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@Orni, darf ich mal um etwas Klugscheisserei bitten??

Hallo Orni,
ich habe natürlich den Kinderwunsch nicht losgelassen und das hab ich auch gar nicht vor. Mein Kampfgeist kehrt so langsam zurück und ich habe ja noch 2x3 Eskimos im Stickstoff liegen.
Ich habe mich am Samstag kräftig ausgeweint und am Sonntag dann versucht, einen neuen Schlachtplan mit Hilfe von Google zu machen, da ich jetzt doch mal Blastos in Erwägung gezogen habe.
Mein Fazit war aber, daß es mit meinen schlechten Eizellen aus dem letzten Versuch gar keinen Sinn macht, da man für Blastos am 3. Tag 8-Zeller in A-Qualität haben sollte, ansonsten verrecken sie einem in der Petrischale. Die schlechten Zellen hätten in der GM eher noch eine Chance, als in der Schale.
Siehst Du das anders? Wenn ja, warum oder wo kann ich was nachlesen?
Du hattest noch gefragt, ob ich zu hoch stimuliert wurde wegen der schlechten Qualität. Beim ersten Versuch hatte ich ja nur 5 Eizellen nach 150 IU Puregon, davon wurden 3 befruchtet und die beiden die ich zurückgenommen habe waren an PU+3 ein C-6-Zeller und ein B-8-Zeller, also auch nicht der Brüller und auch nicht super schnell. Bei der 2. IVF warens nach 225 IU Puregon 13 Eizellen, davon 11 befruchtet, beim Frischversuch an PU+3 beides 9-Zeller in C-Qualität und bei den Kryos jeweils auch C, aber auch noch langsam beim Teilen. Ich gehe also davon aus, daß die weiteren Kryos keine bessere Qualität bringen werden.
Ich wäre dankbar für eine Meinung von Dir, wenn Du Zeit hast.
LG,
Nalla
Bisherige Antworten

@Orni, darf ich mal um etwas Klugscheisserei bitten??

Aaalso, ich habe immer auf der Blastozystenkultur bestanden, um zu wissen, auf was ich mich einstellen kann.

"Normalerweise" macht aber Blasto-Kultur nur Sinn, wenn man ALLE verfügbaren Embryonen bis Tag 5 (oder Tag 6) kultiviert.

Bei Deinen 11 Stück hätte das dann Sinn gemacht und es hätte sich die Spreu vom Weizen getrennt. Wenn ein Embryo nicht kompaktiert, ist es in den meisten Fällen so, dass das Genom nicht aktiviert wurde, weil eben ein Gendefekt vorliegt.

Ob die Gebärmutter für einen 6-8 Zeller besser als die Zellkultur ist, wage ich persönlich anzuzweifeln, weil ein Day-3-Embryo noch gar nicht in der GM sondern im Eileiter ist.

Fakt ist, dass man in vielen Ländern bei Blastozystentransfer einen "Single-Embryo-Transfer" vornimmt, eben weil man die beste (expandierteste) Blastozyste (die man auch besser beurteilen kann, was die Qualität angeht). Die SS-Rate ist sehr gut und das Risiko einer Zwillings-SS entfällt (an dieser Stelle sei erneut darauf hingewiesen, dass nicht wenige Zwillings-SS mit Komplikationen einhergehen - z.B. untergewichtige Kinder - und ich bis heute nicht verstehe, warum so viele Reprokondidatinnen gerne Zwillinge haben wollen).

Ob es bei den Kryos Sinn macht, eine Blasto-Kultur anzuleiern? Wenn Du wissen willst, wo Du dran ist und bereit bist, auch mit leeren Händen ergo keinem Transfer dazustehen, dann ja. Wenn Du aber eher der Typ ist, der wenigsten 10 Tage von einer etwaigen SS träumen möchte, dann bleib bei Tag 3.

So weit ich weiß, ist es in D aber noch nicht rechtlich möglich, ALLE Embryonen weiter zu kultivieren. Im Klartext: Max. 3 und der Rest muss im PN-Stadium eingefroren werden. Das ist echt für'n A...

Aber auch aus dem Grund wirst Du nicht wissen können, welches Potential die anderen PN-Stadien haben (obwohl der Arzt doch sicher ein PN-Scoring durchgeführt hat, oder nicht).

Komplexes Thema...

LG,

orni

Danke erst mal...

...für die schnelle und ausführliche Antwort.
Ich geh dann mal nachdenken.
LG,
Nalla
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