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Verstopfung in der Schwangerschaft

Verdauungsprobleme in der Schwangerschaft sind weit verbreitet. Besonders Verstopfung macht vielen werdenden Müttern zu schaffen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Darm sanft in Schwung bringen können.

Verstopfung in der Schwangerschaft
Unter Verstopfung in der Schwangerschaft leiden viele werdende Mütter
© Tobif82 - Fotolia.com

Fast drei Viertel der schwangeren Frauen erlebt mindestens einmal während der Schwangerschaft Verdauungsbeschwerden: Verstopfung, Blähungen, Reizdarm oder seltener Durchfall. Die wenigsten Schwangeren leiden aber darunter – wahrscheinlich, weil es für sie einfach zur Schwangerschaft dazugehört, wenn einmal der Bauch zwickt. Wirklich zu schaffen machen Schwangeren lediglich ein Blähbauch und anhaltende Verstopfung, häufig in Verbindung mit einem harten Bauch. Das ergab eine Befragung von über hundert Frauen in der Schwangerschaft. Die Verstopfung kann sehr unangenehm sein und zu Schmerzen führen.

Hormonelle Ursache für Verstopfung in der Schwangerschaft

Verstopfung (Obstipation) in der Schwangerschaft hat ihren Ursprung in hormonellen und physiologischen Veränderungen. Der erhöhte Progesteronspiegel im Blut beeinflusst die glatte Darmmuskulatur: Die Nahrung braucht auf ihrem Weg durch den Darm länger – das kann besonders in der Frühschwangerschaft zu Verstopfung führen. Außerdem drückt das Kind, das in der Gebärmutter heranwächst, auf die Eingeweide und erschwert so die Darmentleerung. Auch manche Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere, besonders Eisenpräparate, sorgen als Nebenwirkung für Verstopfung.

Tipps bei Verstopfung in der Schwangerschaft

Um Unwohlsein und Bauchdrücken vorzubeugen, sollten Schwangere darauf achten, dass ihr Stuhl die richtige Konsistenz bekommen kann. Wie sonst auch sollte pressen auf Toilette vermieden werden. Dazu ist einerseits genug Flüssigkeitszufuhr – etwa zwei Liter pro Tag – notwendig, andererseits rund 30 Gramm Ballaststoffe täglich. Gute Quellen für die unverdaulichen Quellstoffe sind Vollkornprodukte, Gemüse und Obst. Reicht das als Vorbeugung von Verstopfung in der Schwangerschaft nicht aus, könnten Ihnen folgende Tipps helfen:

  • Dörrobst wie Trockenpflaumen, -aprikosen oder -datteln ist ein beliebtes Hausmittel gegen Verstopfung. Auch Pflaumensaft besitzt abführende Wirkung. Bewegung tut gut – auch in der Schwangerschaft und gerade, um die Verdauung anzukurbeln. Es eignen sich Radfahren, Schwimmen und flottes Spazierengehen.
  • Kleie und Leinsamen sind besonders reich an Ballaststoffen. Unter Quark oder Joghurt gemischt und je nach Geschmack mit Marmelade gesüßt, beugt dieser Snack Verstopfung in der Schwangerschaft sanft vor und wirkt stuhlregulierend. 
  • Bananen, dunkle Schokolade und andere stopfende Lebensmittel besser meiden.
  • Hilft alles nichts, eignen sich für Schwangere manche stuhlaufweichende Zäpfchen. Sprechen Sie darüber aber unbedingt mit Ihrem Arzt, Apotheker oder der Hebamme.
  • Auch Glaubersalz (Natriumsulfat) sollten Sie nur nach Rücksprache und in schweren Fällen einnehmen, um Verstopfung in der Schwangerschaft entgegenzuwirken.
  • Magnesium führt bei vielen Schwangeren schnell zu weichem Stuhlgang. Dennoch sollte Magnesium in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Hebamme zusätzlich eingenommen werden.

Wichtig ist bei Verstopfung, dass trotzdem beim Toilettengang vermieden wird, zu pressen. Dadurch werden nämlich Hämorrhoiden in der Schwangerschaft gefördert, die leider auch vermehrt in der Schwangerschaft auftreten.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 31. August 2017
Quellen: http://loyolamedicine.org/newswire/news/72-percent-pregnant-women-experience-constipation-and-other-bowel-problems-loyola; Informationen zu Glaubersalz in der Schwangerschaft: http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Natriumsulfat

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