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Borreliose in der Schwangerschaft

Eine Borreliose in der Schwangerschaft ist eine Infektion durch bakterielle Erreger, den so genannten Borrelien. Sie tritt verhältnismäßig selten auf, sollte jedoch unbedingt behandelt werden. Die Borreliose, die auch als Lyme-Krankheit bezeichnet wird, wird in Deutschland vorwiegend durch Zecken übertragen. Sie ruft unterschiedliche Symptome hervor und kann, besonders unbehandelt, chronische Beschwerdebilder nach sich ziehen.

Borreliose in der Schwangerschaft
Eine Borreliose wird durch Zecken übertragen und ist auch in der Schwangerschaft behandelbar
© iStock.com/yaruta

Symptome einer Borreliose

Oft beginnt eine Borreliose mit Kopf- oder Gelenkschmerzen, ebenso kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Auch Muskelschmerzen und Fieber können auftreten. Meist hat sich rund um den Zeckenbiss die Haut ringförmig verfärbt. Im weiteren Verlauf kann es zu Herz- oder sogar  Hirnhautentzündung kommen. Neurologische Symptome wie Sensibilitätsstörungen, Lähmungserscheinungen oder Nervenentzündungen können ebenfalls auftreten. Die Borreliose selbst hat keinen chronischen Verlauf. Allerdings können ein oder mehrere der genannten Symptome chronisch werden und den Betroffenen im ungünstigsten Fall ein Leben lang begleiten.

Diagnostik der Borreliose

Anhaltspunkte für eine Infektion zeigt oft schon der Zeckenbiss, dessen Rötung sich ringförmig ausbreitet. Der Nachweis einer Borreliose lässt sich im Labor erbringen. Durch bestimmen von Antikörpern die bei einer Infektion im Blut sein können. Auch im so genannten Hirnwasser oder der Gelenkflüssigkeit eines betroffenen Gelenks lassen sich die Antikörper der Borrelien nachweisen. Es gibt verschiedene Laborverfahren hierfür.

Test auf Borreliose

In Europa werden viele verschiedene Tests auf Borreliose angewendet. In der Regel wird erst ein Suchtest durchgeführt, dem dann ein Bestätigungstest folgt. Die IgM-Antikörper sind üblicherweise drei bis sechs Wochen nach Krankheitsbeginn nachweisbar.

Behandlung einer Borreliose in der Schwangerschaft

Bei Verdacht auf Borreliose empfiehlt das Robert-Koch-Institut eine Antibiotikatherapie, die je nach Stadium unterschiedlich ausfallen kann. Sie kann den Krankheitsverlauf verkürzen und chronische Verläufe häufig verhindern. Dem Ungeborenen schadet diese Therapie in der Regel nicht. Nur in extrem seltenen Fällen wird die Borreliose in der Schwangerschaft auf das Ungeborene übertragen.

Antibiotika bei Borreliose in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft (und auch Stillzeit) wird eine orale Therapie mit Amoxicillin empfohlen. Alternative Wirkstoffe sind Penicillin G und Ceftriaxon für die intravenöse Gabe.

Verlauf einer Borreliose in der Schwangerschaft

Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft empfiehlt es sich, die Situation bezüglich der Borreliose zu verfolgen. Eine Ansteckung des Ungeborenen ist zwar sehr selten, kann jedoch zu erheblichen Schäden führen. Der Frauenarzt muss also über die Borreliosetherapie informiert sein. Idealerweise wird nach der Geburt des Kindes das Nabelschnurblut im Labor auf Erreger von Borreliose untersucht, um eine eventuelle Ansteckung auszuschließen. Eine Borreliose in der Schwangerschaft ist eine Infektion durch bakterielle Erreger, den so genannten Borrelien. Sie tritt verhältnismäßig selten auf, sollte jedoch unbedingt behandelt werden. Die Borreliose, die auch als Lyme-Krankheit bezeichnet wird, wird in Deutschland vorwiegend durch Zecken übertragen. Sie ruft unterschiedliche Symptome hervor und kann, besonders unbehandelt, chronische Beschwerdebilder nach sich ziehen.

Impfung gegen Borreliose

Bisher gibt es in Deutschland keine Impfung gegen Borreliose, im Gegensatz zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In den USA war für einige wenige Jahre ein Impfstoff zugelassen, der jedoch aus nicht-medizinischen Gründen wieder vom Markt genommen wurde. Dieser Impfstoff käme für Deutschland nicht in Frage, da hier andere Stämme unterschiedlicher Arten heimisch sind. Auch wenn die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Borreliose in Europa als schwierig gilt, so ist die Forschung doch dabei, einen Impfstoff zu finden. In weiteren Studien muss gezeigt werden, ob diese Impfung es bis zur Marktreife schafft.

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