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Geburtstermin berechnen

Autor: Jessica Schmid / Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 09. Juni 2017

Der Schwangerschaftstest war positiv, ein Baby ist unterwegs. Aber wann ist es so weit? Mithilfe einer Formel lässt sich der voraussichtliche Geburtstermin berechnen, auch wenn der Tag der Empfängnis nicht genau bekannt ist.

Geburtstermin berechnen
Den Entbindungstermin kann man mit verschiedenen Formeln berechnen
iStock/princigalli

Von der Befruchtung der Eizelle bis zur Geburt des Kindes vergehen im Durchschnitt etwa 266 Tage. Der Tag der Empfängnis, beziehungsweise der Tag des letzten Eisprungs, ist aber nur in seltenen Fällen genau bekannt. Deshalb wird zur Berechnung des voraussichtlichen Entbindungstermins vom ersten Tag der letzten Regelblutung ausgegangen und für die Entwicklung des Kindes 280 Tage, 40 Wochen oder zehn (Mond)Monate angesetzt.

Formel zur Berechnung des Entbindungstermins

Nach der Naegele-Regel wird für Frauen mit einem 28-tägigen Zyklus und einem Eisprung am 14. Zyklustag der Entbindungstermin mit folgender Formel berechnet:

Entbindungstermin = Datum des ersten Tags der letzten Menstruation - 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr

Beispiel: Der erste Tag der letzten Menstruation fällt auf den 1. Juni 2008. Minus drei Monate ergibt den 1. März 2008. Werden noch sieben Tage und ein Jahr hinzu gezählt, erhält man als Entbindungstermin den 8. März 2009.

Für Frauen, deren Zyklus kürzer oder länger als 28 Tage dauert, ergibt sich nach Naegele folgende Formel:
Entbindungstermin = Datum des ersten Tags der letzten Menstruation - 3 Monate + 7 Tage +/- x Tage + 1 Jahr
Für den Wert x wird eingetragen, um wie viele Tage die Zykluslänge vom 28-tägigen Zyklus abweicht. Eine Frau, deren Zyklus 30 Zage dauert, trägt hier den Wert 2 ein.
Beispiel: Der erste Tag der letzten Menstruation fällt auf den 1. Juni 2015. Minus drei Monate ergibt den 1. März. Werden noch sieben Tage hinzu gezählt ergibt dies den 8. März. Bei einem 30-tägigen Zyklus werden nun nochmals zwei Tage addiert und anschließend ein Jahr hinzu gezählt. Als voraussichtlichen Entbindungstermin ergibt sich hieraus der 10. März 2017.

Die sicherste Berechnung des Entbindungstermins

Am sichersten kann der voraussichtliche Geburtstermin jedoch berechnet werden, wenn der Tag der Zeugung oder Befruchtung (Konzeptionstermin) bekannt ist. In diesem Fall lautet die Formel zur Berechnung:

Entbindungstermin = Datum der Empfängnis - 3 Monate - 7 Tage + 1 Jahr

Beispiel: Das Datum der Empfängnis fällt auf den 20. Juni 2008. Minus drei Monate und sieben Tage ergibt den 13. März 2008. Wenn man ein Jahr hinzu zählt, erhält man als Entbindungstermin den 13. März 2009.

Wenn Frauen genau wissen, wann ihr Eisprung stattgefunden hat, ist der Tag der Befruchtung ungefähr bekannt - je nachdem, wie oft um den Tag des Eisprunges herum Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. War das nur ein Mal der Fall, handelt es sich bei dem entsprechenden Tag wohl auch um den Zeugungstermin. In beiden Fällen kann der Geburtstermin nach der oben angegebenen Formel berechnet werden.

Statistik zum Entbindungstermin

Der errechnete Entbindungstermin wird im Mutterpass festgehalten. Er ist ausschlaggebend für das Festlegen der Mutterschutzfristen. Zum berechneten Termin kommen aber nur etwa vier Prozent der Kinder zur Welt. Innerhalb einer Woche früher oder später werden etwa 26 Prozent der Kinder geboren. Innerhalb von drei Wochen um den errechneten Geburtstermin kommen 66 Prozent der Kinder zur Welt.

In der Schwangerschaft basieren alle Untersuchungen auf dem aktuellen Alter der Schwangerschaft. Dieses wird in Wochen und Tagen angegeben, z.B. 14+6. Alle Befunde, wie die Größe des Ungeborenen, sein Entwicklungsstand oder auch der Triple-Test werden nach dem Alter der Schwangerschaft beurteilt. Wurde der Entbindungstermin falsch berechnet, dann kann es auch bei Untersuchungen zur Schwangerschaftsvorsorge zu falschen Ergebnissen führen.

Autor: Jessica Schmid / Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 09. Juni 2017
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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