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Abschied vom Kinderwunsch

Hallo , ich wünsche mir schon seit langem ein eigenes Kind. Mein Mann hat eine Tochter mit in die Beziehung gebracht, sie wohnt jedoch bei der Oma. Mir fehlt Kinderlachen hier im Haus. Wir haben schon 1 Insemination hinter uns. Mein Mann will sich den Stress aber nicht mehr antun.Fragt sich nur, wer mehr Stress hat?!?!?
In meinem Umfeld habe ich heute wieder gehört, dass eine schwanger ist. Einfach so.
Mein Problem ist, dass ich ohne medizinische Hilfe kein Baby bekommen kann. Ich bekomme keine ES und nur hin und wieder also sehr unregelmässig meine Regel.
Wie geht ihr damit um,wenn Freunde von euch,.. Eltern werden?
Mich macht es immer sehr traurig
Habt ihr Tipps, wie ich mit der Trauer umgehen kann?
Bisherige Antworten

Abschied vom Kinderwunsch

hallo kleene,
das ist ja eine schwierige situation. weiß auch gar nicht so recht wo ich anfangen soll zu schreiben.
mmh ja, wie gehe ich damit um, wenn ich höre, das mal wieder jemand ss geworden ist??? also ich hatte auch schon 2 fg´s. die letzte sogar mit ausschabung. ich war echt fertig. konnte gar nicht damit umgehen, wenn ich ss gesehen habe. aber ich habe das einfach nicht zugelassen. ich habe mich gezwungen, diese ss sendungen im tv anzusehen. und mittlerweile frue ich mich darüber, wenn ich ss sehe.
meine situation ist aber auch anders als deine. ich habe ja einen regelm. es und kann auch eigentlich ss werden.
vielleicht solltest du dich mit deinem mann mal hinsetzen und ihm deutlich machen, wie sehr dich euer kinderloses leben mitnimmt. ich meine was hat er denn bitte schön für einen stress? er muss ja nur sein sperma geben. vielleicht ist ihm deine angst und deine situation nicht ganz bewusst. männer nehmen oft nicht wahr, wie schlecht es uns eigentlich geht. und da sie keine hellseher sind muss man es ihnen offen und ehrlich sagen.
ich denke, wenn er sieht wie schlecht es dir gent und wie sehr du leidest, dann wird er sich bestimmt auch auf einen neuen versuch einlassen. und falls er doch keinen veruch mehr möchte, dann frag ihn warum. denn der stress ist kein wirklicher grund. dann muss er auch was vorbringen was einleuchtend ist. vielleicht hat er ängste oder befürchtungen.
ich kann dir nur raten ein offenes und ehrliches gespräch zu suchen. denn das ist eine sache, da müssen beide von überzeugt sein. erzwingen kann man es nicht.
wenn du nicht weißt, wie du mit deiner trauer umgehen kannst, dann gibt es viele bücher die dir helfen können. oder sprich mit einer guten freundin, oder deiner mama. aber bitte versuch nicht deine ängste, deine wut und deine verzweiflung zu verbergen. denn irgendwann kommt es alles raus. lass deinen gefühlen freien lauf. wenn du weinen musst, dann weine und wen du wütend bist, dann schrei halt einfach. nur nichts unterdrücken und viel viel darüber sprechen. vor allem mit dem partner. denn er ist ja auch ein teil von der ganzen "sache".
ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. es gibt hier auch ein forum für küntliche befruchtungen. vielleichts holst du dir da mal rat. denn die wissen ja wie es dir geht. schau mal im wartezimmer unter der rubrik schwangerschaft nach.
gglg mele

wartezimmr/rund um die ss/ivf befruchtungen

Abschied vom Kinderwunsch

Hallo Kleene,
ich habe auch lange Zeit warten müssen, bis ich ss werden durfte - und habe mein Hummelchen dann in der 11. SSW verloren. Nach weiteren, mir endlos erscheinenden ÜZ bin ich jetzt mit Hilfe von Clomi wieder schwanger und inzwischen in der 12. SSW. Übrigens im letzten Clomizyklus vor Bauchspiegelungs- OP (Termin war schon ausgemacht) und Kiwu- Klinik...
Ich kenne diesen Frust und diese Trauer, wenn man mitbekommt, wie mal wieder eine "mal eben" schwanger wird... Und ich habe mich immer für diese Gefühle verabscheut, weil ich eben so nie denken wollte.
Mir haben dann die Gedanken daran geholfen, dass die Schwangerschaften anderer Frauen nichts mit mir zu tun haben. Und selbst wenn Gott beschließen würde, dass Frau X mal eben nicht schwanger wird, (damit ich diesen Frust ein Mal weniger erleben müsste), würde es mir nicht dabei helfen, schwanger zu werden.
Und dann, was noch viel ausschlaggebender war: ich habe mit der Zeit mitbekommen, dass es eben NICHT so ist, dass alle anderen völlilg problemlos schwanger werden. Ganz viele haben auch einen langen Leidensweg hinter sich - nur wusste ich das nicht.
Dadurch, dass ich mit meiner FG und der langen ungewollten Kinderlosigkeit recht offensiv umgegangen bin, haben mir andere Frauen/ Paare auch mehr über sich erzählt...
Klar gibt es viele Frauen, die problemlos schwanger werden - und ich hoffe, dass wir irgendwann an den Punkt kommen, an dem wir es ihnen ungetrübt gönnen können...
Ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft - und dass Dein Mann versteht, wie wichtig es Dir ist, ein Kind zu bekommen. Gemeinsam schafft Ihr das dann auch!!!
Übrigens: Glaube versetzt Berge!!!
Gebt dich Hoffnung nicht auf, okay?
Liebe Grüße
Alex

Abschied vom Kinderwunsch

Liebe Kleene,
ich weiß wie Du Dich fühlst, wenn auch mein "Fall" komplett anders gelagert ist als Deiner. Ich werde SS, aber ich verliere meine Kinder immer, weil die Kinder jedesmal sehr krank sind. Es ist nichts vererbtes sondern einfach Zufall. Ich kenne die Frage "warum ich" und "warum klappt es bei anderen" nur zu gut.
Was hat aber mein Fall mit Dir zu tun? Oberflächlich betrachtet nichts, aber ich kann Deine Angst, Dein Problem, dass Dein Mann sich keinen "Stress" machen will nur zu gut. Ich hatte genau die gleiche Angst und das gleiche Problem:
Nachdem wir im Januar unsere Soraya hergeben mussten, meinten alle Ärtze, dass es ja kein Problem sei, dass ich wieder SS werde, immerhin war ich es schon zweimal. Jetzt bin ich immernoch nicht SS. Zugegeben, es ist keine lange Zeit, aber ich habe die Befürchtung, dass auch meine Schwangerschaften einem Zufall zu verdanken sind, so wie die Krankheiten meiner Kinder angeblich auch Zufall waren (und ich bin nunmal keine 20 mehr). Mein Freund hat gebetsmühlenartig wiederholt, dass das doch alles gar kein Problem sei und dass ich mich zu sehr stressen würde und wenn man sich so reinsteigern würde könne man ja nicht SS werden und außerdem hätten mir doch die Ärzte bestätigt leicht SS werden zu können. Vielleicht hat er recht, aber meine Angst, dass nun doch was ist, was mich nicht SS werden lässt und dass es möglicherweise gar sein SG ist, weil er raucht, wurde nur noch schlimmer. Dann kam also zu meiner sowieso schon großen Angst noch die Angst dazu, dass er sich weigern wird, Untersuchungen durchführen zu lassen, wenn diese notwendig würden. Ich wurde richtig panisch. Erst letztes WE, hat er verstanden, dass es für mich ein riesen Problem ist. Er hat verstanden, dass man den Gedanken an das SS werden nicht ausblenden kann. Ich habe ihm den Vergleich mit dem rosa Elefanten gebracht, an den man nicht denken soll. Das hat er verstanden und er will nun tatsächlich ein SG machen lassen. Einfach so! Das musste ich nicht einmal vorschlagen, sondern er hat von sich aus gesagt, dass wir uns beide untersuchen lassen, weil er gemerkt hat wie schlecht es mir geht und weil er möchte, dass es mir wieder besser geht.
Bei Euch ist sicherlich mehr zu tun, wenn Du sehr unregelmäßige ES hast (den meisten Stress nimmst aber ganz klar Du auf Dich), aber ich habe ein wenig das Gefühl, dass es Deinem Mann am Verständnis für Deine Situation fehlt. Versuche ihm in einem ruhigen Gespräch klar zu machen, dass es Dir nicht gut geht mit Deinem unerfüllten Kinderwunsch. Das muss auch bei Dir nämlich nicht so bleiben. Man kann heutzutage einiges tun. Ein unerwünschte KiWu wird sich möglicherweise auch irgendwann auf die Beziehung niederschlagen, weil Du ihm irgendwann einen Vorwurf daraus machen wirst.
Wie Du mit Deiner Trauer umgehen kannst kann ich Dir leider nicht beantworten, denn ich fühle ähnliches, wenn ich SS sehe. Es ist weniger, dass ich es den Frauen nicht gönne, sondern eher diese berühmte: "Warum ausgerechnet ich" Frage.
Ich versuche offensiv darüber zu reden, es stößt nicht immer auf Verständnis, aber man stellt fest, dass man nicht die einzige ist, sondern dass es ganz viele Frauen gibt denen es ähnlich geht und ging und (!!!) dass es in vielen Fällen ein gutes Ende nahm.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Vielleicht kannst Du ja nochmals mit Deinem Männe reden. Das wünsche ich DIr in jedem Fall von ganzem Herzen!
Ganz liebe Grüße
Cornelia

Abschied vom Kinderwunsch

Hallo,
ich kann Deine Trauer, Wut und Ohnmacht sehr gut nachvollziehen. Ich war in einer ähnlichen Situation. Ohne medizinische Hilfe kein Baby, weil meine Eier nicht richtig reiften. Aber mit Hilfe kam auch nichts. Es ist allerdings mittlerweile 10 Jahre her. Und damals war die Betreuung rund um das Thema praktisch Null. Ich kam mir vor wie ein Stück Vieh bei der Fleischbeschauung und das machte das Ganze noch schlimmer. Deshalb brachen wir nach der ersten Hormonbehandlung ab. Ich habe mich auf mein Leben besonnen. Es gibt ja noch ein Leben außerhalb dieses Kinderwunsches. Ich war es leid, immer zu leiden, wenn ich eine Schwangere gesehen habe. Also habe ich von dem Kinderwunsch Abschied genommen. Es hat gedauert, aber mit der Zeit wurde es besser. Dann habe ich gemerkt, das mein Leben nicht das ist, was ich leben möchte. Es war sehr auf das Mutterwerden ausgerichtet. Ich hatte viel zu lange mit dem "Wenn ich ein Kind habe..." im Kopf gelebt. Also habe ich mein Leben auf ein Leben ohne Kinder umgestellt. Ich habe mich berufliche umorientiert auf einen Beruf, bei dem ich nicht froh war, in den Erziehungsurlaub zu gehen. Ich hab mir einen Hund geholt und eine schnuckelige Wohnung gesucht. Meine Ehe ist dabei auf der Strecke geblieben. Zuerst habe ich es auf den unerfüllten Kinderwunsch geschoben, aber er war einfach der Falsche. Und dann war ich selbstständig, hatte eine schöne Single-Wohnung, einen netten Freundeskreis von kinderlosen Menschen und einen großen Hund. Und ich war glücklich mit diesem Leben, richtig glücklich. Und dann kam dieser Mann in meinen Laden. Mit der Verhütung habe ich es nach 8 Jahren ungewollte Kinderlosigkeit nicht so genau genommen. Tja, der erste Schuss war ein Volltreffer. unser Sohn wird bald 4 Jahre alt, wir wohnen in einem schönen Haus und sind immer noch glücklich verheiratet. Jetzt war ich wieder schwanger, diesmal mit Zwillis, die ich leider nicht behalten durfte. Aber so ist das Leben, ich habe alles getan, aber es hat halt nicht gereicht.
Was ich Dir mit dieser langen Geschichte sagen will ist, das Du Dich auf Dein Leben besinnen mußt. Der Kinderwunsch sollte nicht so übermächtig werden, das das Leben sinnlos erscheint. Lebe im Jetzt und Heute, richte Dir ein Leben ein, das Dir gefällt. Ein Kind ist eine Zugabe. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer das ist, aber es ist der einzige Weg aus der Verzweiflung.

Abschied vom Kinderwunsch

Auch wenn der vorherige Beitrag bereits sehr alt ist, möchte ich gerne darauf eingehen: eindlich mal eine, die nicht (nur) sagt, dass man die Hoffnung nicht aufgeben soll und irgendwann, nach vielen vielen Jahren, wenn man nicht mehr daran denkt, klappt es bestimmt....

Ich will mir keine Szenarien zurechtlegen, wieviel und wann ich hoffen darf, und wie ich die Hoffnung nicht aufgebe. Was ich suche, und was wohl jede sucht, die Hilfe beim "Abschied vom Kinderwunsch" erbittet: wie kann ich davon wirklich Abschied nehmen, ohne in die "Hoffnungs-Falle" zu tappen? Wie gebt Ihr Eurem Leben eine neue, andere Orientierung? Das schwarze Loch, in das man nach der Infertilitäts-Diagnose fällt, womit füllt Ihr es aus? Welchen Sinn, welche Berufung habt Ihr für Euch gefunden? Und WIE finde ich einen Sinn in meinem Dasein? Was hat Euch geholfen? Gibt es entsprechende Bücher? Oder muss ich auf eine Eingebung warten? Hilft ein Psychologe? Oder nur die Zeit?

Es wäre für mich eine grosse Hilfe zu wissen, wie andere es geschafft haben, zu erkennen, dass auch ein kinderloses Leben ausgefüllt sein kann - denn das ist die wichtigste Erkenntnis, die ich zu gewinnen hoffe (zumindest in diesem Forum)

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