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Mein Sohn Deryck Joel kam nachts um 2.52uhr per Notkaiserschnitt zur welt.
Er lag eigentlich mit dem Kopf nach unten.
Meine Fruchtblase platzte um 22.30uhr und danach fuhren wir ins Krankenhaus, als wir ankamen gingen die Wehen los. Als der Muttermund 10 cm offen war, hoffte ich das er endlich kommen würde aber er kam nicht. Der Arzt meinte wir müssen einen Kaiserschnitt machen aber die Hebamme meinte das schaffen wir so. Sie schloss den Wehentropf an und drehte ihn immer höher ich zitterte nur noch und schrie. Seine Herztöne wurde auch immer unregelmäßiger, weil ich auch nicht mehr vernünftig atmen konnte.
Ich sollte dann pressen, versteh aber bis heute nicht warum.
Der Arzt kam dann nach einer Weile und schaute nochmal nach und sagte er schafft das nicht und sofort standen lauter Ärzte um mich rum und schwestern.
Dann würde mir gesagt das eine PDA gelegt wird und ein Kaiserschnitt gemacht werden muss, da der Kleine es nicht alleine durch den Geburtskanal schafft.
Als sie anfingen merkte ich wie mein Blut auf meine Hand tropfte und wenig später hörte ich ihn schreien, sie zeigten ihn mir nicht. Als sie mich wieder zunähten hörte ich ihn die ganze Zeit schreien und dann irgendwann hörte ich nichts mehr, denn er wurde wegen Anpassungsstörungen in ein anderes Krankenhaus gebracht. Am nächsten Tag wollte ich ins andere Krankhaus aba ich begam einen Kreislaufzusammenbruch und musste noch einen Tag da bleiben. Am nächsten Tag saß ich beim essen und sah eine Schwester die mit einer Babyflasche aus einem Zimmer kam und dann brach ich in Tränen aus. Irgendwann kam dann eine Ärztin und ich sagte zu ihr :" Jetzt habe ich ein Baby und habe es noch nie gesehen. und wenn ich heute nicht entlassen werde, gehe ich zu fuß zu dem anderen Krankenhaus". Ich wurde dann überwiesen und hielt ihn zum ersten mal im arm. Er hattte einen ganz blauen Kopf, denn er knallte bei jeder Wehe an mein Becken, er bekam 2 Tgae lang Schmerzmittel.Ich saß abends mit meinen Freund an seinem Bett denn er lag auf der Intensivstation, er schlief so süß und ich streichelte seinen kopf ganz leicht und da sagte eine Kinderkrankenschwester ich solle ihn nich anfassen, denn ich würde es ja auch nicht mögen, wenn man mich beim schlafen streicheln würde. Seit diesem Tag weinte ich nur noch, hab nichts mehr gegessen und traute mich kaum noch zu meinen eigenen Kind. Am 4.ten Lebenstag stellten sie beim ihm ags fest ein gendefekt, dass heisst er kann kein cortison alleine bilden. Danach bat ich die Ärztin mich zu entlassen, weil ich mich nicht ablenken kann im krankenhaus und sie tat es. Er lag dann noch weitere 3 Wochen im Krankenhaus. Danch durfte er nach Hause und ich habe mich vor meinem eigenen Kind geekelt, ich hasste es ihn anzuziehen, heulte nur. Er kam nach 2 Tagen nochmal ins Krankenhaus wegen Flüssigkeitsverlust. Als ich ihn danach zuhause hatte war alles wie es sein sollte. Aber manchmal empfinde ich nur eine kind-erzieherbeziehung zu ihm und manchmal empfinde ich ihn als last. Aber ich liebe meinen Sohn über alles und ich könnte immernoch weinen, wenn ich an diese Geburt denke, ich wünschte er wäre ganz normal geboren worden und wir hätten die 2 stunden im kreissaal als familie gehabt oder sie hätten ihn mir einfach gezeigt, denn ich wusste 2 Tage lang nicht wie mein Sohn aussieht, ich denke das ist der Grund warum ich manchmal noch so empfinde. Ich wünsche jeder Frau auf dieser Welt eine normale Geburt und das sie ihr Kind in max 7 Tgae mit nach Hause nehmen darf.
Bisherige Antworten

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Hallo
Ab und zu lese ich hier und mich hat Dein Beitrag grad sehr betroffen und traurig gemacht!
Schlimm, was ihr erlebt habt! Das KH Personal schrecklich!!! Die hatten ja keine Ahnung, Berührungen und Känguruhen ist für die Babys ja total wichtig und hilft ihnen ja auch (ich hätte die Schwestern angebrüllt!)Für die Zukunft als Mama mit Deinem Deryck Joel wünsche ich Dir ganz viel Kraft das schlimme zu verarbeiten und vergiss bitte nie, Dein Kleiner und Du könnt nichts für das erlebte!!! Ich wünsche Euch eine gute schöne innige Beziehung und vergiss nicht es ist nicht immer einfach Mama zu sein und es ist anstrengend egal wie die Geburt war, wichtig ist, dass man wenns nicht mehr geht hilfe holt, den Kleinen mal der Oma oder sonst einer vertrauten Person bringt und sich wieder auftanken kann...
Wie wärs mal einen Babymassage Kurs mit Deryck zu besuchen? Versuchen das verpasste aufzuarbeiten die Nähe und die Kuscheleinheiten?
Euch ganz viel Liebe und Gesundheit und viel Kraft das erlebte zu verarbeiten!
Liebe Grüsse
Nadja

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Hallo Nadja!
Weißt ich hatte einfach nicht mehr die Kraft auf diese Situation zu reagieren.
Ja, dass ist eine sehr gute Idee. Ich danke dir :-)

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Hallo Nadja
Bin gerade per Zufall auf deine Nachricht gestossen....
Wie geht es Dir? Und der Familie? Wie entwickelt sich Dein Sohnemann? Alle gesund?
Bei uns läufts prima. Patrick ist nun bald 10 Monate alt. Seit zwei Wochen krabbelt er, steht überall auf und läuft am Laufgitter entlang. Wahnsinn, war er gerade für einen Entwicklungsschritt gemacht hat. Noch vor zwei Monaten drohte die Kinderärztin mit Physiotherapie, weil er wie ein Kartoffelsack auf dem Rücken lag... Tja, so schnell kann sich alles ändern.
Letzte Woche war ich für eine Woche auf Djerba, mit den drei Kindern und meiner Mutter. Es war eine ganz spontane Entscheidung und wir hatten eine super Zeit. Entgegen meinen Befürchtungen lief alles super, den Kinder und mir hats gefallen. Es tat gut, so eine Woche Erholung...
Im Moment ist bei uns auf dem Betrieb Hochsaison. Wir sind zudem voll in der Planung für einen neuen Stall, jetzt gerade an der Eingabe des Baugesuches. Wenn alles rund läuft, möchten wir im August anfangen mit bauen. Dann wird uns eine mind. 8 Monatige Bauzeit bevorstehen, die sicher nicht immer einfach laufen wird. Wir wollen soviel wie möglich mit Eigenleistung machen...
Ansonsten gehts allen gut, ich denke oft an letztes Jahr. Bald wird es ein Jahr her sein, dass ich gestürzt bin... Mann, das war rückblickend eine grauenvolle Zeit, das Liegen im Spital. Nur liegen und warten. Keine Ahnung, wie ich das 4.5 Wochen ausgehalten habe... und dann noch die Sache mit Patrick. Der Beitrag vorhin hat mich gerade ein wenig daran erinnert... War ja bei uns auch nicht sehr einfach.
Naja, die Zeiten haben sich geändert, Patrick geht's gut...
Sende dir noch ein Bild von unseren Ferien....

Lieber Gruss, Ramona

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Hallo,
ich verstehe auch die Frauen nicht, die einen geplanten KS möchten. Das du ihn manchmal als Last empfindest ist ganz normal, das hat jeder Mal, aber es ist bei dir dann so,d aß du direkt auch ein schlechtes Gewissen dabei hast. Schade, daß du keine schöne Anfangszeit hattest und das dein Baby krank ist. Ist das gut behandelbar ?
Der Kommentar der Ärztin ist mir schlicht unverständlich- warum soll eine Mutter nicht ihr Baby mal streicheln dürfen. Die Baby´s empfinden das als sehr schön.
LG TEmbo

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Hallo!
Ja, es ist behandelbar mit Medikamenten, einfach künstliche zufügung von Cortison, mehr ist es nicht.
Ja, dass habe ich auch nicht verstanden aber ich hatte einfach nicht mehr die Kraft auf die Ärztin zu reagieren.
Ich danke dir :-)

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Hi,
ich hoffe, es geht dir besser. Jede Mama ist unsicher, ob sie alles mit dem Baby im griff hat und manchmal ist man einfach müde und überfordert und wünscht sich das Baby zurück in den Bauch.
Eine Bekannte hat zu mir mal gesagt, man weiß, daß sich durch ein Baby das ganze Leben verändert doch man weiß nicht wie. Klar hat man seine Vorstellungen und in der Werbung lachen die Baby´s ihre ausgeruhten Mütter an. Die Realität ist eine andere. Übernächtigte Mamas, die den Haushalt nicht mehr auf die Reihe kriegen. Ein kleines Menschlein, der einem den Tag bestimmt und man muß das alles erstmal hinkriegen und neu organisieren.
Beim 2. Kind hat man andere Erwartungen und ist froh, einfach nur einigermaßen über den tAg zu kommen. Aber es wird besser und du darfst als Mutter nicht an dir zweifeln. du bist eine gute Mutter auch wenn der Start nicht der beste war.
alles Gute Tembo

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hi
Ja es geht uns besser.
Ja da hast du recht, du sprichst mir aus dem Herzen :-)

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Hi,
ich hab jetzt beim 2. Kind echt alles gemacht, um es spontan zu schaffen, doch es hat nicht sein sollen. dieses mal war ich aber ganz anders drauf vorbereitet und mit Spinal war das ne ganz neue Erfahrung. Ich hab das Baby gesehen und hatte ihn hinterher im Arm. ER hat in meinen Armen geschlafen und ich war rundherum glücklich. Am nächsten Tag bin ich aufgestanden und hab mir die Zähne geputzt. Alles Dinge, an die nach dem 1. KS überhaupt nicht dran zu denken war.
Ich kann dir Mut machen, falls ihr nochmal ein Baby möchtet, daß es selbst falls es wieder ein KS werden sollte, es nicht nochmal traumatisch sein muß-es kann aber auch spontan klappen. Meine Freundin hat 1 KS-Kind und danach 3 X spontan entbunden ohne Probleme.
Genieße die Zeit solange sie noch so klein sind, die Kids werden sooo schnell groß.
Alles Liebe Tembo

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Hi
Nein, ich möchte nicht nochein Kind.
Ich würde zwar gerne noch erfahren was für ein gefühl eine spontangeburt ist aber ich will den Stress danach nicht nochmal erleben.
So lieb ich meinen Sohn habe aber es nervt einfach viel zu oft und raubt mir meine Spontanität. Und das ist es mit einfach nicht wert, mir reicht ein Kind.
Jeder muss eben seine ENtscheidung treffen.

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Hallo,
ich habe die Kinder 6 Jahre auseinander,wollte nie einen so großen Altersabstand haben, aber jetzt weiß ich ich Vorzüge zu schätzen. Wenn ich mich morgens noch fertig machen will und der Kleine nörgelt, kümmert sich der stolze große Bruder um ihn.
Beim ersten Kind hab ich auch den Verlust meiner Unabhängigkeit bedauert und ich war auch immer sehr durchorganisiert und plötzlich bestimmt ein Zwerg einem den Tag. Aber jetzt genieße ich es in vollen Zügen-das Muttersein. Und an meinem 6jährigen sehe ich, wie schnell die kleinen groß und unabhängig werden. dAs geht schon mit dem Kiga los.
vielleicht überlegst du es dir nochmal. Aber ich bin kein Verfechter der Meinung 1 kind ist kein Kind. DAs muß jeder für sich entscheiden-es ist ja auch eine finanzielle Entscheidung. 1 Kidn kriegt man immer mal unter, wegen Arbeiten oder freizeit, das wird mit 2 Kindern schon wieder anders. Und man will den Kindern ja auch was bieten wie zb. Urlaub, Klamotten, Freizeitangebot das kostet alles echt Geld. Unser 6 jähriger macht Englisch und Musikschule, Schwimmkurs haben wir auch schon hinter uns gebracht. Der kleine geht mit mir zur Babymassage und in wenigen Monaten zum BAbyschwimmen/Sauna. Das leppert sich zusammen.
So bis bald Tembo

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hi
Ich würde sehr gerne nochmal eine schwangerschaft erleben und eine spontane Geburt aber das was
danach kommt, ist mit einem Kind schon manchmal so nervig. Gut da ich ja ab August mein letztes Jahr
als Erzieherin machen, muss stehe ich unter einem ganz anderen Druck, ich denke das viel daran liegt
da ich immerzu an die Ausbildung und den Prüfungen denke , ich habe seit der Geburt nicht einen Tag
wo ich mal nicht daran gedacht habe.
Wenn ich irgendwann nochmal auf die Idee kommen sollte, mich nochmal für ein Kind zu entscheiden
möchte ich 2 Jahre in den Erziehungsurlaub gehen um die Zeit voll auszukosten und ohne Druck zu
geniessen.

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Hallo,
ich bin auch zuhause und genieße das voll. Es ist schon stressig, wenn man sich mit einem Säugling organisieren muß. Wenn man von einem Tag zum anderen nur mit dem Säugling beschäftigt ist und machen kann, wie man gerade drauf ist oder was anliegt und alles andere spontan entscheiden kann, ist es sehr schön. Ichhabe zum Glück viele Freunde und Bekannte, die tagsüber auch wegen ihrer Kinder zuhause sind. so habe ich auch mal Erwachsene mit denen ich mich unterhalten kann. Das ist viel wert. Ich hatte beim 1 Kind das Gefühl, an der Welt vorbei zu leben. DAs ist dieses Mal total anders.
Bis bald Tembo

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Hi
Das freut mich sehr für dich.
Aber für mich ist es im moment eher eine Bestrafung, so schlimm es sich anhört. Ich habe aber auch niemanden um mich herum mit dem ich reden könnte.
Ich bin froh, wenn der stress wegen meiner ausbildung von mir ist, dass ist sicher ein wesentlicher teil, weil ich mir nur sorgen mache, ob ich den widereinstieg in die ausbildung schaffe und auch die prüfung schaffe.
lg denise

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hallo Denise,
dann ist es ja gut, daß du dieses Forum hast, um dich auszutauschen. Bist du auch in einem Entbindungsforum ??? Ich bin im Jan/Feb.-Forum und es tut gut, daß es bei anderen auch zeitweilig chaotisch ist und sie daheim kaum was auf die Reihe kriegen. Melde dich ruhig, wenn dir das Herz überläuft-es tut gut, mal was loszuwerden und mal mit Erwachsenen zu reden.
LG Ilona/TEmbo

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hi ilona!
Ich danke dir für dieses Angebot.
Nein ich bin nicht in einem Entbindungsforum.
lg denise

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Hi Denise,
ich war schon in der SS im entbindungsforum und es ist richtig schön, wenn man sich jetzt mal austauschen kann, ob es anderen Müttern genauso geht.
bis bald Ilona

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hallo tembo,
wollte nur kurz was einwerfen. ich wollte bei meiner 2. tochter einen geplanten ks haben und ich hatte meine gründe dafür. ich denke, man darf darüber nicht urteilen, wenn man nicht die geschichten kennt, die dahinter stehen.
letztenendes bekam ich wieder einen nks, was meinen wunsch nach einem geplantem ks dann nur noch mal bestätigte. ich hatte eine richtige vorahnung gehabt, bloß gut.
bei allem anderem pflichte ich dir bei! körperkontakt ist sooo wichtig! meine große kam mit 650g zur welt. ich konnte sie auch erst am 2. lebenstag sehen, aber das nur, weil ich aufgrund meiner erkrankung hohes fieber bekam und deswegen einfach nicht zu ihr durfte. aber als ich an tag 2 zu ihr kam, ermutigte man micht gleich, sie anzufassen, zu streicheln, zu zeigen, dass ich da bin. denn das brauchte mein würmchen, um auch nur einen hauch von chance zu haben, zu überleben.
vg, nicki

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Hi nicki,
allein schon wegen der Komplikationen wie höhere Kinder- und auch Müttersterblichkeit nach dem KS und der längeren KH-Aufenthaltsdauer oder auch die oft vorkommenden Anpassungsschwierigkeiten der Kinder hat mich von dem geplanten KS total abgebracht.
Ich habe beim 1. Kind eine volle Woche Geburtseinleitung hinter mich gebracht und hatte dann den KS. Beim 2. Kind war es bedingt durch den Diabetes nur 2 Tage Einleitung und dann der KS, weil man nicht länger warten konnte. Ich hatte durch den KS einen Gebärmutterriß-das ist nicht prickelnd und eine Freundin von mir wurde beim 2. KS in die Blase geschnitten weil sie Verwachsungen durch den 1. KS hatte. Das passiert bei spontan nicht und man ist direkt nach der Geburt im Normalfall wieder recht fit. Ich kam mir vor wie eine 100jährige Oma. Die Gebärmutter zieht sich nicht mehr so gut zusammen usw. Mein FA empfiehlt ab dem 2. KS die Sterilisation. Es mag ja sein, daß Prominente wie zb. Prinzessin Caroline von Monaco 5 Kinder per KS gekriegt haben, doch es ist eher die Ausnahme und mit jedem wird es schwerer.
LG Tembo

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Hallo Tembo,
das tut mir leid, dass du so schlechte Erfahrungen hattest. Mein 1. NKS war nötig. Denn ich war 26+5, seit 8 Tagen im KH und seit 8 Tagen bei jedem CTG (5mal am Tag) am zittern...ist es nun soweit. Dass Talissa würde geholt werden müssen, das sagte man mir bereits an Tag 1. Ich hab nicht dran geglaubt, schon gar nicht, dass ich nicht mehr mit Kind im Bauch heim gehe. Was habe ich beim 1. Kind von Wassergeburt etc. geträumt!
Tja, leider bekam ich das Hellp (SS-Vergiftung) und sowohl meine Tochter als auch ich spielten Wettlauf mit dem Tod. Die Ärzte waren nicht leichtfertig. Holten sie nicht sofort und beobachteten mich genau. Sie wollten ihr die Chance auf einen Hauch Leben geben. Aber an Tag 8 ging nichts mehr. Ich bekam hohes Fieber, ihre Herztöne fielen massiv ab und das nur noch, NKS. Mit 650g kam Talissa zur Welt. Für mich stand fest, das schafft sie nicht, sie wird nicht leben können. Zwischen meinen Beinen musste sie reanimiert und intubiert werden. Sie benötigte Stickstoff, da Sauerstoff für ihr Lunge nicht reichte. Bloß gut schlief ich in dem Moment, es hätte mir das Herz zerbrochen.
Talissas ersten Wochen waren von sehr viel Angst begleitet. Sie stand dem Tod näher als dem Leben. Aber auf einmal wendete sich das Blatt und sie fing an zu kämpfen.
Uns für ein 2. Kind zu entscheiden, das war nicht einfach. Nur nach positiven Untersuchungen, das mit uns genetisch und immunologisch alles okay war, versuchten wir es und Amelie kam gleich beim 1. Versuch zu uns.
Auch bei ihr fing ich dann an zu träumen: ja, vielleicht doch Spontangeburt. Als ich dann in der 11. Woche wehen bekam, von da an Wehenhemmer nehmen mußte und ja sowieso in spezieller Therapie bei DEM Spezialisten für Hellp in Deutschland war, änderten sich meine Gefühle schnell. Ich hatte solche Angst, das uns das wieder passierte. Die Tage, als sich die 26+5 von Talissa näherten, waren so furchtbar. Nur mit vielen Beruhigungshelfern schaffte ich die. Aber mein Entschluss zu einem geplantem KS stand fest. So wußte ich, sie kommt ca. 10 Tage vorher raus, es passiert nichts. Das war bei mir im Kopf drin. Ich war nicht frei für eine normale Geburt.
Am 18.10. sollte der geplante KS sein. Am 11.10. bekam ich Wehen, 19 Tage vor ET. Mein Gott war ich glücklich, überhaupt bis dahin gekommen zu sein. Ich überwand mich selbst und sagte mir: sie hat entschieden. Vielleicht ist das das Zeichen- Mama, ich will so kommen.
Die Wehen waren schon recht gut und ich bereits seit 43h dabei (beginnend von FA-Termin, die mir Wehen bestätigte und mich ins Kh überwies). Leider ging der Mumu nur 2cm auf. Und beim CTG dann (KS war für 14.10. angesetzt, aufgrund der psychischen Hintergründe und der Belastung meine KS-Narbe), am 13.10 gegen 17 Uhr, fielen die Herztöne auf einmal so rasant ab, dass es einen riesigen Alarm vom Gerät gab.
Es sprangen Hebammen auf mich, die Ärztin spritzte erst nen Wehenhemmer und versuchte von unten den Kopf hochzuschieben, um zu stimulieren. Aber Amelie wollte sich nicht erholen und es wurde wieder ein NKS.
Und ich war froh drüber. Denn wieder hatte ich unbändige Angst, dass mein Kind stirbt.
Ich glaub, ich war vom Kopf her NIE frei gewesen. Im Nachhinein bin ich über beide Ks sehr froh, denn beide retteten meinen Kindern das Leben und ich fühlte mich nach beiden sehr viel fitter wie die Mamas, die mit mir normal entbunden haben.
Tja, eine Sterilisation, der hätte ich sofort zugestimmt. Leider kostet das hier in Deutschland soviel Geld, und einfach durchschneiden, weil eh schon auf ist, das machen sie natürlich nicht, auch wenn man es noch so ausdrücklich wünscht.
LG, Nicki

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Hallo Nicki,
Talissa ist ja ein toller Name. Wenn es bei uns ein Mädchen geworden wäre, hätte ich gerne eine Emily gehabt. Aber so haben wir zwei Jungs. Ich bin sterilisiert worden KOSTENLOS mit dem KS in einem. Das scheint wohl von KH zu KH unterschiedlich zu sein ??? Ansonsten kostet der Eingriff 600 Euro bei der Frau, beim mann die HÄlfte. Da aber schon auf ist, machten sie das direkt mit.
Ich hatte beide Male echt komplikationslose SS. Leider hatte ich nach dem 1. Baby 2 Fehlgeburten, danach die genet. Untersuchung-ergebnislos und ich wurde und wurde einfach nicht mehr schwanger. Wir haben zwischen unseren Kindern 6 1/4 Jahr differenz. Ich wollte das eigentlich nie haben, aber heute bin ich recht froh drum, der große ist schon sooo selbständig und hilft mir sehr mit seinem kl. Bruder. Über Freunde und Bekannte, die fragen, ob ich enttäuscht bin, kein Mädchen bekommen zu haben, weil ein Pärchen wohl das nonplusultra ist, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Zwei gesunde Kinder zu haben ist einfach ein Geschenk. Nachdem wir dieses zweite Baby nur per Insemination bekommen konnten, bin ich einfachnur froh, überhaupt nochmal ein bAby bekommen zu dürfen.
Ich habe mir vor der Sterilisation auch darüber gedanken gemacht, ob wir nicht vielleicht doch mal auf ein Mädchen üben sollten. Doch nach dem Gebärmutterriß würde ich eh mein Leben und das des Kindes nicht aufs Spiel setzen.
Was hab ich geträumt von der Wassergeburt usw. Aber das war nach dem 1. KS schon erledigt. Hier lassen sie frauen nach KS nicht mehr in die Wanne. Dieses mal war ich froh, daß er gesund war.
Bis dann und alles Gute Tembo

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huhu tembo,
hier hieß es, eine sterilisation wird nur nach langem fachgespräch gemacht und muss selbst gezahlt werden, da keine medizinische notwendigkeit vorliegt. seit dem 1.1.2004 sollte das neu sein, sagten sie mir. und bei mir sprachen sie von 1500euro an kosten. na und die hab ich net so locker dafür drüber.
zumal ich es nicht verstand. denn schon zum 2. kind riet man mir aufgrund der extremfrühgeburt von talissa an und mit 2 kaiserschnitten, das ist eh nicht mehr so prall. mal ganz abgesehen davon, dass ich eine 3. schwangerschaft nie im leben haben möchte. auch wenns schlimm klingt, aber das wäre echt das schlimmste, was meinem körper und auch meiner seele passieren könnte.
amelie, meine kleine, kam zwar dann gesund zur welt und war für 17 tage vor et mit 3240g gut dabei, aber mit ihr hatten wir so große probleme, das hat fast unsere familie zerbrochen.
sie wollte nicht trinken, mußte ab und an mit magensonde ernährt werden, war viel im krankenhaus und man tat es immer als anpassungsstörung ab. erst das spz, das uns ernst nahm, erkannte, wie schlimm die lage war und wir bekamen einen notfallplatz und einer der drei kliniken für eßstörungen im kleinkindalter, in münster. dort war amelie 4 wochen stationär aufgenommen und mit deren hilfe schafften wir es, dass sie verstand, dass man und warum man trinken und essen muss.
8 monate mußten wir alle uns quälen, bis wir hilfe bekamen. vorher hat man uns teilweise für dumm verkauft und die ärzte in münster waren geschockt.
nur kurz: amelie trank nur im schlaf, wenn sie nichts merkte. wollte man sie im wachzustand füttern, schrie sie sich die seele aus dem leib. nach 60min schreien hat sie aufgegeben, ist eingeschlafen und hat getrunken. leider aber dann auch sehr vieles wieder erbrochen. es war eine furchtbare zeit.
wenn ich sie heute sehe, wie sie uns die haare vom kopf ißt, wahnsinn. und sie holt nun auch an gewicht auf. mit nun 18 monaten wiegt sie 9,3 kg. das hatte ihre schwester mit 25 monaten.
vlg, nicki
ps: wollte auch gern ein päarchen haben, als man mir sagte, dass amelie auch ein mädchen wird, da war ich einfach nur glücklich und um nichts in der welt würde ich eine der beiden hergeben wollen..niemals!!!

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Hallo Nicki,
dann ist mein KH aber ganz schön der Zeit hinterher, denn Colin wurde am 01.02.07 geboren und ich wurde in einem sterilisiert.
Ich hatte alle Zettel beim Termin "Vorstellung in der Entbindungsklinik" mitgenommen: Narkosezettel, KS-Zettel und sterilisation.
Alle Zettel hab ich ausgefüllt mitgebracht ins KH. Ich hatte 1 Wo vor ET noch einen Doppler wo mir gesagt wurde, meine Gebärmutter sei im narbenbereich dick genug für spontan. Was für ein Glück,d aß ich nach der 2. Einleitung keine Lust mehr hatte und ich voll genervt war, weil der Mumu wieder nicht aufging und außerdem die Wehen breiter (länger) und dafür zackeliger wurden. Ich kann es nicht anders beschreiben, auf jeden FAll war das bei Dion schon genauso und deshalb hab ich es wegen erfolglosigkeit abgebrochen und Termin für KS mit dem Oberarzt ausgemacht und fertig. Der hat zuerst auf mich eingeredet, weil sterilisation nicht rückgaenig zu machen sei usw. Ich hab noch witze gerissen, er könne mir ja zuerst das Baby zeigen und wenn es mir nicht gefällt, würde ich es mir vielleicht nochmal mit der Steri überlegen.
Nach der OP wo nur das vernähen der gerissenen Gebärmutter über 1Std. dauerte hat er dann gesagt, das sei die richtige Entscheidung gewesen und ich sollte auf weitere SS verzichten, wenn wir nochmals nachmittags eingeleitet hätten und die Gebärmutter mir da gerissen wäre, würde ich auf Wolke 7 sitzen mit Baby, weil ich verblutet wäre, bevor die überhaupt gewußt hätten, was ich habe.
LG TEmbo

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Hallo,
ich kann dich sehr gut verstehen.....
Schau doch mal in meinen Blog rein , da steht alles von meinem Kaiserschnitt am 12.03.07 von Baby Mia!!
Wenn du magst schreib mir einfach und wir können uns etwas unterhalten!!
Vielleicht hilfts ja??
LG Tanja
http://miasbuntewelt.blogspot.com/

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Hallo Tanja!
Deine Geschichte ist ja noch weitaus schlimmer, ich hätte fast mitgeweint.
Ich freu mich das ihr es beide geschafft habt. Und wie gehts dir jetzt?
Konntest du dich psychisch Erholen? Wie lange musste sie im Krankenhaus bleiben?
LG Denise

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Hallo Denise,
tut mir leid, daß ich mich jetzt erst melde!!
Baby Mia hält mich ganz schön auf Trab*g*
Ja, ich hab mich psychisch relativ gut erholt.
Allerdings muß ich dazu sagen, daß ich eh nicht so sehr zum Trübsal blasen neige.
Ich bin soooo froh über unseren Werdegang, daß ich denke schlimmer gehts nimmer und nun nach vorne schauen:-)
Es gibt zwar immer noch Momente wo ich fühle mir fehlt etwas, aber die Freude überwiegt!!!
Baby Mia gehts sehr gut zur Zeit!!
2 Wochen auf der Intensivstation haben zwar ihre Spuren hinter lassen, doch es geht immer weiter Bergauf!!!
LG Tanja

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hi tanja
das freut mich sehr für euch.
was fehlt dir?
lg denise

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Hi,
letztlich ist es eine Einstellungssache. Man kann einen Notkaiserschnitt / Kaiserschnitt als Drama aber auch als Geschenk empfinden. Meine Kinder und ich leben, wir sind gesund. Schwangerschaften und Geburt sind bei uns nur zweitrangig, wir wissen, wie schmal der Grat zwischen Katastrophe und Glück ist und wollen uns die Zukunft nicht durch die Vergangenheit ruinieren lassen. Mutter wird man eigentlich nicht durch die Geburt sondern durch das Leben mit einem Kind - sonst würden Adoptivfamilien nicht funktionieren. Meine Mutter hat mich spontan geboren - unter großen Schmerzen und mit viel Quälerei. Sie war glücklich, als bei mir beim 2. Mal der Kaiserschnitttermin feststand.
So wie es bei Dir gelaufen ist, sollte es eigentlich nicht sein. Hebammen, die auf Gedeih und Verderb eine spontane Geburt durchdrücken wollen und ein OP-Team, das einfach nur kalt funktioniert. Man kann einen Kaiserschnitt wie eine spontane Geburt gestalten - wenn mit Mutter und Kind alles ok ist und Zeit genug ist.
Bei mir gabs bei beiden OPs Probleme mit der PDA. Bei der Großen bin ich direkt nach der Geburt auf dem OP-Tisch kollabiert - ich konnte nicht mehr atmen, war bereit zu sterben und fand das in der Situation noch nicht mal schlimm. Bei dem Kleinen haben 3 Anästhesisten mit Mühe und Not verhindert, daß es wieder so extrem wurde, aber Komplikationen konnten sie auch nicht verhindern. Trotzdem wurden mir beide Kinder vor die Nase gehalten, auch wenn ich bei der Großen komplett bewegungsunfähig war. Gesehen habe ich sie erst, als mein Körper die Narkose nach Stunden abgebaut hatte, aber gehört habe ich sie und dieses Glücksgefühl werde ich nie vergessen - zumal ich sofort danach bewußt aufgehört habe zu atmen und sterben wollte. Den Kleinen habe ich kurz angefasst, aber ich war so mit atmen und überleben beschäftig, daß ich mich daran nicht mehr richtig erinnern kann.
Die ersten Stunden im Leben mit den Kindern gehören meinem Mann. Er hatte beide Kinder im OP sofort auf dem Arm, hat sie zum Wiegen gebracht und später in unser Zimmer im Kreißsaal getragen. Hätten sie in die Kinderklinik gemusst, wäre er mitgegangen und dort geblieben. Beim 2. Mal hatten wir dann ein Familienzimmer im KKH "gebucht", damit er im Notfall im KKH schlafen und 24 Stunden für den Kleinen hätte da sein können. Ich habe im KKH nur gestillt, um die sonstigen Bedürfnisse haben sich immer andere gekümmert, aber für mich war und ist das ok.
Eine Bekannte hatte nach einer vorzeitigen Plazentaablösung einen Not-KS, der dann auch sehr klinisch ablief. Geplant war - wie beim 1. Kind - Geburtshaus. Sie hat Jahre gebraucht, bis sie endlich ihren Frieden damit geschlossen hat. Anfangs fühlte sie sich ums Geburtserlebnis betrogen, später hat sie begriffen, daß der Kleine nur haarscharf überlebt hat und ihm der Not-KS und die medizinische Betreuung im KKH das Leben gerettet haben. Inzwischen zählt nur noch, daß er gesund ist und sich gut entwickelt.
Wir haben im 2. Geburtsvorbereitungskurs (männerfrei) sehr viel über die vergangenen Geburten gesprochen. Eigentlich hatte fast jede irgendein traumatisches Erlebnis und zusammen mit der Hebamme haben wir das aufgearbeitet. Schwangerschaften und Geburt sind ein harter und sehr gefährlicher Job, den früher sehr viele Frauen und Kinder mit dem Leben bezahlt haben. Ich bin beim Vorgespräch für den 2. Kaiserschnitt zufällig der Hebamme vom 1. Mal über den Weg gelaufen. Wir haben uns sehr lange über die Ereignisse damals unterhalten und das hat so kurz vor dem 2. Kaiserschnitt noch mal richtig gut getan.
Wenn Du merkst, daß es Dich zu stark beschäftigt, such Dir professionelle Hilfe. Es kann auch ein bißchen Wochenbettdepression im Spiel sein und Du musst damit nicht alleine klarkommen.
Die Babys, die man in den letzten Jahren tot irgendwo im Müll aufgefunden hat, waren alle spontan geboren, es gibt wirklich wichtigeres als die Art der Geburt.
LG
Claudia

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hi claudia!
Ja da hast du recht, dass es wichtigeres gibt aber ich kann mein Kind noch nicht 100% annehmen und das ist sehr schlimm. Ich hatte nicht die möglichkeit in das Gesicht meines Sohnes zu sehen und mein Partner auch nicht. Aber selbst wenn es wird immer ein schlimmes Erlebnis bleiben und ich möchte auch kein zweites Kind, nicht nur wegen der Geburt, ich würde gerne nochmal schwanger sein und ein Kind zur welt bringen aber der Stress danach ist einfach nicht das was ich möchte.
Aber ich danke dir für deinen Rat
lg Denise

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Hallo Denise,
Du musst Dein Kind auch nicht zu 100% annehmen. Mach es einfach so gut Du kannst, das reicht. Perfektion ist im Leben mit Kindern völlig unmöglich. Meine Große war ein sehr anstrengendes Schreikind und ich war mehr als einmal kurz davor, sie an die nächste Wand zu werfen. Anstrengend ist sie immer noch, aber wir haben auch sehr harmonische Phasen miteinander. Trotzdem bin ich heilfroh, wenn ich wenigstens mal für 2 Stunden abhauen und ganz alleine sein kann. Den anderen Müttern im Bekanntenkreis gehts ähnlich, also hat das nichts mit Rabenmutter zu tun sondern eher mit Selbsterhaltungstrieb. Es dauert ausserdem, bis man sich daran gewöhnt hat, daß ein Kind das eigene Leben komplett kontrolliert.
Wenn das Hormonchaos abklingt, die Kinder pflegeleichter werden und auch mal wieder Zeit für Dich übrig bleibt, wird es Dir besser gehen. Wenn Du mit einem Psycho-Doc nicht weiterkommst, versuch doch mal mit Deiner Hebamme zu reden. Bachblüten können auch helfen. Mach irgendwas für Dich, das hilft auf jeden Fall. Die Zeit heilt und vieles vergisst man auch, selbst wenn es mal sehr schlimm war.
Bei mir ist es anders. Ich möchte NIE WIEDER schwanger sein und ein Kind zur Welt bringen. Im Vergleich dazu ist der Alltag mit Baby völlig harmlos und die enorme psychische Belastung zweier Risikoschwangerschaften haben mir gereicht. Andere mögen von der Zeugung bis in den Kreißsaal joggen, ihr Kind rausquetschen und 2 Stunden danach wieder heimlaufen, bei mir ist das offensichtlich technisch unmöglich und ich kenne meine Grenzen. Abgesehen davon ginge die nächste Geburt nur noch unter Vollnarkose und da ich die auch nicht besonders gut vertrage, lassen wir es lieber.
LG
Claudia

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hi claudia
Ich danke dir für deine Antwort.
Es beruhigt mich sehr, dass es mir nicht alleine so geht.
Ich dachte Mütter dürfen sowas nicht denken, wie wenn du weiter so schreist schmeiß ich dich an die Wand". Und ich habe mich verdammt schlecht gefühlt, hatte angst jemadnem davon zu erzählen, dass sie das so schockierend finden würden, dass sie das Jugendamt informieren würden.
Ich habe Angst das mein Sohn bei meiner schwiegermutter schreit, dass sie wie eine übermutter aufspringt und ihn beruhigen will. Hast du vllt einen rat wie ich ihr begreiflich machen kann das mich das wirklich sehr wurmt?
lg denise

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Hallo Denise,
denken darfst Du, nur machen halt nicht. Das ist der feine Unterschied zwischen den normalen Müttern und den Monstern, die ihren Kindern was antun. Erzählen würde ich das auch nicht großartig, weil man nie weiß, wie das alles herumgetratscht wird. Mütter pflegeleichter Babys können das ausserdem überhaupt nicht verstehen. Meine Freundin musste erst das 2. Kind bekommen, um mit ihren ständigen Ratschlägen und Kommentaren aufzuhören. Seitdem hat sich vieles relativiert und ich habe immer mal wieder was zu lachen. Meine Nr. 2 ist ziemlich pflegeleicht ausgefallen. Wunder geschehen. ;-)
Meine Tochter hat immer und überall extrem laut gebrüllt, d.h. ich hatte sie spätestens nach 2 Minuten wieder und das ständige Baby durch die Gegend schleppen und allen erkälteten Nachbarn, Freunden, Fremden usw. unter die Nase halten fiel zum großen Frust meines Schwiegerdrachens aus. Die haben heute noch Schiss, mit meiner Großen nicht fertig zu werden. ;-)
Ich weiß jetzt nicht, ob ich Dich richtig verstanden habe. Hast Du nur Angst, oder springt sie wirklich auf.
Wenn sie ihn beruhigen will und es tatsächlich schafft, lass sie, nutze es als Erholung / Auszeit. Normalerweise lassen sich aber temperamentvolle Babys nur von ihren engsten Bezugspersonen beruhigen und das sind Mutter und Vater. Selbst mein Mann hatte häufig verloren, deswegen war ich in dieser Phase auch so mit den Nerven am Ende. In diesem Fall ist es besser, wenn der Kleine sie mal in Grund und Boden brüllt.
Früher hat man den Müttern eingeredet, daß Babys völlig versaut werden, wenn man sie bei jedem Pups hochnimmt und beruhigt. Die Kinder sollten möglichst alleine schreien gelassen werden. Wenn Deine Schwiegermutter völlig zwanghaft Deinen schreienden Sohn beruhigen will, ist das eigentlich ein Zeichen, daß sie einen guten Instinkt hat. Sie meint es nicht böse, sie kann einfach nicht anders. Viel schlimmer wäre es, wenn sie Dir - wie meine Schwiegermutter bei ihrer Tochter - ständig an den Kopf wirft, daß Du Dein Kind verzogen hast, es gefällst schreien lassen sollst - nur weil das Kind (natürlich) nicht so will wie die (bescheuerte, weltfremde) Oma. Ich persönlich laufe bei schreienden Kindern Amok, ich kann dieses Geschrei nicht ertragen, es ist für mich Stress pur und dementsprechend versuche ich es auch möglichst SOFORT abzustellen. Bei fremden Kindern kann ich es inzwischen etwas besser ausblenden, aber ich fühle mich immer noch extrem unwohl.
Versuch Kompromisse einzugehen, bleib bei für Dich wichtigen Dingen hart und gib bei weniger wichtigen Dingen nach. Zuckerbrot und Peitsche funktioniert bei den Großeltern normalerweise gut und das Theater, das sie mit den Kindern veranstalten, entlastet Dich. Nutze die Situation in Deinem Interesse aus, schaff Dir dadurch Freiraum und lass Dich nicht von denen stressen.
LG
Claudia

notkaiserschnitt

hi claudia!
Ja sie springt auf aba in dem Moment bin ich schon bei meinem kleinen um ihn vor ihr zu "schützen" so blöd es sich anhört. aber ich kann es nicht ab wenn jemand mein baby beruhigen will.
Am we waren wir bei meinen schwiegereltern und sie wollte den kleinen einfach nicht schlafen lassen, keine ahnung warum.
er schläft immer navch dem frühstück und ich meldete das allen auch so an und was macht sie setzt ihm ne mütze auf und geht mit ihm auf dem ballkon. bei sowas könnt ich ausrasten aba da hab ich mir gesagt, gut dann lern deine lektion alleine. Und irgendwann wurde es ihm einfach zu bund und er schreite nur :-)
aba wie reagiert man da richtig, schließlich weiß ich doch, wenn mein kleiner müde ist aba sie is doch selbst mutter sie müsste doch wissen, dass ein baby noch viel schlafen muss.
lg denise

notkaiserschnitt

hallo,
herzlichen glückwunsch zu deinem sohn!
es hört sich an wie eine wochenbettdepression. hast du mal überlegt, dir hilfe zu suchen? hilfe ist keine schande! nach der geburt meiner 1. tochter brauchte ich über 2 jahre lang hilfe, bis ich das geschehene halbwegs verdauen konnte.
vg, nicki

notkaiserschnitt

hi nicki
thx.
Ich war schon beim psychologen aber der hat mir nur medikamente gegeben und das wars und ich will ja das Problem lösen und nicht durch medikamente unterdrücken.
lg rb

notkaiserschnitt

huhu,
dann war es net der richtige! ich hab keinerlei medikamente eingenommen. einzigst ein mittel (was man sonst für erkältungen nimmt) habe ich in panikattacken genommen. aber auch nur, um dran zu riechen und somit meine sinne neu zu reizen. ansonsten alles über gesprächstherapie. richtig aufklamüsern, auseinandernehmen usw. das war mühselig und ich war oftmals tief betrübt. aber es hat mir geholfen. sehr sogar!
lg, nicki

notkaiserschnitt

hi nicki
ja da hast du recht, es war nicht der richtige.
ich überlege ob ich mir einen anderen suche , da ich auch unter panikattacken leide wegen meiner angst vor dem wiedereinstieg in die ausbildung.
lg denise

notkaiserschnitt

Hallo,
mir ging es bei meinem ersten Kind ähnlich wie Dir. Bekam nach 12 Std. Wehen einen Notkaiserschnitt, weil die Herztöne meines Sohnes bei den Wehen plötzlich immer abfielen. Ich bekam eine Vollnarkose, da sie mich für die Spinale irgendwie nicht richtig stechen konnten. Mein Sohn kam um 11.32 Uhr auf die Welt und ich sah ihn abends um 19.00 Uhr das erste mal. Er kam auch auf die Frühchenintensivstation (für 3 Wochen), weil er 5 Wochen zu früh zur Welt kam. Die ersten Stunden seines Lebens versorgte ihn mein Mann. Ich hatte anfangs große Probleme damit fertig zu werden. Fühlte mich nutzlos. Ich bildete mir auch ein, daß mein Sohn anfangs ein besseres Verhältnis zu seinem Papa hatte als zu mir, weil er ihn in seinen ersten Lebensstunden versorgte. Auch ich mußte einmal erleben, wie eine Kinderkrankenschwester zu mir sagte, ich darf mein Kind jetzt nicht aus dem Bettchen nehmen, weil er, nachdem er eine Magensonde bekommen hatte, so fertig war, da er beim legen der Sonde fürchterlich geschrien hat. Obwohl er mit offenen Augen in seinem Bettchen lag und mich ansah. Ich war damals zu schwach um der Frau meine Meinung zu sagen. Hinterher hab ich das furchtbar bereut. Schließlich bin ich seine Mutter. Ich brauchte sehr lange um mit diesem Erlebnis "Notkaiserschnitt" fertig zu werden. Bei meinem zweiten Kind bekam ich leider wieder einen Notkaiserschnitt, da ich eine Schwangerschaftsvergiftung hatte. Allerdings verlief es diesmal viel besser. Ich war nach der Narkose gleich fit und konnte meinen Sohn in die Arme nehmen. Er kam auch gleich zu mir aufs Zimmer und ich hatte ihn in meiner Nähe. Bin zwar sehr enttäuscht, daß ich meine Kinder nicht natürlich auf die Welt bringen konnte und denke auch oft, mir fehlt dadurch etwas, aber trotzdem hat mich die zweite Geburt für die erste "entschädigt", weil die Tage danach einfach schöner waren. Trotzdem beneide ich jede Frau, die ihr Kind natürlich entbinden kann.
lg
Isabel

notkaiserschnitt

hi isabel
ich danke dir für deine offenheit.
Also ein zweites Kind könnte ich mir nicht vorstellen, nicht wegen dem Kaiserschnitt, sondern wegen dem Streß danach.
Ich hoffe euch geht es allen gut und ihr habt dieses Erlebnis verarbeitet, soweit dies möglich ist.
lg denise

notkaiserschnitt

Hallo Denise, Dein Posting ist schon etwas älter aber vielleicht liest Du die Antworten doch noch. Ich habe letztes Jahr im Oktober meinen zweiten Sohn per KS entbunden. Meine erste Geburt war eine spontane aber es war für mich trotzdem ziemlich ätzend da es unheimlich lange dauerte bis sich der MuMu soweit geöffnet hatte daß ich eine PDA bekommen konnte. Daher war ich eigentlich ganz froh daß bei meiner zweiten Geburt ein KS geplant wurde, da mein Sohn mit dem Kopf nach oben lag. Aus dem geplanten KS wurde dann aber doch ein Not-KS, weil mein Sohn sich überlegt hatte dann doch lieber einen Tag vor dem geplanten KS auf die Welt zu wollen. Da ich auch noch einen Blasensprung hatte bekam ich hopplahopp eine Vollnarkose, ehe ich noch richtig wußte wie mir geschah. Im Nachhinein fand ich das ziemlich furchtbar. Damals hatte ich auch nach der Geburt ziemlich viel Streß weil meine Schwiegermutter an Krebs starb und auf mich und meine Familie damit eine Unmenge Arbeit zukam, zunächst mit der Pflege der SchwieMu und nach ihrem Tod mit der Abwicklung einiger unerfreulicher Grundstücksangelegenheiten. Damals empfand ich meinen süßen neugeborenen Sohn auch oft als Last und tue es auch heute noch denn im Vergleich zu meinem pflegeleichten 2,5jährigen der alleine essen, spielen, laufen etc. kann ist mein bei jeder Gelegenheit unzufrieden brüllender 9 Monate alter Sohn schon sehr anstrengend. Aber auch die Zeit geht vorbei! Bei meinem ersten Sohn wurde es schlagartig leicht sobald er laufen konnte. Du wirst sehen, es geht aufwärts! Und negative Gefühle sowie Wut über den Verlust der Unabhängigkeit etc. sind durchaus normal. Selbst wenn man das Glück hat daß der Kindsvater sich nach Feierabend viel um den Kleinen kümmert, man selbst sitzt ja tagaus tagein mit den Kiddies zuhause und fühlt sich wie eine Mischung aus Milchkuh, Cateringservice, Putztruppe und Animateur und das kombiniert mit Schlafentzug sowie meistens noch Geld- und Figurproblemen. Eine explosive Mischung.. LG von Sissi (dennoch gerade wieder schwanger, grins)

notkaiserschnitt

hallo Sissi!
Ich danke dir für deinen tollen schreiben. Ich finde mich dort in sehr vielen dingen wieder. #
Ich musste sehr schmunzeln, dass du dich getraut hast nochmal schwanger zu werden. So sehr ich mir irgendwann nochmal ein Mädchen wünsche, ich belasse es bei einem Kind, denn ich denke ich haben nicht wirklich die nerven das alles nochmal durchzugehen. Und irgendwann wollte ich ja mal wieder Tanzen gehen ohne vorher stundenlang einen babysitter zu suchen :)
Ich wünsche dir alles Glück dieser Erde, mit deinen Kindern.
LG Denise
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