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Missed Abortion

Hei zusammen,

das ist das erste Mal für mich in einem Forum aber ich möchte mir einfach etwas von der Seele reden und hoffe evtl. auf gute Ratschläge. Ich entschuldige mich im Vorfeld für den langen Text 

Nach einem Halben Jahr wurden ich und mein Mann endlich schwanger und waren überglücklich. Da ich Krankenschwester bin und auch eine Zeitlang in der Gynäkologie arbeitete, war die Angst davor, dass etwas passiert besonders groß...in der 8 SSW war mein erster Frauenarztbesuch...ich war in meinem ganzen Leben noch nie so aufgeregt wie an diesen Tag...aber alles war in ordnung und das Herzchen hat kräftig geschlagen...nach einer gefühlten Ewigkeit kam endlich der Tag der 2. Untersuchung...Mein Mann durfte mit und wir wollten an diesen Tag der restlichen Familie mitteilen dass wir schwanger sind. Der Termin war bei 11+5, also wären wir praktisch fast schon aus der "kritischen" Zeit...ich war sehr zuversichtlich und habe zum ersten Mal keine Angst gehabt dass etwas nicht stimmen könnte...Doch dann passierte es doch...die Frauenärztin machte den Ultraschall aber es bewegte sich einfach garnichts...und wir wussten beide schon was das bedeutet...unser Baby lebte nicht mehr...gemessen an der Größe muss es kurz nach den ersten Ultraschall in der 8 SSW passiert sein...wir waren beide am Boden zerstört...einige Tage später hatte ich eine Ausschabung

Nun sind etwa 2 Wochen vergangen...anfangs war ich eig nur am weinen...mittlerweile hab ich mehr gute als schlechte Tage, aber trotzdem hab ich seit dem täglich Kopfschmerzen (hattet ihr das auch?) und schlafe nicht sehr gut...darüber reden kann ich eig nur mit meinem Mann...ich habe Angst von anderen nicht verstanden zu werden und behalte auch an schlechten Tagen meine Gefühle und Gedanken eher bei mir obwohl es mir glaube ich gut tun würde darüber zu sprechen, aber ich schaff es nicht....wie seid ihr damit umgegangen ??? 

Bei der Untersuchung vor ein paar Tagen wurde ein Hämatom in der Gebärmutter gesehen...habe auch immer noch etwas Unterleibschmerzen und hoffe das ist normal...

Das was mir momentan auch Kopfzerbrechen bereitet ist folgendes...ich war bisher nicht geimpft gegen Corona, aber nun, unter anderen auch wegen der impfpflicht in der Pflege, muss ich mich nun impfen lassen. Wir möchten so schnell es geht wieder versuchen schwanger zu werden aber bin mir nicht sicher ob ich zwischen Impfung und dem Versuch schwanger zu werden etwas Zeit dazwischen lassen sollte...meine Ärztin nimmt sich leider nicht sehr viel Zeit für mich und beantwortet meine Fragen nur halbherzig...danke an alle die bis hierher gelsen haben und ich freue mich auf eure Antworten...LG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bisherige Antworten

Re: Missed Abortion

Hi Stella,

Fühl dich erstmal gedrückt! 

Es ist eine der traurigsten Situationen, die man in seinem Leben mitmachen muss. Und ich finde es gut, dass du es dir hier von der Seele geschrieben hast. 

Zu deinen Fragen:

Täglich Kopfschmerzen hatte ich nicht, aber selbst wenn, wäre es nicht verwunderlich gewesen, weil ich viel mit Kopfschmerz zu tun habe. Trinkst und isst du denn genug? Kümmerst du dich gut um dich, gehst du ab und an mal raus? Hast du dir eine kleine Auszeit genommen oder bist du direkt wieder arbeiten gegangen? Ich selbst war ab Tag der Diagnose mit Ausschabung vier Tage später insgesamt einen Monat Zuhause, mit zwei Wochen Krankschreibung und eine Woche Urlaub Anfang Januar (ist bei mir ein Jahr her). Und es tat gut, diese Auszeit zu haben. 

Mit dem Hämatom kenne ich mich leider nicht aus. Wie ist denn da der Plan fürs weitere Vorgehen? Generell finde ich das nicht so gut, wenn du sagst, dass du Schmerzen hast. Du könntest diesbezüglich im Expertenforum eine Anfrage stellen, dann bekommst du eine gute Rückmeldung. Auch welche Rolle das Hämatom beim Versuch, wieder schwanger zu werden, spielt. 

Mit anderen reden: kann ich nur empfehlen. Ich habe damals nach der Diagnose mit meiner besten Freundin gesprochen, von der ich wusste, dass sie auch eine FG hatte. Und sie hat mit mir geweint. Drei Tage später haben mein Mann und ich mit Eltern und Geschwistern telefoniert, da hat zwar keiner die Erfahrung teilen können, aber weil Weihnachten anstand, wollte ich, dass alle Bescheid wissen. Da wir frisch verheiratet waren wollte ich umgehen, von irgendwem einen Spruch bzgl. Kinderplanung zu kassieren. Und dann habe ich ein, zwei schöne Sprüche als Status in WA gesetzt. Die Rückmeldungen waren überwältigend. Vier Mädels, davon zwei sehr gute Freundinnen, haben mir erzählt, dass sie auch FGs hatten. Heißt, ich hatte immer jemanden zum drüber quatschen. Auch darüber, wie sie damit umgegangen sind. Ich fand es sehr hilfreich zu wissen, wie viele Frauen davon betroffen sind und fand es traurig, dass es so ein Tabuthema ist. Denn der Austausch hilft wirklich. Noch vor einer Woche habe ich zum Jahrestag einen Status in WA gehabt und wieder positive Rückmeldungen bekommen. Nicht mehr ganz so viele, aber immerhin. 

Zu deiner Ärztin: wäre ein Wechsel vielleicht gut? Ich meine, sie ist ja eigentlich dafür da, deine Fragen zu beantworten. Ich hab auch gewechselt und es war für mich eine gute Entscheidung. 

Also, ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. Ich wünsche dir alles Gute - du bist mit dieser schmerzlichen Erfahrung nicht allein und es gibt viele, die dich verstehen. 

Liebe Grüße

Kassy

Re: Missed Abortion

Noch zur Impfung:

Wegen der Impfung war es bei mir so: Ausschabung im Dezember, erste Periode etwas verspätet im Januar, ab Februar probiert. Ab Januar wurden bei uns auch Impfungen angeboten, aber ich wollte etwas abwarten, auch, weil ich ja wieder schwanger werden wollte. Also, weiter probiert. Im Mai an einem Samstag zwei Tage vor errechnetem Periodenbeginn negativ getestet... Im Zyklus war auch der Ovulationstest negativ geblieben, so dass ich dachte, kein Eisprung im Zyklus. Also Montag, am errechneten Periodenbeginn, kurzfristig die erste BionTech Impfung mitgenommen. Ich dachte, der Coronaschutz wäre nun doch auch sehr wichtig, zumal es ja hieß, dass Schwangere Risikopatienten sind. Also lieber Impfung, und nach den ganzen negativen Tests waren mein Mann und ich sehr niedergeschlagen, so dass uns eine Pause von zwei Monaten Mal gut getan hätte. Tjo. Pustekuchen. Periode blieb aus, fünf Tage nach dem negativen Test habe ich noch einen gemacht: positiv. Ich hatte Angst, dass es nun wegen der Impfung wieder zu einer Fehlgeburt kommt. Aber das Herzchen schlug, alles war gut. Und blieb es auch. Mein Arzt war auch sehr entspannt. Die Zweitimpfung wurde verschoben, die hab ich erst im September bekommen, und im Januar ist Geburtstermin. Den Booster werde ich wohl erst danach machen, auch weil der Termin ja näher rückt und jetzt erstmal Weihnachten ist. Und ich hab keine Lust auf einen schmerzenden Arm während der Wehen. 

Lange Rede, kurzer Sinn: ich für meinen Teil empfehle die Impfung. Es gibt genug Daten, die belegen, dass a) Schwangere schwerere Verläufe entwickeln als nicht-Schwangere und b) die Impfung kein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder Fehlbildungen hat. Optimal ist natürlich trotzdem, wenn du vor der Schwangerschaft beide Impfungen hättest. Ich empfehle dazu, das Positionspapier der DGGG und anderer Fachverbände zu lesen. Seite der DGGG - Stellungnahmen - Empfehlung der Impfung für Schwangere. Oder bei Google Suche "Positionspapier DGGG Schwangere" eingeben. 

Aber auch, wenn du dich dagegen entscheidest, ist das ok. Es ist deine Entscheidung, und niemand steckt in deiner Haut. 

Re: Missed Abortion

Liebe Kassy,

Erstmal vielen lieben Dank für deine schnelle und herzliche Antwort und herzlichen Glückwunsch zu deiner Schwangerschaft.

 Tatsächlich trinke und esse ich zurzeit etwas weniger als sonst. Ich sollte wirklich mehr acht auf mich geben. Ich arbeite im Krankenhaus mit schwangeren und Wöchnerinnen also war von Anfang an für mich klar, dass ich erstmal Zeit brauche das ganze richtig zu verarbeiten bevor ich wieder täglich mit diesen Thema konfrontiert werde. Bin jetzt erstmal bis Anfang Januar krank geschrieben und dann seh ich Mal wie's mir geht und ob ich mich bereit fühle wieder arbeiten zu gehen. Außerdem hat es sich leider im Krankenhaus sehr schnell raumgesprochen dass ich schwanger war, da ich ziemlich schnell Berufsverbot bekommen habe wegen den FFP 2 Masken. Bin mir also ziemlich sicher dass dann wieder sehr viele Fragen auf mich zukommen werden wenn Kollegen aus anderen Stationen sehen, dass ich plötzlich wieder da bin. Ich möchte also das ganze so weit verarbeitet haben, dass ich nicht bei jeder Frage und bei Glückwünsche zur Schwangerschaft nicht gleich losheule  

Das Hämatom soll Scheins von selbst abbluten habe aber kein Kontroll Termin bekommen... gute Idee ich werde dann Mal die Experten auch wegen den schmerzen fragen...ich werde dann glaube ich auch den Frauenarzt wechseln...ich fühle mich dort nicht gut aufgehoben da ihre untersuchen Gefühlt nur 3 Sekunden dauern und sie einen gleich wieder loswerden will. 

Ich finde es sehr bemerkenswert, dass du so offen damit umgehen kannst. Also unsere Eltern und Geschwister wissen Bescheid und 2 Freunde auch aber...obwohl ich eine tolle Beziehung zu meiner Familie habe spreche ich mit ihnen nicht darüber...erstmal hab ich dass Gefühl dass mich alle mit diesen bestimmten bedauernden Blick anschauen, was ich absolut nicht mag. Zusätzlich sind meine Schwester und meine Freundin selbst schwanger was es für mich noch schwieriger macht mit ihnen darüber zu reden...meine Eltern möchte ich damit einfach nicht belasten da meine mum sich zb immer sehr viele Sorgen um mich macht...außerdem hat keiner von denen die es wissen (gottseidank) diese Erfahrung machen müssen, sodass ich mich mit niemanden austauschen kann. Finde es großartig dass du so viele positive Rückmeldungen damals bekommen hast ich weiß nur nicht ob es für mich der richtige Weg wäre. 

Mein Mann ist momentan mein Fells in der Brandung. Wir sind als Teenies zusammengekommen und mittlerweile seit 10 Jahren ein paar und seit 2 Jahren verheiratet. Ich wüsste nicht was ich ohne ihn machen würde. Aber auch ihn möchte ich nicht ständig damit belasten, obwohl er sagt ich solle immer mit ihm reden wenn ich wieder Mal traurig werde.  

Zum Thema Impfung: ich werde mich Mal weiterhin informieren. Danke für deine Quellen. Warscheinlich werd ich ein bis zwei Zyklen nach der Impfung noch verhüten und dann wieder loslegen. 

Ich danke dir fürs zuhören und dass du deine Geschichte mit mir geteilt hast. Tut wirklich gut sich auszutauschen.

 

Re: Missed Abortion

Liebe Stella

Wie geht es dir inzwischen? Jetzt ist dein Beitrag ja schon 3 Wochen her und ich weiss gar nicht, ob du das noch lesen wirst... Aber ich bin auf der verzweifelten Suche nach Leidensgenossinnen darüber gestolpert und versuchs jetzt einfach mal, dich hier zu kontaktieren.

Es tut mir so so leid, was du und dein Mann durchmachen müsst. Es ist so unfair und so traurig... Leider habe ich auch meine Erfahrungen damit, wie schwierig es ist, mit dieser Trauer umzugehen. Eventuell, falls du dies doch noch liest, fühlst du dich ein klitzekleines Bisschen weniger alleine damit?

Ich hatte meine erste (sehr frühe anfangs 6.ssw) Frühgeburt im Februar 2021. Erste SS und dann noch Zwillinge, die Freude war riesig... wenige Tage später dann die Blutung mitten in der Nacht, es war ein Albtraum... am nächsten Tag schrieb mir meine Cousine, die mir sehr nahe steht, sie sei schwanger. Genau in dieser Situation (mit schlimmen Krämpfen im Bett) diese Nachricht zu erhalten fühlte sich an, wie verprügelt zu werden. Ich kann es nicht besser beschreiben, sorry.

Mich danach gleich wieder in die Arbeit zu stürzen (bin Primarlehrerin), war ein Fehler, das nahm kein gutes Ende. Im Mai wurde ich wieder schwanger, mein Mann und ich waren überglücklich, aber ich durch den Job total gestresst. Bekam dann beim 2. Ultraschall leider auch die Diagnose Missed Abortion. Hatte die Ausschabung im Juli und die haben das bei mir irgendwie nicht sauber gemacht. Es war zwar nichts mehr zu sehen im Ultraschall und ich bekam wieder regelmässig meinen Zyklus, aber der HCG-Wert in meinem Blut sank so langsam, erst Ende Oktober war er endlich runter.

Direkt nach der Ausschabung hatte ich 9 Tage lang Blutungen mit Fieber und Schüttelfrost und starker Migräne. Und mein Mann und ich waren so so traurig, ich habe mir solche Vorwürfe gemacht... Mein Hausarzt schrieb mich zum Glück auch krank. Mir ging es wohl ähnlich wie dir: Ich konnte sehr schlecht einschlafen, hatte oft Kopf- und Bauchschmerzen und dass ich ja dauernd wieder ins Spital musste, um den HCG-Wert zu messen, belastete mich zusätzlich.

Wie geht es dir damit inzwischen, konnest du dich etwas erholen? Bekommst du wieder genug Schlaf?

Was mir half, war mir Unterstützung bei einer Psychologin zu holen. Das war so eine Art Trauerberatung. Glücklicherweise fand ich da gleich auf Anhieb eine sehr einfühlsame Therapeutin. Es tat mir gut, ohne Bedenken alles ansprechen zu können, auch meine düstersten Gedanken und Erinnerungen zu diesen Fehlgeburten...

Ausserdem begannen mein Mann und ich 3-4mal die Woche auf langen Spaziergängen durch den Wald, wo wir ganz alleine sind, ganz offen über alles zu sprechen. Also über unsere Trauer, unsere Ängste, Sorgen, aber auch Hoffnungen, Wünsche... Es klingt vielleicht kitschig oder seltsam, aber draussen im Wald fühlen wir uns irgendwie freier und beschützter, um auch Schwieriges anzusprechen. Und wir gehen dann so lange gemütlich weiter, bis wir uns ausgesprochen und wieder gegenseitig Mut zugesprochen haben. Es hat so was Bereinigendes an sich und irgendwie tut es uns gut, das räumlich von unserem Zuhause zu trennen.

Übrigens werden wir diesen Frühling auch unser 11-Jähriges feiern, seit Juli 2019 sind wir glücklich verheiratet :) Mann bin ich froh, dass ich ihn habe...

Im August 2021 liess ich mich dann impfen, sobald ich wieder einigermassen auf den Beinen war. Ich war froh darüber, da wir wieder versuchen wollten, schwanger zu werden, sobald der HCG-Wert wieder runter war und wir wieder durften.

Re: Missed Abortion

(2/2):

Anfangs Dezember machten wir nun einen spontanen 3-tägigen Wellnessurlaub. Das hat uns so gut getan! Endlich schafften wir beide es wiedermal, zu entspannen und alle Sorgen zu vergessen. So wurde ich beim zweiten Zyklus, bei dem wir es versuchen durften, gleich wieder schwanger. Die Impfung hat da bei mir also gar nichts verzögert oder so. Und ich liess mich im Oktober sogar noch gegen die Grippe impfen, worüber ich auch sehr froh bin, weil seither bei uns sehr viele Grippen grassieren. Mein Mann war diesen Winter schon zweimal krank und ich habe mich nie angesteckt.

Wir glaubten schon an ein Happy End und dass wir jetzt im neuen Jahr auch endlich unser gesundes Baby haben würden... Doch gestern beim Ultraschall (SSW 8+0) sah es zwar gut entwickelt aus, aber es hatte keinen Herzschlag. :( Also wieder eine Missed Abortion... bin so verzweifelt gerade. Es fühlte sich dieses Mal alles so gut an, ich war total entspannt und glücklich und hatte die ganze Zeit all die typischen SS-Anzeichen... Warum merkt es mein blöder Körper nicht, dass etwas nicht stimmt?! Sorry, bin gerade noch total emotional... Mein Mann ist auch richtig down, es zerreisst mir das Herz ihn so zu sehen :(

Jetzt hab ich hier fast ein Buch geschrieben, tut mir leid. Ich kenne leider von meinen Freunden und Verwandten niemand, der das auch durchmachen musste. Fast alle haben schon 1-2 Babys, mein Bruder bekommt sein erstes auch in zwei Wochen. Seine Frau war damals im Sommer zwei Wochen weiter als ich, wir tauschten uns viel aus und freuten uns gemeinsam so sehr auf den Nachwuchs, bis beim Mann und ich es dann verloren...

Ich freue mich noch immer total auf meinen Neffen, wirklich. Aber wegen der bevorstehenden Geburt und unserer schmerzlichen Vorgeschichte erzählten mein Mann und ich dieses Mal niemandem von der Schwangerschaft... Niemand weiss davon, aber ich denke, das ist schon besser so... es wären doch alle bloss wieder so traurig.

Hälst du dich auch immer noch zurück, mit deiner Familie und Freunden darüber zu sprechen?

Wie gehts dir damit, dass deine Schwester und deine Freundin schwanger sind?

Ich hoffe, dass du mir antworten magst, auch wenn es vermutlich anstrengend ist, wieder darüber zu schreiben... das könnte ich natürlich auch verstehen.

Jedenfalls drücke ich dich ganz herzlich und hoffe sehr, dass du und dein Mann gemeinsam einen Weg findet, mit eurer Trauer umzugehen (ev. einen Baum anpflanzen oder einen süssen Kaktus in Gedenken an euer kleines Sternchen kaufen?).

Und dass bei euch beim nächsten Mal alles gut gehen wird!!

Alles Liebe, jannna

@ jannna

Hallo liebe jannna,

vielen Dank für Deine lieben Zeilen an StellaLuna.

Es tut mir sehr leid, dass kein Herzschlag mehr bei Deinem Baby festgestellt werden konnte und Du dein Kind nun gehen lassen musst.

Ich hoffe, StellaLuna wird Dir noch antworten, ansonsten kannst Du auch gerne noch einmal Deine Geschichte in einem neuen Beitrag einstellen, dann wirst Du sicherlich ein paar Antworten erhalten.

Wie geht es nun weiter bei Dir? Wirst Du eine Ausschabung erhalten oder wirst Du das Baby über eine kleine Geburt loslassen?

Ist Dir schon in Aussicht gestellt worden, dass der Fötus anschliessend untersucht wird?

Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit.:IN LOVE:

Viele Grüße

Victoria

Re: @ jannna

Vielen lieben Dank für deine Antwort liebe Victoria!

Ich habe soeben das zweite Medikament für den beschleunigten Abort genommen. Hoffentlich klappt dieses Mal alles komplikationsfrei mit dem Abgang, damit ich keine Ausschabung mehr brauche. Die war der reinste Albtraum das letzte Mal.

Meine Gynäkologin organisiert meinem Mann und mir nun einen Termin beim Genetiker zur Abklärung. Ausserdem werde ich auf eine Gerinnungsstörung untersucht werden sowie auf eine Hormonstörung, sobald ich kein HCG mehr im Blut und wieder einen normalen Zyklus habe.

Ich bin wirklich sehr froh, habe ich letztes Jahr meine Gynokologin gewechselt und bin nun bei einer sehr einfühlsamen und sorgfältigen Ärztin, der ich auch zu 100% vertrauen kann. Es macht schon einen riesigen Untschied, damit solche Erlebnisse nicht traumatisch werden...

Dir danke ich vielmals für den lieben Wunsch und das Angebot zum Austausch auf dieser Plattform. Es hat mir viel geholfen, von anderen Erfahrungen zu lesen.

Herzliche Grüsse

jannna

Re: @ jannna

Hallo liebe Jannna,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du die kleine Geburt gut überstehen wirst und keine Ausschabung gemacht werden muss.

Viele Frauen hier im Forum haben beschrieben, dass ihnen die kleine Geburt geholfen hat sich vollkommen zu verabschieden und sie damit besser klar kamen als mit einer Ausschabung.

So hoffe ich, dass es bei Dir ebenso sein wird und Du einen guten Weg für Dich findest trauern zu können und die Situation dann gut für Dich verarbeiten zu können.

Es ist schon einmal gut zu lesen, dass schon weitere Schritte eingeleitet worden sind und Ihr einen Genetiker aufsucht um das abklären zu lassen und das Du auf eine Gerinnungsstörung hin untersucht wirst.

Ich denke, all das wird Dir helfen Deine Situation besser zu verstehen und darauf zu vertrauen, dass alles ausgeschlossen werden kann, damit eine eventuell erneute Schwangerschaft gut verläuft.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft das jetzt durchzustehen.:IN LOVE:

Viele Grüße

Victoria

 

Re: @ jannna

Hallo Victoria

Vielen herzlichen Dank für deine lieben Worte!

Es klappt bisher alles gut mit der kleinen Geburt. Musste mich zwar ein paarmal übergeben, aber erst nachdem die Blutung eingesetzt hatte. Bin sehr erleichtert und froh, diesen Weg gewählt zu haben.

Mein Mann und ich haben gestern noch für jedes unserer vier Sternchen einen Kaktus ausgesucht und diese eingepflanzt, um Abschied zu nehmen und ihnen trotzdem ab und zu gedenken zu können. Das hat uns beiden gut getan.

Wir werden es auf jeden Fall weiter versuchen. :IN LOVE:

Liebe Grüsse und einen schönen Tag

jannna

Re: @ jannna

Hallo Jannna,

da warst Du gestern Nacht aber noch sehr spät wach.

Wie geht es Dir jetzt?

Das Ihr die Kakteen eingepflanzt habt ist eine sehr schöne Idee und solche Rituale helfen bei der Verarbeitung ungemein.

Andere stellen z.B. eine Kerze in ihr Fenster und erinnern sich so.

Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und hoffe, Du bist heute einigermassen fit.

Viele Grüße

Victoria

Re: Missed Abortion

Liebe Jannna,

Ich entschuldige mich für die späte Antwort und hoffe, dass du mittlerweile alles gut und komplikationslos überstanden hast. Es tut mir wirklich leid, dass du das ganze jetzt schon 3 Mal mitmachen musstest und ich kann mir kaum vorstellen wie es euch dabei gehen muss. 

Ich kann es so gut verstehen, dass du dich über dein Körper ärgerst, ich habe es nämlich auch. Im Nachhinein zu wissen, dass ich einen ganzen Monat mit meinem toten Baby im Bauch rumgelaufen bin und keinerlei Anzeichen dafür hatte, dass etwas nicht stimmen könnte, hat mich auch eine Weile fertig gemacht. 

Mir geht es mittlerweile schon viel besser. Ich habe mich gegenüber meine Familie endlich öffnen können und dass war das beste was ich hätte machen können. Ich kann jedoch verstehen, dass ihr es diesmal nicht erzählen wollt. Vielleicht kannst du ja wieder mit dieser Psychologin Kontakt aufnehmen die dir schon Mal geholfen hat.

 Ich freue mich sehr auf meinen Neffen und habe sogar für meine Schwester eine Babyparty veranstaltet. Mittlerweile hab ich auch kein Problem mehr damit den Babybauch meiner Freundin zu sehen. Es erinnert mich trotzdem oft daran wie weit ich jetzt gewesen wäre da wir auch nur 2 Wochen Unterschied hatten aber es macht mich nicht mehr so fertig wie am Anfang. Trotzdem frägt man sich immer wieder warum es einen selbst treffen musste. 

Ich wechsle im April den Frauenarzt und kann es kaum erwarten da weg zu kommen. Bei untersuchen aufgrund einer anderen Sache wurden bei mir min 2 Zysten am Eistock entdeckt und noch HCG im Blut ist nachweisbar aber mein frauenarzt hällt es nicht für nötig es nochmal zu kontrollieren. Mir wurde nur am Telefon gesagt, dass sie das HCG nicht kontrollieren bräuchten da ich ja ne ausschabung hatte und die Zysten schon von alleine weg gehen würden obwohl ich von den anderen Ärzten gesagt bekommen habe mich bei meinem Frauenarzt diesbezüglich untersuchen zu lassen. 

Ich habe mir eine schöne weiße Orchidee gekauft die mich an unser Sternchen erinnern soll...

Ich hoffe sehr, dass du Antworten auf deine Fragen bekommst um das nie wieder durchmachen zu müssen und wünsche dir und deinem Mann viel Kraft für diese schwierige Zeit...

Ich würde mich riesig freuen nochmal von dir zu hören.

In liebe 

Stella

 

 

 

 

 

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