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Entbindungstermin

Geburtstermin berechnen: Wie wird der ET bestimmt?

Hurra, ein positiver Schwangerschaftstest! Das Baby ist jetzt unterwegs, aber wann ist es wirklich soweit? Der voraussichtliche Geburtstermin lässt sich mit unterschiedlichen Methoden berechnen.

Geburtstermin berechnen: Wie wird der ET bestimmt?
Der Geburtstermin lässt sich mit zwei verschiedenen Methoden berechnen: Entweder nach dem ersten Zyklustag oder dem Eisprung.
© iStock.com/Rawpixel
Artikelinhalte auf einen Blick:
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So lässt sich der Geburtstermin berechnen

Wohl kaum eine Berechnung ist für Neuschwangere oder Paare mit Kinderwunsch so aufregend wie die des Geburtstermins. Aber auch für die Bewertung der Untersuchungsergebnisse, insbesondere im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge, ist es wichtig, das Schwangerschaftsalter zu erfahren. Zudem orientiert sich der Zeitraum des Mutterschutzes am Geburtstermin.

Um die Vorfreude noch etwas spannender zu gestalten, gibt es zwei Methoden, den Entbindungstermin zu berechnen: Ausgehend vom Tag des Eisprungs und der Befruchtung bzw. Zeugung oder ausgehend vom ersten Tag der Periode im letzten Zyklus.

Wann kommt Ihr Baby? Hier können Sie Ihren Geburtstermin schnell und einfach berechnen.

Geburtstermin berechnen nach dem ersten Periodentag

Die immer noch gängige Formel – und auch die, nach der Ärztinnen*Ärzte oder Hebammen meist den Entbindungstermin berechnen – richtet sich nach dem ersten Zyklustag, also dem ersten Tag der letzten Monatsblutung.

Nach dieser Zähl-Methode dauert die Schwangerschaft 40 Wochen oder auch 10 Mondmonate à 28 Tage beziehungsweise 280 Tage. Gezählt wird vom ersten Tag der letzten Periode. In den Mutterpass wird somit der erste Zyklustag als Schwangerschaftsbeginn eingetragen.

Dabei nimmt man einen 28-tägigen Zyklus mit dem Eisprung genau in der Zyklusmitte, also genau am 14. Zyklustag, an. Da sich die Zykluslänge und damit der Tag des Eisprungs von Frau zu Frau unterscheiden, kann die Zykluslänge individuell angepasst werden, indem man die Differenztage hinzuzählt oder abzieht.

Beispiel für die Berechnung des Entbindungstermins nach Periodenbeginn

Hanna hatte am 8. Februar den ersten Tag ihrer Periode, bevor sie schwanger wurde. Sie weiß, dass Ihre Zykluslänge 26 Tage beträgt. Ihr errechneter Geburstermin ist der 13. November. Würde ihre Zykluslänge exakt 28 Tage betragen oder wäre unbekannt, würde der Entbindungstermin auf den 15. November datiert.

Geburtstermin nach Eisprung berechnen

Die zweite Variante zur Berechnung des Entbindungstermins eignet sich besonders für Frauen, die den Tag ihres Eisprungs kennen. Zyklustracking, Temperaturmethode oder Ovulationstest sind heute gängige Methoden, das fruchtbare Zeitfenster und den Eisprung zu bestimmen.

Von der Befruchtung der Eizelle bis zur Geburt des Kindes vergehen im Durchschnitt 266 Tage. Ist der Tag des Eisprungs bzw. der Zeugung bekannt, lässt sich der Geburtstermin berechnen, indem man beginnend ab diesem Tag 38 Wochen oder 266 Tage hinzuzählt. Der Tag der Befruchtung oder Zeugung gilt als Beginn der kindlichen Entwicklung.

Beispiel für die Berechnung des Entbindungstermins nach Eisprung

Emine hatte am 12. Januar ihren Eisprung. Das weiß sie, weil sie die natürliche Familienplanung (NFP) oder eine andere Methode zur Zyklusbestimmung anwendet. Ihr errechneter Entbindungstermin ist am 5. Oktober. Die Länge ihres Zyklus' spielt bei dieser Methode zur Berechnung des ET keine Rolle.

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Geburtstermin berechnen nach assistierter Befruchtung

Viele Frauen werden heute mit Unterstützung durch die Techniken der assistierten Befruchtung schwanger. Ist die Schwangerschaft mit Hilfe einer Insemination zustande gekommen, berechnet man den Entbindungstermin nach dem Tag des Eisprungs. Der Tag des Eisprungs ist bei der Insemination in der Regel auch der Tag der Insemination.

Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) oder der ICSI wird zur Berechnung des ET der Tag der Eizellpunktion berücksichtigt.

Berechnung des Entbindungstermins bei IVF oder ICSI

Beispiel: Nach Stimulation in der ersten Zyklushälfte findet die Entnahme der Eizellen, die Eizellpunktion, bei Carolin am 10. März statt. Der Geburtstermin am 1. Dezember wird bestimmt, indem man vom 10. März an 266 Tage hinzuzählt. Dieses Datum gilt unabhängig davon, in welchem Entwicklungsstadium der oder die Embryonen transferiert werden. Der Tag der Eizellpunktion ist entscheidend, er gilt als Zeitpunkt des Eisprungs.

Berechnung des Geburtstermins im Kryozyklus

Entsteht nach dem Transfer eines oder mehrerer aufgetauten Embryonen eine Schwangerschaft, hängt der Geburtstermin vom Entwicklungsstadium der Embryonen zum Zeitpunkt des Einfrierens sowie vom Auftautag ab. Sehr verbreitet sind heute Transfers am dritten Tag (Achtzellstadium), am vierten Tag (Morulastadium) oder am fünften Tag (Blastoyzstenstadium). Aber auch bereits am ersten Tag nach der Befruchtung können Embryonen eingefroren werden.

Um den Geburtstermin im Kryozyklus zu berechnen, werden vom Auftautag zwischen 1 und 5 Tagen abzogen. Dazu wird immer auch noch ein weiterer Tag abgezogen, da eine befruchtete Eizelle zum Zeitpunkt des Einfrierens bereits einen Tag alt ist. Das Ergebnis gilt als Eisprungtag (äquivalent zur Eizellpunktion im Frischezyklus). Nun werden 266 Tage hinzugezählt.

Beispiel: Carolin bekommt am 4. Mai im Kryozyklus einen aufgetauten Embryo im Achtzellstadium (3. Entwicklungstag) transferiert. Der Kryoauftau war am 3. Mai. Die Berechnung sieht nun wie folgt aus: 3. Mai abzüglich 4 Tage (3 Tage alter Embyo plus 1 Zusatztag) = 30. April (gilt als "Eisprungtag"). Um den ET zu berechnen, werden 266 Tage hinzugezählt. Der voraussichtliche Geburtstermin ist der 21. Januar des Folgejahres.

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Entbindungstermin kann auch per Ultraschall bestimmt werden

Etwas genauer lässt sich das Schwangerschaftsalter und damit auch der Geburtstermin per transvaginaler Ultraschalluntersuchung bestimmen. Dabei misst die*der Ärztin*Arzt die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) oder den Kopfdurchmesser des Babys. Diese Untersuchung ist Teil des ersten Ultraschalls im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge und findet in der Regel zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche statt.

Schwankungen bei Schwangerschaftsdauer und errechnetem Entbindungstermin

Nur vier Prozent aller Babys kommen genau am errechneten Geburtstermin zur Welt. Lediglich 27 aller Kinder werden in der Woche um den errechneten Geburtstermin geboren, 80 Prozent in einem Zeitraum von +/- 14 Tagen um den errechneten ET. Experten plädieren deshalb schon länger, lieber einen Geburtszeitraum anzugeben. Dieser sollte zwischen zwei Wochen vor dem exakt berechneten Geburtstermin und zwei Wochen danach liegen.

Tatsächlich unterliegt die natürliche Schwangerschaftsdauer teils größeren Schwankungen. So haben Experten beispielsweise herausgefunden, dass ältere Schwangere oft auch längere Schwangerschaften haben. Zudem legen neuere Forschungsergebnisse nahe, eher mit 282 Tagen statt den bislang empfohlenen 280 Tagen ab Periodenbeginn zu zählen.

Doch noch von weiteren Faktoren ist die Schwangerschaftsdauer abhängig. So erreichen beispielsweise Zwillinge schon eher ihre Geburtsreife, Drillinge tendenziell noch früher.

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