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Einnistungsstörungen

Windei: Wenn die Schwangerschaft fehlangelegt ist

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2017

Ein Windei ist eine Unterform der Fehlgeburten. Dabei wird in der Gebärmutter eine leere Fruchthöhle festgestellt, obwohl ein Schwangerschaftstest positiv ist und auch das Schwangerschaftshormon HCG nachweislich gebildet wird.

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In der 6. Schwangerschaftwoche (hier 5+2) ist die Fruchtanlage meist sichtbar - bei einem Windei ist dies nicht der Fall
© iStock.com/UrsaHoogle

Im Fachjargon wird das Windei auch als Molenschwangerschaft oder Abortivei bezeichnet. Mit einer Häufigkeit von fünf Prozent aller Fruchtanlagen kommt das Windei also etwa bei jeder 20. Einnistung vor. Die Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut wird medizinisch als Nidation bezeichnet. Daher spricht man beim Windei auch von einer Einnistungs- oder Nidationsstörung. Das Windei zählt zu den Entwicklungs- und Einnistungsstörungen der Schwangerschaftsanlage in der Gebärmutter. Während Eihülle und Außenwand der Keimblase erhalten bleiben, ist die Fruchthöhle im Inneren leer. Hierdurch kommt es zu einer Fehlgeburt.

Ursache für ein Windei

Als Ursache für ein Windei gilt eine Störung in der Ausbildung der sogenannten Zottengefäße, die während der Reifung für die Versorgung des Eis zuständig sein sollen. Dadurch dass die Fruchthöhle ansonsten intakt bleibt, entsteht beim Ultraschall erst einmal der Eindruck einer normalen Schwangerschaft.

Symptome und Feststellung eines Windeis

Ein Windei kann leider nicht anhand der Schwangerschaftssymptome? 16 typische Anzeichen festgestellt werden, da es keine typischen Symptome hierfür gibt. Der Schwangerschaftstest ist positiv und die Frau hat oft auch alle Anzeichen einer Schwangerschaft. Erst in der normalen Schwangerschaftsdiagnostik fällt das Windei auf. Bei der Ultraschalluntersuchunh in der Frühschwangerschaft ist dann kein Embryo in der Fruchthöhle zu erkennen. Das leere Ei kann noch einige Tage bis Wochen erhalten bleiben, bis der Frauenarzt bemerkt, dass die Gebärmutter und Fruchthöhle nicht mitgewachsen sind. Mittels Ultraschall kann die Diagnose Windei dann meist gesichert werden. Manchmal wartet man jedoch noch ein bis zwei Wochen ab, ob im Ultraschall nicht doch noch etwas sichtbar wird. Auch die HCG-Kontrolle kann erfolgen udn Aufschluss geben, wenn kein regelrechter Anstieg (Verdopplung etwa alle zwei Tage) der HCG erfolgt.

Wie geht es weiter bei einem Windei?

Steht die Diagnose Windei fest, erfolgt in der Regel eine Ausschabung (Abrasio), wenn nicht bereits Blutungen aufgetreten sind und die fehlangelegte Frucht abgestoßen wurde. bei einer Ausschabung wird die Gebärmutterschleimhaut mitsamt der Einnistung abgetragen und eine vorhandene Blutung kann gestoppt werden Somit sinkt die Gefahr einer Infektion.

Weiterer Verlauf nach einem Windei

Nach der Ausschabung normalisieren sich Gebärmutterschleimhaut und HCG-Wert wieder. Sind alle Schwangerschaftsanzeichen verschwunden und hat sich der Zyklus wieder eingestellt, ist eine erneute Schwangerschaft direkt wieder möglich.

Was ist ein Eckenhocker?

Eckenhocker werden Fruchthöhlen genannt, die sich in einer ungewöhnlichen Gegend in der Gebärmutter „verstecken“. Es wird vielleicht beim Ultraschall auch zunächst nicht erkannt und eine nicht intakte Schwangerschaft vermutet. Dabei kann noch etwas abgewartet werden, und manchmal wird beim nächsten Ultraschall dann der Eckenhocker sichtbar und eine intakte Schwangerschaft festgestellt.

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2017
Quellen
Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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