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habt ihr euch hilfe geholt???

hallo zusammen!!

kurz zu meiner geschichte.

meine tochter kam 2006 per sectio, wegen bel, zur welt.

in meiner 2. schwangerschaft hatte ich bei 36+0 einen blasensprung. die wehen blieben leider aus, so wurde eingeleitet, mit gel. nach 6 einleitungsversuchen wurde mir 3 tage nach dem blasensprung ein kaiserschnitt empfohlen. bei der op stellte sich dann wohl auch heraus, dass es anscheinend die absolut richtige entscheiden gewesen ist. die gebärmutter sie angelblich dermassen dünn gewesen, dass eine spontane geburt sehr risikoreich gewesen wäre...

ich bin natürlich über alle massen froh, dass mein sohn gesund zur welt kam!!! klar!

dennoch hatte ich mir nie etwas mehr gewünscht, als mein kind "wirklich" zu gebären!! dieser wunsch wird mir nun auf immer verwehrt bleiben.

mir wurde ausserdem abgeraten, mehr als ein 3. kind zu bekommen. aus dies belastet mich sehr!

es verging seit der geburt im dezember 07 nicht ein tag, an dem ich nicht an die sectio denken musste. ich frage mich immerfort WARUM musste es so kommen....?!

nun überlege ich, ob ich mir hilfe suchen soll. mein mann is scho leicht angenervt von meinen täglichen gesprächsversuchen zu dem thema. irgendwie versteh ich ihn ja auch, aber ich kann nicht anders.

was meint ihr?

lg

suzi mit mieze 22monate und katerchen 2 monate

Bisherige Antworten

habt ihr euch hilfe geholt???

Hallo suzi,
ich hoffe nicht zu spät antworte ich Dir!
Meine Geschichte ich nicht vergleichbar, außer dass ich am 25.02. einen KS nach dreitägigen Einleitungsversuchen hatte, meine Tochter kam ET+17 zur Welt. Letztlich war sie "zu groß" für mich, allerdings hätte man das auch feststellen können...
Für mich war der KS ein Schock, denn nach einer völlig problemlosen SChwangerschaft kam er unerwartet und dieser zusammen mit den nachfolgenden Stillproblemen haben mich ziemlich aus der Bahn geworfen.
Meine Familie hat mich sehr unterstützt, aber auch ermutigt, mir Hilfe zu holen, damit sich die Unsicherheit nicht verfestigt zu etwas schlimmeren (Depressionen etc.). Über eine hiesige Hebamme habe ich Kontakt zu einer anderen Hebamme gefunden, die sich auf KS-Mütter spezialisiert hat, d.h. also keine Therapeutin ist, aber eben erfahren in diesem Bereich. Gerade mit einer HEbamme zu sprechen hat mir gut getan. Manchmal hatte ich gerade im KH das Gefühl, nicht "vollwertig" zu sein...
Ihre Erfahrungen helfen mir sehr, auch wenn ich diese täglichen Gedanken zu gut kenne. Aber es tut gut, dass sie mir hilft, meine Ansprüche an meinen Körper zu relativieren und so den Blick für meine Tochter frei zu bekommen!
Langer Rede kurzer Sinn: Hol Dir Hilfe! Vielleicht kann auch Deine Nachsorgehebamme Dir jemanden vermitteln!
Viele Grüße
taju

habt ihr euch hilfe geholt???

Huhu Suzi!
Nach meinem ersten Not KS gings mir auch suer mies, aber ich habe mir nie Hilfe geholt!! Irgendwie habe ich versucht mit all den verwirrenden Gefühlen alleine klar zu kommen!
Dann beim 2 Not KS der am Ende mit der Entfernung der Gebärmutter endete, habe ich direkt schon im KKH die Hilfe angenommen die mir angeboten wurde! Ich bin da sehr, sehr froh drüber und denke sonst hätte ich das Alles nicht so gut verpackt! Klar kommt es immer mal wieder hoch und vor allem die KS ansich, aber es bestimmt nicht mehr meinen kompletten Gedankengang!
Allerdings tut es immer unendlich weh wenn ich schöne Geburtsberichte lese die genau so sind wie ich es mir auch erträumt habe-wenigstens ein bischen!
Ich würde dir raten mit deinem FA darüber zu sprechen und ihn zu fragen wo du dir Hilfe holen kannst!
GLG Petti

habt ihr euch hilfe geholt???

Liebe Suzi,

ich weiß nicht, ob mein Beitrag zu spät kommt, aber ich kann deine Sorgen, Nöte und Gefühle gut verstehen. Ich hatte eine traumatische vaginale Geburt, dann einen Not-KS - die nachfolgende Hausgeburt, die ich aufgrund der Fehler des Fachpersonals gewählt habe, hat mich darüber hinweggetröstet, aber richtig verschwunden sind die Gefühle und Ängste nie.

Ein KS ist ein großer Eingriff. Nicht nur in den Körper, sondern auch in die Psyche einer Frau und beeinflußt die meisten nachhaltig in ihrem Leben.

Hol dir Hilfe. Am besten durch eine gute Psychotherapeutin. Empfehlen kann ich dir auch die KS-Seminare, die von Gabriele Kemmler in Frankfurt initiiert wurden. Inzwischen gibt es sie auch an einigen anderen Orten. Das Seminar hat mir gut getan und geholfen, dass die äußeren und inneren Wunden etwas heilen.

Viele Grüße,

HoherNorden

habt ihr euch hilfe geholt???

Hallo Suzi,
ich habe zwei Risikoschwangerschaften hinter mit. Die erste mit vorzeitigen Wehen in der 26. SSW, die zweite mit Blutungen und vorzeitigen Wehen in der Frühschwangerschaft. Nach diesen Wochen und Monaten der Angst um die Kinder waren die die Kaiserschnitte ein Geschenk.
Warum? Das ist einfach Schicksal, ohne wirklichen Grund. Es passiert einfach. Da nutzt auch die beste Hebamme nichts.
Schwangerschaften waren früher für die Frauen kein Grund zur Freude. Ohne die moderne Medizin lag die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen deutlich unter der der Männer, weil viele früher oder später an irgendwelchen Komplikationen gestorben sind. Es ist und bleibt ein Risiko.
In Krisen habe ich mir immer wieder bewußt gemacht, daß ich in früheren Zeiten zu den Opfern gehört hätte. Ich hätte nie die Chance gehabt, zwei gesunde Kinder aufwachsen zu sehen und das erfüllt mich mit sehr großer Dankbarkeit.
Es ist sinnlos, mit Männern darüber reden zu wollen. Die besten Gesprächspartner sind Mütter, die ähnliches erlebt haben. Verarbeiten musst Du es letztlich alleine, aber es hilft schon sehr, darüber sprechen zu können.
Eine Bekannte (1. Kind Traumgeburt im Geburtshaus, 2. Kind Not-KS nach vorzeitiger Plazenta-Ablösung) hat Jahre gebraucht, bis nicht mehr das "verpasste" Geburtserlebnis sondern das gesunde, fitte, lebende Kind im Vordergrund stand. Ihr ist erst sehr spät bewusst geworden, wie knapp es wirklich für den Kleinen war.
Ich werde kein 3. Kind mehr bekommen. Zu riskant für alle Beteiligten.
LG
Claudia

habt ihr euch hilfe geholt???

Hallo Suzie,
ich hatte vor mehr als 2 Jahren einen Kaiserschnitt wegen zu kurzer Nabelschnur (wie sich danach herausstellte), bei dem die menschliche Betreuung seitens einer Hebamme und des Arztes eine einzige Katastrophe war und ich deswegen sehr lange damit große Probleme hatte.
Ich hatte erst an eine Psychotherapie bei einer Frauenärztin gedacht, merkte aber dann, dass ich etwas eher ganzheitlicheres bräuchte. Deswegen begann ich eine Art Körpertherapie bei einer Osteopathin (etwa ein Jahr). Vor kurzem habe ich dann bei Donum Vitae einen Kurs gemacht, der "Kaiserschnitt und schwere Geburt" hieß, der durch die Betreuung der Therapeutin und durch den Austausch mit anderen betroffenen Frauen wahnsinnig geholfen hat.
Einen Einstieg in die Bewältigung war für mich auch das Buch "Es war eine schwere Geburt" von Viresha J. Bloemeke.
Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute!
ElkeC
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