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Geburtsbericht Yunus - sehr lang

Nach fast 3 Wochen kommt hier endlich mein Geburtsbericht. Ich bin mit meinem Alltag ziemlich überfordert und wenn der Kleine schläft versuche ich mich immer dazu zu legen, bzw schläft er eh nur mit Körperkontakt...


Am Mittwoch, den 11.09. bei 40+5, war ich morgens um 9 Uhr zur Kontrolle bei meiner Ärztin. Leider gab es eine Auffälligkeit beim CTG da einmalig die Herztöne von Yunus etwas runter gegangen sind nach einer Wehe. Doppler, Plazenta und Fruchtwasser allerdings super, so dass sie mir empfohlen hat einfach noch mal zum CTG ins Krankenhaus zu gehen. Da ich eine Einleitung auf jeden Fall vermeiden wollte bin ich erst mal eine große Runde spazieren gegangen bevor ich im Krankenhaus angerufen habe. Hat aber nix gebracht...

Am Telefon hat mir die Hebamme gesagt ich könnte gleich vorbei kommen und sollte vorsorglich mal meine Sachen mitbringen. Wobei sie vom vena cava Syndrom ausgehen würde, ich könnte bestimmt noch mal nach Hause. Ich bin also mit Sack und Pack mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln in die Klinik gefahren (Auto habe ich mich dann doch nicht getraut da mein Mann keinen Führerschein hat und ich es dort nicht tagelang stehen lassen wollte) und bin auch gleich ans CTG gekommen. Eine Stunde hing ich daran, dann Untersuchung bei der Ärztin. Wie bei meiner Gyn alles in Ordnung, Das CTG war unauffällig. Trotzdem wollte die Ärztin aufgrund des auffälligen CTG bei meiner Gyn mit der Einleitung beginnen. Ich habe mich dann regelrecht überfahren lassen, sie hat von einem Not Kaiserschnitt gesprochen falls die Herztöne schlechter werden etc so dass ich dann, ohne noch mal Rücksprache mit meinem Mann zu halten, zugestimmt habe. Rückblickend hätte ich gerne den nächsten Morgen abgewartet und mich emotional noch vorbereiten wollen. Aber zu spät. Wenigstens durfte ich dann bei der Methode mitsprechen. Da der Befund ja schon länger Geburtsreif war habe ich mich für einen Ballonkatheter entschieden da ich ungern Medikamente nehmen wollte. Den hat sie mir dann auch sofort gelegt, es war 15.35 Uhr. Es hieß es kann bis zu 48 Stunden dauern. Erst danach habe ich meinen Mann angerufen während ich auf mein Bett auf Station gewartet habe. Der war überrascht und schockiert und ist sofort gekommen, wir sind dann den Rest des Tages auf dem Klinikgelände spazieren gegangen. Um 19 Uhr musste mein Mann die Station verlassen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon menstruationsähnliche Schmerzen. Ich habe dann noch eine sehr nette Zimmernachbarin bekommen und wir wurden dann beide ans CTG angeschlossen. Bei mir keine einzige Wehe... Sie wurde gegen 23 Uhr in den Kreißsaal verlegt, was mein Glück war. Gegen ein Uhr nachts wurde ich von ziemlich schmerzhaften Wehen geweckt die ich auch sofort veratmen musste. Ich war so froh über das Einzelzimmer da ich herumlaufen und tönen konnte wie ich wollte. Die Nachtschwester hat mir dann einen Schmerztropf angeboten damit ich noch ein wenig schlafen kann. Obwohl ich keine Medikamente wollte habe ich zugestimmt da ich es vernünftig fand noch mal zu schlafen (ich ging da noch von den 48 Stunden aus und war sehr müde). Im Endeffekt habe ich von Paracetamol und Buscopan nichts gemerkt, an Schlaf war nicht zu denken. Die Wehen sind in 3-4 Minuten Abstand gekommen, ich habe geatmet, getönt und mich bewegt. Irgendwie war es auch gar nicht so schlimm, ich war wie in meiner eigenen Welt. Um 5 Uhr morgens ist dann auf der Toilette der Ballonkatheter rausgefallen. Im Vorfeld wurde mir gesagt das passiert bei 3cm. Ich bin dann in den Kreißsaal verlegt worden, meinen Mann sollte ich noch nicht anrufen. Die Hebamme hat mich dann noch kurz vor Schichtwechsel untersucht und: der Muttermund war schon 7 cm offen. Ich sollte dann doch schnell meinen Mann anrufen. Für mich war primär eine  Hebamme in Ausbildung zuständig, mit Unterstützung einer sehr erfahrenen und super empathischen Hebamme. Das war gut, weil die Auszubildende die ganze Zeit bei uns geblieben ist. Sie war nicht immer hilfreich und hatte eiskalte Hände (klingt komisch, war aber ganz schlimm für mich) aber es war jemand da. Ihre Hauptaufgabe war allerdings das CTG zu justieren da der Herzschlag immer wieder abgesackt ist. Nach 1,5 Stunden war der Muttermund komplett offen und die Wehen ließen nach. Ich fand das super, die Hebammen nicht... Hab dann zwei mal Globuli bekommen um die Wehen anzustoßen, die aber nicht ausreichend waren. Bis dato war es eine super Geburt und ich konnte von meiner Vorbereitung mit Hypnobirthing und friedlicher Geburt profitieren. Dann folgten über 3 Stunden Presswehen und es war nicht mehr so schön. Ich sass am liebsten auf dem Gebärhocker mit meinem Mann im Rücken, das fand mein Baby aber doof so dass ich mich auf die Seite legen musste. Ich hatte eine Wehenschwäche und habe dann wiederwillig dem Oxytocin Tropf zugestimmt, nach weiteren 2 Stunden wurde die Fruchtblase geöffnet. Wehen allerdings weiterhin nur im 4 Minuten Abstand. Der Kopf war allerdings so tief das ich zwischen den Wehen nicht entspannen konnte und es unerträglich war. Wobei ich es toll fand zuerst die Fruchtblase und später den Kopf fühlen zu können! Die Oberärztin wollte dann den Wehentropf voll aufdrehen und wurde dann von der Hebamme aus dem Kreißsaal geschmissen, ich sollte die Möglichkeit bekommen mein Tempo zu gehen. Das fand ich super!:OK: Nach 2 weiteren Presswehen kam dann Yunus um 11.49 Uhr auf die Welt, er hat nicht geschrien und war relativ entspannt bei super Werten. Ich musste dann noch genäht werden weil ich zwei Scheidenrisse hatte, wobei die Betäubung das Schlimmste war. Ich habe Yunus sofort angelegt und wir hatten noch 2 Stunden Zeit zum bonden im Kreißsaal. Und ich habe zwei Portionen Spaghetti verdrückt weil ich so Hunger hatte:-D

Im Nachhinein hätte ich dem Wehentropf besser eher zugestimmt aber hinterher ist man immer schlauer!

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