Hilfe holen.
1. Schritt also JA, Bitte um Einladung zu einem gemeinsamen Elterngespräch.
2. Diese wahrnehmen, ggf. an eine Familienberatung/Mediation verweisen lassen
3. Wenn das nicht funktioniert, zum Anwalt, Umgangsklage ans Gericht
4. Gericht regelt Umgangsrecht pro Vater, weil das Recht auf Umgang den Kindern und dem Elternteil zusteht (BGB) und die Mutter die PFLICHT hat, diese zu fördern.
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Was der Vater während des Umgangs macht:
1. muss er nicht mit der Mutter absprechen
2. kann er mit den Personen seiner Wahl
3. am Ort seiner Wahl
machen.
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In meinem Profil findest Du die 20 Wünsche von Scheidungskindern. Ausdrucken, Muttilein zukommen lassen.
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Kleiner Tipp: Umgangsklage vor Gericht so einreichen, dass ihr die Maximalforderungen stellt, so dass bei Kürzungen immer noch ein guter Schnitt bei rauskommt. Denkt auch an zB Hl Abend und Silvester im Wechsel, Geburtstage der Kinder ebenfalls, auch an eure und Omas Opas Geburtstage, etc. pp.
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Und im Urteil zwangsgeldbewehrt erstellen lassen, d.h., boykottiert Mütterlein den Umgang, kann sie blechen.
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Er sollte sein Sorgerecht wahrnehmen, das heißt: in die Schule gehen, Gespräch mit Lehrern suchen, sich präsent zeigen, darauf hinweisen, dass GSR besteht. Interesse an den Kindern zeigen.
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Und ganz wichtig: beim JA ALLES an Fiesheiten abprallen lassen, was die PAAREBENE der Eltern angeht. "Exhasi, ich möchte mich mit Dir über UNSERE Kinder unterhalten. Unsere Vergangenheit tut hier nichts zur Sache!" Es geht NUR um die Elternebene, NICHT um irgendwelchen Paarschnulli.
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KM muss lernen, dass sie die Paarebene von der Elternebene trennen muss. Und glaub mir, das Gericht hilft ihr dabei ;)
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Er darf keine Zeit verstreichen lassen! Umso länger er wartet, desto schwieriger.
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Alles Gute, Conny

was tun ?

Hi Conny,
wow, das sind ja viele Infos, ganz herzlichen Dank !! Ich sehe es genauso, je länger man wartet, desto schwieriger wird es. Aber im Moment wird halt alles blockiert, selbst regelmässige Anrufe zu bestimmten Zeiten gehen nicht, dann geht sie ran und sagt, dass die Kinder keine Lust/Zeit haben, nicht da sind/fernsehen/nur traurig sind, wenn sie ihn hören etc. Also total daneben, den Kindern wird der Vater entzogen und ich fühle mich ganz schlecht, weil ich ja 'Auslöser' des Dramas bin. Ich werde versuchen, meinem Freund deine Lösungsmöglichkeiten nahezubringen, hoffentlich wirds was ;-)
GlG Nilaa

was tun ?

Ich wünsche euch viel Glück!! :) Halt uns auf dem Laufenden!
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LG Conny
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