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Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

Hallo Zusammen, schreibe ja in Eurem Forum, da bei uns absolute tote Hose ist. Meine Tochter ist jetzt 7 Monate alt und hat eínen ganz schlimmen Schiefhals (Plagiozephallus) wir sind auch seit Januar bei der Physiotherapie und es wird nicht besser, sie ist sehr platt am Hinterkopf auf der rechten Seite, mein KiA meinte letztens bei der U daß vielleicht ein Helm was wäre bei Ihr und daß man das bald machen müßte, sonst hilft es nicht mehr. Es ist nur so, das Ding muß sie 23 Stunden am Tag tragen und ob es die Kasse zahlt ist fraglich, da es nicht 100%ig bewiesen ist, daß es hilft und mein KiA meinte, er denkt nicht, daß es von selber arg viel besser wird als jetzt. Die Kosten belaufen sich auf 2500€ wenn man es selber zahlen muß und das Geld haben wir nicht. ICh will aber auch nciht, daß meine Tochter mal Nachteile hat, nur weil sie einen verschobenen Kopf hat. Meine Nichte, wird dieses Jahr 10, die hatte das auch ganz schlimm und ´man sieht es trotzdem mit den langen Haaren immer noch. Habe ein Dornkissen und war auch schon beim Osteopath im Dezember 13 und da wurde es bisher nicht besser, habe jetzt wieder einen Termin gemacht, mal schauen ob es hilft.

Bin echt ratlos, denn einerseits will ich das meiner Tochter nicht antun wenn es nicht sein muß, aber andererseits nichts vorenthalten, aber dann geht es nur wenn es die Kasse zahlt.

Hat jemand Erfahrung mit sowas?

Liebe Grüße

Andrea mit Florian und Karina

Bisherige Antworten

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

hallo andrea,

stell doch einen antrag und wenn sie ablehnen legst du widerspruch ein.

hatte sie das schon bei der geburt? ich denke bei lageanomalie im mutterleib hast du gute chancen.

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

Hallo Jack,

 nein bei der Geburt nicht, obwohl sie fast immer in BEL lag, der Plaiochephalus ist lagebedingt, obwohl ich schon immer geschaut habe, daß sie auf beiden Seiten liegt, aber sie hatte ihre Lieblingsseite trotzdem immer bevorzugt und selbst die Physiotherapie, die wir seit ihrem 3. Lebensmonat machen, brachte nichts, beim OStheopathen war ich ja auch schon, aber nur einmal weil die dann meinte, es wäre gut und das würde reichen.

Einen Antrag werde ich auf jeden Fall stellen und hoffen, daß sie es dann übernehmen.

Danke für Deinen Beitrag.

Liebe Grüße

Andrea

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

hallo andrea,

ich bin ja selber nicht betroffen, kenne mich lediglich mit so krankenkassengeschiss gut aus. als ich den beitrag von lilli las, war ich doch etwas geschockt muss ich gestehen. du schriebst ja das bei euch engmaschiger kntrolliert wird und das die herstellung auch ncith so lang dauert, damit könnte ich leben. lieber jetzt was tun, wo sie es noch nicht so mitkriegen als ein lebenlang gehänselt werden. wobei auch hier ne einschränkung, ich weiss nicht um das ausmaß bei euch.

lass dich gut beraten und entscheide dann

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

Liebe Andrea,

ich schleich mal bei Euch ein - das Thema brannte uns lange auch auf der Seele.

Maren wurde Ende 2008 geboren, bereits mit 1-2 Monaten wurde klar, dass sie eine Vorzugshaltung hat, die mit Osteo behandelt wurde - ohne Erfolg. Auch die Physio, die wir bekamen, brachte nicht den Erfolg für das Köpfchen - sondern nur für die Haltung.

Wir haben mit KiA und Physios über die Helmtherapie gesprochen und waren sehr unsicher. Die Informationen, dass diese Therapie seit 20 Jahren existiert, aber keinen nennenswerten Durchbruch erzielt hatte, liess uns das Ganze noch mehr in Frage stellen. Wir haben dann mit unserem (alten) Hausarzt gesprochen - der uns nach einem mehrstundigen Gespräch mit zwei Fragen entliess:

1. Warum Helm?

2. Ist das Umfeld (also nicht Familie, sondern Dorf etc.) stark genug, dass Maren nicht unter einem Helm leiden würde? (Fragen, Hänseln etc,). Er hat darauf sehr insistiert, weil er sagte, selbst für ganz kleine Kinder sei eine soziale Ausgrenzung massiv belastend!

Für alles medizinische wurden wir von ihm an den Chefarzt einer sehr großen und guten Kinderklinik verwiesen. Er hat alles untersucht und dann gesagt: "Jetzt gehen sie mit ihrer Tochter mal 2-3 Stunden in der Stadt spazieren. Dann kommen sie wieder. Sie schauen unterwegs sich alle Leute genau an, die sie sehen."Als wir wieder kamen, fragte er: "Haben sie Menschen gesehen, deren Kopf so aussieht, wie der ihrer Tochter?" Als wir verneinten, sagte er: Sehen sie, alle Köpfe sind unterschiedlich, vieles wird sich noch verwachsen. So wie jetzt wird ihre Tochter später NICHT aussehen.

Er riet vom Helm klar ab, auch wenn einer seiner Kollegen in der Klinik diese Therapie anbot!) und sagte klar, dass er sie nur in ganz großen Ausnahmefällen unterstützen würde. Die Erfolgsqoute liegt - anders als von der Firma und wenigen Ärzten, die das anbieten behauptet - nur bei 50%!!!!! Die anderen Fälle werden meist erheblich schlechter (falsch angepasste Helme, zu lange vorher vermessen etc. und dadurch teilweise massive Schäden). Wir haben dann mit mehreren Familien, die die Therapie durch hatten, Kontakt aufgenommen - alle rieten ab! Bei Tragedauern von 23h am Tag sind schwere Hautprobleme vorprogrammiert.

Der Zeitraum zwischen Vermessung und Lieferung des Helmes beträgt bis zu 3 Monate (da ist der Kopf längst gewachsen und der Helm richtet massive Schäden an!!!!!), Kontrollen nur alle 4-6 Monate(!!!) ist das Ganze mehr als fahrlässig.

zu uns: Maren ist nun 5 Jahre alt. Wer sie nicht kennt, sieht nichts von ihrem Problem, wer sie mit nassen Haaren erlebt, ahnt, dass die Kopfform nicht symmetrisch ist, aber das ist so wenig auffällig, dass wir froh sind, nichts unternommen zu haben. Wir haben eines gemacht: Einen Top-Osteopathen aufgesucht, der wirklich zu den rennommiertesten in D. gehört. Er hat Maren behandelt und sie recht schnell von überwiegender Rückenlage (mit 7 Monaten normal!) in anderen Haltungen gebracht (sie spielte danach gern und viel in Bauchlage, lernte schnell sitzen,  krabbeln etc. und damit wurde der Kopf entlastet.

Ich würde an Eurer Stelle einen weiteren Osteopathen suchen, der wirklich Erfahrung und Ahnung hat. Wir hatten vorher einen, der viel tat, aber ohne jeden Erfolg. Der zweite hat Maren alle 4 Wochen für 10-15 Minuten behandelt und sichtbaren und spürbaren Erfolg nach JEDER Sitzung gebracht.

Noch verwächst sich so vieles, dass ich jetzt nicht an den Helm denken würde - uns hat der OA in der klinik, der die Behandlung selbst anbot, gesagt, dass es egal sei, ob mit 7, 10 oder 14 Monaten begonnen würde - es würde ab einem Alter von 6 Monaten so oder so mindestens 1 Jahr dauern.

Du darfst Dich sehr gern melden - gern auch per PN!

GGLG Lilli mit Maren (5) und Tabea (2)

 

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

Hallo Lilli,

danke für Deinen ausführlichen Bericht.

Ich bin ja eben hin und her gerissen, denn meine Nichte die ist jetzt fast 10, war das auch so schlimm und bei der sieht man es heute noch und sie wird oft geärgert, gerade jetzt für sie wo auch lnagsam die Jungs interessant werden nicht leicht, denn oft wird sie auch als Behindi bezeichnet und das verletzt sie sehr, meine SChwägerin meinte, wenn es ihr damals angeboten worden wäre, dann hätte sie es gemacht, jetzt kann man es nicht mehr ändern und wenn man mal so einen Ruf hat, dann bekommt man ihn nicht mehr weg. Meine Nichte ist so ein hübsches Mädchen bis auf ihre Kopfform.

Mein Kinderarzt meinte, nach dem Scannen des Kopfes per Foto ist der Helm in 3 Tagen fertig und alle 4 Wochen muß man zur Kontrolle und getragen wird der Helm maximal bis sie in etwa ein Jahr alt ist, da der Kopf im ersten Lebensjahr so schnell wächst. Das war die Aussage von ihm, habe jetzt mal in unserer Kinderklinik einen Termin (24.4.) gemacht und da laß ich den Kopf mal ansehen und laß mich beraten, denn sehe ich weiter.

Danke für Deine Hilfe, melde mich bei Dir wenn ich in der Klinik war.

Liebe Grüße

Andrea mit Florian und Karina

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

Hallo guten morgen! Ich würde mir den kopf nicht zerbrechen, sondern machen. Beantragung der Kostenübernahme bei der kk. Bei ablehnung widerspruch. 

Ich würde sofort handeln.  Eben weil der kopf noch formbar ist. In diesem alter akzeptieren kinder sowas noch recht einfach.

 

LG

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

Hallo,

 Danke für Deine Antwort, ich habe am kommenden Donnerstag einen Termin in der Kinderklinik und da werde ich ihren Kopf mal anschauen und vermessen lassen und dann sehe ich weiter, wenn er es als nötig empfindet, werde ich einen Antrag stellen, mal schauen was rauskommt, ich laß auf jeden Fall nicht locker.

Liebe Grüße

Andrea mit Florian und Karina

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

Hallo,

eine Bekannte von mir hatte eine Saugglockengeburt und der Kleine hatte davon einen deformierten Kopf, eigentlich gar keinen Hinterkopf mehr. Sie haben dann von der Krankenkasse auch so einen Helm bewilligt bekommen, den er das ganze 1. LJ getragen hat. Ihn hat's nicht gestört, er kannte es nicht anders. Das Köpfchen sah anschließend sehr normal aus, es hatte echt was gebracht. Allerdings weiß ich nicht, wie das ohne Helm ausgesehen hätte...ob sich das verwachsen hätte oder so deformiert geblieben wäre. Ich würd es wohl auch beantragen.

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

Hallo Vonny,

 danke für Deinen Erfahrungsbericht, ich habe am Donnerstag einen Termin in der Kinderklinik und da werde ich den Kopf mal anschauen und vermessen und wenn es der Arzt als nötig empfindet, dann werde ich einen Antrag stellen und hoffen, daß es übernommen wird.

Liebe Grüße

Andrea mit Florian und Karina

Re: Helmtherapie bei Plagiozephallus (Schiefhals), soll ich es machen lassen, oder nicht? Brauche Eure Meinung.

Hallo Andrea,

da drück ich dir fest die Daumen dass ihr evtl. um einen Helm drumrumkommt. Und falls nicht, dann ruhig hartnäckig bleiben bei der KK. Wird es allerdings von ärztlicher Seite dringend empfohlen, kann ich mir kaum vorstellen, dass sie es ablehnen werden. Auf jeden Fall wünsch ich euch viel Glück und alles Liebe für euch und eure kleine Prinzessin :THUMBS UP::IN LOVE:

 

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