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Spätabort

Sehr geehrte Fr. Dr. Grüne,

ich hatte in der 16. Woche einen Spätbort, das Herz hat leider nicht mehr geschlagen. 

Schwanger wurde ich mit Hilfe des Kinderwunschzentrums (Letrozol und Ovitrelle), da ich eine sehr unregelmäßigen Zyklus bzw. keinen Eisprung hatte.

Wie hoch schätzen Sie die Chance ein, dass sich bei mir ein regelmäßiger Zyklus einpendelt?

Oder ist eher davon auszugehen, dass ich einen ähnlich unregelmäßigen Zyklus (wie vor der Schwangerschaft) haben werde?

Wann macht es aus Ihrer Sicht Sinn wieder mit einem neuen "Versuch" zu starten...?

Herzlichen Dank (mal wieder) :-) 

Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
Expertin-Grüne | 15.06.2021, 19:33 Uhr
Registriert seit 03.11.2011

Re: Spätabort

Hallo Kerstl,

das tut mir sehr leid für Sie. Gibt es einen erkennbaren Grund?
Diesen sollte man, wenn möglich zuvor klären und ggf. behandeln.
In Bezug auf den Zyklus ist zu erwarten, dass alles ähnlich wird wie zuvor. Von daher wäre ein erneuter Stimulationsversuch sicher erfolgversprechend.
Warten Sie am besten 2-3 Monate mit dem nächsten Versuch, bis Sie das traurige Ereignis körperlich und seelisch verarbeitet haben.

viele Grüße
Dr. Grüne

Re: Spätabort

Sehr geehrte Frau Dr. Grüne,

herzlichen Dank für Ihre Nachricht. 

Tatsächlich möchte ich mich vor dem nächsten Versuch erst einmal gegen Corona impfen lassen..das nimmt sicherlich auch ein bisschen den Druck raus.

Im KH wurde mir eher von einer Obduktion des Fötus abgeraten, da hier meistens nichts herauskommen würde? 

Ich muss dazu sagen, dass der Fötus von Beginn an eher kleiner war und der von der Kinderwunschklinik errechnete Termin mit der Größe/SSL nicht übereinstimmte, obwohl der Eisprung bekannt war.

Bei den letzten beiden US-Untersuchungen (12. und 14. Woche) bewegte sich der Fötus wenig bis gar nicht bzw. machte mich meine FÄ auf eine möglicherweise auffällige Nackenfalte aufmerksam.

In der 16. Woche konnte ich meinen Termin in der Pränataldiagnostik wahrnehmen:

Ergebnis: Spätabort 15+4 diagnostiziert, vermutlich schon 1-2 Wochen zurückliegend.

Beim verstorbenen Feten wurde, lt. Befund, ein Ödem diagnostiziert. Fruchtwasser unauffällig.

 

Gibt es aus Ihrer Sicht noch etwas was untersucht werden sollte... was kann ich tun?

Vielen Dank. 

Re: Spätabort

Sehr geehrte Frau Dr. Grüne,

herzlichen Dank für Ihre Nachricht. 

Tatsächlich möchte ich mich vor dem nächsten Versuch erst einmal gegen Corona impfen lassen..das nimmt sicherlich auch ein bisschen den Druck raus.

Im KH wurde mir eher von einer Obduktion des Fötus abgeraten, da hier meistens nichts herauskommen würde? 

Ich muss dazu sagen, dass der Fötus von Beginn an eher kleiner war und der von der Kinderwunschklinik errechnete Termin mit der Größe/SSL nicht übereinstimmte, obwohl der Eisprung bekannt war.

Bei den letzten beiden US-Untersuchungen (12. und 14. Woche) bewegte sich der Fötus wenig bis gar nicht bzw. machte mich meine FÄ auf eine möglicherweise auffällige Nackenfalte aufmerksam.

In der 16. Woche konnte ich meinen Termin in der Pränataldiagnostik wahrnehmen:

Ergebnis: Spätabort 15+4 diagnostiziert, vermutlich schon 1-2 Wochen zurückliegend.

Beim verstorbenen Feten wurde, lt. Befund, ein Ödem diagnostiziert. Fruchtwasser unauffällig.

 

Gibt es aus Ihrer Sicht noch etwas was untersucht werden sollte... was kann ich tun?

 

Vielen Dank. 

Expertin-Grüne
Expertin-Grüne | 16.06.2021, 20:05 Uhr
Registriert seit 03.11.2011

Re: Spätabort

Hallo Kerstl,

häufig sind es Chromosomenstörungen, die in späteren Wochen zu Fehlgeburten führen. Diese treten meist durch einen traurigen Zufall auf.
Dennoch kann eine elterliche genetische Untersuchung und eine Laboruntersuchung bei der Mutter z.B. zur Abklärung möglicher Infektionen und zum Ausschluss von Stoffwechsel- oder Gerinnungsstörungen.

viele Grüße
Dr. Grüne

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