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Studie an 1,4 Millionen Kindern

Zeugungsmonat beeinflusst Babys Gesundheit

Der Zeugungszeitpunkt entscheidet mit über den Gesundheitszustand eines Babys. Das haben Forscher zumindest für die USA belegen können. So sind Winterbabys häufiger Frühchen, im Frühling geborene Kinder dagegen etwas schwerer.

Zeugungsmonat beeinflusst Babys Gesundheit
Während Frühlingsbabys etwas schwerer sind, haben Winterbabys ein höheres Risiko, zu früh zur Welt zu kommen. Schuld an Letzterem ist die Grippe
© iStock.com/romrodinka

Auf den Geburtsmonat hat sogar der gesellschaftliche Status der Mutter einen Einfluss.

Im Mai gezeugte Kinder kommen mit größerer Wahrscheinlichkeit früher zur Welt. Der frühere Start ins Leben und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken liegen vermutlich daran, dass es gegen Ende der Schwangerschaft im Januar und Februar besonders viele Influenzafälle gebe.

Zehn Prozent mehr Frühchen durch Grippe-Infektionen

Denn eine Grippe könne die Geburt auslösen, berichten US-Forscher in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften. So verzeichneten sie unter den im Mai gezeugten Kindern einen Anstieg der Frühgeburten um rund zehn Prozent. Für die Studie haben Janet Currie und Hannes Schwandt von der Princeton-Universität in New Jersey die Daten von mehr als 1,4 Millionen US-amerikanischen Kindern ausgewertet.

Um die Zusammenhänge genauer zu untersuchten, werteten die Forscher nur Daten von Müttern aus, die mehr als ein Kind geboren hatten. Bekomme eine Mutter zwei Kinder zu verschiedenen Zeiten im Jahr, sei ausgeschlossen, dass ein auffälliger jahreszeitlicher Zusammenhang mit der Mutter selbst zu tun habe, heißt es zur Begründung. Ihre Statistik könnte Gesundheitsbehörden zum Beispiel dazu bringen, ihre Empfehlungen für die Grippe-Impfung von Schwangeren zu überarbeiten, um Frühgeburten zu vermeiden.

Frühlingskinder sind etwas properer

Es zeigte sich außerdem, dass Kinder, die in den Sommermonaten gezeugt wurden und ab April das Licht der Welt erblicken, durchschnittlich acht bis neun Gramm schwerer sind. Dies hänge mit einer höheren Gewichtszunahme der Mütter in der Schwangerschaft zusammen. Faktoren wie Rauchen oder der Familienstand erklärten diese Zusammenhänge nicht, schreiben die Forscher.

Es gibt bereits zahlreiche Untersuchungen, die den Zeitpunkt der Geburt mit dem späteren Wohlergehen des Nachwuchses in Verbindung gebracht haben: von Körpergröße über den IQ bis zur Höhe des Einkommens. So sollen Sommerbabys häufiger herzkrank werden, Winterkinder dagegen eher schizophren. Normalerweise erklären jahreszeitliche Schwankungen bestimmter Umwelteinflüsse solche Zusammenhänge, schreiben die Autoren.

Finanzielle Situation bestimmt Babys Geburtstag mit

Kürzlich aber berichteten Forscher, dass für den Zeitpunkt der Geburt sogar der sozioökonomische Status der Mutter entscheidend sei. Sie zeigten, dass ärmere oder weniger gebildete Mütter, Unverheiratete oder Frauen aus Minderheiten ihre Kinder eher in Monaten gebären, die mit schlechteren Gesundheitsaussichten für die Kinder verbunden sind.

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